20. Mai 2019: Dies ist Krieg in neuer Form: Die USA greifen China an

Heute setzte die Administration Trump den Elektronik-Konzern Huawei aus China auf die schwarz Liste und verbot damit allen amerikanischen Firmen, mit diesem Konzern Geschäfte zu machen. Die Amis begründen diese Massnahme damit, dass sie Huawei der Spionage zu Gunsten China vorwerfen. Bisher haben sie jedoch noch keine entsprechenden Beweise vorlegen können.

Ich vermute, dies ist nur ein vorgeschobenes Argument, weil Huawei in der Zwischenzeit grösser und stärker als die amerikanische Konkurrenz-Firmen geworden ist. Huawei ist Marktführer fürs zukünftige G5-Netz und einer der grössten Smartphone-Hersteller.


Für Huawei geht es jetzt ums Überleben

Als erste Konsequenz durch dieses Trump-Dekret teilte Google bereits wenige Stunden später mit, keine Geschäfte mehr mit dem chinesischen Konzern Huawei zu machen und die Auslieferung des Android-Betriebssystem für seine Smartphones auszusetzen. Dies würde das Aus für die beliebten Mobil-Telefone bedeuten. Auch Konzerne wie Intel stoppten die Zusammenarbeit mit dem zweitgrößten Smartphone-Hersteller der Welt. Die Digitallobby warnt vor einem Flächenbrand.

Trump ist bekannterweise nicht der hellste, um es anständig auszudrücken. Er ist ein grosser Schwätzer und erinnert in seinen Gedanken an den „GröFAZ“ (Grösster Feldherr aller Zeiten) vor 90 Jahren. Auch dieser wollte „Deutschland First“, aber nach alten Kriegsmethoden. Dies macht Trump ja auch so gefährlich, Er entscheidet, ohne sich deren Konsequenzen zu überlegen, als wäre er am Wirtshaus-Tisch.

Die Chinesen vergessen nie!

Nur wenige Stunden nach dem Trump-Dekret haben die Amis bereits festgestellt, dass sie ein Eigentor geschossen hatten, denn in vielen lokalen Mobilfunk-Netzen in den USA ist HUAWEI-Technik installiert. Es wäre eine Katastrophe für sein eigenes Land gewesen. Deshalb wurde das Dekret vom Trump um 90 Tage aufgeschoben

Ich bin gespannt, wie die Chinesen reagieren werden. Man sollte nie einen schlafenden Löwen wecken und noch weniger, ihn gegen einen Abgrund jagen, aus dem es keinen Ausweg mehr gibt. Kritisch, auch für die USA ist, dass wir in einer globalen Industrie-Welt leben und die einzelnen Industrien beider Länder voneinander abhängen. Es sind dies nicht nur die USA-Automobil-Industrie, sondern auch die IT-Firmen wie Apple, die in China ihre iPhones produzieren lassen. China kontrolliert aber auch zwischen 80 und 95 Prozent des Weltmarktes der sog. „Seltenen Erden“ dieser für Smartphones und andere technische Geräte wichtigen Elemente. Mit einem Federstrich könnte China die amerikanische IT-Industrie in die Knie zwingen und auch Apple wäre weg vom Fenster.

Die beiden Länder werden sich unweigerlich wieder finden und den Streit durch irgendeinen Vertrag beilegen. Trump wird triumphieren, auch wenn er seinem Land einen unermesslichen Schaden zugefügt hat. Niemand weltweit wird den Amis mehr glauben und ihren Versprechungen glauben. Die Amis haben sich als Lügner qualifiziert!

Die Chinesen werden diese Schmach jedoch nie vergessen. Eines Tages werden sie die Amerikaner bestrafen, schrecklich bestrafen. Sie haben einige Waffen im Köcher. Bereits jetzt sind die Chinesen führend in gewissen IT-Technologien wie z.B. in „Künstliche Intelligenz“, 5G-Telefonie oder eben Mobil-Phone. In ihrem Besitz sind aber auch die meisten Staatspapiere der Amis. Durch ihren Verkauf könnten sie den Dollar und damit die amerikanische Wirtschaft zerstören.

Beschaffung Schweizer Kampfflugzeug

Ich denke, wir sollten bei der Beschaffung des neuen Schweizer Kampf-Flugzeuges die USA nicht berücksichtigen. Die Amis sind keine zuverlässigen Geschäftspartner mehr. Nach den aktuellen Erfahrungen bestünde die reale Gefahr, dass sie mit einem Federstrich die Elektronik unserer Kampfjets ausser Betrieb setzen könnten und unsere Kampfflieger würden am Boden stehen!

Mail-Verkehr mit Frau Bundesrätin Viola Amherd

Am 21. Mai habe ich meine Sorgen mit einem Link zu den obigen Zeilen per Mail an unsere Verteidigungs-Ministerin Frau Viola Amherd mitgeteilt und 6 Tage später eine persönlich Antwort erhalten, die kein Bla-Bla enthielt, sondern auf mein Mail Bezug nahm:

Sehr geehrter Herr Lehmann
Ich habe Ihr E-Mail erhalten, in dem Sie von der Beschaffung amerikanischer Kampf­flugzeuge abraten. Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und Engagement.
Was immer man zum Vorgehen der USA gegen Huawei denken mag: Es hat keinen inhaltlichen Bezug zur Frage, welches Kampfflugzeug die Schweiz beschaffen soll. Zum einen ist es so, dass alle westlichen Kampfflugzeuge US-Kommunikationskomponenten enthalten. (Und die entsprechenden Risiken wären bei russischen oder chinesischen Flugzeugen mit Kommunika­tionskomponenten aus diesen Staaten nicht geringer.) Zum zweiten ist es nicht machbar, aus der Ferne Kampfflugzeuge zu immobilisieren. Es gibt sehr wohl eine Abhängig­keit, aber diese geht nicht so weit, dass der Hersteller oder die Regierung des Herstellerlandes das Flugzeug „grounden“ könnte.
 
Mit freundlichen Grüssen
Viola Amherd, Bundesrätin

Ich gebe es zu. Ich war total überrascht über diese Antwort. Frau Amherd hat meine Sorgen ernst und sich Zeit für eine individuelle Antwort genommen. Dankeschön

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