Aug. 2018: „Live Ticker“ vom Basler Max

+++ Populismus +++ Rückfahrt und Augenklinik +++ Solaris Carnival +++ Als Schweizer in der EU +++ Hitze mit Konsequenzen +++ 90 Tage-Regelung +++

AfD und Populismus

Vor wenigen Tagen habe ich einen Beitrag über oder gegen den „Populismus“ geschrieben und dabei auch die AfD erwähnt …. und bereits haben bösartige Attacken gegen mein Sommer-Tagebuch begonnen. Es scheint, dass sie meine Meinung teilen und beweisen wollen, dass sie nichts von freier Meinungs-Aeusserung und noch weniger von Demokratie halten.

14./16. August: Rückfahrt und Augenklinik

Am 14. August beendete ich meinen diesjährigen Aufenthalt in Istrien und fuhr die 830km  nach Hause in Binningen. Bereits 2 Tage später stand mein nächster Spitalbesuch und meine 6. Spritze in der VISTA-Klinik bevor. „Ich spreche scheinbar auf die Spritze an, aber die Besserung geht nur langsam vor sich. Wir müssen einstweilen beim Monats-Zyklus bleiben.“ meinte die behandelnde Augenärztin.

Am Tage darauf war ich zum Check beim Augenarzt Dr. Blechschmidt. Er bestätigte mir meine Fortchritte, denn allein meine Sehstärke sei von 30% auf 60% angestiegen. Aber es brauche noch Zeit, bis die ganz Flüssigkeit weg sei.

4. August: Solaris Carnival und Exodus

Der Solaris Carnival am ersten Samstag vom August hat bei wundervollem Wetter stattgefunden. Er ist aber auch gleichzeitig der Beginn des Exodus der Camper. Innert 1-2 Woche werden bestimmt 1/3 abgebaut haben. Mich inbegriffen. Der Platz wird sich entleeren.

Als kleiner Schweizer in der EU

2. Aug. 2018 Essen im Konoba Malo Selo

Am 14. August werde ich wieder nach Hause fahren. Dann habe ich 106 Tage in der EU verbracht. 16 Tage länger als erlaubt, erklärte mir die Rezeption auf dem Campingplatz und stellte mir die Rechnung: 17’450 Kunar, entsprechend etwa 2’355 Euro, Kurtaxe und Prozente eingerechnet.

Kürzlich wurde ich gefragt, wie es sich innerhalb der EU zu leben lässt. Ich wusste keine Antwort, denn die EU ist im Umbruch, gleich wie Kroatien auch. Die Kroaten haben die ausländischen Autofahrer als Einnahme-Quelle entdeckt und auf allen Ein- und Ausfahrts-Landstrassen die Geschwindigkeit auf 60, 50 und 40 km/h heruntergesetzt. Seither wird die hiesige Polizei zu Geschwindigkeit-Kontrollen eingesetzt. 500 Kunar kostet eine Ueberschreitung um 30 km/h. In der Tat bin ich mit 81km/h auf der schön asphaltierten Landstrasse in Richtung slowenische Landesgrenze gefahren, als sie mich zu sich gewunken haben.  Ich erhielt aber 50% Rabatt, weil ich sofort bezahlte. Umgerechnet 34 Euro kostete mich mein kleiner Bleifuss.

Wie wärs, wenn sich Deutschland die Kroaten als Vorbild nähme und anstatt der Autobahn-Maut der CSU auf ihren Land- und Bundesstrassen die Geschwindigkeit auf 60, 50 und 40 km/h neu festlegen würde. Ohne grossen administrativen Aufwand kämen Aber-Millionen-Euro in die Bundeskasse gespühlt.

Apropos EU. Ich habe meinen Nachbarn aus PE versprochen, mich nicht zur EU zu äussern. Es war wahrscheinlich zu heftig, als ich meinte: „Jedes Land hat seine Regierung, die es verdient!“ Auch wir Schweizer. Wir sind stolz auf unsere Regierung!

1. August: Hitze und Stromausfall

Seit etwa 1 Woche ist die grosse Hitze auch über Istrien eingebrochen. Während es in den Vormonaten noch angenehm und nachts sogar recht kühl war, expldierten die Temperaturen in der letzten Juli Woche bis um  35ºC.

Dies hatte auch Konsequenzen. Ich kam nämlich heute auf die dumme Idee, am Nachmittag Wäsche zu waschen und gleichzeitig die Klimaanlage meines Wohnwagens zu starten. Als ich dann noch ein Kotelette anbraten wollte,  war ein Stromausfall unvermeidlich. Was war aber der Grund?

Es dauerte gegen eine halbe Stunde, bis die Sicherung der Kabelrolle wieder einklickte.  Ich holte mir als Rettung mein Ersatz-Stromkabel im Material-Wohnwagen. Die Ursache war aber die Kabeltrommel. Ich hatte das Stromkabel nicht komplett abgerollt. Sie wärmte sich zu stark wegen der grossen Strombezüger auf und stellte aus Sicherheitsgründen wegen Ueberhitzung ab.

1. August: 90 Tage-Regelung

Ich glaubte, die 90-Tage-Regelung der Kroaten sei adacta gelegt. Aber weit gefehlt. Die kroatische Justiz hat sich wiederum auf die Touristen eingeschossen, wie auch die Polizei mit den Geschwindigkeits-Kontrollen.  Ich erhielt von der Rezeption den Hinweis, schnell vorbei zu kommen, weil ich bereits über 90 Tage auf Solaris sei. Dies sei nicht mehr erlaubt, aber sie haben eine Lösung:  Sie werden mich nach 90 Tagen ausbuchen und machen einen Neu-Eintritt für die restlichen 16 Tage bis zu meiner Abreise.

Welch Wunder. Noch vor wenigen Jahren haben sie mich nach 90 Tagen nach Hause geschickt! Aber in den letzten Jahren nicht mehr reagiert, auch wenn ich  jedes Jahr über 100 Tage auf Solaris verbrachte.

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1 Kommentar

    • Superquerulant1 on 12. August 2018 at 09:58
    • Antworten

    Hallo Herr Basler,

    ich bin durch Zufall auf Ihre Seite gelangt. Nach 40 Jahren Abstinenz war ich dieses Jahr mit meiner eigenen Familie in Istrien etwas nördlich von Porec. Es war wirklich herrlich und die Menschen ausgesprochen freundlich.
    Warum allerdings viele Gastronomen nur Barzahlung akzeptieren und die Verkehrsbeschilderung so ist wie Sie beschreiben, kann nur als Versuch von Einnahmequelle gewertet werden, die an der Steuer vorbeigehen und auf der anderen Seite das Staatssäckel füllen. Ich durfte für eine nicht wahrgenommene Überschreitung von 22 km/h 250 Kuna bezahlen. Die Beschilderung in Bezug auf die Geschwindigkeit ist oftmals irre und nicht nachvollziehbar. Aber so viele 40 km/h Schilder habe ich noch nie zuvor gesehen.

    Bei einem solchen Betrag von ca. 35 € kann man auf Diskussionen mit den wirklich freundlichen Beamten verzichten. Ich hatte nur über die Haltekelle lachen müssen. Die ist nur ca. 20 cm lang. Für die Kinder perfekt. Aber sie funktioniert auch so in Kroatien. 😉

    Wir haben bereits jetzt schon für nächstes Jahr den Campingplatz (Lanterna) wieder gebucht. Es war herrlich. Nur beim Tauchen könnten die Fischbestände stärker sein. Da sind wir etwas zu sehr von Spanien etc. verwöhnt.

    Erwähnen will ich noch, dass man sich vor allem schützen kann, aber auch in Pula gibt es die weltweit überall anzutreffende Kleinkriminellen, die einem Familienmitglied aus der Bauchtasche unbemerkt das Portemonnaie klauen. Das war aufgrund des Verlusts der Papiere ärgerlich. Daher immer vorher Kopien fertigen, dann ist die Ersatzbeschaffung einfacher. Auch weil die Fahrt nach Zagreb lange und relativ teuer ist.

    Fürwahr, heiß war es, aber mit dem Meer und den Pools ließ es sich gut leben. Ein frisches Radler sorgte dann noch für die innerliche Abkühlung.

    Letzte Anmerkung zur Maut in Slowenien. Ja, die ist happig, aber ich persönlich ärgere mich auch immer wieder in der Schweiz über die Vignette, gleichwohl die in der Relation erschwinglich ist.

    Bei dem Versuch nach dem Verlust des Ausweises nach Triest zu fahren, teilten die slowenischen Zöllner mit, dass wir mit unserem ausweislosen Familienmitglied nicht wieder nach Kroatien zurückreisen können. War eine dumme Idee.
    Die anschließende Fahrt durch die Berge an der Grenze führte uns sodann durch das älteste Dorf Istriens (Puče). Herrliche Landschaft und wunderschöne Ortschaften. Dann wurde gewandert und der Rest fuhr weiter, um die Wanderer nachher wieder aufzunehmen. Für jedes Problem gibt es eine Lösung.

    Alles Gute!

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