17. Juni: Tip-Top Rückfahrt von Istrien nach Binningen

Ganz normal war an diesem Sonntag-Morgen um 7 Uhr Tagwache, denn ich wollte erst um die Mittagszeit von Istrien nach Hause fahren. So hatte ich genügend Zeit und Musse für ein feines Frühstück, das Einpacken der schmutzigen Wäsche, konnte den Wohnwagen putzen und ihn sturmsicher absichern.

Ferrari Sportwagen

Ferrari Logo

Die Zollanlage Skofie lag am Boden

Um 13 Uhr war dann Abfahrt. Zügig ging es via Novigrad und die Istrische Autobahn (6 Kunar) zum Zollübergang Dragonja und weiter durch Slowenien auf dem Schleichweg via Skofie zum Zollübergang nach Italien. Aber der lag am Boden. Ja, ihr habt recht gelesen. Ein richtiger Bretter- und Eisenhaufen lag auf der Autobahn, denn die überdachte Zollanlage wird im Moment abgerissen und sperrte 1 Spur der Autobahn Italien – Slowenien.

So musste ich mir einen Weg suchen, entweder über eine Umleitung via slowenische Autobahn (aber nur mit Vignette) oder eben über den Zoll-Uebergang via Plavje.

Sonntagsverkehr italienischer Familien

Nach diesem kleinen Irrweg ging die Fahrt zügig weiter, aber sie verlangte volle Konzentration Es fuhren zwar keine Lastwagen, aber was noch viel schlimmer war, es herrschte typischer Familien-Sonntagsverkehr.

Italienische Papis, die nur am Wochenende ihr gepflegtes und glänzendes Kleinod mit samt der ganzen Gross-Familie ausführten. Oft schwankten die Vehikel beträchtlich, weil es drinnen lustig zuzugehen schien. Es gab aber auch solche, die gestresst rechts überholten, oder um ihre Potenz zu zeigen. Aber es gab auch Mamas, die 1x die Woche das Steuer vom Ehemann grosszügig überlassen bekamen. Er sass daneben wie ein Maestro. Er schaute genau und dirigierte auch entsprechend, dass seine Mama den Weg über die mehrspurige Autobahn meisterte. Meist natürlich auf der mittleren Spur in gemässigtem Tempo, oft den linken oder rechten Blinker übersehend….

….  und dazwischen rauschten Ferraris und Lamborghinis jeden Couleurs mit doppelter Geschwindigkeit vorbei. Ich zählte bis ich zu Hause ankam, 3 Ferraris und 4 Lamborghini, die auch mich mit röhrenden Motoren überholten.

Lamborghini Sportwagen

Lamborghini Logo

Was suchte wohl der Schweizer Zoll?

Auf der Strecke von Mailand Richtung Schweiz war die Autobahn fast leer. Unerklärlich wenige Autos. Als ich dann beim Schweizer Zoll ankam, wurde ich herauskomplimentiert und mein Auto durchsucht, obwohl ich an der Windschutzscheibe das grüne Zeichen für „Habe nichts zu verzollen“ hatte. Das erste Mail seit mindestens 10 oder 15 Jahren, dass ein Zöllner in mir einen Schnuggler vermutete.

Zu zweit suchten und suchten sie, durchsuchten auch meine schmutzige Wäsche. Es war ärgerlich für die Zöllner und ich schmunzelte vor mich hin, denn ich hatte ausser 3 Flaschen Wein nichts bei mir. Ich liess sie gewähren. Auch als sie meine Kühlbox nicht öffnen konnten, in der 4 Fanta-Mineralflaschen lagen. Schlussendlich gaben sie es auf..und ich konnte es mir nicht verkneifen, Ihnen unter die Nase zu reiben, dass ich ihnen schon von Anbeginn gesagt hätte „Ich habe keine Ware bei mir !

Dies war mein letztes erwähnenswerte Erlebnis auf meiner Heimfahrt. Um 21 Uhr langte ich in Binningenl an, nach  gut 8 Stunden Fahrt . Mein Benzinverbrauch betrug 6.8 Liter/100km 95 Oktan.

Warum ich auf den Hinfahrt nach Istrien vor 7 Wochen nur 6.3 liter pro 100 km benötigte, ist mir rätselhaft. Ich kenne dieses Phänomen schon lange: Jeweilen auf der Fahrt nach Istrien in Richtung Osten brauche ich weniger Benzin, als auf dem Heimfahrt nach Westen. . Ich vermute, dass auf der Heimfahrt immer etwas Gegenwind herrscht.

Es ist erstaunlich, wie genau die heutigen Navigationsgeräte arbeiten. Bereits bei Abfahrt in Istrien berechnete mein Navigon die Ankunftszeit in Binningen als 21:02 Uhr. Es lag nur 3 Minuten daneben.

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