Bericht über meinen 5-monatigen Thailand-Aufenthalt im Winter 2008/2009


Der Garuda - das National-Symbol Thailands

Mit diesem Bericht verarbeite ich die in 5 Monaten auf mich eingestürzten Eindrücke und Erlebnisse, denn alles war hier in Thailand anders: die Schrift, das Aussehen der Leute, die Sprache, das Essen, die Landschaft, der Buddhismus, der chaotische Links-Verkehr, aber auch die Gefühle der Thais.

Falls Dein PC keine Bilder anzeigen will und stattdessen einen Fehler-Hinweis wegen kritischer "Scripts resp. Acrive-X"-Elemente anzeigt, dann kannst ihm kurzeitig erlauben, meine Foto-Scripts (Java-Elemente) temporär zuzulassen. Alle meine Fotos kannst Du aber auch unabhängig von diesem Bericht in meinem Google-Fotoalbum anschauen.

Glück, Aerger, Enttäuschung und Begeisterung liegen so nahe beieinander

Nachdem ich die letzten beiden Winter zwischen 2006/07 und 2007/08 im Süden von Spanien verbracht hatte, zog es mich diesen Winter an einen ganz anderen Ort, nämlich nach Hua Hin in Thailand zu Usa und Tony R. in ein feudales Gästehaus inmitten ihres mondänen, parkähnlichen Wohnsitzes "Ban Noparat", was auf Deutsch "zur Seerose" heisst.

Hua Hin liegt ungefähr 230 km südwestlich von Bangkok am Golf von Siam. Seit mehr als 100 Jahren befindet sich hier eine Sommerresidenz des thailändischen Königshauses. Besucher schätzen die kilometerlangen Sandstrände, eine gute Infrastruktur mit erstklassigen Hotels, verschiedenen Restaurants und Geschäften, den lebhaften Nachtmarkt und viel Lokalkolorit. Unter Insidern gilt Hua Hin mit seinen 7 Golfplätzen zu erschwinglichen Greenfees schon lange als thailändisches "Golf-Mekka".

Wie kam ich überhaupt auf die Idee mit Thailand? Wie es einem oft im Leben ergeht, braucht es immer ein paar Zufälle.... und den Mut, zuzugreifen:

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Pfeil: Mein Standort Hua Hin

20. - 27. Oktober 2008: Hinflug mit Thai-Airways von Zürich nach Bangkok, Aufenthalt in Bangkok

Mein Reiseplan nach Bangkok sah wie folgt aus:

Ausflüge und Besichtigungen in Thailand

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Thailand: Verkehr
Thailand: Mönche, Nonnen und Buddhismus
Thailand: Div. Tempel

Meine Erlebnisse und Ausflüge im Raume Bangkok

"Krungthep Mahanakhon Bovorn Ratanakosin Mahintharayutthaya Mahadilokpop Noparatratchathani Burirom Usomratchanivetmahasathan Amornpiman Avatarnsathit Sakkathattiyavisnukarmprasit" Dies ist der offizielle Name von Bangkok und laut Guinness Buch der Rekorde "der längste Ortsname der Welt".

Vor über 30 Jahren im Oktober 1972 war ich erst- und letztmals in Thailand und damit auch in Bangkok. Die Stadt war bereits damals gross, der Verkehr übermächtig, aber alles war um Grössenordnungen kleiner. Das grösste Hochhaus damals war das 23-stöckige Dusit Thani Hotel. Heute wird es von 850 Hochhäusern überragt und wirkt neben seinen bis 300 m hohen Nachbarn aus Glas und Stahl eher schmächtig.

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Bangkok: Strassenverkehr
Bangkok: Land und Leute
Bangkok: Chao Phraya und die Klongs,
die Lebensadern durch Bangkok

Die Taxis vor 30 Jahren waren echte Klapperkisten, denn die Strassenbeläge bestanden hautpsächlich aus Quader-Steinen. Heute sind es fein geteerte, moderne, mehrspurige Hochstrassen auf 3 und 4 Ebenen. Zudem führen Skytrains und U-Bahnen durch das Zentrum.

Als ich hier ankam, konnte ich nicht ahnen, dass ich in den nächsten Monaten noch mehrere Male in Bangkok sein werde. Durch Zufall habe ich nämlich Thais einer ehemaligen Schulklasse kennen gelernt. So entwickelte sich Bangkok zur Drehscheibe aller meiner Erkundungen.

Ich habe Bangkok lieben gelernt. Eine Hölle aus Lärm, Hitze, Smog und Dreck. Kein Wunder, bei 12 Millionen Einwohnern, 3 Millionen Autos, Mopeds, Bussen und LKW. Viele Fußgänger, Busfahrer und Polizisten tragen Atemschutzmasken.

In den letzten 30 Jahren hat sich in der thailändischen Hauptstadt viel geändert. Mitten in Bangkok werden neuerdings mehrmals täglich die Abfallcontainer geleert und geputzt. Dass es überhaupt welche gibt, ist schon ein großer Fortschritt. Seit es in Bangkok mit Geldstrafe geahndet wird, wenn man Papier oder Müll auf das Pflaster wirft, ist es sehr sauber geworden.

Und noch mehr Staunenswertes: die Veränderung beim Verkehrsproblem. Ich hatte das Gefühl, der Verkehr hätte etwas nachgelassen und wurde in geordnetere Bahnen gelenkt. Die meisten Tuk-Tuks werden nicht mehr mit duftenden Zweitaktern, sondern mit Gasmotoren angetrieben, ebenso die Taxis. Hoch- und Schnellstraßen sorgen für flüssigere Fahrten rund um Bangkok. Brauchte man früher weit über eine Stunde zur Sukhumvit, schafft man es heute bei günstigster Verkehrslage auch schon mal in einer halben.

Als ich jedoch nach der mehrstündigen Flugreise im Hotel ankam, wollte ich nur schlafen, denn im Flugzeug hatte ich keinen Schlaf gefunden. Die Sitze waren zu eng plaziert. Nichts vom vielgerühmten Thai-Service. Ich war enttäuscht.

Bangkok, die Hauptstadt Thailands

Wie bereits erwähnt, ich ahnte bereits, was mich in Bangkok erwartete. Aber es war viel schlimmer. Ich wurde von der Vielfalt der Eindrücke total überrollt. Ich brauchte ein paar Tage, um mich hier wohl zu fühlen. Ich denke, dass die weiter unten beschriebene Radfahrt der Schlüssel war.

1 Woche hatte ich in Bangkok eingeplant und war froh, dass ich nicht unter Zeitzwang kam, denn in vielen Reiseführern wird ein Aufenthalt von nur 3 Tagen vorgeschlagen. Ich meine, auch bei 3 Wochen Ferien, sollte man einen Drittel für Bangkok, ein weiteres Drittel für Reisen und den Rest fürs Baden und Wellness einplanen.

Bangkok hat viele Gesichter: Mehr als 400 glitzernde Tempel stehen neben hypermodernen Wolkenkratzern, Einkaufzentren und Märkte aller Art. Inmitten des tosenden Verkehrs pflegen die Menschen ihre religiösen Rituale. Man sieht Mönche in safranfarbenen Roben und leicht bekleidete Barmädchen. Armut und Reichtum liegen nahe beeinander.

Mit Absicht beschreibe ich nun keine Tempel. Ich will Euch nicht mit Reiseführer-Inhalten belästigen. Aber ich will schwärmen von der Vielfalt der grossartigen Tempel. Jeder ist anders und weist eine Spezialität auf. Im einen sind im Inneren eines gewaltigen liegenden Buddhas mehrstöckige Altare aufgebaut, ein anderer Tempel ist auf Beton-Stelzen ins Meer hinaus gebaut. Unvergesslich auch der weisse Tempel, oder der Tempel direkt neben einem chinesischen Markt. Und schlussendlich die schönsten und berühmtesten Tempel in der Altstadt resp. dem historischen Zentrum neben dem Königspalast.

Man sollte in Bangkok nicht nur besichtigen, sondern auf den unzähligen Märkten und Shoppings-Zentren einkaufen. Es gibt die teuren First-Class Centers mit 1A-Original-Ware von Giucci, Versace etc, aber auch die preiswerten wie das MBK, das Imperal, den BigC etc. Unvergesslich der Wochenendmarkt "Chatuchak Weekend Market", dessen Riesenangebot sogar einen Einkaufsmuffel überzeugen kann. Was auch nicht verpasst werden sollte, der Besuch des ausserhalb Bangkoks liegenden Schwimmenden Marktes "Damnoen Saduak", dessen Markstände auf dem Wasser treibende Boote mit tropischen Früchten und exotischen Gemüsen bilden. (Bericht siehe weiter unten).

Bereits vor mehreren hundert Jahren haben die Thais damit begonnen, die natürlichen Wasserwege und Flüsse durch zahlreiche Kanäle (=Klongs) mit einander zu verbinden, sodass ein leistungsfähiges Verkehrsnetz entstand. Diese Wasserwege waren bis zum Ausbau der Strassenverbindungen die einzigen Transportwege. Auf ihnen reisten die Leute, transportieren Waren und hielten Märkte ab. Noch heute gibt es rund 3 Mio km Wasserwege im Lande.

Die wenigen verbliebenen Klongs in Bangkok präsentieren sich jedoch als schmutzige Kloaken. Beim Anblick der oberirdischen Abwasserkanäle fällt es einem schwer, sich die alten Bilder aufleben zu lassen.

Do, 23. Okt.: Radausflug nach Ayutthaya

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Radausflug nach Ayutthaya
"Bang Pa-In", Sommerpalast der Ayutthaya Könige

Die Möglichkeit in- und ausserhalb von Bangkok Radtouren zu unternehmen, habe ich von Barbara T. in Istrien erfahren. Eine solche Tour "Historic Ayutthaya" habe ich bereits in der Schweiz gebucht und dafür 2'500 Baht (SFr. 80 resp. € 50) bezahlt. Darin inbegriffen waren eine Busfahrt nach Ayutthaya und zurück, ein Miet-Mountain-Bike, Helm, Trinkflasche, Getränke, Mittagessen.

Wie Bangkok ist auch das Gebiet um Ayutthaya auf Wasser gebaut, d.h. der Grundwasser-Spiegel liegt nur wenige cm unter der Bodenoberfläche. Aus demselben Grund ist der Reisanbau mit 2 Ernten pro Jahr eines der landwirtschaftlich wichtigsten Produkte und auch Export-Produkte von Thailand.

Dieses viele Grundwasser bringt aber auch grosse Probleme mit sich: Wie baut man hier ein Hochhaus? Wie haben die Vorfahren der Thais und auch die heutigen Architekten die gewaltigen Tempel und heutigen Hotels fundamentiert, damit sie in der Sand/Lehm-Erde nicht umkippten?

Früher legten sie mehrere Schichten von Holzstämmen als Fundamt in das nasse Sand-/Erdreich. Und heute werden stabile Betonpfeiler in den Boden gerammt resp. gegossen. Bevor dies aber geschehen kann, muss das lehmige Erdreich weggebracht werden, ohne dass die Bagger und Lastwagen im Schlamm versinken. Dazu werden grosse Stahlträger in den Boden der ganzen Baustelle versenkt und darauf etwa 1 Meter über der Erdoberfläche mobile Stahlplatten verlegt, Auf diesen verkehren dann die Bagger, Baumaschinen und Lastwagen.

Aber zurück zur Radtour. Wir waren eine Gruppe von 7 Gästen aus USA, Neuseeland, England, Deutschland und mit mir aus der Schweiz. Wir wurden bereits um 7 Uhr in 2 Toyota-Bussen in unseren Hotels abgeholt und fuhren direkt nach Ayutthaya, etwa 60 km ausserhalb Bangkok. Ayutthaya war bis 1767 die Hauptstadt von Thailand. Sie wurde durch die Burmesen vollständig zerstört und niedegebrannt. Unersetzliche Kulturschätze gingen dabei verloren. Die Zerstörung war so gründlich, dass ein Wiederaufbau nicht mehr in Frage kam. Heute sind nur noch Ruinen zu besichtigen, aber man kann daraus doch ersehen, welch gewaltige Blüte geherrscht haben muss. Zu Fuss schauten wir uns unter kundiger Leitung die wichtigsten Tempel-Anlagen an.

In der Zwischenzeit bereiteten die Führer und Mechaniker, insgesamt deren 5, die Trek-Mountain-Bike Farräder vor und jeder fasste zudem einen Helm und Trink-Wasser. So ausgerüstet ging es auf die Fahrt durch die alte Hauptstadt von Thailand, durch ländliche Gegenden, den Kanälen entlang bis zur Sommer- Residenz der Ayutthaya-Könige des "Bang Pa-In Palace", wo wir wieder die Kleinbusse bestiegen und zurück nach Bangkok gebracht wurden, wo wir gegen 17 Uhr kaputt aber glücklich eintrafen.

Unterwegs gab es ein mehrgängiges Thai-Essen mit einer Gemüse- und Fisch-Suppe, Reis mit Gemüsen, Hühnchen, Beef und einem Sea-Barsch. Das Essen hat wunderbar geschmeckt und war reichhaltig.

Auf der Fahrt durch die Umgebung sahen wir Reisfelder kurz vor der Ernte, Bananen-Plantagen, aber auch die zum Teil armseligen Häuser auf Pfählen, trafen ältere Frauen beim Tratsch unter einem Sonnendach, und radelten an etliche Klongs und Wasser-Kanälen entlang.

Es gab aber auch ungeplante Erlebnisse, wie dieses: Aus einem der vielen Tempel hörten wir bei der Vorbeifahrt laute Lautsprecher-Stimmen. Auch unser Führer war überrascht und drehte abrupt um: So kamen wir zu einem unerwarteten Erlebnis, nämlich der festlichen Zeremnonie zur Neu-Einkleidung von gegen 40 Mönchen aus einem nahen Kloster. Begleitet wurde die Zeremonie von Reden, Gebeten und schlussendlich auch einem ca. 20 Mann starken Orchester, dessen Klänge für ein europäisches Gehör sehr fremd tönten.

Die letzte Station war "Bang Pa-In Palace". Sie liegt etwa 60 km südlich von Bangkok und war seit dem 17. Jh. die Sommerresidenz der Ayutthaya-Könige, die hier mit ihrem Gefolge die heisse Jahreszeit verbrachten. Erst mit Einführung von Dampfschiffen, die eine schnelle Reise ermöglichten, wurde Bang Pa-In wieder interessant für die thailändischen Monarchen.

Man darf sich dabei nicht einen Palast im herkömmlichen Sinne vorstellen. Es handelt sich vielmehr um eine grosse Anlage mit unzähligen Häusern und Palästen, Seen und Flüssen. Die Anlage ist ein architektonisches Meisterwerke mit fernöstlichen und auch europäischen Stilrichtungen. Die am Ufer eines grossen Teiches gelegene Audienz- und Thronhalle "Varophat Phiman" erinnert an ein venezianisches Palais. Das absolute Prunkstück hingegen ist der chinesische Palast "Vihat Chamrun", ein Geschenk der chinesischen Gemeinde Bangkoks.

Dängs-House und Pat´s "Butterfly-House"

Vor und nach meinen ersten Reise nach Nord-Thailand und Chiang Mai habe ich in Bangkok bei Däng übernachtet, anschliessend wohnte ich regelmässig im Butterfly-Haus von Pat, denn mit Pat konnte ich mich bestens unterhalten, weil sie recht gut englisch sprach. Sie war eine echter Schmetterlings-Fan. Mit ihr besuchte ich u.a. "Ancient City", eine 1:1-Kopie der wichtigsten Baudenkmäler und Tempel von Thailand. Dann verbrachten wir auch mehrere Stunden auf der weltweit grössten "Crocodile Farm" mit über 60'000 dieser Riesentiere. Schon kurz nach meiner Ankunft schleppte sie mich in ein riesiges Ausverkaufs-Areal, wo ich mich zu reduzierten Preisen mit raffinierten Jeans und 2 Camel-Hemden eindeckte. Im Laufe der Tage besuchten wir noch weitere Shopping Center, denn dies war neben dem Essen eines unserer gemeinsamen Hobbies. Und zu jedem Shopping-Trip gehörte ein Halt im "Thirty-One", einer Eisdiele mit grosser Auswahl.

Däng lud mich zwei Mal zu einem ihrer monatlichen Ladies-Lunches" als Ehren-Gast ein. Beim ersten Mal fand das Essen im Narai-Hotel statt. Zum chinesischen Essen im Menam-Hotel am Bangkok-Fluss "Chao Phraya"war ich als Gast und einziger Mann von einer Hongkong Lady eingeladen worden. Sie war eine der etwa 20 bestgekleideten und gutsituierten Ladies zwischen 55 und 91 Jahren, die mir allesamt bei der Auswahl der Plättchen halfen und grosse Freude an meinen Thai-Sprach-Fortschritten hatten. Ich konnte nämlich bereits sagen, dass mir das "Essen schmeckt" und ich nun "genug gegessen" hatte.

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Chinesische Märkte
Lebensmittel Märkte

Ban Phli Market

Der Ban Phli Market gehörte zu einem meiner Lieblingsmärkte in Samut Prakan (Raum Bangkok). Als Chinesischer Markt bot er alles, was man sich unter einem chinesichen Makt vorstellen konnte: Aphrodisierende Potenzmittel, chinesiche Restaurants, Läden, die Harry Potter-Filmen zu Ehre gereicht hätten, Schutzmittel gegen Geister, Räucherstäbchen, Hängematten, Werkzeuge etc. Die typischen Häuser sind auf Stelzen in einen Klong gebaut. Zusammen mit Pat waren ich an manchem Wochenende dort zu finden, denn man ass auch gut und fühlte sich in einer anderen Welt.

Ancient City

Wer kennt sie nicht, die in besonderen Mässtäben erbauten Nachbildungen von Städten oder besonderen Landschaften wie z.B. "Swiss en Miniature" oder eine Modell-Eisenbahnanlage. Auf einem Areal von 80 ha, das die Form von Thailand hat, hat ein Thai-Milliardär sein "Thailand im Miniaturformat" geschaffen.

Darauf können über 110 bedeutende Sehenswürdigkeiten des Landes besichtigt werden und zwar zumeist im Masstab 1:1. Die Anlage ist so gross, dass man entweder mit dem eigenen Privatauto herumfährt, oder ein Fahrrad mietet. Ueber parkähnliche Landschaften vorbei an Seen und Wasserfällen fährt man von einer Sehenswürdigkeit zur anderen. Die grossen Tempel von Bangkok, den königlichen Sommerpalast in Phetchaburi, die Ruinen der ehemaligen Königsstadt Ayutthaya .....

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Samut Prakan: "Ancient City"
Samut Prakan: Crocodile Farm

Crocodile Farm

Die sumpfigen Niederungen des Chao Phraya Deltas direkt südlich von Bangkok sind oder waren ein natürlicher Lebensraum der thailändischen Krokodile. Menschen werden von ihnen relativ selten angegriffen, sie bevorzugen Nahrung aus dem Wasser. Es sind zumeist die zwischen Indien und Australien beheimateten "Leistenkrokodile". Sie sind erkennbar an ihrem keilförmigen Kopf, dem gelblichgrünen Körper mit braunen Punkten. Sie erreichen eine Grösse von 10 m.

Hinter Samut Prakan befindet sich die grösste Krokodilfarm der Welt mit über 60'000 Tieren. Hier werden einheimische und importierte Reptilien in zahlreichen Gehegen gezüchtet, bis sie nach etwa 3 Jahre mit 2 m die "ideale" Grösse erreicht haben. Sie werden den Menschen "verfuttert" und zu Handtaschen resp. Schuhen verarbeitet.

Es war schon ein besonderes Nervenkitzel während der Krokodilshows, wenn die beiden wagemutigen Trainer auf den Reptilien ritten oder gar ihren Kopf in den aufgesperrten Rachen steckten.

Reisanbau

Solange ich in Thailand war und aus dem Bus die arbeitenden Reisbauern gesehen hatte, war es mein Ziel, Fotos von ihrer Arbeit auf den Reisfeldern zu machen. Am 7. Feb. mietete ich mir "Bom", den Sohn von Däng, samt Auto für einen Ausflug in den Raum Suphan Buri (Amphoe Si Prachzan) ins Buffalo Villages, wo ich nicht nur den Wasserbüffeln zuschauen, sondern auch sehen wollte, wie Reis angebaut und die Felder bearbeitet werden. Auch diesmal hatten wir Glück, obwohl keine Demonstration geplant war, haben sie für mich Fremden eine eingeschoben.

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Pflügen mit einem Wasserbüffel
Setzen der Reis-Stecklinge
Reisfeld

27. Okt. 2008 - 28. Feb. 2009 Aufenthalt in Hua-Hin resp. Cha-Am

Transfer von Bangkok nach Hua-Hin via den schwimmenden Markt "Damnoen Saduak"

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Damnoen Saduak: Schwimmender Markt

Mein Plan war, von Bangkok aus via den zur Zeit noch grössten schwimmenden Markt nach Hua-Hin zu fahren. Bereits etwas nach 6 Uhr traf Tony von Hua Hin mit dem Taxi kommend im Hotel Rembrandt ein, wo wir nach einer herzlichen Begrüssung gemeinsam frühstückten, bevors zum etwa 110 km westlich von Bangkok entfernten schwimmenden Markt "Damnoen Saduak" ging. Unerwartet war, dass wir dort als Verantwortlichen für eines der Piers (Landestellen der Schnellboote) einen waschechten Bündner trafen.

Für 600 Baht je Person liessen wir uns während 1:30 Std mit einem der sog. Longtail-Boote durch die Klongs, wie man die Wasserstrassen nennt, und den Schwimmenden Markt fahren. Diese Boote sind fast zehn Meter lang und schmal. Zwei Personen passen jeweils nebeneinander. Die Schraube ragt durch ein Gestänge weit nach hinten hinaus, und der hinten stehende Bootsführer kann das Boot in den engen Kanälen somit exzellent manövrieren. Fremde hatte es nicht so viele. Es schien, als ob die Unruhen in Thailand und die Finanzkrise doch Auswirkungen auf den Fremdenverkehr hatten.

Ein emsiges Treiben herrschte auf dem Wassermarkt. Man sah die Händlerinnen in ihren blauen Leinen-Blusen und breitkrempigen Strohhüten mit winzigen randvoll mit Früchten, Blumen und/oder Kochutensilien beladenen Sampans. Man konnte zum Frühstück Kleinigkeiten wie Reissuppen oder gebratene Bananen kaufen. Oder es gab den üblichen Kitsch auf und neben den Wasserstrassen. Einmalig für Europäer war die Landschaft links und rechts der Klongs. Ein Tropenwald mit Kokospalmen, Bananen-Stauden und mir unbekannten Pflanzen wechselten ab. Dazwischen ein oder mehrere Holzhütten auf Pfählen, welche ganze Familien beherbergten. Man sah auch tropische Lebewesen wie Leguane und Affen.

Gegen 16 Uhr trafen wir in Hua-Hin ein. Wie von Geisterhand öffnete sich ein wunderbares, verchromtes Eingangstor in das "Ban zur Seerose", wo ich die nächsten 4 Monate verbringen sollte. Ich kam mir wie der "Prinz von Binningen" vor, als das Taxi im Schritttempo unter die Empfangshalle neben der Eingangstreppe fuhr, wo mich Usa die Frau von Tony begrüsste. Vor lauter Aufregung vergass ich den typisch thailändischen Gruss gegenüber Usa.

Die Taxirundfahrt über 550km in 12 Stunden hat mich insgesamt 2'500 Baht (SFr. 85.-- resp. € 52) gekostet.

Cha-Am und Hua Hin

Hua Hin und Cha-Am - beide eng verbunden mit dem thailändischen Königshaus - liegen an der Sonnenaufgangseite des Golfs von Thailand, etwa drei Busstunden südwestlich von Bangkok. Sie haben den eher ruhigen Charakter typischer Seebäder und sind ideal für Familienurlaub. Der weite Strand von Cha-am gilt als einer der schönsten auf der Westseite des Golfs von Thailand und erfreut sich besonderer Beliebtheit.Man findet hier unter der Woche fast menschenleere Strände. Allerdings fallen am Wochenende tausende thailändische Kurzurlauber aus Bangkok ein. Dann ist es Schluss mit der absoluten Ruhe am Strand. Aber eine gute Gelegenheit etwas von den richtigen thailändischen Leben kennenzulernen. Das Preisniveau ist auf thailändischen Touristen angepasst und daher wesentlich günstiger als z.B. in Phuket.

Cha-Am liegt etwa 160 km südwestlich von Bangkok, bei Hua Hin sind es 185 km.

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Hua-Hin: Umgebung
Hua-Hin bei Night
PicNic am Cha-Am Beach mit Nina, Tui und Amnath

Hua Hin

Hua Hin darf mit Fug und Recht von sich behaupten, das älteste Seebad Thailands zu sein. Diesen Status erhielt es im Jahr 1926, als sich hier König Rama VII sein Sans Soucis bauen ließ, den Palast "Klai Kangwon - Sorgenfern". Noch immer verbringt die thailändische Königsfamilie regelmäßig die heissesten Monate das Jahres hier - meist März bis April. Viele Familien der Bangkoker High Society besitzen hier Villen.

Hua Hin Beach

Der Strand von Hua Hin erstreckt sich etwa drei Kilometer südlich einer felsigen Landspitze beim Fischerdorf Hua Hin (die ihm auch den Namen gegeben hat - Hua Hin heißt Felsenkopf) bis zu einer weiteren, etwas imposanteren felsigen Landspitze im Süden, wo sich buddhistische Tempel aneinander drängen. Mit seinem weißen Sand und den Ferienhotels verleiht der Strand Hua Hin seinen ganz besonderen Charakter.

Zwei Hügel südlich von Hua-Hin: Khao Takiap und Khao Krailas

Am Südende des Strandes nahe dem Fischerdorf Takiab, thront auf dem KHao Takiab ein kleiner Tempel mit schönem Blick auf den feinsandigen Strand von Hua-Hin. Freilebende Affen treiben zum Gaudi der Touristen ihr Unwesen, klauen Perücken, Taschen oder Geldbeutel. Sie lassen sich aber auch gerne füttern.

Auf dem Hügel vis-à-vis, dem Khoa Krailas, befindet sich ein kleines Frauenkloster, das man nur zu Fuss erreichen kann. Selten verirrt sich ein Fremder hier oben, obwohl der kleine Tempel, der Glockenturm, die Schreine und Fisch-Weiher viel attraktiver sind.

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Hua-Hin: Max, Land und Leute
Zwei Hügel südlich von Hua-Hin:
Khao Takiap und Khao Krailas
Hua-Hin: Fischer-Hafen
Fischmarkt/Hafen

Im nördlichen Teil Hua Hins befindet sich ein grössere Fischerhafen. Hier liegt die zweitgrösste Fischereiflotte Thailands und vor allem am Vormittag kann man bei dem lebhaften Fischhandel, Flicken der Netze und Entladen der Boote zuschauen. Der Hafenpier ist ebenso wie ein Teil des Ortes rund um den Hafen auf Holzpfählen gebaut und in den engen Gassen der antiken Holzhäuser findet man einige kleine Restaurants und Garküchen in denen man die frisch gefangenen Meeresfrüchte geniessen kann. Überall hänge Leinen mit zu Trocknen aufgehängten Tintenfischen die man in Thailand gerne - wie bei uns Kartoffelchips - als kleine Leckerei zu sich nimmt.

Mein Wohnsitz in Hua Hin in der Residenz "Ban Noparat = Zur Seerose"

Bereits von weitem sieht man die blauen Dächer der grossen, parkähnlichen Wohnanlage zwischen Cha-Am und Hua-Hin. Es ist der grösste und mondänste Wohnsitz in der ganzen Umgebung und soll mehrere 1'000m² gross sein. Der Zugang zum Meer wird leider durch das "Boathouse Resort", einer Grossüberbauung mit unzähligen kleinen Einfamilienhäusern, aber auch 10-12 stöckigen Häusern verhindert. Zurzeit wurde noch gebaut, was mit enormen Schmutz-, Sand und Lärm-Emmisionen verbunden war. Etwas in südlicher Richtung in Sichtweite befindet sich die Anflugschneisse des Hua-Hin-Airports.

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Meine Residenz "zur Seerose"

Die Residenz besteht aus dem eigentlichen Wohnhaus, einem Gästehaus mit zwei 3-Zimmer-Wohnungen, die Tony vermietet, und dem Game-House mit 2 schönen Zimmern, Duschen, WC und einem Snooker-Game-Room. Im Game-House wohnte ich in einem der beiden kleinen aber zweckmässig eingerichteten Zimmer mit einer Kleinstküche und direktem Ausgang zum grossen Swimming- und Whirl-Pool. Es war aber typisch Tony´s Geiz, wie er bei meinem Kleider-Schrank gespart und die billigst mögliche Variante angeschafft hatte. Schönes Äusseres, aber keine vernünftigen Tablare sondern nur 2 Schubladen und eine Kleiderstange. Im Militär hatte ich mehr Platz. Aehnliches gilt für die sog. Kleinküche, die zwar aus Kühlschrank, Mikrowellen und Wassererhitzer bestand, aber zum Anrichten von Kleinspeisen unbrauchbar war. Zudem müsste ich auf dem Bett essen, denn als Tisch hatte ich nur einen kleinen,runden Clubtisch, auf dem mein Notebook eben Platz hatte. Warmwasser in der Dusche gab es erst, als ich im Oktober die Nase rümpfte, weil ich kalt duschen musste.

In der ganzen übrigen Anlage findet man nur das Feinste vom Feinen, zumeist in mehrfacher Ausführung. Geld muss zur Bauzeit keine Rolle gespielt haben. Einiges wird jedoch nie verwendet wie z.B. der grosse Barbecue-Grill neben dem Swimmingpool, oder der grosse Whirlpool. In jedem Winkel der Anlage stehen grosse 100-200 Liter Kühl- und Gefrierschränke für Lebensmittel, für den Wein, für Bier und Getränke, für die Medikamente usw. Ich habe gegen 9 Stück gezählt (meinen eingeschlossen).

Jeder Raum ist mit einer eigenen Klimaanlage und/oder Ventilatoren sowie unzähligen Batterien an Lichtschaltern ausgerüstet. Mit den letzteren stand ich auf Kriegsfuss, denn ich konnte mir nicht merken, mit welchem der vielen Schalter die Deckenbeleuchtung angehen sollte. Oft begann der Ventilator zu summen oder es passiert gar nichts.

In jedem Raum oder Halbraum des Wohnhause steht mindestens ein Grossformat-Flachbild-Fernseher, mit SAT-Receiver, DVD-Player und teilweise mit 5-1-Home-Cinema-Anlage. Es müssen allein im Haupthaus deren 5 oder 6 derartige "Glotzen" gestanden sein. Mit der Bedienung der zu jeder Installation notwendigen 2-3 Fernbedienungen war der Hausherr total überfordert. Er brauchte dazu seine Frau Usa oder ihren Sohn Amnath. Aus diesem Grund wurden die meisten Fernseher nicht gebraucht und blieben zugedeckt.

Leider habe ich viel zu spät entdeckt, dass in meinem Zimmer Teile der elektrischen Installation und die Stromverteilleisten in einem armseeligen Zustand waren. Auf dessen Konto ging im Dezember der (vermeintlich) defekte Power Supply meines neuen Notebooks, weil durch fehlerhaften Kontakt die Stromzufuhr alle paar Bruchteile von Sekunden ausfiel. Ich musste auch mehrmals den Fernseher ausschalten und umstecken, weil er verdächtig roch. Auf meinen Hinweis meinte Tony nur, dies sei mein Notebook und nicht seine Stromversorgung! Als Folge habe ich mir für mein Zimmer in einem Spezialgeschäft stabilisierende Stromverteiler gekauft.

Ein derart grosses Anwesen benötigt geeignetes Personal. Aber dieses fehlte oder das Personal wollte hier nicht arbeiten. Ein Gärtner half zwar dem Hausherrn, aber niemand unterstützte Usa bei den Hausarbeiten wie Putzen, Kochen, Waschen etc.

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Tham Kaeoo und Phraya Nakhon

26. Jan. 2009: Tropfsteinhöhle "Tham Kaeoo" und Grotte "Phraya Nakhon Cave"

Am 26. Jan. war das Neujahrsfest der Chinesen, von denen es in Thailand eine Unmenge gibt. In Hua Hin war im Gegensatz zu Bangkok nicht viel los. Die Strassen waren einzig mit schönen roten Lampions geschmückt.

Ich war eben auf dem Weg zum Frühstück, als mich Nina, die Tochter von Usa, fragte, ob ich Lust hätte, an einer Höhlenwanderung teilzunehmen. Warum nicht, denn ich fühlte mich erstmals seit meinem eintätigen "toute-de-suite" (=Durchfall) vor ein paar Tagen wieder in Form. Ich zog mir die Trekkingschuhe an und setzte mich bewaffnet mit den beiden Fotoapparaten im Rucksack in den Honda von Usa. Uns begleitete ihr Freund und der älteste Sohn von Usa Amnat mit Freundin. Ich mag die Kinder von Usa. Sie sind fröhlich, geniessen das Leben und haben eine gute Zusammenhalt untereinander und mit ihrer Mutter.

Wir fuhren in südlicher Richtung via Pranburi zum "Khao Sam Roi Yot National Park", wo Karstklippen wie Türme einer mittelalterlichen Festung mehr als 600 m aus der Küstenebene aufragten. Als erstes erkletterten wir die wunderbare Tropfsteinhöhle "Tham Kaeoo" oder Juwelenhöhle. Die erste Kammer ist über eine Leiter erreichbar, die weiteren sind durch enge Durchgänge verbunden. Die Höhle verdankt ihren Namen den glitzernden Kalzitkristallen, die die Kalksteinformationen überziehen. Ich war froh, meine guten Schuhe bei mir gehabt zu haben. Es war anstrengend, denn neben dem grossen Fotoapparat hatte ich eine Kopf-Lampe mit grosser Batterie umgehängt.

Dann ging es weiter zum malerischen Fischerdorf "Ban Bang Pu", wo wir nach einem ausgedehnten Mittagessen mit vielen Leckereien (SFr. 16.-- resp €11 für 5 Personen) uns mit einem Boot auf die andere Seite der hohen Klippen bringen liessen. Wir landeten auf einem weissen, feinsandigen Bilderbuchstrand mit türkis-grünem Wasser und folgtem dem Wegweiser den steilen Stufenpfad 430 m Höhe überwindend in ein von Tropengrün überwucherten Karstmassiv.

Die Atmosphäre in der riesigen "Phraya Nakhon" Höhle mutete magisch an. Mächtige Stalagtiten und Stalagmiten, sowie der ausgetrocknete "Dry Waterfall" gab es zu bewundern. In der Mitte der Kaverne stand der 1890 errichtete Schrein mit einer Statue des Königs Chulalongkorn, Rama V, beleuchtet durch eine grosse runde Oeffnung weit oben in der Höhle.

5. - 10. Jan. 2009: Mein Visa-Run nach Kambodscha: Phnom Penh, Siem Reap und Angkor Wat

Mein Thailand-Visum lief nach 3 Monaten ab und ich musste vorher das Land verlassen, um dann wieder für weitere 3 Monate einreisen zu können. Diesen Unterbruch benutzte ich, um mit Pat Kambodscha und Angkor Wat zu bereisen. Mehr darüber könnt ihr im separaten Bericht über meine Kambodscha-Reise lesen.

24. Nov. 2008: Mangrove Wald

Etwas südlich von Hua Hin befindet sich ein grosser Mangrove-Wald.. Mangrove-Bäume wachsen in sumpfigen Gegenden aus dicken knorrigen Stelzen-Wurzeln in die Höhe. Ueber Holzstege konnte man trockenen Fusses durch den Tropenwald spazieren und die bizarren Bilder der meterlangen Mangrove-Wurzeln beobachten. Die Mangrove-Wälder bilden einen natürlichen Schujtz gegen die Unbillen des Meeres. So hatten die Küsten mit Mangrove-Wälder viel weniger unter der Wucht des Tsunami im Dez. 2004 gelitten, als die offenen Strandpartien.

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Weinbau
Fischerdorf Phu Noi bei Pranburi

30. Nov. 2008: Wein-Degustation in Hua Hin Hills "Vineyard" — Huay Mongkhol Temple

In der Tat gibt es in Thailand Weinberge und guten, vollmundigen Wein. Vorallem in der Nähe von Hua-Hin befindet sich das berühmte Weingut "Hua Hin Hills Vineyard". Das Gelände besteht aus meist lehmigem Sand und Schiefer. Der gekelterte Wein ist gut, erstaunlich gut für die heisigen Verhältnisse. Für eine gute Flasche muss man ab 500 Baht (=&euro12) hinlegen. Für Weihnachten und Silvester habe ich zusätzlich 2 Flaschen à 3.75dl Muskat als Dessert-Wein zum Anstossen gekauft (à 700 Baht = €17).

Es werden die verschiedensten Rebsorten angebaut, gepflegt und geerntet:

Unterwegs besichtigten wir den "Huay Mongkhol Tempel". Ein ganz besonderer Tempel, in dem zwei grosse Erawan-Elefanten und ein monumentaler Buddha-Mönch verehrt werden. Es ist schon erstaunlich, was die Thais sich bei der Gestaltung der Tempel einfallen lassen.

3. Dez. 2008: Roller-Ausfahrt ins "Elefant Village" und zum "Wat Etisukatow"

Unweit von Hua-Hin befindet sich das sog. Elefant-Village, ein Camp mit 18 Elefanten (2 Männchen, 15 Weibchen und 1 Baby-Elefant) auf denen man reiten kann. Die Ausflüge auf den Rücken der Elefanten geht durch den dichten Wald, bergauf und -ab und auch durch kleine Bäche. Es ist bewundernswert, wie sicher die Dickhäuter all diese Schwierigkeiten meistern.

Ganz in der Nähe befindet sich der eindrückliche chinesiche Tempel "Wat Etisukatow" mit seinen überlebensgrossen Buddhas. Was mir nicht so gefallen hat, sind die vielen, herumstreunenden Hunde .... und prompt bin ich auf eines der vielen Pralinees getreten.

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Elefant Village und Wat Etisukatow
Mrigayavan Palast

Mrigadayavan Palast

Etwa auf halber Strecke zwischen Hua-Hin und Cha-Am steht der "Mrigadayavan-Teakholzpalast" des Königs Rama VI. Der komplett restaurierte luftige Sommerpalast aus dem Jahre 1924 ist etwas versteckt auf einem Militärgelände der Falschirm-Jäger. Auf tausenden Pfeilern aus Teakholz sind alle königlichen Räume durch offene Korridore miteinander verbunden. Uralte Bäume geben dem Anwesen ein besonderes Gepräge. Es scheint bis Japan durchgedrungen zu sein, dass sich hier ein prächtiger Palast befindet. Ich war der einzige Europäer.

Weitere z.T. mehrtägige Ausflüge und Rundreisen

9. - 20. Nov. 2008: Rundreise von Bangkok über Sukhothai - Lampang - Chiang Mai - Chiang Rai - Bangkok

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Lamphun Tempel
Loy Kratong
Park der Königin Mutter

Ich war eben erst 4 Wochen in Thailand, als ich mit thailändischen Freunden den Norden von Thailand bereisen konnte. Von Bangkok aus ging es mit einem Kleinbus über Lampang nach Chiang Mai, von dort weiter nach Chiang Rai und bis ins sog. Goldene-Dreiländereck (Burma - Laos - Thailand). Uebernachtet haben wir bei Däng und Chanyut in "Fang", ganz oben im Norden.

In dieser Zeit habe ich nicht nur 1 Tag in einem buddhistischen Tempel in Lamphun verbracht, sondern dort wie ein Mönch auch geschlafen, auf dem nackten Boden notabene. Obwohl ich für die Anreise aus der Schweiz einen Faserpelz-Pullover bei mit hatte, habe ich gefroren wie ein Schlosshund und bestimmt alle meine Sünden aus der Vergangenheit verbüsst, denn die Temperatur sank nachts dort oben in den Bergen auf 12-14°C.

Besonders stolz war ich, dass ich eine nächtliche buddhistische Zeremonie durchgestanden habe, in die ich durch Zufall kam und einen besonders guten Platz direkt hinter den Mönchen vom Ober-Mönch zugewiesen erhielt. Stolz deshalb, weil die Zeremonie gegen 3 Stunden dauerte und ich in dieser Zeit meine Fussohlen nie in Richtung des Heiligtums, also nach vorne zeigen durfte. Ihr könnte es selber ausprobieren, was da an Sitzpositionen noch übrigbleiben: der Schneidersitz, knien oder schräg auf dem Hintern sitzen und die beiden Unterschenkel nach hinten richten.

Das dumme für mich war, dass niemand Anstalten machte, die Zeremonie zu verlassen, an den ich mich hätte anhängen können. Kritisch wurde es nach 1 resp. 2 Stunden, weil ich nicht mehr wusste, ob meine Gelenke noch mittun und ich auf meinen Beinen hätte stehen können. Deshalb habe ich bis zum bitteren Ende ausgeharrt und war eigentlich ganz stolz darauf, denn ich war der einzige Ausländer.

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Nationalpark "Doi Pha Hom Pok"
Dorf "Ban Doi Pui"
Produktion von Sonnenschirmen

Zu Ehren des Licherfestes "Loy Krathong" haben die Mönche nach der buddhistischen Zeremonie mehrere 100 Heissluft-Lampions aufsteigen lassen. Es waren etwa 1 m hohe Lampions aus Seiden-Papier, deren Innen-Luft sie mit einer Wachskerze aufheizten, bis der Ballon abflog. Diese Ballone flogen stundenlang solange die Wachskerzen im Inneren brannten und immer wieder sah man andere vorbeiziehen.

Wir besuchten im Norden den "Doi Pha Hom Pok National Park" mit seinen bis zu 80°C heissen sprudelnden Quellen, ein paar schöne Tempel, die "Doi Tung Royal Villa", die als Erinnerung an den Schweizer Aufenthalt der Königsfamilie ein wenig an ein Schweizer Chalet erinnert, den dazugehörenden einzigartigen "Mae Fa Luang Garden" der 1995 verstorbenen Mutter des jetzigen König Bhumibols. Was ich hier an wild wachsenden Orchideen, Blumen und exotischen Früchten gesehen und auch gekostet habe, sieht man in Europa nur in botanischen Gärten. Und schlussendlich machten wir noch einen Ausflug zum "Ban Doi Pui", einem Dorf der Hmong, das heute ausschliesslich von Tourismus lebt. Ganz speziell waren die typischen Hmong-Trachten.

Dann habe ich im Raume Chiang Mai das "Loy Krathong", das grosse Licherfest zum Abschluss der Regenzeit, miterlebt. Feierlich habe auch ich während der Vollmondnacht ein reich mit Blumen geschmücktes Schiffchen mit brennender Kerze und Räucherstäbchen in einen Fluss gesetzt und mit einem leichten Stoss auf die Reise geschickt. Es war wunderbar zuzuschauen, wie unzählige dieser Schiffchen den Fluss heruntertrieben.

In Chiang Mai kam auch das Shopping nicht zu kurz. Der dortige Night-Market ist das grösste und weitläufigste, was ich bisher sah. Unterstützt von Pat habe ich für Leon eine "echte" Ferrari-Winterjacke gekauft, für mich schöne Lacoste Shirts (je 150 Baht = Fr. 5.--) und mich zudem mit einem leichten weissen Leinen-Anzug mit asiatischem Stehkragen (zu 400 Baht = Fr. 13.--) eingekleidet.

Auf der Rückfahrt nach Bangkok konnten wir in der Nähe von Lampang zuschauen, wie die berühmten Thai-Sonnenschirme von Hand hergestellt wurden. Jedes einzelne Holzstück und jede Verstrebung wurde von Hand geschnitzt und das Papier von Hand bemalt. Es war wunderbar zuzuschauen, wie ein solche Schirm Stück für Stück zusammengesetzt wurde. Für 100 Baht (=Fr. 3.50) konnte man sich einen prächtigen Schmetterling samt Blume auf die Hose, den Fotoapparat oder aufs Handy malen lassen.

Kremation von Prinzessin Galjani

Und schlussendlich habe ich in Bangkok die unvorstellbar aufwendige 3 tägige Zeremonie der Kremation von Prinzessin Galjani, der anfang Jahr verstorbenen Schwester des jetzigen Königs, miterlebt. Für diese Feierlichkeiten haben die Thais neben den weltberühmten Tempel- und Klosteranlagen des "Wat Po" und des "Wat Phra Kaeo" einen weiteren mächtigen, wunderbar geschmückten Tempel mit vielen Nebengebäulichkeiten, sowie schönste Parkanlagen mit den exotischsten Orchideen und Sträuchern aufgebaut. Wie ich vernommen habe, sollen diese Anlagen, sie sind in Holz gebaut, nach 2 Monaten wieder abgebaut werden.

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Kremation von Prinzessin Galjani
Bueng Preeda Resort
Buang Preeda Ressort

Auf der Rückfahrt von Bangkok nach Hua-Hin wurde ich begleitet durch Mister No (er war unser Fahrer), Dang, Pat und Mäm. Unterwegs machten wir einen Abstecher zum futuristischen "Buang Preeda Ressort" in Thalang Thayang bei Phetchaburi, das im Januar 2009 eröffnet werden soll. Ich habe in meinem Leben noch nie so etwas verrücktes gesehen. Alles nur vom Feinsten. Kein Tisch, keine Sitzbank so wie wir es gewohnt sind. Zur Residenz gehört auch ein See, auf dem ein fahrbares 2-stöckiges Wohnungsfloss im Bau war. Ich werde bestimmt einmal dort wohnen. Vielleicht an der Eröffnung.

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König-Palast "Phra Nakhon Khiri"

28. Nov. 2008: Königs-Palast "Phra Nakhon Khiri"

Phetchaburi ist eine Stadt etwa 45 km nördlich von Hua Hin. Sie beherbergt nicht nur das Warenhaus "BigC", in dem man wunderbares "Yuki-Yaki" essen kann, sondern die Sommerresidenz "Phra Nakhon Khiri", die König Rama IV - König Mongkut - im Jahr 1860 erbauen ließ. Es liegt etwa 150 m über der Ebene auf einem kleinen Hügel. Die Einheimischen nennen ihn Khao Wang (Hügelpalast).

Mit einer Zahnradbahn fuhren wir hoch, ohne uns aber vorher für 20 Baht (=€-.50) 2 Kugeln geschmackvolles Früchteeis zu genehmigen. Es gab nicht nur den weitläufigen Gebäudekomplex zu bewundern, sondern auch die wunderbare Parkanlage mit den knorrigen Frangipani-Bäumen. Der dortige Tempel wurde dem "Wat Phra Kaeo" in Bangkok nachgebaut.

An den Bäumen konnte man es erkennen, es herrscht Herbst oder sogar Winter in Thailand, trotz 30°C. Die meterhohen Frangipani-Bäume, die weisse oder leicht rosa Blüten tragen, haben alle ihre Blätter verloren. Aber bereits blühten an den äussersten Aesten die ersten Blüten.

12. - 14. Dez. 2008: Reise nach Tak zum "Bhumibol Kheuan" und zum "Wat Phra Borommathat"

Eine Nord-West-Reise ins Gebiet um "Tak" stand auf dem Programm. Wo das ist, ist nicht so wichtig. Wichtiger ist eher, dass hier einer der wasserreichsten Flüsse des Landes auf über 200 km zu einem der grössten Stauseen des Landes aufgestaut wurde. Ich konnte mich wiederum einer Gruppe von 12 Thais anschliessen, mit denen ich bereits im November auf Chiang-Rai-Reise war. Es handelte sich dabei um Frauen und ein paar Männer, die zusammen dieselbe Schule besucht hatten.

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Bhumibol Trip

Früh am Morgen ging die Fahrt mit einer Commuter-Limousine (Toyota-Bus) los. Unterwegs wie gewohnt die Ching-Chong-Halte (=Thaiwort für WC) auf einem der vielen Rastplätze. Und auf einem dieser Stopps hatte ich eine ganz besondere Begegnung, eine Begegnung, die ich nicht so schnell vergessen werde. Ich sah eine Gruppe von orange-braun-gekleideten Mönchen und weiss-gekleideten Nonnen, die ich vor einem Monat in Chiang-Rai und dann anfangs Dezember an einer buddhistischen Zeremonie in einer Militär-Kaserne in Phetchaburi getroffen resp. gesehen hatte. Sie machten hier ebenfalls Halt.

Ich weiss nicht, warum mich der Hafer stach, aber ich ging ohne viel zu denken zu dem Mönch, der früher Kinder-Arzt war und bereits einer höheren buddhistischen Rangordnung angehörte, begrüsste ihn nach thailändischer Art mit vor der Brust zusammen gehaltenen Händen und stellte mich als "Mister Max from Switzerland" vor, erzählte ihm, dass ich seinen Tempel in Chiang-Rai kenne und dort übernachtet hätte. Der Mönch war sichtlich gerührt, weil ein fremder Europäer zu ihm kam und ihm voller Begeisterung erzählte. Unverhofft nahm er meine beiden Arme, hielt sie fest und schüttelte sie. "Ja, er könne sich an mich erinnern. Ich hätte mehrere Stunden fasziniert der Zeremonie beigewohnt." Rund um uns beide standen die anderen Mönche und auch weissgekleideten Nonnen und schauten interessiert zu, was da abging. Nachdem ich mich verabschiedet hatte, rief er mich später nochmals zu sich und schenkte mit eine Mönchs-Mütze, wie sie im kühlen Norden von Thailand getragen werden. "sie möge mir viel Glück bringen und er freue sich auf ein Wiedersehen".

Kurz vor dem Ziel machten wir noch einen Stop bein prunkvollen Schrein des berühmtesten Bürgers von Tak des "Sala-Taksin-Maharat", der als Nationalheld im Jahre 1767 nach dem Fall von Ayutthayas die Burmesen aus dem Lande vertrieb und Thonburi (bei Bangkok) als neue Hauptstadt errichtete und sich selbst zum König krönte.

Uebernachtet haben wir 10 Frauen und 2 Männer im sog. Bhumibol-Ressort, einer grossen Hotelanlage mit allem drum und dran. Hier steht das nach meiner Meinung grösste Fahrrad der Welt. Zusätzlich zu dem, was wir aus Europa in solchen Hotelanlagen kennen, kommt in Thailand dazu, dass viele dieser feinen Hotels Gross-Zimmer mit 6-10 Betten zur Verfügung stellen, wo man günstig übernachten kann.

Ihr müsst nun gar nicht schmunzeln und Euere Fantasie spielen lassen, denn es ging alles gesittet zu. Im Gegensatz zu den Barmädchen und den Strandgirls ist die echte Thai-Bevölkerung nämlich eher prüde. Da werden keine Blössen gezeigt. FKK und auch Oben-Ohne ist out. Es würde keine Frau ohne "gepanzerten" BH herumlaufen. Gefühle werden an der Öffentlichkeit nicht gezeigt.

Von hier aus machten wir unsere Ausflüge, u.a. zu einem alten Tempel "Wat Phra Borommathat", dessen Ursprünge in das 12. Jh. zurückreichen, wo ich mit den Damen gemäss buddhistischen Rythus auch 3x um den grossen Chedi wandelte. Ganz speziell sind mir ein paar 10-13 Jahre alte Mönche-Novizen aufgefallen, die hier im Tempel die Schule besuchten. Es waren richtige Lausbuben, die wie normale Kinder Unfug trieben.

Dann besuchten und besichtigten wir den ganz in der Nähe liegenden grössten Stausee von Thailand, den "Bhumibol Kheuan", der rund 200 km lang ist, und dem dazugehörenden Elektrizitätswerk. Mit einem Schiff gings längere Zeit der Küste entlang, bis der einheimische Führer uns an Land setzte, wo wir mit einem Jeep ins Landesinnere vordrangen. Dort besuchten wir eine durch private Gelder finanzierte Schule für die weit abliegenden Häuser dieser Gegend. Unsere Frauen verteilten den Kindern Kuchen und liessen gesammeltes Geld zurück.

Als Dank zeigten uns die Einheimischen Jahrhunderte alte mit Lianen und anderen stacheligen Sträuchern überwucherte Ueberreste von Tempeln .... und dies nicht zu Fuss notabene, nein, mit ihren Motorrädern und Rollern fuhren sie uns tief in die Wildnis über einen knapp genügend breiten Weg über Stock und Stein. Moto-Cross sagt man dem bei uns und ich habe mich auch dementsprechend an meinem Fahrer festgehalten, um nicht herunterzufallen. Aber trotzem hat mich ein tief hängernder Ast erwischt und an meiner Stirn eine blutende Schramme hinterlassen. Da kam mir zu Gute, dass ich durch Frauen umgeben war, denn flugs wurde ich mit "Yellow Oil" behandelt und das Blut gestillt. Seither verfüge ich auch über ein Fläschchen dieses geheimnisvollen Wundermittels.

10. Jan.: Rückblick, Shopping und Rückflug

Glück hatte ich am 2. Tag der Tempelbesichtigungen, denn der Durchfall wollte mich im Hotel zurückbehalten und nur dank 3 Immodium-Tabletten konnte ich das schlimmste verhindern. Ausser einem Tag Schwäche und Appetitlosigkeit kam ich noch gut weg.

Das Shopping in Kambodscha beschränkte sich auf sehr günstige Handarbeiten, Kopien von alten Skulpturen und auf gefälschten Markenartikeln berühmter Marken wie Lacoste, Boss, Adidas etc. Ich kaufte mir hier eine grosse Hängematte für das Sommer-Camping für €4. Ich bin gespannt, wie lange sie hält.

16. - 18. Jan. 2009: Ausflug in den Westen von Thailand: mit einem Hausboot auf dem Srinakharin-Stausee und zu den Huai Mae Khamin Wasserfällen

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Trip zum "Srinakharin Stausee"

Für die 3-tägige Fahrt auf einem Hausboot wollte ich besser gerüstet sein, als ich im vergangenen November im Norden von Thailand auf nacktem Fussboden bei bitterer Kälte schlafen musste. Also ging ich mit Pat ins "Seri-Shoppingcenter", das vorwiegend von Chinesen betrieben wird, um uns besser auszurüsten:

Nun aber zu dem 3-tägigen Ausflug: Früh am Morgen des 16. Januars fuhren wir mit einem Kleinbus vom Bangkoker-Hafen in den Westen von Thailand den River Kwai hoch bis zum Srinakharin-Stausee. Unsere Expedition bestand aus 4 Männern und 10 Frauen. Fragt mich nicht, wie der kleine Weiler hiess, er bestand nur aus ein paar Hütten und Booten, aber dort bestiegen wir ein bereitstehendes Haus-Boot oder besser gesagt ein Haus-Floss, wie ich es auf meiner Kambodscha-Reise bereits gesehem hatte, aber ein moderneres und meiner Meinung nach schwimmfähiges Gefährt. Es war etwa 8x15 m gross. Die Hälfte bestand aus einer "kleinen" Kabine für etwa 5 Personen, einer Toilette/Dusche, dem Motorraum und der Küche, während der restliche Teil als freie Ess-, Liege- und Schlaffläche benutzt wurde.

Auf diesem sollten wir 3 Tage verbringen, selber kochen und unter freiem Himmel schlafen. Die Rohmaterialien zum Essen wie Reis, Nudeln, Fleisch, Gemüse aller Art, Oliven-Oel, Unmengen von Eiern und noch einiges mehr, aber auch die Getränke wie sauberes Wasser und Pepsi kauften wir auf der Hinfahrt in einem kleinen Städtchen auf einem öffentlichen Gemüse-Markt ein.

Da es relativ früh am Morgen war, bekam ich in diesem Städtchen die Gelegenheit mitzuerleben, wie gläubige Thais den Mönchen Esswaren und Blumen überreichten. Dies ist mir auf meinem ganzen Thailand-Aufenthalt immer wieder aufgefallen, dass die meisten Thais etwas von ihrem zum Teil kargen Besitztum an die noch Ärmeren weitergeben.

Mit dem Haus-Boot, er wurde von zwei Einheimischen gesteuert, fuhren wir von einem Ufer oder Insel zur anderen, so auch zu den grossen "Maekhamin Wasserfällen" im Khuen Srinakharin Nationalpark. Ueber 8 Stufen stürzte das klare Wasser in die Tiefe. In diesem Nationalpark sah ich auch erstmals Bambus-Sträucher (oder -Bäume?), die bestimmt etwa 20 m hoch wuchsen. Ich war mit meinen vorsorglich gemachten Einkäufen (Luftmatratze und Schlafsack) bestens ausgerüstet und hatte nachts nie kalt.

Wir kamen durch Gebiete, die wenig erschlossen waren. Die Leute wohnten dort in ganz einfachen Hütten, die sie aus Bambus bauten und mit Bananenblättern abdeckten. Bei einem solchen Bauern kauften wir Bananen und Papayas. Unser Reiseleiter Mr. Sed, ein eifriger Fischer, versorgte uns mit selbst gefangenen Fischen. Die Frauen kochten abwechslungsweise. Es gab zum Frühstück, Mittagessen (=Lunch) und Abendessen (=Dinner) immer etwas feines zu essen. Darunter verstehen die Thais jedoch mehrere Gerichte der unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen.

7. März 2009: Rückflug von Bangkok nach Zürich

Bereits um 21 Uhr traf ich begleitet von Pat auf dem Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi ein. Und eine halbe Stunde nach Mitternacht war Take-Off mit der A340-600 der Thai Airways (TG0970) zum Flug nach Zürich.

Bei beinahe 40° tieferer Luft-Temperatur (-2°C) bin ich nach 12-stündigem Flug im etwas verschneiten Zürich gelandet und beinahe erfroren. Trotzdem habe ich das weitere gut überstanden. Zuerst den Schweizer-Zoll, der sich nicht um mein Gepäck und etwaige gefälschte Markenprodukte interessierte, und dann die abschliessende gut 1-stündige Bahnfahrt nach Basel, wo mich Renato mit dem Auto abholte und nach Hause brachte. Ich muss gestehen, ich war darüber froh, denn mein Gepäck war wiederum um einiges zu schwer: Mein Koffer wog beinahe 27 kg anstatt 20 und mein Kabinen-Trolley 18 kg anstatt der erlaubten 10 (aber den habe ich beim Check-In in Bangkok versteckt und nicht gezeigt). Zusätzlich ein Rucksack mit wenigen Kilos und die Tasche mit dem Notebook.

Als ich dann zu Hause ankam, überraschte mich neben der Wohnungsstüre ein übergrosser "HERZLICH WILLKOMMEN" Schriftzug meiner Mitbewohner am Schafmattweg. Es macht grosse Freude, derart unerwartet begrüsst zu werden.

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Pfeil: Mein gemietetes Haus 15 km nördlich von Hua-Hin

Zusammenfassung und Ausblick

Ich habe in 5 Monaten mehr erlebt, als je in meinem Leben. Manchmal fühlte ich mich überfordert, all die vielen neuen Eindrücke aufzunehmen. Oft hatte ich den Eindruck, mein "Gefühls-Hirn" habe keinen Platz mehr. Dies war dann der Moment, in dem ich mich trotz aller Probleme gerne in die gewohnte Umgebung in Hua-Hin zurückzog, um all die Eindrücke zu verarbeiten, d.h. an meiner Homepage und den Fotos zu formulieren und zu feilen.

Am 12. Oktober 2009 geht es wieder nach Thailand. Den Flug habe ich vor wenigen Tagen am 3. April gebucht. Ich werde dort in Hua-Hin einem Haus wohnen, das ich gemietet habe. Ich werde aber wiederum, sofern alle gesund bleiben, öfters bei Pat in Bangkok weilen, bis es auf die nächste Reise gehen wird. Als "Visums-Reise" habe ich Laos eingeplant.

Meine zukünftige Adresse:

Max W. Lehmann
1401/78 Sampraya Rd.
Cha-Am, Phetchaburi 76120
Thailand

 

Mail an Max Lehmann
Schafmattweg 13, CH-4102 Binningen
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