9. - 20. Nov. 2008: Rundreise von Bangkok über Sukhothai - Lampang - Chiang Mai - Chiang Rai - Bangkok

Insgesamt 4 Wochen befand ich mich bereits in Thailand. Und nun bereiste ich mit thailändischen Freunden den Norden von Thailand. Von Bangkok aus ging es mit einem Kleinbus über Lampang nach Chiang Mai, von dort weiter nach Chiang Rai und bis ins sog. Goldene-Dreiländereck (Burma - Laos - Thailand). Uebernachtet haben wir bei Dang und Chanyut in "Fang", ganz oben im Norden.

In dieser Zeit habe ich nicht nur 1 Tag in einem buddhistichen Kloster in Lamphun verbracht, sondern dort wie ein Mönch auch geschlafen, auf dem nackten Boden notabene. Obwohl ich für die Anreise aus der Schweiz einen Faserpelz-Pullover bei mit hatte, habe ich gefroren wie ein Schlosshund und bestimmt alle meine Sünden aus der Vergangenheit abgearbeitet, denn die Temperatur sank nachts dort oben in den Bergen auf 12-14°C.

Besonders stolz bin ich, dass ich eine buddhistische Zeremonie durchgestanden habe, in die ich durch Zufall kam und einen besonders guten Platz direkt hinter den Mönchen vom Ober-Mönch zugewiesen erhielt. Stolz deshalb weil die Zeremonie gegen 3 Stunden dauerte und man in dieser Zeit seine nackten Fussohlen nie in Richtung des Heiligtums, also nach vorne zeigen durfte. Ihr könnte es selber ausprobieren, was da an Sitzpositionen noch übrigbleiben: der Schneidersitz, knien oder schräg auf dem Hintern sitzen und die beiden Unterschenkel nach Hinten richten.

Das dumme für mich war, dass niemand die Zeremonie verlassen hat, an den ich mich hätte anhängen können und nach über 1 resp. 2 Stunden wusste ich nicht mehr, ob meine Gelenke noch mittun und ich auf meinen Beinen stehen konnte. Deshalb habe ich bis zum bitteren Ende ausgeharrt und war eigentlich ganz stolz darauf, denn ich war der einzige Ausländer.

Buddhistisches Kloster in Lamphun
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der Chedi des Tempels
Heissluft-Lampions zu Ehren des "Loy Krathong"

Zu Ehren des Licherfestes "Loy Krathong" haben die Mönche bereits 3 Tage vorher mehrere 100 Heissluft-Lampions aufsteigen lassen. Sie benutzten dazu etwa 1 m hohe Lampions aus Seiden-Papier, deren Innen-Luft sie mit einer Wachskerze aufheizten, bis der Ballon abflog. Diese Ballone flogen stundenlang und immer wieder sah man andere vorbeiziehen.

Wir besuchten im Norden den "Doi Pha Hom Pok National Park" mit seinen bis zu 80°C heissen sprudelnden Quellen, ein paar schöne Tempel, die "Doi Tung Royal Villa", die als Erinnerung an den Schweizer Aufenthalt der Königsfamilie ein wenig an ein Schweizer Chalet erinnert, den dazugehörenden einzigartigen "Mae Fa Luang Garden" der 1995 verstorbenen Mutter des jetzigen König Bhumipols. Was ich in der Zeit an wild wachsenden Orchideen, Blumen, exotischen Früchten gesehen und auch gekostet habe, sieht man in Europa nur in botanischen Gärten. Und schlussendlich machten wir noch einen Ausflug zum "Ban Doi Pui", einem Dorf der Hmong, das ausschliesslich von Tourismus lebt. Ganz speziell warenm die typischen Hmong-Trachten.

Mae Fa Luang Garden und Loy Kratong
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Orchidee im "Mae Fa Luang Garden"
Mit einem "Krathong" in der Hand

Dann habe ich im Raume Chiang Mai das "Loy Krathong", das grosse Licherfest zum Abschluss der Regenzeit, miterlebt. Feierlich habe auch ich während der Vollmondnacht ein reich mit Blumen geschmücktes Schiffchen mit brennender Kerze und Räucherstäbchen in einen Fluss gesetzt und mit einem leichten Stoss auf die Reise geschickt. Es war wunderbar zuzuschauen, wie unzählige dieser Schiffchen den Fluss heruntertrieben.

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Frau aus dem Norden auf dem
Night-Market

In Chiang Mai kam auch das Shopping nicht zu kurz. Der dortige Night-Market ist das grösste und weitläufigste, was ich bisher sah. Unterstützt von Pat habe ich für Leon eine "echte" Ferrari-Winterjacke gekauft, für mich schöne Lacoste Shirts (je 150 Baht = Fr. 5.--) und mich zudem mit einem leichten weissen Leinen-Anzug mit asiatischem Stehkragen (zu 400 Baht = Fr. 13.--) eingekleidet.

Auf der Rückfahrt nach Bangkok konnten wir in der Nähe von Lampang zuschauen, wie die berühmten Thai-Sonnenschirme von Hand hergestellt wurden. Jedes einzelne Holzstück und jede Verstrebung wurde von Hand geschnitzt, das Papier von Hand bemalt. Es war wunderbar zuzuschauen, wie ein solche Schirm Stück für Stück zusammengesetzt wurde. Für 100 Baht (=Fr. 3.50) konnte man sich einen prächtigen Schmetterling samt Blume auf die Hose, den Fotoapparat oder aufs Handy malen lassen.

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Tempelanlage für Prinzessin Galjani

Und schlussendlich habe ich in Bangkok die unvorstellbar aufwendige 3 tägige Zeremonie der Kremation von Prinzessin Galjani, der anfang Jahr verstorbenen Schwester des jetzigen Königs, miterlebt. Für diese Feierlichkeiten haben die Thais neben den weltberühmten Tempel- und Klosteranlagen des "Wat Po" und des "Wat Phra Kaeo" einen weiteren mächtigen, wunderbar geschmückten Tempel mit vielen Nebengebäulichkeiten, sowie schönste Parkanlagen mit den exotischsten Orchideen und Sträuchern aufgebaut. Wie ich vernommen habe, sollen diese Anlagen, sie sind in Holz gebaut, nach 2 Monaten wieder abgebaut werden.

Zum Abschluss genoss ich nochmals ein paar Tage in Bangkok beim Shopping, sah den dicksten Buddha von Thailand, in dessen Innerem auf 3 Stockwerken kleinere Gebetsstätten eingerichtet waren, war im feinen Narai-Hotel Ehrengast an einer Ladies-Party bei Damen zwischen 55 und 90 Jahren .... und handelt mir dank meines feinen Benehmens für den 16. Dezember eine weitere Einladung zu einem chinesischen Essen ein. Ich werde also mehrmals zwischen Bangkok und Hua-Hin hin- und herpendeln.

Auf der Rückfahrt von Bangkok nach Hua-Hin wurde ich begleitet durch Mister No (er war unser Fahrer), Dang, Pat und Mäm. Unterwegs machten wir einen Abstecher zum futuristischen "Bueng Preeda Resort" in Thalang Thayang bei Phetchaburi, das im Januar 2009 eröffnet werden soll. Ich habe in meinem Leben noch nie so etwas verrücktes gesehen. Alles nur vom Feinsten. Kein Tisch, keine Sitzbank so wie wir es gewohnt sind. Zur Residenz gehört auch ein See, auf dem ein fahrbares 2-stöckiges Wohnungsfloss im Bau war. Ich werde bestimmt einmal dort wohnen. Vielleicht an der Eröffnung.

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Bueng Preeda Resort
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Terrasse
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Balkon mit eigenem Teich
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Schönheit auf futuristischer Tischgruppe

Die Thailänder werden mir immer sympatischer, denn sie haben dieselben Hobbies wie ich: Shopping, Essen und Geniessen. Deshalb beschränkt sich mein thailändischer Wortschatz auf "dankeschön, bitteschön, es schmeckt wunderbar, habe genug, guten Morgen, habe Hunger, Toilette, Küsschen-Küsschen" und ein paar weitere Hilfswörter.

 

Mail an Max Lehmann
Schafmattweg 13, 4102 Binningen
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