Der Campingplatz Solaris liegt auf der Halbinsel Istrien in Kroatien südlich von Triest in der Nähe von Porec. ![]() |
Camping Solaris
Seit mehr als 25 Jahre verbringe ich meine Ferienzeit und später als Rentner den Sommer auf dem Campingplatz Solaris
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(Durch anklicken auf die Bilder gelangst du zu umfangreichen Fotoshows)
Seit Juli 1986 verbringe ich mit 2-3 Ausnahmen jedes Jahr mehrere Wochen oder Monate auf dem Campingplatz Solaris. Hier habe ich meine Freunde und Bekannten, die mir auch in meinen schlimmeren Zeiten treu geblieben und mir wieder Kraft gegeben haben. Der Campingplatz Solaris befindet sich auf der Halbinsel Istrien (Kroatien) südlich von Triest in der Nähe von Porec.
Obwohl mein Bericht einige negative Punkte aufführt, sind diese eher Schwächen als Gründe, Solaris zu meiden. Solaris gehört zu den besseren Campingplätzen in Europa. Ich fühle mich hier wohl und kann den Campingplatz bestens empfehlen.
Slowenien führte auf Mitte Jahr eine Vignette für Schnellstrasssen ein. Es gab nur die Halbjahresvignette zu € 35. Aber schon bald kannten viele Touristen den Schleichweg von Triest über Bertoki zum Zoll Kastel-Dragonja. (Siehe dazu "die Beschreibung meiner Hinfahrt")
Auf dem Campingplatz Solaris wurde viel investiert: Ausbau der wunderbaren Strandanlage mit weitreichenden Liegeflächen, ein Multi-Funktions-Sportplatz, der sich wegen der Lärm-Emissionen zu einem Aergernis entwickelte.
Die Slowenen erhöhten auf den 1. Juli 2009 die Gebühren für die Vignetten massiv. (Preise: Jahres-, Monats- und Wochen-Vignette zu €95, 30 und 15) Die Vignetten werden für alle blau- und grün beschriebenen Strassen benötigt.
Die Pauschale der Kurtaxe für langjährige Solaris-Camper ist aufgehoben worden. Jedermann zahlte nun € -.80 resp 1.-- pro Tag
Der Kroatische Staat führte die Visumspflicht und den Nachweis der finanziellen Möglichkeiten für Ausländer ein. Siehe dazu den Bericht "Der kroatische Staat und sein Kampf gegen die Touristen" weiter unten. In diesem Bericht zeige ich u.a. auf, wie man diese Regelungen umgehen kann.
Auf Solaris wird die Eingangskontrolle der Autos über elektronische Badges eingeführt
In Porec gibt es nun einen "Lidl" und seit 2010 ein "Kaufland". Seine Preise sind wegen der erhöhten Mehrwertsteuer in Kroatien (23%) um 10-15% höher als in Deutschland.
Es wurden keine grösseren Vorhaben zum Vorteil der Camper, die jedes Jahr etwa 10% höhere Gebühren bezahlen müssen, realisiert:
Es wurden neue Parzellen errichtet und auf dem oberen Teil von Solaris blau-bemalte Wasser-Hydranten verlegt. Einer davon steht unmittelbar nach einer Kurve. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis ein heranfahrender Camper den etwa 1.50 hohen Hydranten umfährt. Aber vielleicht führt er aus Sicherheitsgründen gar kein Wasser. Zudem wurden Notausgänge rund um den Campingplatz signalisiert, mit dicken Vorhangschlössern verschlossen und durch ein Camping-/Park-Verbot belegt.
Der freie Internet-Zugang, der bis letztes Jahr den halben Campingplatz abdeckte, wurde auf die Umgebung der Reception und max. 255 gleichzeitige Nutzer reduziert. Für einen Platz dieser Preisklasse etwas mager.
Erstmals wurden nicht nur im Frühjahr, sondern nun auch im Juli, d.h. Mitten in der Hochsaison die Eichenbäume mit Unmengen an Insektiziden gespritzt. Ein besonderes Aergernis war, dass diese Aktion kurz nach Mitternacht um 1 Uhr stattfand, als alle Gäste schliefen. Achtung: Für Allergiker kann diese Situation nicht unbedeutend sein.
Es wurde wenig in die Qualitätsverbesserung investiert, wenn man vom Ersatz mancher Wasserhähne absieht. Weiterhin ist der obere Teil des Platzes unbeleuchtet und teilweise ohne Wasseranschluss.
Als Konsequenz nach den beiden letztjährigen Unwetter-Katastrophen mit weitläufigen Ueberschwemmungen hat man am oberen Ende des Campingplatzes zum Olivenhain einen Wasser-Abflussgraben gebaut, der das einfliessende Wasser in den Steinbruch ableiten soll. Zudem wurde eine weitere kritische Wasser-Rinne zwischen Waschhaus 11 und 12 gefasst und unterirdisch neben dem Rest. Sidro via Minigolfplatz ins Meer geführt.
Die Qualität des Internet-Zugangs hat sich weiterhin dramatisch verschlechtert und entspricht nicht mehr dem "State of the Art" eines Campingplatzes. Die Sendeleistung ist nur noch direkt vor und in der Reception akzeptabel. Zu gewissen Zeiten drängeln sich 10-20 Internet-Freaks in und um die Reception.
Der Campingplatz Solaris (vorallem aber Lanterna) entwickelt sich immer mehr zum Mittelpunkt der europäischen Disco- und Hard-Rock-Szene auf Istrien:
Falls man seine Ruhe und Erholung sucht, ist während der Himmelfahrts- und Pfingst-Tage von einem Besuch des Campingplatzes Lanterna und leider auch Solaris abzuraten. In dieser Zeit ist die Camping-Ordnung ausser Kraft. Die Lärmemissionen auf dem Nachbarcampingplatz Lanterna mit um die tausend Jugendlicher aus Oesterreich sind nicht für jedes Ohr erträglich. Nachts kann man mittlerweilen auf Solaris wieder schlafen. Wie dies auf Lanterna möglich ist, hängt vom Standort des Wohnwagens ab. Tagsüber muss man sich mit den Dezibels und Vibrationen des Raver- und Disco-Sound abfinden. Leider wurden dieses Jahr eine grössere Anzahl von Autos von Campinggästen beschädigt und zerkratzt.
Aber auch in der übrigen Zeit ist man vor unerträglichen Lautstärken nicht gefeit. So erlebten wir in den 3 Nächten des 1. Juli-Wochenendes einen weiteren nicht überbietbaren Höhepunkt: Im südlichen Fischer-Hafen Santa Marina von ausserhalb der Campingplätze festeten Motorrad-Biker bei überlauter Hard-Rock-Music jeweilen bis 4 Uhr morgens. An ein Schlafen war nur schwer zu denken. Einige Camper schliefen ausserhalb des Campingplatzes in Pensionen, Campingcars und Autos.
Seit ein paar Jahren kann man bestimmte Parzellen gegen eine Gebühr reservieren. Ab dieser Saison gilt die Reservation nicht mehr für eine bestimmte, sondern nur noch für eine vergleichbare Parzelle.
Seit Anfangs Juli ist die Schnellstrasse mitten durch Istrien eine 4-spurige Autobahn und maut-pflichtig. Die Gebühren sind jedoch moderat.
Jahrelang war Internet-Empfang nur bei der Reception möglich. Seit 12. Mai ist auf dem ganzen Campingplatz Internet über Antennen auf den Waschhäusern verfügbar. Ein grosser Tag für Solaris!
Ferien kann man in Ferien-Wohnungen, Appartments, Hotels oder im Camping verbringen. Ich ziehe, wenn immer es geht, den Wohnwagen vor, denn Hotels sind mir zu kühl und unpersönlich. Ich mag es, wenn mein Heim nach mir riecht. Das Camping ist keine Ferien-Variante für arme Leute. Dieses oft gehörte Vorurteil stimmt schon lange nicht mehr. Ein vollausgerüsteter Wohnwagen mit Vorzelt etc kostet zwischen € 15'000 - 25'000. Die Campingplätze haben auch ihre Preise und verlangen bei mittlerer Qualität zwischen € 30 - 45 je Tag für 1 Wohnwagen, 1 Auto und 2 Personen.
| Weitere Bilder durch anklicken! Bilder von meinem Wohnwagen |
Ich werde von Nicht-Campern immer wieder gefragt, ob es denn nicht mühsam und langweilig sei, monatelang in einem kleinen Wohnwagen zu hausen? Ich erkläre Ihnen dann lachend, dass dem gar nicht so sei, denn mein kleines Camping-Zuhause bestehe aus einer grossen Mehr-Zimmer-Wohnung:
dem 5.40 m (Gesamtlänge 7.30 m) langen Wohnwagen mit dem Schlafzimmer und 2 Einzelbetten, einer Toilette, einer Einbauküche mit Kühlschrank und einem Wohnzimmer mit Rund-Sitzgruppe und Fernseher.
dem ebensogrossen Vorzelt mit einer Küche, Kochrechaud, Kühltruhe und einem Esszimmer und davor ein weiteres 2 m tiefes Sonnensegel.
dem Rasen-Vorplatz vor dem Wohnwagen, auf dem unter 2 Sonnenschirmen ein Tisch mit Stühlen und einem Liegestuhl auf mich warten.
und in ca. 300 m Entfernung sind 6 Tennisplätze, 1 Swimmingpool und das Meer.
Bei schönem Wetter lebe ich immer an der frischen Luft, sei es lesend oder schlafend auf dem Liegestuhl oder beim Sport oder bei einer Besichtigung. Einzig bei schlechtem Wetter oder wenn es regnet, dann ziehe ich mich in den Wohnwagen und in das Vorzelt zurück. Von Zeit zu Zeit geniesse ich diesen Regen, die aufs Dach prallenden Regentropfen und das damit zusammenhängende Nichtstun.
Dank meiner Klimaanlage habe ich auch bei grösster Hitze oder in kalten Nächten eine angenehme Temperatur im Wohnwagen.
Camping ist mit Arbeit verbunden. Diese beginnt bereits beim Eintreffen auf dem Campingplatz. Man muss sich einen geeigneten und schönen Standplatz auswählen. Ich habe bei neuen mir unbekannten Camping-Plätzen damit meine Probleme, denn ich bin müde von der Anfahrt und sehe die lauschigen Plätze nicht. Meist frage ich deswegen bereits ansässige Camper, denn diese wissen, welche Plätze schön und ohne versteckte Mängel wie Wasser-Löcher und -Rinnen bei Regen sind.
Dann muss der Wohnwagen, meiner ist 7.30 m lang und 1500 kg schwer, auf den gewählten Platz hingestellt und meistens von Hand richtig positioniert werden. Dann Stützen runter drehen und den Wohnwagen ins Lot stellen. Strom anschliessen, damit der Kühlschrank arbeiten kann. Ich richte dann meist die SAT-Antenne ein und orientiere sie nach den beiden Astra- und Eutelsat-Satelliten, und zum Schluss muss das Vorzelt aufgestellt werden. In der Praxis dauert das beschriebene Einrichten gegen 2 Tage.
Bewundernswert sind in dieser Beziehung die Holländer. Am schönsten ist es, einem Ehepaar zuzuschauen. Da passt alles und jeder Handgriff. Sie sehen auf einen Blick optimale Standplätze und stellen den Wohnwagen innert kürzester Zeit auf und legen sich 1-2 Stunde später bereits in die Sonne. Die Holländer sind perfekte Nomaden!
Und von nun an kann gewohnt und gelebt werden. Aber dasselbe wiederholt sich mit etwas grösserem Aufwand am Schluss der Ferien, wenn alles wieder abgebaut und vorallem für den nächsten Einsatz gereinigt werden muss.
Detaillierte Reisekarte durch anklicken!![]() Fahrt von Basel - Milano - Venezia - Trieste - Istrien |
Die Strecke von Basel/Binningen via Luzern - Gotthard-Tunnel - Chiasso - Milano - Venedig - Triest zum Camping-Solaris kurz vor Porec ist 810 km lang und führt zumeist über Autobahnen.
| Grosses Bild durch anklicken Gotthard-Portal mit dem Teufelsstein |
Die Strecke lässt sich in 3 Teile einteilen:
1. Teilstrecke über 300 km: Basel/Binningen - Chiasso (Grenze Italien) - Milano:
Eine wunderschöne Fahrt durch die Schweiz, durch den 9 km langen Seelisberg-Tunnel und den 17 km langen Gotthard-Tunnel.
2. Teilstrecke über 450 km: Milano - Bergamo - Vicenza - Venedig - Triest - Skofie (Grenze Slowenien):
Die Fahrt von Mailand bis Triest mag ich gar nicht. Es ist eine langweilige Fahrt auf einer meist 3-spurigen Autobahn, wobei an Werktagen 1-2 Spuren von Lastwagen blockiert sind.
Die Beschriftung mit VENEZIA und TRIESTE bis Triest lässt keine Zweifel offen. Die Autobahngebühren in Italien sind mit € 26.20 moderat.
Seit 2009 umfährt eine neue Autobahn Venedig und führt bei Triest durch verschiedene Tunnels direkt zum slowenischen Zoll in Skofie. Als Wegweise sind CAPODISTRIA / KOPER und SLOVENJA angeschrieben.
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zur Umgehung der Mautpflicht |
3. Teilstrecke über 70 km: Skofie - Koper (Capodistria) - Novigrad - Camping Solaris:
Der moderne Grenzübergang Skofie bildet die Grenze zwischen Italien und Slowenien. Seit 1.1.2008 ist er unbesetzt, da Slowenien seither Teil der EU ist und die Euro-Währung nutzt. Autolicht an, auch tagsüber, ist in Slowenien seit Jahren Vorschrift. Es ist empfehlenswert durch Italien bis Slowenien durchzufahren und erst hier das Auto aufzutanken, denn im Vergleich zu Italien herrschen hier angenehmere Benzin-Preise.
Seit 15. Juni 2008 herrscht in Slowenien Vignetten-Pflicht auf allen "blauen und grünen" Schnellstrassen wie Autobahnen und Schnell-Strassen. Die Vignetten-Preise sind hoch. Sie grenzen an Abzocke der Touristen. Wenn man ohne Vignette erwischt wird, drohen hohe Bussen zwischen € 300 und 800. Auch die 4-spurige-Strasse vom italienischen-slowenischen Zoll Skofie in Richtung Koper ist vignettenpflichtig! So sucht jeder einen Schleichweg, um die kurze Strecke von etwa 30-40 km km zwischen Triest und dem kroatischen Zoll mautfrei zu überwinden.
Einen mautfreien Schleichweg durch Slowenien auf nicht-vignette-pflichtigen Strassen findet ihr auf nebenstehender Strassenkarte und nachfolgender Routenbeschreibung.
Grundsätzlich haben die Slowenen auf das Jahr 2010 viele Mängel in Bezug auf die Signalisation gegenüber den Vorjahren verbessert. Noch letztes Jahr konnte es passieren, dass man wegen mangelhafter Signalisation auf einmal auf einer mehrspurigen Strasse fuhr. So wurden auf dieses Jahr die Wegweiser neu und klarer beschriftet:
Wegweiser auf "mautpflichtige Autobahnen und Schnellstrassen" können gelb sein, sind aber mit dem "blauen Autobahn-Zeichen" gekennzeichnet.
Wegbeschreibung von Triest via Koper zum Zoll Dragonja:
Von Triest her kommend, führt der Weg unmittelbar nach dem slowenischen Zoll (50-100 m) rechts zur dortigen Tankstelle. Dort tanke ich immer auf.
Weiterfahrt nicht über die Autobahn, sondern rechts hinter der Tankstelle den Berg hoch, dem Wegweiser Skofie folgend. Oben auf dem Hügel (nach ca 300 m) links über die Brücke abbiegen (Wegweiser Skofie) .... immer weiter in Richtung Skofie. Ich erinnere mich an die autobahnlose Zeit, als jeder von uns durch Skofie fahren musste.
In Skofie führt der Weg weiter via Kreisel und Wegweiser zu den Orten "Dekani" und später dann in Richtung "Bertoki".
links geht es über die Nebenstrasse von "Bertoki nach Koper" (Das steht aber auf keinem Wegweiser geschrieben). Also links abbiegen. Die nächste Abbiegung nach etwa 200m nach rechts führt auf die Parallelstrasse zur Schnellstrasse nach Koper.
In Koper links auf die Normalstrasse in Richtung Pula/Porec zum nächsten Grenzübergang "Kastel" resp. "Dragonja" abbiegen, wo man Slowenien und damit die EU verlässt.
Nach dem slowenich-kroatischen Grenzübergang "Dragonja" geht es weiter in allgemeiner Richtung "Pula" über die neue mautpflichtige Istrien-Autobahn. Auf dieser sollte man die angezeigten Höchstgeschwindigkeiten unbedingt einhalten, denn täglich finden dort Geschwindigkeitskontrollen statt. Bei der Ausfahrt "Nova Vas" resp. "Novigrad" verlassen wir die Autobahn und fahren via Novigrad weiter in Richtung Porec, wo wir nach wenigen Kilometern nach dem "Steinbruch" rechts zum Camping Solaris abbiegen können. In Kroatien wurde die Lichtpflicht per 1. Juli 2008 wieder aufgehoben.
Diejenigen, die weiter südlich in Richtung Porec oder Rovinj fahren oder etwas spezielles erleben und sehen wollen, die sollten auf der Schnellstrasse weiterfahren. Dabei überqueren sie das Mirna-Tal auf einer gewaltigen und sehenswerten Brücke.
Bilder vom Camping Solaris durch anklicken!![]() Bilder vom Camping Solaris |
Der FKK-Campingplatz Solaris, welcher 12 km nördlich von Porec liegt, gehört zu den schöneren Campingplätzen Istriens. Er befindet sich auf der geräumigen Halbinsel Lanterna, nahe der netten Ortschaften Tar und Vabriga.
Der Platz ist recht groß (35 ha), gepflegt, mit vielen schattenspendenden Bäumen (Eichen, Fichten, Olivenbäumen) und für Zelte und Wohnwägen gleichermaßen geeignet. Es gibt parzellierte Standplätze (60 - 120 m²) mit Wasser und Stromanschluss, leider aber auch solche ohne Wasseranschluss. Er liegt an einem etwa 2 km langen Strandabschnitt mit den für Istrien typischen Felsen. Es gibt allerdings auch eine kleinere Kiesbucht.
Das Wasser, wie überhaupt an der ganzen kroatischen Adriaküste, ist leicht grün-gräulich, was an den vorherrschenden Kalksteinformationen am Strand liegt. Natürlicher Sand findet man nirgends. Jedoch findet man überall die groben bis spiegelglatten, schrägen Felsplatten, die meterweit ins Wasser gleiten. Zudem haben die Platzbetreiber an allzu unebenen Stellen nachgeholfen, Treppen mit Chromstahl-Geländer eingebaut und den Fels mit Beton etwas begradigt. Dies wurde aber so feinfühlig und mit vielen kleinen Steinen mosaikartig gemacht, dass es sich sehr gut dem natürlichen Aussehen des Strandes anpasst. Diese Küstenformation sorgt für ein wunderschön klares Wasser - ideal zum Schnorcheln. Am Strand befinden sich ausreichend Duschen.
Die Sanitärgebäude gehörten zu den schönsten und saubersten, die man in Istrien vorfand. Leider vergammeln einige immer mehr, weil nicht renoviert wird. Zudem stimmt die Sauberkeit nur unter der Woche, dann wenn die Wochenend-Camper Slowenen und Italiener nicht anwesend sind. Weiterhin gibt es ein Schwimmbad, einen Multifunktions-Sportplatz, Supermärkte, Restaurants und so das übliche. Sportlich gibt es Volleyball- und 6 Tennisplätze, Minigolf, Tischtennis, Fahrradverleih sowie Bootsfahrten. Das Nachtleben findet man am benachbartem Campingplatz Lanterna, der von den gleichen Betreibern geführt wird. Dieser um einiges größere Textilcampingplatz ist wohl ansonsten mit dem Solaris zu vergleichen.
Auf Solaris hat es viele Dauer-Camper vorallem aus Slowenien, Oesterreich, Deutschland und Italien, wobei die Slowenen und Italiener vorallem an den Weekends den Platz bevölkern. Auch ein paar Schweizer haben sich regelmässig auf Solaris verirrt.
Grosse Karte von Istrien durch anklicken!![]() Die Halbinsel Istrien |
Anfänglich war ich nur 4-5 Wochen auf Solaris, meist in den Monaten Mai/Juni. Dann als Rentner auch 2-3 Monate und seit kurzem die ganze Saison von Ende April bis Anfang September. Der Tagesansatz ausserhhalb der Saison beträgt etwa Fr. 19.-- (=&euro 12). Für die Sauson-Pauschale 2 Personen im 2008 wurde €1850 (ca Fr. 2'750.--) verlangt.
Seit meiner Pensionierung treffe ich jeweilen Ende April in Solaris ein. Dann geht es möglichst schnell nach Porec in die Gärtnerei, wo ich 2 Hängepflanzen (Petunien oder Geranien) kaufe. Die Blumen schmücken meinen Sitzplatz um die beiden Sonnenschirme den ganzen Sommer.
Anfänglich habe ich meinen Wohnwagen immer wieder nach Hause in Binningen gezogen. Seit ich pensioniert bin und mein Haus verkauft habe, lasse ich den Wohnwagen in Istrien bei Edo Sinozic in Zbandaj stehen. Im 2007 habe ich mir für € 200 zusätzlich nach einen sog. Material-Wohnwagen angeschafft, in dem ich alles nicht benötigte Material einlagern kann.
Es gibt auf dem Campingplatz wunderbare Standplätze. Als Neuling sollte man jedoch vermeiden, sich in ein sog. Slowenen-Ghetto zu begeben, denn dort herrschen oft eigene Regeln, bestimmt nicht die der Platzordnung. Die Campingleitung hat sie nicht im Griff. Unter der Woche sind diese Camper meist zu Hause, aber übers Wochenende geht dann die Post ab. Um einen Wohnwagen treffen sich 4, 6 oder mehr Leute. Leider meiden einige auch die Toiletten und pinkeln an den nächsten Baum oder in eine Hecke. (Bem: es gibt aber auch sehr nette Slowenen. Einige gehören zu meinen besten Freunden, aber sie campen nicht bei ihren Landsleuten.)
Zwei Verkaufsstände, einer beim Kopola und der andere beim Restaurant Galeb verkaufen geschmackvolle "Weggli" und Brote aller Art. Sie werden laufend aufgebacken, sind aber recht teuer: 1 Brötchen mit Körnern auf der Oberfläche zu € 0.70
Auf jedem Campingplatz haben die Toiletten irgendetwas spezielles an sich. Hier auf Solaris findet man wie auch andernorts die dünnen Toilettenpapiere auf grossen Rollen, die man zur gefahrlosen Nutzung doppelt oder dreifach zusammenlegen muss. Erschwerend kommt noch dazu, dass diese grossen Papier-Rollen hinter einem auf Kopfhöhe an die Wand montiert sind. Sportlichkeit und Beweglichkeit wird vorausgesetzt. Es ist ratsam, sich vor der Sitzung zu vergewissern, ob genügend Papier griffbereit ist.
Es hat genügend Duschen mit warmem und kaltem Wasser. Dies ist zwar nicht erwähnenswert, aber es bleibt die Frage: "Muss man den Duschknopf nach Rechts oder Links drehen?" Dies ist ein tägliches Problem, weil in den Waschhäusern die Warm- und Kaltwasseranschlüsse für jede Dusche unterschiedlich angeschlossen sind.
Die Camping-Saison dauert von Anfangs April bis Ende September. Demnach wäre viel Zeit für die Campingverwaltung, um die Bau- und Unterhaltsarbeiten vor Saison-Beginn abzuschliessen. Dies klappt aber nicht immer, weil sie erst im Frühjahr damit beginnen. Bei den Parzellierungs-Arbeiten ging dies gewaltig in die Hosen. Sie waren viel zu spät und die aufgeschüttete Erde derart weich, dass die Wohnwagen auf den neuen Plätze bis zur Achse "abgesoffen" sind. Im 2007 haben sie grosse Investitionen auf dem Platz getätigt und 2 neue Sanitärhäuser gebaut, 2 weitere aufs modernste renoviert, die Liegeflächen am Swimmingpool vergrössert, alte Bungalows modernisiert und ein WLAN installiert.
Der viel beworbene Internet-Anschluss über WLAN funktioniert nur sehr beschränkt. Es deckte bis 2009 etwa den halben Platz ab. Seit 2010 ist die Nutzung auf die nähere Umgebung der Rezeption beschränkt worden. Jedoch auf den 12. Mai 2012 wurde Internet durch Antennen auf jedem Waschhaus für den ganzen Platz verfügbar gemacht. Damit war die Zeit mit beschränkten WLAN-Kapazitäten vorbei.
Wenn man längere Zeit auf einem Campingplatz weilt, dann fällt Schmutzwäsche an. Früher konnte man auf Solaris die Wäsche zum Waschen bringen. Seit 2006 Jahr gilt Selbstbedienung. Das absolut unangenehme ist, dass man sich zur Benutzung der Waschmaschinen anstellen muss. Ich gehe aus dieserm Grund auf den benachbarten Campingplatz Lanterna, wo richtige Waschmaschinen mit Bedienung meine Wäsche waschen und zahle dafür liebend gerne €7 je Waschgang.
| Weitere Bilder durch anklicken! Alte und junge Meise |
Tiere und Pflanzen, da gibt es vieles auf dem Campingplatz zu beobachten: Nistende Meisen, Spatzen, Eichelhäher, Eulen, Kuckucks, Möven, Eichhörnchen, Igel, Hasen, Schmetterlinge aller Art, Wespen, Hornissen, Heuschrecken, Blindschleichen und auch schwarze ungiftige Schlangen wie die Zornnater.
Solaris ist ein "Hunde-Campingplatz".
Um es vorweg zu nehmen, ich bin bei weitem kein Hundehasser und war mehrmals mit einem "Irish Setter" und einem "Cavalier Prince Charles Spaniel" hier auf dem Campingplatz. Ich weiss deshalb, wovon ich spreche und warum ich die faulen Besitzer anklage.
Hexe, Lilly, Cleo heissen z.B. die Kläffer, die hemmungslos und aggressiv herumbellen. Es gibt zwar über den Mittag und Nachts eine Ruheperiode. Diese gilt aber nicht für die kläffenden Hunde und ihre hilflosen Besitzer. Für mich unbegreiflich, dass viele Hundebesitzer sich derart unbeliebt machen. Man könnte meinen, Hunde haben mehr Rechte als die zweibeinigen Camper. Sie dürfen zu jeder Tageszeit herumkläffen, wobei das Herrchen oder Weibchen dann lautstark hinterher "still" schreit und ihn dabei zu übertönen versucht. So werden aber auch Hunde nachts frei laufen gelassen, damit sie unbeobachtet ihr Geschäft verrichten können. Die wenigsten Vierbeiner müssen tagsüber aus dem Campingplatz gehen, weil dies für Herrchen zu anstrengend ist. Da wird überall "geschissen", was das Zeug hält, nur nicht vor dem eigenen Wohnwagen (oder im Wohnzimmer zu Hause). Meist werden die Fäkalien mit Plastiksäckchen aufgenommen und entsorgt. Kurzum: Viele Hunde sind ein Aergernis! oder sind es doch deren Besitzer?
Die Abfall-Container üben eine wichtige zwischenmenschliche Funktion auf dem Campingplatz aus. Sie schlucken die Haushaltsabfälle, dienen aber auch als Drehscheibe für vermeintlich defekte oder nicht mehr benutzte Utensilien wie durch Uebergewicht zerquetschte Stühle, defekte Sonnenliegen, durch Sturm zerfetzte Pavillons, ausrangierte Kühlschränke, blinde Fernseher etc. Kürzlich hat einer meiner Nachbarn einen Rasenteppich 3x4 m dort abgelegt und bereits wenige Minuten später war er weg und verrichtet nun seine Dienste in einem italienischen Vorzelt. Es ist erstaunlich, wie aus defekten und kaputten Sachen die Camper neue Einrichtungsgegenstände basteln können. Es ist eben so: Der Mensch war in der Steinzeit ein Sammler und Jäger.
Sicherheit, Schutz und Kontrolle der Camper werden auf Solaris klein geschrieben. So wurden in den vergangen Winter unzählige dort gegen Gebühr abgestellte Wohnwagen aufgebrochen und ausgeraubt. In der Haupt-Saison fährt zwar ein mit eindrücklichen Stickers dekorierter "Sicherheitsmann" auf einem lauten Moped auf den Hauptwegen über den ganzen Campingplatz. Nachts wurde er noch nie gesehen. Er machte mir den Eindruck, schnellstens die Runde abschliessen zu wollen und froh zu sein, nichts aussergewöhnliches entdecken und einschreiten zu müssen. Die Einbrecher sollen sich auch schon angepasst haben und legen bei seinem Auftauchen eine kurze Arbeitspause ein. Achtung: In der Haupt-Saison sind Einbrecher auf Solaris sehr aktiv!
Nachts ist es bei uns oben stockdunkel. Keine Beleuchtung erhellt die Strassen und Wege auf dem oberen Teil des Campingplatzes. Dies ist nicht nur gefährlich für die dort Campierenden, weil es auf den unebenen Wiesen zu Fehltritten kommen kann. sondern es ist auch ein Eldorado für Langfinger. Aus diesem Grund haben viele Wohnwägen eine eigene Nacht-Beleuchtung und einen Bewegungsmelder.
Ein Slum auf Solaris: Die guten Geister auf dem Campingplatz sind die Putzfrauen, die oft aus dem kroatischen Landesinneren oder aus Bosnien herkommen. Ihnen verdanken wir die Sauberkeit in den Toiletten und Duschen. Erschütternd jedoch ist die Art, wie diese unentbehrlichen Perlen zu zweit oder dritt in einer menschenunwürdigen Umgebung, nämlich im hintersten und dunkelsten Eck des Besucherparkplatzes in alten ausgemusterten Wohnwagen ohne wohnliche Infrastruktur untergebracht sind. Die Verwaltung des Campingplatzes ist sich dieses fragwürdigen Zutandes bewusst und beweist ihr schlechtes Gewissen, indem sie den Solaris-Slum hinter grünen Plastikplanen vor fremden Blicken verstecken.
Im Camping ist eine gute Wetterprognose fast lebenswichtig. Ausflüge, aber auch der Abbau richten sich nach dem Wetter. Eine Art Religion ist die Herkunft des Wetterberichtes. Jeder schwört auf seine Basis-Info. Die einen nutzen die Wetterprognosen des österreichischen TW1-Fernsehsenders zur vollen Stunde, ich schwöre auf die Teletext-Seite um 190 von ARD, und andere gehen ins Internet zu "http://www.wetteronline.de". Schlussendlich haben alle Recht: Wenn es regnet, dann heisst es "Lucken dicht".
Hier in Istrien herrscht normalerweise ab Mitte April schönes angenehmes Wetter und Temperaturen. Erst im Juli/August wird es drückend heiss und die Temperaturen bleiben auch nachts über 20-25 °C. Dank meiner Klimaanlage kann ich trotzdem gut schlafen. Die Regenfälle sind meist recht kurz, aber oft heftig mit Hagel vermischt. Mehrtägige Regenperioden sind selten.
Verkehrbestimmungen: Die kroatische Polizei hat wegen der vielen schweren Unfälle die Hebel angezogen. So galt von 2006 bis Mitte Juni 2008 als Alkoholgrenze 0.0‰, seither wieder 0,5‰. Mit mobilen Radargeräten werden die Geschwindigkeitslimiten rigoros überwacht. Seither hat sich der Verkehr sichtbar beruhigt.
Istrien als Teil von Kroatien hat die Währung 1 Kuna (entsprechend 100 Lipa). Seit Jahren ist der Wechselkurs recht stabil: € 7.2 oder SFr 4.60 für 100 Kunar.
Ja, ihr habt recht gelesen. Es scheint in der Tat so zu sein, dass der kroatische Staat alles nur mögliche unternimmt, um den Touristen vorallem den Langzeit-Touristen den Aufenthalt zu erschweren oder zu vermiesen. Oder überlegen sich die Politiker nichts, wenn sie Gesetze erfinden? Oft sind die Erschwernisse klein und oft auch verständlich. So führten sie zwischen 2006 bis Mitte 2008 die 0‰ Alkoholgrenze ein, was zu einem totalen Einbruch in den Gastwirtschaften führte. Per 1.1.2009 wurde die Kurtaxen-Pauschale von €30, die langjährige Dauer-Camper entrichten mussten, abgeschafft. Sie zahlen nun je nach Aufenthaltsdauer bis zu €150 je Person. Am Rande eines Rechtsstaates verhielt sich hingegen Kroatien im 2006, als der kroatische Zoll in einer beispiellosen Aktion Jagd auf alle in Kroatien zur Ueberwinterung abgestellte Wohnwagen machte. Deren Besitzer wurden gezwungen, ihre Wohnwagen zu verzollen.
Seit 2009 haben die Kroaten eine Visums-Pflicht für Ausländer eingeführt, die einzigartig in Europa dasteht. So müssen alle Ausländer, die sich innerhalb 6 Monaten länger als 90 Tage (=3 Monate) in Kroatien aufhalten, ein Visum beantragen resp. vorlegen. Ein Unterbruch durch Ausreise hebt diese 90-Tage-Frist nicht auf. Eines Rechtsstaates unwürdig an der Regelung ist, dass die Kroaten in jedem Ausländer einen potentiellen Verbrecher sehen und von ihm verlangen, dass er seine Unschuld und Harmlosigkeit beweist, indem er ein nicht älter als 6-Monate altes Leumunds-/Führungszeugnis vorlegt. Als weitere Dokumente werden eine Arbeits- oder Rentenbescheinigung sowie eine Krankenversicherungs-Bescheinigung verlangt .... und all diese Dokumente müssen ins Kroatische übersetzt werden. Das pikante an der ganzen Aktion war, dass die Campingsplatz-Leitung Valamar mit den Campern Saison-Verträge über die Zeit vom 1. Mai - 31. Sept. 2009 zu € 1850 abschloss, wohlwissend, dass man diese 150 Tage Aufenthalt niemals ausnützen konnte und vorzeitig abreisen musste. Meines Erachtens war dies vorsätzlicher Betrug.
Ich weiss nicht, was die Kroaten geritten hatte. Bereits vor ein paar Jahren setzten sie in einer beispiellosen Aktion mit dubiosen Begründungen die Verzollung vieler in Kroatien stehenden Wohnwagen durch, und vertrieben mit dieser Massnahme eine grosse Anzahl von ausländischen Campern. Nun scheinen sie es erneut auf die Saison-Camper, meistens Rentner, abgesehen zu haben, die doch während ihrer 4-5 monatigen Anwesenheit viel Geld im Lande zurücklassen, im Gegensatz zu den meisten Slowenen und Italienern, die nur übers Wochenende anreisen und ihre Lebensmittel aus ihrer günstigeren Heimatländern mitbringen.
Es kommt aber noch dicker. "Nach dem kroatischen Ausländergesetz vom 01.01.2008 müssen Ausländer nachweisen können, dass sie über ausreichende Mittel verfügen. Von jedem Reisenden können die Grenzbehörden bei der Einreise im Einzelfall einen entsprechenden Nachweis verlangen (Tagessatz 100 €, bei nachgewiesener Buchung 50 €). Der Nachweis kann in Form von Kredit- und Bankkarten, Schecks oder anderen finanziellen Mitteln erfolgen. (Auszug aus der Homepage des Auswärtigen Amtes Deutschland)"
Ich bin gespannt, wie lange es dauern wird, bis ich am kroatischen Zoll meine finanziellen Möglichkeiten beweisen muss. Als direkt Betroffener kann ich nur den Kopf schütteln und mich fragen, was soll man von einem Land halten, das seine direkten Einnahmenquellen und seine zukünftigen EU-Nachbarn mit derartigen administrativen Massnahmen vertreibt? Vielleicht ist es auch jetzt eher verständlich, weshalb für den EU-Beitritt andere ehemalige Ostblockstaaten wie Rumänien, Polen, Ungarn etc den Kroaten vorgezogen wurden.
...indem der Tourist behauptet, Kroatien zwischenzeitlich verlassen zu haben: Im Gesetz wird davon ausgegangen, dass ein Ausländer während seiner Anmeldung ununterbrochen im Lande weilt. Was ist aber, wenn er behauptet, das Land zwischenzeitlich verlassen zu haben (auch wenn dies gar nicht stimmt)? Es existiert keine Meldepflicht für temporäre Ausreisen. Wie sollte dies auch geschehen, denn dazu müsste die Passpflicht eingeführt werden, damit die Ein- und Ausreise abgestempelt werden kann.
...indem der Tourist die 1. Einreise vorverschiebt: Es ist nirgends geregelt, wann die 6-Monats-Frist beginnt, resp. welcher Tag als 1. Tag der Einreise in Kroatien gilt. Diese kann z.B. am 10. Jan. des laufenden Jahres gewesen sein, als der Ausländer mit dem Camper oder per Auto für 1 Tag Istrien besuchte oder bei Freunden ein paar Tage verbrachte. Niemand kann ihm beweisen, dass er zu diesem Datum nicht in Kroatien gewesen sein kann, denn es fehlte die Pass-Abstempelungspflicht.
In diesem Fall hat der Camper mehrere Wochen oder Monate der 6-Monatsfrist zu Hause verbracht, denn die Camping-Saison beginnt üblicherweise Ende April, d.h. der Saison-Camper kommt in dieser 6-Monatsfrist vom 10. Jan. bis 9. Juli nur auf etwas mehr als 60-70 Aufenthaltstage und die neue 6-Monatsfrist beginnt in unserem Beispiel neu am 10. Juli mit einer neuen 90-Tage-Frist, die er aber niemals übertreffen wird.
...indem der Tourist ohne Visum einreist: Es ist jedoch unklar, wie die Polizei nach 90 Tagen Aufenthalt in Kroatien reagieren wird. Es ist zu befürchten, dass hohe Bussen drohen. Kroatien reagiert im Moment wie ein Entwicklungsland.
Die nachstehende Tabelle täuscht etwas, denn in der Realität weist Solaris mehr positive Merkmale aus, als Negative. Aber die Nrgativen nerven gewaltig.
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Seit der Saison 2008 gibt es bei den Tennisplätzen einen Multifunktions-Sportplatz. Auf ihm findet Aerobic statt, aber er steht vorallem für Handball, Fussball, Volleyball und auch Basketball zur Verfügung. Schon nach kurzer Zeit wurde der Platz zum Aergernis der dortigen Camper. Die Benutzung geschieht unkontrolliert durch die Platzleitung. Die Platz-Ruhezeit über Mittag und Abends gilt hier nicht. Beim Basketball z.B. ist das "billige" Blech hinter dem Korb extrem lärmig und "scheppert" bei jeder Ballberührung. Dies haben gewisse "Sportler" entdeckt und terrorisieren die dortigen Camper. Ich campiere etwa 400 m entfernt und der Lärm stört auch mich. Die Campingleitung hat zwar anfang Saison versprochen, das billige Blech durch eine harte Platte zu ersetzen, aber es geschah nichts. Die meisten der dortigen Dauercamper sind bereits entnervt weggezogen, weil man auf keine Korrektur hoffen kann.
| Habe die Bilder von unseren Tennis-Aktivitäten zum Schutze Euerer Privatspäre aus dem Internet entfernt |
Sportliche Aktivitäten gehören zu meinem Tagesablauf. Solaris kann auch als Synonym für Sport stehen. Noch vor wenigen Jahren habe ich täglich 2 Stunden Tennis, zumeist Doppel, gespielt. Zur Zeit muss ich etwas reduzieren, aber 1-2 mal je Woche liegen immer noch drin. Die Platzgebühren für die gelenkschonenden Sandplätze sind angemessen: 70 Kunar/Stunde, das sind etwa €9.50.
Inge war und ist seit über 20 Jahren meine Lieblingspartnerin im Doppel. Aber auch im Einzel kämpften wir "vergiftet" um jeden Punkt. Sobald sie als Gegnerin gegen mich antritt, ist es mein Ziel, sie zu verunsichern, indem ich mit unregelmässigen und langsamen Bällen versuche, sie "einzulullen". Oh wie schön ist es doch, wenn sie dabei richtig explodiert. (sorry Inge! Du kennst mich ja)
Berühmt, ja weltbekannt waren die grossen Tennis-Turniere von Solaris, die jeweilen um Pfingsten unter der Bezeichnung "World-Tennis-Championship" durchgeführt wurden. Das Interesse in der Tenniswelt war enorm. Wir verzeichneten Teilnehmer aus der ganzen Welt wie z.B. Rudi Hoffmann alias John McEnroe, oder Greti Vendemiati alias Martina Hingis etc
| Weitere Bilder durch anklicken! Eisenbahn-Viadukt nach Motovun |
Anfang der Saison oder früh morgens wenn es noch nicht so heiss ist, bin ich oft auf meinem Rennrad (oder Mountain-Bike) anzutreffen. Es gibt fürs Rennrad nur wenige Routen, da einer der wichtigsten Strassenverbindungen, die nach Porec, nur unter Lebensgefahr befahren werden kann. Also bleiben nur Fahrten ins östliche Landesinnere übrig:
Solaris - Tar - Nova Vas oder Kastelir - Viznjan - Vizinada - Tar - Solaris: Dies ist meine Lieblings- und Trainigsstrecke. Sie ist 45 km lang und steigt auf der ersten Streckenhälfte gleichmässig etwa 200 m an.
Solaris - Tar - Nova Vas oder Kastelir - Viznjan - Zbandaj zu Edo und wieder zurück: 56 km mit etwa 200 m Anstieg.
Solaris - Tar - Nova Vas - Porec - Cervar - Santa Marina - Solaris: 35 km relativ flach nur für Bikes geeignet, da der Rückweg über Naturwege führt.
Vizinada - Motovun - Solaris: Landschaftlich wunderbare Fahrt über das ehemalige Trasse der Eisenbahn nach Motovun. ca 45 km relativ flach, nur für Bikes geeignet.
Solaris - Tar - Nova Vas oder Kastelir - Viznjan - Motovun - Mirna-Tal - Vizinada - Tar - Solaris: 68 km mit ca. 600 m Anstieg. Sehr anspruchsvolle Strecke
Im Laufe der Jahre habe ich hier viele liebe Bekannte und Freunde gewonnen. Sie waren immer für mich da, wenn ich nach einer privaten und persönlichen Niederlage hier wieder aufgetaucht bin. Die wenigsten wollten wissen, was da passiert ist. Sie waren einfach wieder für mich da. Ich danke Euch allen!
(Bem: Die Reihenfolge der nachfolgenden Aufzählung ist rein zufällig. Und wenn ich jemanden vergessen haben sollte, so tut es mir leid. Es war nicht meine Absicht.)
Gerda und Willi Freimel aus Hagen. Der Hagener-Willi, wie man ihn nannte, war früher Schlafwagen-Schaffner und kannte aus dieser Zeit meine Heimatstadt Basel bestens. Er war überaus rüstig und zum Schluss seiner Campingzeit weit über 80 Jahre alt. Die beiden haben Ende 2006 mit dem Camping auf Solaris aufgehört.
Ich erinnere mich an ein nettes Intermezzo mit Willi, das ich hier bestimmt aufführen darf, als ich mit meinem neuen Wohnwagen auf Solaris eintraf und voller Stolz meine Klimaanlage nachmittags um 15 Uhr einschaltete. Das wirklich leise Gesummse der Anlage ging ihm dabei derart auf die Nerven, dass er sich hinter seinen Wohnwagen zurückzog. Er mochte dieses moderne Zeugs gar nicht, denn er fühlte sich in seiner Mittagsruhe gestört. Erst nachdem wir uns darauf geeinigt hatten, dass ich die Klimaanlage 1 Stunde später, also erst um 16 Uhr einschalten würde, war er zufrieden und hatte so auch sein Gesicht gewahrt. "Der Max ist ein harter Kerl", meinte er zu Uli. Fortan war er wieder vor seinem Wohnwagen anzutreffen. Wir haben uns bis zum Schluss prima verstanden und über obige Geschichte geschmunzelt.
| Weitere Bilder meiner Freunde durch anklicken! Edo und Danica |
Wenn es einen Gault Millaut für selbst-gemixte Eierliköre gäbe, Hanne und Peter Spirk aus Weer/Tirol (A) bekämen für dieses leckere Getränk mehrere Koch-Hüte. Peter ist der Pechvogel des Jahres 2007, denn er stürzte in München vom Rad und brach sich einen Hand-Mittelknochen und den Kiefer. Jedoch noch am selben Abend trank er mit Heinz und Reinhard ein gutes Münchner-Bier.... ein harter Kerl !!!
Hilde und Uli Werminghaus aus Gevelsberg (D) sind meine Nachbarn direkt über mir und kommen jeweilen 4-5 Wochen nach Solaris. Uli hat relativ spät (2002) mit Tennis begonnen, aber bereits nach kurzer Zeit war er nicht nur ein ernstzunehmender Gegner, sondern auch gefürchtet. Er hat ein unheimliches Ballgefühl und ist schnell. Ich mag die beiden. Sie wollten mich im 2007 adoptieren. Mein neuer adeliger Name würde lauten: Max Lehman von und zu Werminghaus !
Fred und Gisela aus Pfarrkirchen (Autokennzeichen "PAN") sind vergiftete Tennisspieler. Fred (Jahrgang 1937) leidet leider an Arthrose im Knie, aber mit den geeigneten Medikamenten hechtet er wie ein Junger auf dem Platz umher ... aber höchstens 45 Minuten.
Inge und Fredi Rauch aus Graz (A) waren für mich meine Vorbilder fürs Dauercamping. Inge ist meine Lieblings-Tennispartnerin. Jeder von uns will immer besser sein. Wir kämpfen unermüdlich gegeneinander. Fredi mags gemütlicher, aber frühmorgens geht er mit seinen 78 Jahren nun auch "walken" und hält sich damit fit.
Von Bärbel und Dieter Dumont mit Tochter Michaela aus Bechhofen bei Kaiserslautern habe ich das neue Brand-Vorzelt. Dieter ist "der SAT-Spezialist" auf dem Camping-Platz und hat mir auch die Möglichkeit eingerichtet, die beiden Satelliten Astra und Eutelsat für den Schweizer-TV-Sender über dieselbe Sat-Antenne empfangen zu können.... und Bärbel macht den besten Kraut-Salat der Welt. (Sie ist ein echter Geheimtyp!).
Da Bärbel sich die Namen von Gästen nicht so gut merken kann, gibt sie jedem Camper oder Camperin einen merkbaren Übernamen:
Edith und Heinz R. aus München. Heinz war einer meiner grossen Freunde. Ende 2006 haben die beiden den Wohnwagen mit allem Zubehör verkauft und mit dem Camping aufgehört. Niemand hat diese Kurzschluss-Reaktion verstanden, denn Heinz war ein Camper und Tennisspieler mit Leib und Seele. Er hätte ja nur ein paar Wochen pro Jahr nach Solaris kommen können.
Er heisst Erwin, ich meine damit die Eisenstädter (A). Es sind meine lieben Nachbarn auf der anderen Seite des Weges. Es ist eine Gross-Familie mit 2 Wohnwagen, 1 Zelt und in der Mitte ein Pavillon. Früher war das besondere an ihnen ist, dass die Farbe "Schwarz" ihre Lieblingsfarbe zu sein schien. Schon von weitem erkennt man die ganze Familie an ihrem Schritt. Alle, auch der Schwiegersohn, haben dieselbe schlenkernde Bewegung der Beine und Arme beim Gehen: vom Vater über die Kinder bis zu den kleinen Enkeln.
Günther und Hildegard aus Recklinghausen. Ihr Kennzeichen ist ihr Standplatz beim Waschhaus. An ihnen kommt man nicht ungesehen vorbei. Die beiden haben lange Zeit in der Schweiz im Raume Luzern gewohnt. Der Günther ist etwas steif und auf Korrektheit bedacht. Er ist kein "Festbruder". Aber an der Fussball-WM-2006 war er ganz anders, fast überschäumend vor Begeisterung. Er hisste an seinem Wohnwagen sogar eine übergrosse Deutsche Fahne und dann kam auch seine Standard-Frage/Aussage: "Alles im Lack?"
Der Winfried und Frau aus Celle sind typische Originale. Ihr Knaus-Wohnwagen mit offenem Vorzelt (=Sonnensegel) sieht aus wie das "Alte Haus von Rocky-Docky" oder wie Uli zu sagen pflegte: wie beim "Trödler Abraham". Im schrägen faltenreichen Vorzelt werden gelagert: Liegebetten, leere Schachteln, Wäsche zum Auslüften, Kühlboxen, Radios, Fernseher, Zeltstangen, Zeitungen, Bücher, Wäsche etc. Und das verrückte ist, dass der Erwin sich den Neu-Ankömmlingen als grosser Spezialist beim Aufbauen anbietet.
Man erzählt sich eine wahre Anektdote aus früheren Jahren, als der Winfried noch mit einem Zelt nach Solaris kam. Einmal vergass er sein Zelt-Gestänge zu Hause. Jeder andere wäre in ein Hotel oder ein Appartement gezogen. Nicht der Winfried. Er befestigte sein Hauszelt mittels Seilen in den Aesten zweier Nadelbäume.
Walter R. aus Landsberg an der Lech hat sich nach dem Tod seiner Frau ein Wohnmobil angeschafft und besucht uns jedes Jahr 1-2 mal.
Matjaz und Ida Medved aus Ljubliana/Slowenien. Bogdan Ulaga kennt Matjaz aus seiner Ljubliana- und Schulzeit. Im 2005 haben die beiden mit dem Camping aufgehört und sind in ein eigenes Haus bei Kastellir gezogen.
Gaby und Jean S. aus Villingen-Schwenningen berherrschen eigentlich alle Sportarten und Gaby sogar Rock'n Roll. Die beiden sind ja auch Sport-Lehrer. Als ich noch jung und U-60 (=unter 60) war, habe ich mir Gaby auf dem Vorplatz zum Restaurant Sidro eine Rock'n-Roll-Show gezeigt, von der heute noch geschwärmt wird.
Rudi und Mausi H. kommen aus dem Raume Köln. Rudi war ein starkes Mannsbild bis er um 2000 schwer krank wurde und seine Bauchspeicheldrüse entfernen musste. Er ist dabei knapp dem Tod vom Wagen gesprungen, als im Spital seine Magenarterie platzte. Heute geht es aber wieder recht gut und er überrascht mit ausdauerndem Walken und Radfahren. Anfang 2007 hatte er seinen Wohnwagen verkauft und macht nun nur noch Hotelferien!
Hans-Bert und Trude gehören zum Inventar. Er ist ebenfalls wie ich, Uli und Rainer ein 42er-Jahrgang. Alljährlich um Pfingsten mieten sie sich ein Appartement und verwöhnen uns mit Tennis. Trude hat ein typisches Erkennungszeichen, ihr Lachen. Dabei fehlt ihr manchmal die Luft und sie muss hecheln. (Nachtrag: Unser Trude starb am Freitag, 15. Mai 2009 an einer Herz-OP im Krankenhaus)
Mit Lorenz, Elisabeth und Hailly, einer Cavalier King Charles-Hündin, hatten wir lustige Erlebnisse. Unvergesslich ist die Geschichte mit seinen Kontaktlinsen. Eines Morgens wunderte sich Lorenz, dass er alles nur noch verschwommen sah. Bis es sich herausstellte, dass er 4 Kontaktlinsen in seine beiden Augen eingesetzt hatte. Dazu kam es, weil seine Frau am Abend vorher irrtümlich ihre Kontaktlinsen in das Behältnis zu den Kontaktlinsen ihres Mannes legte. ... Schadenfreude ist doch die schönste Freude!
4.4 Mio Einwohner bewohnen 56'538 km², was einer Fläche der beiden Bundesländer Hessen und Baden-Württemberg entspricht. 90% sin Katholiken.
Kroatien hat die schmale und lang gestreckte Form eines Hufeisens. Folglich ist kein Ort weiter als 95 km Luftlinie von einer Landes- oder Meeresgrenze entfernt. Hinzu kommt an der Adria eine stark gegliederte Küstenlinie von annähernd 1'800 km Ausdehnung. Ihr vorgelagert sind 1'185 Inseln und Inselchen, darunter nur 50 bewohnte, die die Küste um weitere 4'000 km verlängern.
| Weitere Bilder durch anklicken! Mohnfeld in Istrien |
Istrien (Istria) nennt sich die Halbinsel unterhalb resp. südlich von Triest und ist grösstenteils kroatisch. Einzig ein kleiner Küstenstreifen mit dem Uebersee-Hafen Koper, sowie die beiden Ferienorte Portoroz und Isola sind unter slowenischer Kontrolle. Kein Ort Istriens ist weiter als 35 km vom Meer entfernt.
Auf Istrien sind viele Ortstafeln zweisprachig: Kroatisch/Slowenisch und Italienisch. z.B. Koper und Capodistria, Porec und Parenzo. Dies kommt aus der Zeit zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg, als Istrien zu Italien gehörte. Noch heute sprechen die meisten Bewohner italienisch und die Bewohner im Grenzbereieich von 30 km verfügen aus dieser Zeit datierende spezielle Pässe und Zollfreiheiten.
Istrien war seit Jahrhunderten Zankapfel der Europäischen Politik. Herrschafts-Anspruch erhoben die Römer, die Venezianer, Habsburger, Oesterreich und die Ungaren. 1919/1920 kam Istrien mit den Inseln Cres und Losinj zu Italien und am 30. April 1943 wurde Porec durch die kommunistische Volksbefreiungsarmee des Widerstandskämpfers Josip Broz Tito von den Faschisten Italien/Deutschland befreit. 1947 gingen offiziell die noch von Italien besetzten Gebiete südlich der Mirna an Jugoslavien. Ende Juni 1991 erklärten Kroatien und Slowenien Ihre Unabhängigkeit von Jugoslavien. Es kam zum Krieg.
Ein grosser Teil von Istrien ist mit sehr fruchtbaren Rote-Erdeböden (Terra Rossa) bedeckt. Bei genügender Bewässerung können sie landwirtschaftlich sehr intensiv genutzt werde. Es wird Getreide, Obst, Gemüse, vor allem aber Wein kultiviert. Leider werden die alten bodenständigen Sorten wie der gelbe bis grünlichgelbe Malvazija und der rote Teran immer häufiger moderneren Reben geopfert. Nördlich von Porec, in der Gegend von Tar-Vabriga wird ein qualitativ hochwertiges Olivenöl erzeugt.
Istrien als kulinarisches Paradies zu beschreiben oder es sogar mit Italien zu vergleichen, wäre masslos übertrieben. Neben unzähligen 08/15-Lokalen, die alle dasselbe anbieten, nämlich Civapcici, Fleisch- und Fischplatten, Cordon-Bleu, Schnitzel, Calamares etc, findet man doch ein paar wunderbare Feinschmecker-Lokale. Sie bieten Meeresspezialitäten, aber auch hochqualitative weisse Trüffel-Gerichte (Tartuffi) an. Die Trüffel werden ganz in der Nähe im hügeligen Hinterland des Mirna-Tales in den Eichenwäldern mit ausgebildeten Hunden gefunden.
| Name: | Strasse, Ort: | Spezialitäten: |
| Restaurant Barba Cizo | J.Dobrile 7, 54452 Funtana Phone: +385'52'445'424 | Beliebtes istrianisches Lokal mit Spezialitäten hoher Qualität und moderaten Preisen: Fisch- und Meeresgerichte, Fleisch etc. Tip-Top-Bedienung. Barba Cizo ist nichts für Hungrige, die mit Fleisch überfüllte Teller mögen. |
| Konoba Petra | Kapetanova stancija 3, 52450 Vrsar Phone: +385'52-442366 | Eine gelungene Mischung aus französischer und kroatischer Küche: Kaninchenschlegel, Meeresfrüchte, Fischspezialitäten, Lamm, Schneclen etc |
| Konoba Marino*** | Kemenje 96/b, Kremenje (www.konoba-marino-kremenje.hr) | Istrische Spezialitäten von hoher Qualität. Spezialität: Beefsteak mit Trüffel oder Degustations-Menu dazu Top-Weine aus eigenem Anbau. Ausprobieren sollte man auch das Trüffel-Brot und das Trüffel-Olivenöl. Oder darf es ein süsses Trüffel-Dessert sein? |
| Restaurant Zigante**** | Livade 7, Livade (Direkt in der Ortsmitte am Kreisverkehr) | Erwähnt im Guide Gault Millau. Rustikal eingerichtetes Lokal. Es wird ambitioniert gekocht, natürlich mit Trüffeln in allen Variationen. |
| Restaurant Dvi Murve** | Groznjanska 17, Porec | Erwähnt im Guide Gault Millau. Imposantes stattliches Steinhaus um 3 Maulbeerbäume. Die Küche bietet frische Meeresfrüchte und Fische, aber auch Wild und Lammfleisch. Mir schmeckt vor allem das Steak des Hauses mit Nudeln, Pilzen und Speck, und nicht vergessen der "Palatschinken des Hauses". |
| Konoba Malo Selo | Fratrija (Ort zwischen Buje - Portoroz) Phone: +385-52'777'332 | Wunderbare Trüffel-Spezialitäten aller Art: Pasta, Grilliertes |
| Taverna Bastia | Hauptplatz in Groznjan | Sie bieten ein Gedicht von Trüffel-Nudeln und Beefsteak an |
| Restaurant "Barba Nane" - Ranch | Buici 10, Porec, auf der Strasse Porec nach Pazin (www.ranch.hr) | Wunderbare botanische Garten-Anlage. Grillspeisen, Schweinskeule, Lamm etc |
Die Istrianer hätten ein ideales Klima und ideale Böden für guten Wein, aber die wenigsten verstehen etwas von Weinkultur. Der rote Tischwein ist sauer und frisst die Magenwände an. Beim Weisswein haben ich als Weinlieferant die Familie Ravalico in Nova Vas gefunden, die einen wunderbaren Chardonnay (1 liter à Sfr. 3.--) und köstlichen Muskat (0.5 Liter à Fr. 7.--) anboten. Schande über mein Haupt: den besten Rotwein zu vernünftigen Preis haben ich beim Discounter Hofer in Izola resp. Koper (Slowenien) gefunden: Es war ein Shiraz-Cabernet Wein aus Australien.
| Weitere Bilder durch anklicken! Euphrasius Basilika |
Die kroatische Stadt Porec (italien. Parenzo, lat. Parens oder Parentium) ist neben Rovinj und dem urbanen Zentrum Pula die bedeutendste Küstenstadt an der Westküste der Halbinsel Istrien und hat 17'460 Einwohner (Stand 2001). Die Stadt ist außerdem Sitz der katholischen Diözese Porec-Pula.
Porec liegt auf einer schmalen Halbinsel, die durch die vorgelagerte kleine Insel Sveti Nikola geschützt wird. Es bildet zusammen mit angrenzenden und zum Teil eingegliederten Gemeinden das größte und vom Angebot her vielfältigste Touristenzentrum Istriens. In den Sommermonaten steigt die Einwohnerzahl auf 70'000. Gemessen an der Zahl der Besucher aus aller Welt ist es sogar das bedeutendste Feriengebiet Kroatiens.
Allabendlich füllt sich das tagsüber weitgehend vom Touristenrummel verschonte Porec mit Leben. Die von Palazzi umsäumte Decumanus ist eine der schicksten Flaniermeilen Istriens mit kleinen Läden und zahlreichen Eisdielen. In den links und rechts abbiegenden Gässchen findet man gemütliche Restaurants und Cafe-Bars.
Die dreischiffige Euphrasius-Basilika mit ihren drei Apsiden ist sicherlich das Prunkstück von Porec und eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten ganz Istriens. 543 - 553 n. Chr. mit Marmor aus dem am Marmarameer gelegenen Steinbruch Prokonesos durch Bischof Euphrasius erbaut, den man als Mosaikbild mit dem Modell der Kirche auf dem Arm in der mittleren Apsis betrachten kann. Ihre prächtigen byzantinischen Mosaiken und Verzierungen - vergleichbar mit jenen von Ravenna - werden nicht nur Kirchenliebhaber in Ihren Bann ziehen. Sie ist zumindest in Kroatien das wichtigste Bauwerk byzantinischer Sakralbaukunst. Die UNESCO ernante die Euphrasius-Basilika 1997 zum UNESCO-Welterbe.
Der dreischiffige Innenraum der Euphrasius-Basilika wird durch Marmorsäulen mit verzierten Kapitellen und verbundenen verzierten Bögen gegliedert. Die Wandmosaike wurden hauptsächlich von Fachleuten aus Konstantinopel gefertigt, während sich der Bischof bei der Herstellung der nicht so anspruchvollen Bodenmosaike auf die heimischen Meister beschränkte. Den Altarüberbau (Ziborium) ließ der Bischof Otto (Oton) von Porec im Jahre 1277 harmonisch ergänzen. Diese Mosaikarbeit sollen Künstler aus Ravenna geschaffen haben. Das Mosaik zeigt den auf einer Weltkugel sitzenden Christus mit seinen 12 Aposteln. Von links nach rechts werden die Apostel Simon, Thomas, Bartholomäus, Jacobus, Andreas und Petrus links von Christus dargestellt und auf seiner rechten Seite folgen dann Paulus, Johannes, Filippus, Matthäus, Jacobus Alf. und Judas.
| Grosses Bild durch anklicken! Viznjan |
Ueber Viznjan, dem kleinen Städtchen mit Auffahrt auf die neuen Schnellstrasse Pula - Buje, findet man im Internet wenige oder gar keine Informationen, Dabei ist es für mich die Drehscheibe beim Radfahren. Zudem findet dort beim Friedhof jeden letzten Donnerstag im Monat ein echter Bauernmarkt statt. Es werden lebendige Tiere (Hühner, Schweine etc) aber auch Saatgut, Kartoffeln, "alte" Kleider, Landwirtschafts-Geräte etc angeboten.
Der Paziner Markt im gleichnamigen Pazin ist der größte traditionelle monatliche Markt in Istrien. Er findet immer am 1. Dienstag des Monats statt. Hier wird alles zum täglichen Gebrauch angeboten: Kleider, Lebensmittel, Schuhe, Schmuck etc.
| Weitere Bilder durch anklicken! Blick auf den Hauptplatz |
Motovun (italienisch ehemals "Montona") soll das schönste mittelalterliche Städtchen Istriens sein. (Bem: mir gefällt Groznjan besser). Auf einer Bergkuppe (312m) gelegen, ist der Ort schon von weitem sichtbar. Hier ging die bauliche Entwicklung des Ortes von der Bergkuppe den Hang hinab. Im 13. bis 17. Jahrhundert wurde Motovun von den Venezianern zum Schutz der Handelswege im Mirna-Tal errichtet.
Motovun ist zur Gänze von einem inneren und äußeren Befestigungssystem mit einzelnen Wehrtürmen und Stadttoren umgeben. Der große Hauptplatz wird von einem zinnengekrönten Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert bewacht.
In der Folge des 2. Weltkriegs wurde die - überwiegend italienische - Bevölkerung fast zur Gänze vertrieben (bzw. teilweise ermordet) und dadurch wurde Motovun zunächst zur Geisterstadt.
Unterhalb von Motovun, rechts des Flusses Mirna, erstreckt sich der periodisch überschwemmte Motovuner Eichenwald, eine der bekanntesten Fundstellen der begehrten Weißen Trüffel (Tuber magnatum) in Istrien.
| Weitere Bilder durch anklicken! Idyll in Groznjan |
1992 besuchte ich das erste Mal Groznjan und erlebte dabei eine neue Welt. Als ich durch das Tor der mittelalterlichen Schutzmauer trat, fühlte ich mich wie im Himmel auf Erden. Musik schwebte über dem kleinen Dorf. Aus den meisten Häusern erklangen Klavier-, Geigen- und Flöten-Klänge und erfüllten die mit farbenprächtigen Blumen geschmückten Häuser und verwinkelten Gässchen mit Leben. Und vor mir spazierten fröhliche Blockflöte spielende Kinder daher.
Groznjan liegt 288 m über dem Meeresspiegel oberhalb des Mirna-Tales. In geschichtlichen Aufzeichnungen wird Groznjan das erste Mal um 1100 als Besitztum der Aquilea Patriarchen erwähnt. 1394 wurde es zum Sitz der venezianischen Besitztümer in Istrien.
Ca. 190 Einwohner zählt heute das kleine mittelalterliche Dorf. Sehenswert, gleich hinter dem Ortstor, sind die alte Stadtloggia (1587) aus der Renaissance, die Pfarrkirche Maria und Vitus aus dem Jahre 1770.
Der Tourismus entwickelte sich seit 1965. Groznjan, einst dem Verfall preisgegeben, entwickelte sich zu einer Künstlerkolonie. In den verlassenen Häusern entstanden Künstler-Ateliers und -Galerien. Groznjan ist heute ein ansehnliches Örtchen geworden.
Vornehmlich von Juni bis August versammeln sich in Groznjan junge und erfahrene Musiker aus aller Welt. Im Ort finden jedes Jahr Kurse, Musiktage, Workshops für einzelne Instrumente (Violine, Violoncello, Viola, Klavier, Orgel u.a.) und Jazzkonzerte mit Künstlern aus vielen Ländern -- auch aus Übersee -- statt.
Von Groznjan hat man einen Blick auf Motovun, die Ucka und ins weite Mirnatal. Am Fuße von Groznjan, am Fluss Mirna, befindet sich der ehemalige Hafen Bastia. Bis zu dieser Stelle war die Mirna einst schiffbar. Hier an dieser Stelle befindet sich die kleine Kirche der Muttergottes aus dem 15. Jahrhundert.
Für Feinschmecker sehr zu empfehlen ist die Konoba/Taverna Bastia direkt auf dem Hauptplatz: Trüffelspeisen, urwüchsiges Ambiente; Inh.: "Bruno" Tel. +385 52 776370
| Weitere Bilder durch anklicken! Hafen und Blick auf Euphemia-Kirche |
Die "Adriaperle" mit ihrem einzigartigen Charme und den bildschönen Hafenansichten ist die entzückendste Stadt Istriens. Wie eine Perle tront sie am Meer. Enge verwinkelte, zum Teil überwölbte Gässchen führen vom Meeresspiegel hoch bis zur alles überragenden romanischen Dreifaltigkeitskirche der heiligen Euphemia. Das grösste Barockbauwerk Istriens wurde im 18. Jahrhundert von venezianischen Baumeistern geschaffen. Ihr 61 m hoher Glockenturm, der höchste in ganz Istrien, bietet eine herrliche Aussicht und ist dem von San Marco in Venedig nachempfunden..
| Weitere Bilder durch anklicken! Stadttor in Dvigrad |
Nur wenige Kilometer am Ende des Limfjords westlich von Kanfanar befinden sich die sehenswerten Überreste des mittelalterlichen Dvigrad. Die Stadt ist ziemlich gut erhalten, weil sie in den Kriegen, die in Istrien immer wieder wüteten, nicht zerstört oder verwüstet wurde, sondern einfach, weil die Einwohner Dvigrad verlassen haben. Die Stadt besass einst alles, was eine Stadt brauchte: Strassen, Marktplätze, Kirchen, Wachtürme und drei Mauerreihen.
Mitte 17. Jh. wüteten in Istrien Pest und Malaria, auch in Dvigrad. Nur ein Zehntel der Bewohner überlebte in Dvigrad. Im Jahre 1631 wurde die Stadt von etwa 700 Einwohnern verlassen. Die letzten 3 Familien verliessen Dvigrad im Jahre 1714.
Noch immer existiert das Stadttor, aber auch zwei Ringe von Stadtmauern. Man sieht noch gut erhaltene Wehrtürme und ein grossere Teil der 200 Häuser. Die Basilika der heiligen Sophie war eine frühchristliche dreischiffige Kirche, die über der Stadt herrschte und auf einem Fels gebaut wurde. Sie stürzte Anfang des 19. Jhs. ein.
| Grosses Bild durch anklicken! Römisches Theater in Pula |
Jahrhundertelang war die Stadt den Schlangen, Sträuchern, Efeu und dem Zahn der Zeit überlassen. Seit 1997 wird die Ruinenstadt saniert. Als ich im Mai 2007 dort war, arbeiteten 5 Mauer an einem Seitenschiff der Basilika. Die Sanierung macht grosse Fortschritte. Dvigrad ist eine Reise wert.
Unterhalb der Ruinenstadt befindet sich eine kleine Kapelle mit dem zugehörigen wunderschönen Friedhof.
Die älteste Stadt an der Ostadria, mit 82'000 Einwohnern die eigentliche Metropole ist 3'000 Jahre alt. Heute ist Pula eine grosse Industriestadt mit Werft, Bürogebäuden und Spitätern. Das monumentale und sehr gut erhaltene Amphitheater ist immer eine Reise wert. Es ist ein hervorragend erhaltenes Meisterwerk römischer Baukunst und ist die sechstgrösste Arena der Welt. Allsommerlich verwandelt sich heute die Arena in eine einzigartige Freilichtbühne. Im Juli 2004 erlebte ich dort das Abschiedskonzert von Luciano Paverotti.
Slowenien ist das nördlichste Nachbarland Kroatiens. Von Istrien aus ist man in einer halben Stunde in Slowenien und in 2 Stunden in Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens. Slowenien ist immer eine Reise wert, denn es bietet viele wunderbare Sehenswürdigkeiten. Es grenzt an die 4 Nachbarländer Italien, Kroatien, Ungarn und Oesterreich. Slowenien hat 2 Mio Einwohner, die auf einer Fläche von 20'273 km², entsprechend der Fläche des Bundeslandes Hessen, wohnen. 58% sindddd Katholiken. Höchster Berg ist der Triglav mit 2864 m in den Julischen Alpen.
Ueber die Bewohner Sloweniens kann man als West-Europäer geteilter Meinung sein. Ich erlebe sie auf dem Campingplatz, wie bereits weiter oben erwähnt, als Volk mit 2 Gesichtern: einesteils sehr sympathisch, freundlich und fleissig, dann aber auch unsauber, egoistisch und viel Wert auf Aeusserlichkeiten (Auto etc) setzend. Es muss aber herausgestrichen werden, dass sie in kurzer Zeit seit der Unabhängigkeit im 1991 eine funktionierende Demokratie aufgebaut haben und sich zum Musterknaben in der EU gemacht haben, zu der sie seit 2004 angehören.
Mit einem Zug wird man in die Unterwelt der grössten und meistbesuchten Karstgrotte in Europa entführt, zum Konzertsaal, dem weissen Schneesaal und zum schimmernden Stalagmiten Brillant. Es ist empfehlenswert, für den Besuch der Grotte sich warm anzuziehen, denn es herrschen hier ständige Temperaturen um 8 °C.
Bled ist die touristische Perle von Slowenien. Bled ist weltbekannt durch die internationalen Ruderwettkämpfe und seine wunderbare Landschaft. Mitten im Bleder See befindet sich die einzige slowenische Insel und über dem See thront auf einem steilen Felsen die älteste slowenische Burg.
Die Situla aus Vace, ist ein Krug und eines der besten Fundstücke aus der vorgeschichtlichen Bronzezeit. Sie ist auf der gesamten Oberfläche mit eingeklopften Bildern aus dem damaligen Leben versehen. In der Nähe befindet sich ein Denkmal, das den geometrischen Mittelpunkt Sloweniens (GEOSS) markiert.
Mail an Max LehmannSchafmattweg 13, CH-4102 Binningen |
(http://www.dodo.com) |
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