Meine Versuche als Schnitzelbänggler
(Teil meiner Autobiografie "Ich habe gelebt !" Letzte Aenderung: Version 1.0 vom 8. Okt. 2016)

Ich habe schon früh festgestellt, dass ich einen eigenen Humor habe. Den aber nur, wenn ich mich gut fühle. Bereits als kleiner Junge wollte ich Schnitzelbängg vortragen, aber ich brachte nichts zusammen. Als ich älter wurde, im 1999 nämlich, musste ich mich damit befassen. Ich wurde nämlich zu Geburtstagsfesten von mir lieben Freundinnen eingeladen und sollte dabei einen Schnitzelbangg vortragen.


Fränzi (2011)

50. Geburtstags-Feschtli vom Fränzi Reber am 20. März 1999

Fränzi kenne ich seit meiner Zeit in der Liebrüti Kaiseraugst, also seit 1980. Wir wohnten im selben Haus, ich mit Doris im 6. Stock. Seither haben wir uns nie aus den Augen verloren. Zu ihrem 50. Geburtstag war auch ich eingeladen, sollte aber gemäss Wunsch ihres Freundes einen Schnitzelbangg vortragen.

Dieses Geburtstagsfest hatte für mich eine spezielle Bedeutung für mein weiteres Leben, denn an dem Abend traf ich Claudia Weber nach vielen Jahren wieder. Sie wohnte wie Fränzi im selben Haus in der Liebrüti. Es entwickelte sich in der Folge zwischen uns eine Beziehung, die nur daran zerbrach, dass ich und Claudia unsere Zukunft anders sahen. Ich wollte reisen und viel Zeit im Süden vrbringen, dies war aber weniger in Claudias Interesse.

In meinem Schnitzelbangg spreche ich die Situation an, wie wir uns kennenlernten. Eines Tages stand Fränzi vor unserer Tür und stelte sich vor. Sie seien gestern eingezogen, aber in der ersten Nacht sei ihr Bett zusammengekracht. Ob ich Werkzeuge zum reparieren hätte!

Zem 50schte Geburtsdaag vom Fränzi
am 18. März 1999

S’ dichte isch e grossi Kunscht,
Ich muss g’stoh, y ha kai Dunscht.

Drum fang ich a bym ABC,
Und find kai Rym, das tuet so weh.

Ich will doch a guete Idrugg mache
Nyt nur in der Sauna und bym lache.

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Dr erst guet Idrugg han y gmacht,
Als "Kerl vom sexten Stock" nach enere Nacht.

Vor 19 Johr in dr Liebrüti,
Het s’Fränzi s’erschtmol druggt an mynere Lüti.

Zitternd sait sy: "Könnsch my Bett go fligge,
S’isch zämmekracht letscht Nacht bym...... drallala.....!"

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50ig Johr dym mir nun fyre
Und nyt im Draum dängge mir an d Styre.

So blyb I denn vergniegt do hogge,
Es isch mer wohl in myne Sogge.

Ich muess dir’s sage und das isch typisch Max:
Fränzi, Du bisch a mega .. mega .. mega .. mega tolli Chatz!

50. Geburtstags-Feschtli von Monica am 3. April 1999


Monica (1992)

Monica ist "meine" Freundin. Mit ihr kann ich alles besprechen. Wir kennen uns seit 1982 durch Fritz Gerber, den Cousin von Monica. Mein zweiter Schnitzelbangg war bereits leichter zu dichten, obwohl ich die eine oder andere Zeile aus dem Fränzi-Bangg übernahm. Das Feschtli fand am Ostersamstag in der Couronne d'Or in Leymen (F) statt.

Im Schnitzelbangg erzähle ich von der Situation, dass Fritz, Monica und ich einige Zeit Solo waren und keinen Freund oder Freundin hatten. Nun hat Monica ihren Max (das bin nicht ich!) und Fritz die Anette.

Zem 50schte Geburtsdaag vo dr Monica
am 3. April 1999

S’ dichte isch e grossi Kunscht,
Ich muss g’stoh, y ha kai Dunscht.

Drum fang ich a bym ABC,
Und find kai Rym, das tuet so weh.

Ich will doch a guete Idrugg mache
Nyt nur in der Sauna und bym lache.

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Mit dem nächsten Vers möchte ich mich vorstellen. Damit man mich kennt und die ewigen Verwechslungen aufhören
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Max Max Max Max Max Max Max
Max Max Max Max Max Max Max

Nai kai Angscht, s'isch nit so schlimm
S'isch wäder d’Grippe, no isch es d’Stimm

Ich bi’s Mäxchen und das dr Max
Dr aind isch dr Fründ und er dr Schatz

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Alte Erinnerungen
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Ich, dr’Fritz und d’Monica
Hän vor Johr kai Schätzli gha

So syn mir z’dritt in d’Stadt go rysse,
Bym kegle, ässe und bym bschysse

Und jetzt hän die beide d’Annete und dr’Max,
Und ich ha dr Sämi, dasch isch my Chatz

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Der 50igste Geburtstag ist ein spezieller Tag, Es findet ein Bruch statt, eine Wende im Leben. (Davon handelt dieser Vers)
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D’ Monica macht uns grossi Sorge,
Sy het wieder kai Mischt gmacht, bis hüt em Morge

Sy stoht uf, duet ässe und got go strigge,
Und denn duet sys Image vor dr Swissair no fligge.

My losst’s kai Ruhe, ich by dr Tüüfel go froooge,
Dä het mir gsait, s’isch grad vom Waage abe gflooge

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Ein erotischer Vers. Uber die erotische Seite von Monica
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Aenglisch duet sy gärn parliere,
"A Gin is better" als im Tennis verliere

Französisch trybt sy’s im Wiesengarte,
(Gäll Monica, dört göm mer wieder ane, nur mir zwei)
Nach em achte Gang cha sie nyme warte

Und denn gohts hai, und do chann I nyt me verzälle,
Well denn dr ander Max isch an dr Quelle

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Dasch isch ä Värs , wo ny nur wäge dr Gage gmacht ha ......
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50ig Johr dym mir nun fyre
Und nyt im Draum dängge mir an d’Styre.

So blyb I denn vergniegt do hogge,
Es isch mer wohl in myne Sogge.

Ich muess dir’s sage und das isch typisch Max:
Monica, Du bisch a mega .. mega .. mega .. mega tolli Chatz!


Max und Claudia (1999)

Schnitzelbangg zem 50. Geburtsdaag vo dr Claudia
am 24. April 2001 um viertel vor Nüni

Die Claudia habe ich nach vielen Jahren an Fränzis 50. Geburtstag wieder getroffen. Daraus entwickelte sich eine schöne Beziehung, die im nachfolgenden Schnitzelbangg zum Ausdruck kommt.


Mit diesem Vers möchte ich mich vorstellen

Max Max Max Max Max Max Max
Max Max Max Max Max Max Max

Nai kai Angscht, s'isch nit so schlimm,
S'isch wäder d'Grippe, no isch es d'Stimm

Ich bi nyt dr Hund und au nyt d'Chatz
Ich bi dr'Fründ vo mym liebe Schatz


Alte Erinnerungen

Vor 22 Johr in dr Liebrüti,
Hani dr Claudia s'erschtmol druggt an ihrer Lüti.

Chinder-Gschrei, e Brille und e Rogg,
d'asch my Erinnerig an d' Claudia us em 10. Stogg.

In dr Zwüschezyt han ich sie ganz vergässe,
Bis s'Fränzi uns verkupplet het, bym ässe.


Hobbies von Claudia

In d'Zukunft luege, heisst Aschtrologie.
Fescht verdünne, nennt me Homeopathie.

Bachbliete isch a sonigi Panscherei,
Millionefach verdünnt und das ohni Gschrei

Syt ich weiss, dass die derzu dr Cognac nämme,
Duen ich jede Obe d'Hemmige mit emmene Glas abeschwämme.


Zahlen, das Hobby von Claudia

Im Siebzäh (17) vom Emmeholz det duet sy huuse,
Spötestens am zähni (10) zobe duet sy pfuuse.

D'Sévérine isch scho fünfezwanzig (25),
Em Lucien sy Maage isch syt sächs (6) Daag ganz ranzig.

Ihr wärdets nyt ahne: ains, siebe und drissig,
Syn Zahle vo mynere Bachbliete Mischig.


Antwort auf die Frage: ist Claudia eine Vegetarierin?

Vegetarier dien ufs Flaisch verzichte
und ihr Läbe ganz uf d'Pflänzli usrichte.

Aerbsli, Böhnli, Thymian,
Fenchel, Köhl und Marzipan.

Ich muess Euch verrote, syt Claudia my kennt,
isch sie kai Flaischverächter, wenn sie mit mir pennt.


Etwas ganz persönliches

Zwai mol fünfezwanzig dym mir nun fyre,
Und nyt im Draum dängge mir an d'Styre.

So blyb I denn vergniegt do hogge,
Es isch mer wohl in myne Sogge.

Ich muess dir's sage und das isch typisch Max:
Claudia, ich ha die lieb, du bisch my Schatz!

 

 

Autobiografie von Max Lehmann
Schafmattweg 13, CH-4102 Binningen
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