Kochen wie ein Engel, war mein Traum
(Teil meiner Autobiografie "Ich habe gelebt !" Letzte Aenderung: Vers. 1.0 vom 30. Okt. 2016)

Meine Kochrezept sind am Ende dieser Seite aufgelistet.

Meine Anfänge:

Zum ersten Mal gekocht habe ich im Militär in meiner Gamelle auf einem Holzfeuer im Wald: "Chili con Carne". Geschmeckt hat es gut, ja vorzüglich, aber das spätere Putzen der Gamelle war ein Horror. Dies war der Schock jedes Soldaten, denn man musste die Koch-Pfannen und Gamellen bis abends zum Appell wieder putzen. Eine Lösung dieses Problems war, dass man wenn möglich seine Gamelle nicht zur Verfügung stellte, oder: indem man die Gamellen oder Töpfe vor dem Heizen über einem Holzfeuer mit einer Handseife einrieb. Der Russ lagert sich dann auf der Seife ab, die sich mit Wasser leicht abwaschen lässt.

Während des Sommers residierte ich als "Junggeselle" an Wochenenden am Greifensee in meinem alten Wohnwagen. Dort entwickelte ich mich zum Grill-Meister. Ich hiel t nicht nur Würste ins Feuer, nein in die Glut, vor allem meine Trutenbraten haben es zu grossen Lobpreisungen gebracht.Meine Spezialität war das grillieren über der Glut von altem Parkett. Dieses Parkett holten wir uns aus Abbruchhäusern. Da es Jahrzehntelang mit Wachs gebohnert wurde, war es leicht entzündbar und ergab eine schöne, heisse Glut. Darüber dreht mein Trutenbraten und ich wachte dabei, mit einem Bier in der Hand, dass ja kein offenes Feuer durch das herabtropfende Fett entstand. Nach rund 5/4 Stunden war der 1kg-Braten essbereit.

Ich war immer ein Gourmet und liebte feines Essen. Nach meiner Scheidung von Doris im 1989 war ich auf einmal mit der Tatsache konfrontiert, für mich selber zu kochen! Als erstes kaufte ich mir, ich erinnere mich noch als wärs gestern, eine Pommes-Frites-Presse mit Friteuse-Pfanne und machte mir die ersten Pommes-Frites. Die schmeckten wunderbar. Aber bald entdeckte ich, dass ich Pommes-Frites auch tiefgekühlt kaufen kann. Als Konsequenz trennte ich mich von der Presse und der Pfanne.

Meine ersten kreativen Schritte als Hauben-Koch machte ich, wenn meine Kinder zu mir kamen. Es gab Ravioli Aber nicht die üblichen Ravioli Nein! Ich kochte sie in der Büchse und leerte diese dann in eine Pfanne, in der ich die Raviolis mit Butter und zusätzlichen Gewürzen verfeinerte. Wie gefreut hat mich doch das Echo, als meine beiden Mädchen zu Hause bei Doris von den speziellen Raviolis schwärmten!

Chinesische und asiatische Küche:

Das konnte es ja nicht sein, dacht ich mir und suchte mir eine grössere Herausforderung, die ich in der chinesischen und asiatischen Küche fand und begann nach Kochbuch "Chinesische Gerichte" zu kochen. Ich kaufte mir einen schweren, gusseisernen Wok. Dann traf ich Theresa Simmen. Mit ihr kochte ich aus dem Kochbuch von Elfie Casty "Mit einer Prise Leidenschaft".

Das tolle an dieser Küche ist, dass man das meiste gemütlich vorbereiten kann, um es dann innert weniger Minuten zu garen und zu braten. Es ist aber auch kurzweilig, weil der Besuch dabei aktiv mithelfen kann.

Seit Herbst 2002 besuche ich regelmässig die Kochkurse der EBM (Elektro Birseck Münchenstein) für thailändische, indische und indonesische Küche. Kursleiter war Bakar Abu aus Bangladesh. Von ihm lernte ich das richtige Umgehen mit den asiatischen Gewürzen.

Backen von Brot und Butterzopf:

Ich erinnere mich noch gut daran, dass mein Vater oft einen Sonntags-Zopf gebacken hat. Und dies wollte ich auch versuchen. Die ersten Zöpfe waren hart und schwer verdaulich. Sie gingen nicht richtig auf. Als ich aber den Trick mit dem 2-maligen aufgehen und dem Ruhenlassen an kühlem Ort erkannte, wurden meine Butterzöpfe immer besser. Seit 2000 backe ich auch Brote mit verschiedenen Körnern wie Sesam, Sonnenblumen.

Gelée und Konfitüre:

Mit Früchten aus eigenem Garten habe ich es auf diesem Gebiet zur Meisterschaft gebracht. Quitten- und Johannisbeer-Gelée, Himbeer- und Brombeer-Konfitüre, Buttemost waren meine Spezialitäten. Eine meiner Spezialitäten war, dass ich bei der Himbeer- und Brombeer-Konfitüre nach der Zugabe vom Zucker und nach dem Aufkochen, die Früchte mit einem Mixer verfeinerte und die Beeren-Körner durch ein grobes Sieb heraustrennte. Auf diese Weise blieb nur der Saft und das Fruchtmark übrig, was zu einer feinen streichfähigen Konfitüre führte.Selbstverständlich bekam jede Konfitüre ihre eigene Etikette "Us dr Kuchi vom Max".

Trüffel-Speisen

Im Laufe der Zeit wurde ich immer mehr zu einem Gourmet. Als ich in Istrien den feinen Duft der Trüffel entdeckte, nahm ich mir zwei Mal ein paar Knollen des Schwarzen Trüffels nach Hause. Einen Tag vor Abfahrt holte ich sie mir in der Konoba Malo Selo, meinem Lieblings-Trüffel-Lokal in Istrien, und transportierte sie schön eingepackt in Papier in einer luftdichten Dose mit Reis am Boden. Dann lud ich ein zu einem Trüffelessen. Es musste aber in enigen Tagen geschehen, denn nach 2 Wochen war der typische Trüffelduft weg

Ein solche Menu sah aus: Vorspeise aufgebackene Shrimps (tiefgekühlt und bereits gewürzt vom Aldi), Hauptspeise Quark oder Gemüse-Ravioli an Bechamel-Sause mit geraffeltenmTrüffel garniert, und zum Dessert meine weltberühmte und selbgemachte Eierlikör-Torte.

Meine Koch-Rezepte:

Im Laufe der Zeit haben ich einige Gerichte und Desserts entwickelt:

Brote, Gebäck und Desserts

 

 

Autobiografie von Max Lehmann
Schafmattweg 13, CH-4102 Binningen
Jump to (1 kB)

Zur Homepage
http://www.maxlehmann.ch
Jump to (1 kB)

Zur Autobiografie
http://www.maxlehmann.ch/memoiren