Mein Hobby "Fotografie"
(Teil meiner Autobiografie "Ich habe gelebt !" Letzte Aenderung: Vers. 1.1 vom 19. Mai 2017)


..so ähnlich sah mein Box-Fotoapparat aus (1957)
.

Mein Vater war ein eifriger Familien-Fotograf mit seiner Agfa-Kamera. Meinen ersten Fotoapparat habe ich mir 1957 zusammengespart. Es war ein Kistchen- oder Box-Apparat aus China für 6x6cm-Schwarz-Weiss-Filme. Er hatte ein Fix-Focus-Objektiv und erlaubte keine Blenden- und Verschluss-Einstellungen. Doch, ich konnte über einen Knopf die Blende offen lassen, um Langzeit-Belichtungen zu machen.

Wenige Jahre später kam dann eine Pentax-Spiegelreflex-Kamera mit einem einfachen 50mm Objektiv dazu. Zoom-Objektive gab es damals noch nicht oder sie waren horrend teuer und unheimlich voluminös. Fotoabzüge oder gar Vergrösserungen waren für meinen damaligen Geldbeutel nicht zu verkraften. Deshalb baute ich mir notgedrungen ein eigenes Fotolabor im Badezimmer. So entstanden meine ersten wirklich schönen und gelungenen Schwarz-Weiss-Vergrösserungen.

Seit meiner vorzeitigen Pensionierung im Jahre 2001 befasse ich mich mit digitaler Fotografie und geniesse die dadurch erreichte neue Freiheit. Ich kann Bilder unverzüglich überprüfen und bei Bedarf sofort wiederholen. Ich kann sie dann am PC bearbeiten und im Internet veröffentlichen.

Dank Computer habe ich mich intensiv mit der HDR-Technik beschäftigt. In dieser Technik werden mindestens 3 Bilder mit gleicher Blende aber unterschiedlichen Belichtungszeiten mit Hilfe des Computers übereinanderkopiert. Auf diese Art bekommen diese Bilder eine spezielle Dynamik.

Analoge und digitale Fotografie

Analog darf man auch die ursprünliche Fotografie bezeichnen. Die Bilder wurden dabei auf lichtempfindlichem Foto-Material aufgenommen und mussten ins Labor geschickt werden, bis man das Papier-Bild in den Händen halten und beurteilen konnte, ob das Bild gelungen war. Man fotografierte immer ins Ungewisse. Aus diesem Grund sind die guten und speziellen Fotos aus jener Zeit echte Wunder- und Kunstwerke.

Die damaligen gängigen Filme hatten das Format 6x9cm oder Kleinbild 24x36mm. In einem Kleinbildfilm gab es solche mit 24 oder 36 Aufnahmen in lichtundurchlässige Filmpatronen, erhältlich als Scharz-Weiss-Negativ, Farb-Negativ und Dia-Filme. Agfa, Kodak, Fujifilm, Ilford für Schwarz-Weiss waren die gängigen Marken. Es gab auch sog. Meterware, die man selber in der eigenen Dunkelkammer in die Filmpatronen abfüllte.

Ab 1995 gewann die digitale Fotografie immer mehr Anhänger, weil sich die neue Technik sprich Bildauflösung stark verbesserte. Von nun an, konnte man nach dem "Schuss" unverzüglich im Sucher das geschossene Bild anschauen und beurteilen, und zu Hause am Computer bearbeiten. Lieber ein Bild zu viel als ein verpasstes, lautete nun die Devise. In den Vordergrund drängten sich die Bearbeitungsprogramme wie Photoshop, Photomatix für HDR-Bilder und das ganze Internet zur Verbreitung der Bilder.

Schwarz-Weiss-Vergrösserungen:

Mit Peter Aeschlimann verbrachte ich einen grossen Teil meiner Lehr- und Berufszeit in der CIBA und auf dem Technikum in Winterthur. Peter Äschlimann war Mitglied im CIBA-Fotoclub. Er zeigte mir, wie man Schwarzweiss-Filme selber entwickelt und Bilder vergrössert. Ich war davon derart fasziniert, dass ich mir eine eigene Ausrüstung mit dem Vergrösserungsapparat DURST-35 angeschaft habe. Wennn ich vergrösserte, durfte niemand ins Badezimmer, denn dort habe ich mich eingerichtet und es musste absolut dunkel sein, weil die Filme und auch die Vergrösserungspapiere im höchsten Masse lichtempfindlich waren. Als einziges Licht dienten spezielle dunkelgrüne und dunkelrote Foto-Lampen. Ich benutzte Ilford-Filme und -Vergrösserungspapiere, sowie Neofin rot als Entwickler der Schwarz-Weiss-Negativ-Filme.

Abbruch der Johanniter-Brücke

Zwischen 1965 und 67 wurde die alte Johanniter-Brücke abgerissen und neu gebaut. Vorallem der Abriss der alten Eisen-Konstruktion war ein ideales Thema für meine Pentax. Erstmals begab ich mich nachts auf Fotopirsch und fotografierte die Arbeiter, wie sie mit Sauerstoff-Lanzen die Eisenkonstruktion auseinander-schweissten. Es entstanden eindrucksvolle Aufnahmen, die ich anschliessend während Stunden im Badezimmer-Labor vergrösserte.

Schwarz-Weiss-Bilder

Basler Fasnacht in Black-and White

Obwohl die Basler Fasnacht ein farbiges Ereignis war, kamen eindrückliche Schwarz-Weiss-Kompositionen zustande. Ein Muster-Beispiel ist das Foto der "Tante Schuggi". Es war eigentlich misslungen, denn das Negativ war total überbelichtet. Aber durch Abwedeln und spezielles Entwickeln kam ein richtiges Kunstwerk heraus.

Schwarz-Weiss-Bilder

Mein erstes Honorar an der Herbstmesse

Mit Peter Aeschlimann ging ich oft auf Fotopirsch. Ich mit der einfachen Pentax, Peter mit der besseren Spotmatic mit eingebautem Belichtungsmesser. Ich musste immer von Hand die Belichtung messen und am Apparat einstellen. Ich machte viele Fotos. Unter anderem auch von der Auto-Scooter Bahn. Dort sprach mich ein Vater an: "Ich hätte soeben seine beiden Kinder fotografiert. Ob ich ihm Abzüge schicken könnte?" Nachdem ich sie in meinem Badezimmer-Labor entwickelt und vergrössert hatte, habe ich sie ihm zugeschickt. Wenige Tage später erhielt ich als Dankeschön eine Flasche Underberg zugeschickt. Mein erstes Foto-Honorar.

Das Foto war nicht allzu berühmt, weshalb ich hier lieber einen gelungenen Schnappschuss von der Geisterbahn zeige.

Schwarz-Weiss-Bilder

Schreck auf der Geisterbahn

Anfang 1992 habe ich letztmals Schwarzweiss-Filme entwickelt und vergrössert. Ein paar Monate vorher, Im Nov. 1991, besuchte ich einen Kurs der Volkshochschule über das Thema "Licht in der Fotografie". Damals habe ich mir das Wissen angeeignet, möglichst ohne Blitzlicht zu arbeiten. Eines der Themen war "Regen im Rheinhafen Basel". Regen und Nässe haben mich bis zum heutigen Tag immer wieder fasziniert.

Schwarz-Weiss-Bilder

Wohin führt die Fahrt?

Digitale Fotobearbeitung:

Mit der Anschaffung einer Casio Digitalkamera im Mai 2001 hat bei mir das digitale Foro-Zeitalter begonnen. Ich begann, mich mit der digitalen Bearbeitung von Fotos über meinen PC zu beschäftigen. Ich habe dafür meinen leistungsfähigen AMD-Athlon-PC mit 512 MB Hauptspeicher, einer grossen 20 GB-Festplatte und einem CD-Brenner mit Nero 5 nur für die digitale Bearbeitung meiner Fotos reserviert. Daran habe ich einen hochauflösenden HP-Scanner 5470c mit Durchsichteinheit angeschlossen. Er erlaubt mir das digitalisierte Scannen von Kleinbildbildern und Dias mit einer Auslösung von 2400x4800 PPI. Als Fotodrucker setzte ich die verschiedensten Drucker von HP ein. Im Laufe der Jahre hat sich meine Computer-Hardware laufend verändert und verbessert. Zuerst waren es Desktop-Systeme und seit meiner Pensionierung habe ich immer einen Notebook bei mir.

In Bezug auf die Software hat sich im Laufe der Jahre nicht so viel geändert, höchstens die Versions-Nummern. Ich begann zur Bearbeitung der Fotos mit dem Photoshop 6.0 und nutzte dazu anstatt einer Mouse das Wacom-Digital-Tablett mit Pencil. Dann haben sich die Tools wie IRFAN-View, ACDSee Pro, ShiftN, XnView, Autostitch, etabliert. Seit 2008/09 gehören HDR-Tools wie FDRTool und Photomatix zu meinen Basis-Werkzeugen.

Alle brauchbaren Fotos sichere ich in doppelter Ausführung auf CD/DVDs, und seit die externen USB-Magnetplatten immer günstiger geworden sind, sichere ich alle meine Fotos auf grossen externen Magnetplatten. Seit 2016 nutzte ich zusätzlich den Cloud "Dropbox" als mobiles Archiv.

Meine Fotoapparate:

Beim Schreiben nachstehender Erinnerungen stellte ich fest, dass ich oft einen neuen Fotoapparat anschaffte, sobald in meinem Leben etwas Neues und Besonderes geschah.

1954: Mein erstes Foto-Kistchen

Meinen ersten Fotoapparat habe ich mir im 1. Gymnasiumsjahr etwa um 1954 zusammengespart. Es war ein Kistchen-Apparat aus China für 6x6cm-Schwarz-Weiss-Fotos. Er hatte ein Fix-Focus-Objektiv und erlaubte keine Blenden- und Verschluss-Einstellungen.

In meiner Laborantenlehre in der CIBA habe ich Peter Äschlimann kennengelernt. Er arbeitete im selben Gebäude (Bau 410). Er war ein eifriger Fotoamateur und bereits Besitzer einer Pentax Spotmatik, einer Spiegelreflex-Kamera mit Lichtmessung durchs Objektiv. Peter Äschlimann war Zeit meines Lebens Initiator und Ideengeber für meine fotografischen Schritte.


Minolta T-102

1960 oder 61: Pentax Spiegelreflex-Kamera

Es muss etwa 1960 oder 61 gewesen sein, da habe ich mir dieselbe Pentax-Spiegelreflex-Kamera, wie sie Peter hatte, jedoch ohne Lichtmessung durchs Objektiv, mit einem 55mm-Normal-Objektiv gekauft. Es war ein grosser Schritt in die Zukunft. Ich konnte nun sogar Dias und Farbbilder, oder sogar Sportbilder knipsen. Geblitzt habe ich mit den Bltzlämpchen. Sie waren nur 1x brauchbar und mussten dann weggeschmissen werden. Ihre Blitzdauer war relativ lange und man musste die Verschlusszeit abhängig vom jeweiligen Blitzlämpchen einstellen.

Mit meiner Pentax begann ich in Schweiz-Weiss zu fotografieren und in meinem Dunkelkammer-Badezimmer selber zu entwickeln und zu vergrössern.

Herbst 1973: Minolta T-102

Auf meiner Hochzeitsreise durch Thailand und Hongkong im Herbst 1973 habe ich mir in Hongkong eine Minolta T-102 Spiegelreflexausrüstung mit Weitwinkel-, Normal und 135-mm Tele, sowie einen elektronischen Blitz gekauft. Die Blenden- resp. Verschluss-Einstellungen passierten automatisch. Ich konnte mit dem Tele sogar unbeobachtet Leute aus Distanz aufnehmen. Es begann die Zeit der Familien- und Reise/Städte-Aufnahmen.

Sommer 1990: Canon AF-1000 Autofocus

Im 1. Jahr nach meiner Scheidung 1990, Ruth W. hat mich dazu animiert, habe ich wieder begonnen zu fotografieren. Als erstes habe ich mir eine Canon AF-1000 Autofocus mit 2 Zoom-Objektiven 35-75mm und 75-300mm Brennweite (für Fr. 800.--) angeschafft. Ich brauchte nun auch die Schärfe nicht mehr einzustellen und hatte mit dem 4-fachen Tele-Zoom-Objektiv die Möglichkeit, im versteckten Fotos zu schiessen. Dieses Zoom entwickelt sich zu meinem Lieblingsobjektiv. Ich begann zu fotografieren, was man oberflächlich nicht sieht, d.h. ich fotografierte nicht eine Kirche, sondern suchte mir etwas spezielles an oder in der Kirche, was einem im ersten Moment nicht unbedingt auffällt z.B. ein Pflänzchen im Gemäuer, oder ein Türknopf, oder ein WC-Schild.

Mai 2001: Casio, Meine erste Digital-Kamera

Anfang 2001 als ich pensioniert wurde, habe ich wieder einmal Peter getroffen und er beichtete mir, dass er sich eine Digital-Camera mit 3 Mio Pixel gekauft habe. Er sei begeistert und können nun über den PC die Bilder bearbeiten und auch ausdrucken.

Ein paar Grundlagen zur digitalen Fotografie: Dazu sollte man wissen, dass die Digitale-Foto-Technologie erst 4 Jahre alt ist. Die ersten Digitalkameras mit mehr als 1 Mio Pixel (=Bildpunkte) tauchten 1997 auf - damals rümpften ambitionierte Hobby-Fotografen noch zu Recht die Nase über die schlechte Abbildungsqualität. Schliesslich hat ein Foto auf einem bisherigen Kleinbildfilm bei einem gutem Objektiv fester Brennweite eine Auflösung von etwa 9 Mio Pixel. Je mehr Pixel eine Bilddatei auf gleicher Fläche aufweist, desto höher ist die Auflösung und damit die Realitätsnähe des elektronischen Bildes.

Aber die Entwicklung der CCD-Sensoren (Charged Coupled Device), die bei den digitalen Kameras die Stelle des Filmes einnehmen, schritt in kurzer Zeit rapide voran. 1998 gab es die erste Kamera mit 2 Mio Pixel, 2000 wurde die Schwelle mit 3 Mio Pixel genommen, und seit Ende 2001 gibt es Kameras mit 4 und 5 Mio Pixels.

Es war ja nicht das erste Mal, dass ich Peter nachahmte und ich kaufte mir 1 Monat später im Mai 2001 die Casio Digital-Camera 3 Mio Pixel und einem MicroDrive 512 MB für 240 Bilder als Speicher. Gekostet hat das ganze Fr. 1450.-- . Seither konnte ich die fotografierten Ergebnisse sofort am PC beurteilen, weiterbearbeiten und auf meinem Fotodrucker ausdrucken. Mit Photoshop 6.0 hatte ich ein Werkzeug, das mir erlaubte, die Bilder professionell weiter zu bearbeiten. Diese Software war enorm vielseitig und es dauerte Jahre, bis ich sie (ein wenig) in den Griff bekam.

Seit dieser Anschaffung habe ich meine Canon-Ausrüstung nicht mehr benutzt. Ich habe sie nach 4 Jahren für noch Fr. 200.-- im Internet verkauft.

Sept. 2004: Minolta Dimage Z3

Bereits im Sommer 2004 musste ich feststellen, dass meine Casio in gewissen fototechnischen Dingen schwach war und sich die Technik in der Zwischenzeit massiv verbessert hatte: Mehrere Sekunden dauerte es, bis die Casio nach dem Einschalten fotobereit war. Die Auslösezeit dauerte 1-2 Sekunden. Schnappschüsse und Sportaufnahmen waren nicht möglich. Das 3-fach-Zoomobjektiv von 38-135 mm (umgerechnet auf analog Objektive) liess keine echten Teleaufnahmen zu. Die Farbentreue war noch nicht optimal. Ich musste jedes Bild im Photoshop nachbearbeiten.

So entschloss ich mich nach Erfahrungsaustausch mit meinem Foto-Guru Peter A. am 24. Sept. 2004 mir eine neue Digital-Kamera "Minolta Dimage Z3" anzuschaffen. Sie war erst seit August auf dem Markt, hatte 4 MegaPixel und brillierte u.a. mit einem grossen 12-fachen Zoom 35-420mm, sowie einem Anti-Shake System, das Verwacklungen ausgleicht, und Serienbilder erlaubte. Die Auslösezeit war ca. 0.2 Sekunden und liess Schnappschüsse zu. Sie kostete inkl. SD-Speicher für 300 Bilder mit Fr. 750.-- noch halb soviel wie die Casio mit vergleichbarem Speicher vor 3,5 Jahren.

Digitaler Fotoapp. HP Photosmart 935

Mit der Minolta wurde ich aber gar nie richtig glücklich. Meist lag sie im Schrank, weil die Casio bessere Aufnahmen machte. Die Minolta war eine Schönwetter-Camera. Sie hatte bereits bei 200 ISO ein starkes Bildrauschen, hatte Mühe mit dem Gegenlicht und konnte bei schwacher Beleuchtung den Autofokus nicht einstellen, was zu unscharfen Bildern führte . Das einzig schöne daran war das Tele-Objektiv mit dem Bildstabilisator.

März 2005: HP Photosmart 935

Am 9. März 2005 war es dann soweit und ich kam wie die Jungfrau zum Kinde. Der Grossverteiler Migros hatte eine HP-935 Digital-Camera mit 5 MPixels für nur Fr. 99.50 (entsprechend etwa Euro 62.--) im Angebot (vor nicht ganz 2 Jahren kostete sie noch 550 Euro). ... und ich habe sofort zugegriffen und bereits nach ersten Tests das erstaunlich minimale Bildrauschen festgestellt. Viel besser als bei meiner Minolta Z3.

Seither ist meine HP dank der Grösse mein ständiger Begleiter. Die meisten Bilder mache ich mit ihr. Einzig der Batteriebedarf war etwas gross, aber ich hatte immer aufladbare AA-Reservebatterien bei mir. Die Minolta blieb weiterhin im Schwank, während ich die Casio endgültig und pietätslos in den Kehrricht ausmusterte.

Nach den Erfahrungen mit der etwas unhandlichen, viel Platz beanspruchenden Minolta Z3 und der recht kompakten HP-Kamera wurde es bei mir immer klarer. Ich werde nicht mehr auf grosse Spiegelreflex-Kameras umsatteln. Ich werde zukünftig nur noch mit kleinen kompakten "Schnappschuss-Fotoapparaten" arbeiten, die ich immer auf mir tragen kann. Die besten Bilder sind die unerwarteten Situationen!


Canon Powershot A540

Dez. 2006: Canon Powershot A540

Am 18. Dez. 2006 habe ich meine nächste Anschaffung getätigt: eine Canon Powershot A540 mit 4-fach Zoom und 6 MPixel für Fr. 268.--. Ich las in der Computer-Zeitschrift PC-Magazin, dass diese Kamera an einem Test am besten abgeschnitten hätte. Sie bot viele attraktive Aufnahmemodi und manuelle Funktionen für den kreativen Fotografen. Der übersichtliche 2,5-Zoll LCD-Bildschirm ermöglichte komfortables Fotografieren und Betrachten der Bilder. War dies mein echter Casio-Ersatz? Denn meine geliebte HP-Kamera hatte ich Evelyne entlehnt.

Die A540 wurde schnell meine Allround-Camera. Sie war immer bei mir. Sie hatte überall Platz und die Qualität der Bilder war hervorragend.

März 2008: Panasonic Lumix DMC-FZ18

Den Winter 2008/2009 plante ich in Thailand zu verbringen. Zu diesem Zweck suchte ich im März 2008 als Ergänzung zu meiner handlichen Canon Powershot A540 eine Superzoom-Camera und entschied mich mit Hilfe von Peter Aeschlimann auf die Panasonic LUMIX DMC FZ18. Sie stach hervor durch ihre hochklassige Leitz-Optik mit enormem Zoom von 28 - 505 mm Brennweite und Lichtstärken F2.8 - 4.2. Sie deckte damit auch ein Weitwinkel ab. Zudem war sie kompakt, leicht, hatte ein ausgeklügeltes Stabilisierungssystem, Durchsichtsucher etc. Sie kostete Fr. 540.--. Sie sollte meine "Minolta Dimage Z3" ersetzen, mit der ich nie glücklich war.

Mit dieser Kamera machte ich in Thailand meine besten Erfahrungen. Ich war glücklich über meinen Entscheid, keine grosse digitale Spiegelreflex-Kamera gekauft zu haben. Meine LUMIX war immer Schuss-bereit. Sie war relativ kompakt und hatte problemlos in meinem Rucksack Platz. Sie war nie ein Hindernis. Mit ihren automatischen Serienbilder-Funktion konnte ich mich erstmals auch an die HDR-Fotografie wagen, und dies ohne Stativ, aus der Hand.

Viele 1'000e Fotos habe ich mit ihr geschossen und war rundum zufrieden, bis das automatische Zoom-Objektiv sich nur noch kratzend ein- und ausfahren liess. Dies war für mich ein Alarm-Zeichen, denn einen weiteren Thailand-Aufenthalt wollte ich mit einen angeschlagenen Kamera nicht wagen. So schenkte ich sie nach über 3 Jahren im Sept. 2011 meinem Freund Renato B., der sie noch mehrere Jahre benutzte und glücklich war.


Meine Panasonic Lumix DMC-FZ18

Meine Panasonic Lumix DMC-FZ7

Sept. 2009: Panasonic Lumix DMC-FZ7

Für die nächste Thailand-Reise galt es die 3 Jahre alte handliche Canon Powershot A540 zu ersetzen. Die Entwicklung der Digital-Pocket-Kameras hatte sich überschlagen. Sie verfügen heute über technische Hilfen wie Bildstabilisatoren, Gesichtserkennung, Serien-Bilder, Zoom vom Weitwinkel bis zum super-Tele etc, die früher undenkbar waren.

Die Wahl fiel schlussendlich auf das kleine Schwester-Modell die Panasonic LUMIX DMC-FZ7 mit 10.1 Megapixel, 3648x2736, 3.0" Farbdisplay, 12x optischer LEICA-Zoom (25-300mm), Bildstabilisator, automatische Belichtungsreihen etc für Fr. 445.-- (€ 290) und dies bei einer exakt 3 cm dicken Kamera inkl. Objektiv.

Meine DMC-FZ7 wurde in der Folge immer mehr zu meiner Lieblingskamera. Ich trug sie immer auf mir, sei es im Rucksack oder beim Radfahren in einer der Rückentaschen. Durch ihre Vielseitigkeit und das grosse Zoom konnte ich sie für alles gebrauchen.

26. Aug. 2011: FujiFilm Finepix HS20EXR

Nachdem meine grosse LUMIX DMC-TZ18 beim aus- und einfahren des Zoom-Objektives kratzende Geräusche abgab und ich sie deswegen ausser Betrieb nahm, suchte ich einen optimalen Ersatz.

Sollte es diesmal eine Spiegelreflex- oder wiederum eine Mega-Zoom-Kamera werden? Jede hat ihre Vor- und Nachteile.


Meine Fujifilm Finepix HS20EXR

Schlussendlich entschied ich mich nochmals gegen eine Spiegelreflex und für eine Superzoom-Kamera und stiess dabei auf die Fuji-Kamera "Finepix HS20EXR", weil sich ihr Zoom-Objektiv manuell verschieben liess. Sie kostete Fr. 368.--. Sie überzeugte mich zusätzlich durch ein extremes 30-fachen Megazoom-Objektiv mit Brennweite 24 - 720mm/F2.8 - F5.6, elektronischem Sucher und klappbarem Display, einem optischen Bildstabilisator und den Dateiformaten JPEG und RAW.

Ein Jahr habe ich die Fuji eingesetzt. Auch in Thailand, aber es kam keine Liebe auf. Wie bei keiner meiner vorherigen Kameras musste ich aufpassen, dass der Autofokus funktionierte, dass die Sonnenblende sich nicht verschob und dadurch fehlerhafte Bilder durch Schattenwurf entstanden. Zudem kamen asphärische Linsenfehler dazu, indem sich gerade Linien wie der Horizont sich krümten. Fuji hat ganz deutlich an der Qualität des Objektivs gespart. Und schlussendlich waren die Bilder im Raw-Format in himmeltraurigem Zustand, was mir zeigte, dass nur mit grossem programmtechnischem Aufwand die schlechte Bildqualität in JPEG umgewandelt werden konnten. So entschied ich mich nach meiner Rückkehr aus Thailand einen Ersatz für diese Fuji-Kamera zu suchen.

28. März 2012: Canon EOS-60D

Nach meinem Misserfolg mit der Fujifilm-Kamera schaute ich mir im Mediamarkt die Nachfolger der Panasonic-Megazoom-Modelle an. Zwischen Fr. 400 und 500 kosteten sie. Zusammen mit einem Verkäufer diskutierte ich über die Vor- und Nachteile der aktuellen Foto-Apparate. Ich erzählte ihm von meinen Erfahrungen, aber auch von meinem Wunsch, dass die neue Kamera ein manuell bedienbares Zoom-Objektiv haben sollte. Er zeigte mir anhand kleinerer Kompakt-Kameras, die alle mit manuellem Zoom ausgerüstet waren, dass der Trend wirklich in diese Richtung geht.

Wir fachsimnpelten noch weiter über die HDR-Fotografie und auf einmal landeten wir bei den Spiegelreflex-Kameras. Die beiden CANON 60D und 600D waren als Aktionen erhältlich. Naturgemäss haben beide manuell betriebene Zoom-Objektive. Sogar die Schärfe lässt sich manuell einstellen. Beide mit einem drehbaren beweglichen TFT-Display.

Nachdem ich einmal darüber geschlafen hatte und mich eingehend im Internet die Test- und Erfahrungs-Berichte sowie Vergleiche studierte, entschied ich mich für die halb-professionelle "CANON EOS-60D" mit 18 MegaPixel, mit dem 18-55mm f/3.5-5.6 Canon-Zoom (entsprechend 28-85mm bei 35mm analog-Format) und zusätzlich dem Tamron Zoom-Objektiv 18-270mm f/3.5-6.3 (entsprechend 28-400mm). Für Kamera und Zoom-Objektive bezahlte ich Fr. 1'375.--

Durch dieses 28 - 400 mm TAMRON-Zoom kam ich meiner Ideal-Vorstellung recht nahe, so wenig wie möglich ein Objektiv wechseln zu müssen.

Spiegelreflex Canon EOS-60D

Spiegelreflex Canon EOS 60D

Spiegelreflex Canon EOS 60D mit drehbarem TFT-Display

13. Aug. 2013: Panasonic Lumix DMC TZ41

Meine ältere LUMIX-Kamera FZ7 ist mittlerweilen beinahe 4 Jahre alt geworden. Ihr Gehäuse ist stark abgenützt und manchmal bockt sie auch, wenn sie fotografieren sollte. Sie hat mir jedoch in dieser Zeit vorallem im Fernen Osten tolle Dienste geleistet. Tausende Fotos habe ich geschossen. Sie war immer dabei, auch beim Radfahren in der Rücktasche des Rennleibchens

Nun galt es einen Ersatz zu finden, der aber auch Neues bieten sollte. Im Geschäft "digitec" kaufte ich mir für Fr. 355.-- die Panasonic LUMIC DMC-TZ41, eine kompakte Reise-Kamera mit Bildstabilisator, grossem Zoom 24-240mm, raffinierten HDR-Möglickeit, Panorama-Funktionalität, GPS-Identifikation, Zeit und/oder Blenden-Automatik etc. Sie ist eine echte Weiterentwicklung meiner alten kompakten Lumix.


Meine Panasonic Lumix DMC-TZ41

Filmen (Normal-8 und Super-8)


Ich filme auf dem Jungfraujoch (1960)

Über meine Filmapparate kann ich mich nur noch wenig erinnern. Scheinbar forderte mich dies Hobby zu wenig. Es verlangte von mir zu wenig Kreativität. Ich machte nur Familienfilme. Aus diesem Grund, habe ich nie den Schritt zu einer Video-Kamera gemacht.

Es muss die 1. oder 2. Gratifikation (1959/60) gewesen sein, mit der ich aus Sicht meines Vaters eine Normal-8-Filmapparat kaufen durfte. Es war zu jener Zeit ein kostspieliger Spass, denn ein 15m langer Film (ca. 12 Minuten) kostete zu jener Zeit Fr. 20.--. Eine enorme Summe. Die Kamera hatte 3 Wechselobjektive, die sich drehend aufschieben liessen. Der Kamera-Motor für den Durchlauf der Bilder 18 Bilder/sek wurde durch eine aufziehbare Feder betrieben

Nach meiner Heirat mit Doris ( etwa 1973) kaufte ich mir eine neue Filmkamera mit Zoom-Objektiv. Diese Super-8-Kamera benutzte ich, bis meine Kinder Katja und Daniela keine sehenswürdigen Sequenzen mehr abgaben. Die Preise der Filme senkten sich dank der Discount-Geschäfte auf etwa Fr. 12.--/Film.

Die mehreren Hundert-Meter Familien-Schmalfilme habe ich im 2007 und 2008 über die Drogerie Rühle in Weil a. Rhein digitalisieren lassen. Ich habe sie an meine Kinder weitergegeben.

 

 

 

 

 

 

Autobiografie von Max Lehmann
Schafmattweg 13, CH-4102 Binningen
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