Wo habe ich gewohnt? Meine Häuser und Wohnungen !
(Kapitel aus meiner Autobiografie "Ich habe gelebt !" Letzte Aenderung: Vers. 1.0 vom 10. Juli 2018)

Es war auch für mich überraschend, als ich die vorliegende Liste meiner Wohnorte zusammenstellte. 15mal bin ich umgezogen, benötigte ein Zügelunternehmen, habe alle meine Liebhabereien eingepackt und sie wieder eingeräumt. Mein ganzes Leben spielte sich in diesen Wohnungen und Häusern ab.

4056 Basel: Mülhauserstrasse 129 (1941 - März 1946)

An der Mülhauserstrasse wohnten meine Eltern seit ihrer Hochzeit am 28. Feb. 1941. Ich selber verbrachte hier meine ersten Lebensjahre bis 1 Jahr vor Eintritt in den Kindergarten. Auch Christeli lebte hier ihre ersten Monate. Erinnern kann ich mich an diese Umgebung nicht meh. Ich kenne sie nur aus Erzählungen.Erinnern kann ich mich jedoch an den etwas älteren Hanspeter Mundwiler, den ich vergötterte, weil er sich meiner annahmen.

4055 Basel: Muespacherstrasse 34 (April 1946 - 1950)

Ich blieb 3-4 Jahre im Kindergarten des Isaak-Iselin-Schulhauses, ein Jahr läner als üblich, weil ich durch meine Diphtherie-Erkrankung im 1949 doch arg geschwächt war. Die Muespacherstrasse war zu der Zeit noch am Rande der Stadt Basel. Ideal für uns Kinder, denn unweit am Bachgraben gegen die französische Grenze herrschte noch reine Wildnis mit Bäumen, Sträichern und vielen kleinen Bächlein. Der Mietzins für die 3-Zimmer-Wohnung (?) betrug Fr. 140.--/Monat inkl. Heizung und Hauswart

Im selben Haus wohnten die Fam. Kaatz. Er war Kunstmaler und Sachverständiger für Farbdrucke beim Cliché Schwitter. Sie waren Mitglieder der Anthroposophen. Mit ihrer Tochter Inge Kaatz waren wir oft unterwegs.

Freud und Leid lernte ich hier erstmals kennen. Ein etwas älterer Knabe einer Familie aus dem oberen Stockwerk verstarb durch eine schwere Krankheit. Ich glaube, es war Scharlach, eine damals sschreckliche Krankheit. Ich erhielt von seiner Mutter seine Briefmarkensammlung. Sie bildete die Basis meines wichtigsten Hobbies bis ins höhere Alter.

Im Vorgarten des Hauses vis-à-vis stand ein Flieder-Strauch voller buschiger Blüten. Sie waren immer voller Bienen. Daraus zogen wir Kinder den Schluss, dass diese Blüten voller Honig sein müssten. Ergo rissen wir alle Blüten ab und "bunkerten" sie im Hintereingang zu unserem Haus, um später den Honig herauszusaugen. Der Aerger war gewaltig!

Es gab zu der Zeit wenige Autos. Aber ein Nachbar hatte ein solches, ein Schwarzes. Wir bewunderten es immer, wenn es vor dem Hause stand. Einmal war es aber arg verschmutzt. Sogar die Scheiben waren voller Staub. Für uns ein ideales Plattform, um zu zeichnen. Wir schmückten das Auto mit unseren Finger-Zeichnungen zum grossen Aerger des Besitzers. Es gab wohl manch Kratzer auf dem Lack des Autos. Unsere Versicherung musste einspringen!

4056 Basel: Klingelbergstrase 41 (1950 - 1964)

1950-1964: Klingelberg
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Am Klingelberg wohnte ich während meiner ganzen Schulzeit bis zum Tode meines Vaters. Dann wurden wir auf Druck der Stief-Grossmutter aus der Wohnung "geschmisssen", damit ihre eigene Tochter und meine Patin Nina Hauck-Lehmann mit ihrer Familie einziehen konnte. Wir mussten ausziehen und eine neue Wohnung suchen, was für meine Mutter erst frisch verwitwet nicht einfach war. Diesen Schritt habe ich nie verstanden und seither weder meine Stief-Grossmutter noch meine Patin jemals wieder besucht. Unsere Wege haben sich endgültig getrennt.

Der Klingelberg, wie wir unsere Wohnung nannten, war ein eingebautes Reihenhaus am Rande des St.Johann-Quartiers mit Blick auf den gegenüber liegenden Park des Frauenspitals. Das Erdgeschoss bewohnten mein Gross-Vater Gustav und seine 2. Frau Louise. Im 1. Stock hatten wir 3½ kleine Zimmer, 1 Schlafzimmer mit einem halbe Arbeitszimmer, dem ehrwürdige Wohnzimmer und ein Arbeitszimmer, in dem der einzige Holz-/Kohle-Ofen stand. Im 2. Stock waren 3 Mansarden für uns zwei Kinder und eine 2-Zimmer-Klein-Wohnung fürs Rickeli (Kurzform von Frederike), der Schwester unsere Stief-Grossmutter. Im Keller befanden sich 2 Kellerabteils, die Waschküche mit dem per Holz geheizten Waschkessel, der Kohlekeller und die Werkstatt meines Grossvaters. Er war Zimmermann. Hinter dem Haus befand sich ein schönes Stück Land von etwa 2 Aren mit einem Gartenhäuschen, in dem ich mein Velo hineinstellen konnte.

Christina und ich schliefen im Dachgeschoss. Jedes in einer eigenen ungeheizten Mansarde von etwa 10 m². Unsere Zimmer waren im Winter eiskalt. Man konnte sie nicht heizen. Im Sommer kochten wir vor Hitze. Die Betten bestanden aus metallenen Feder-Rosten, kein Lattenrost, und darauf Rosshaar-Matratzen, die alle paar Jahre neu aufbereitet werden mussten. Damals war nordisch schlafen noch nicht aktuell. Wir schliefen unter Leintuch und Wolldecke, und darauf ein schweres Federn-Duvet. Wir waren dort oben recht einsam. Es kam vor, dass Christeli träumte und dabei weinte. Da war ich dann der grosse Bruder und habe sie beruhigt.

Ich liebte meine Mansarde. Sie war mein Reich und Rückzugsort. Ich war Bücher-verrückt und las viel. Ich war bereits in der Gymnasiums-Zeit Mitglied bei den beiden Buchclubs Ex Libris und NSB (Neue Schweizer Bibliothek). Im weiteren stand an die Wand gelehnt eine Eisenbahn auf Brett montiert, die ich auf den Boden legen konnte und schlussendlich hatte ich einen Lautsprecher im Zimmer, der mit dem Radio meiner Eltern verdrahtet war. Wenn sie dann ins Bett gingen oder das Gefühl hatten, die Sendung sei für den Maxli nicht geeignet oder es sei spät, ich sollte nun schlafen, haben sie den kleinen Schalter zwischen Lautsprecher-Kabel an ihrem Radio einfach umgelegt.

Anfänglich heizten wir unseren einzigen Ofen im 1. Stock mit Kohle und Brikets. Im 2. Stock mit unseren Mansarden gab es keine Heizung. Eine Zentralheizung wurde erst viele Jahre später mit der städtischen Fernheizung installiert. Einen elektrischen Warmwasserboiler gab es erst ein paar Jahre nach unserem Einzug. Zum samstäglichen Bad mussten wir warmes Wasser auf dem elektrischen Küchenherd aufheizen, um das kalte Wasser in der freistehenden Badewanne aufzuwärmen. Dabei badete die ganze Familie im selben Wasser. An die Reihenfolge kann ich mich nicht mehr genau erinnern. Ich vermute aber, dass zuerst wir Kinder und zum Schluss Mami und Papi in die Badewanne steigen durften.

Von unserer Wohnung aus hatten wir direkten Blick aufs Frauenspital und in dessen schönen Park. Oft kletterte ich über den Eisenzaun, um die dortigen Baumnüsse zu suchen und zu essen.

In Hörweite fuhr zu der Zeit das 2er-Tram vom Spalentor in Richtung Johanniterbrücke den Klingelberg und die Schanzenstrasse hinunter bevor es über die Johanniterbrücke weiter zur Mustermsse fuhr, dabei quietschte jeder Tramzug beim Bremsen vor der Haltestelle "Frauenspital". Wir gewöhnten uns schnell an diese schrillen Geräusche.

Wie bereits erwähnt, wohnten wir beim Frauenspital, aber auch unweit vom Bürgerspital und auf der anderen Seite stand das kantonale Gefängnis "Schällemätteli". So hörten wir immer, wenn ein Krankenwagen mit dröhnendem Horn notfallmässig ins Spital fuhr. Ich erinnere mich noch bestens anfangs der 50er Jahren an eine schwere Explosion in der Chemiefabrik Roche, als etwa 70-80 Verletzte ins nahe Bürgerspital gefahren werden mussten. Ein Krankenwagen nach dem anderen fuhr mit heulenden Sirenen in die Notaufname des Bürgerspitals. Wir Jungens waren interessierte Zuschauer.

Zwischen dem Gefängnis "Schällemätteli" und dem Frauenspital gab es einen kleinen Weg, der nur tagsüber geöffnet war. Dieses Weg war sehr geheimnisvoll. Wir nannten ihn "Häxegässli". Am Rande wuchsen sogar die Berühmt-berüchtigten "Nielen" (= gewöhnliche Wadrebe), die wir rauchten...als eine Art erste Zigaretten. Die Folge war aber meistens, dass es uns kotz-übel wurde.

4056 Basel: Hebelstrasse 126 (1965 - 1987)

Nach dem Tod meines Vater im 1964 mussten wir den Klingelberg verlassen. Wir blieben im St. Johann und zogen in den 4. Stock eines schmalen Mehrfamilienhauses in der Hebelstrasse. Es war eine 3-Zimmer-Altwohnung ohne Lift mit knarrenden Böden. Meine Mutter, obwohl sie damals bereits 54 und im 1987 bereits 76 Jahre alt war, marschierte problemlos die Treppen hoch und runter, bis sie sich im 1987 entschloss, in eine Alterswohnung vis-à-vis vom Chemischen Institut der Universität am St. Johanns-Ring zu ziehen.

Christina und ich bezogen erneut eine Mansarde, wobei aber Christina bald ins Schwesternhaus umzog. Die Mansarde war im Dachgeschoss und armselig. Ich hatte jedoch Sicht auf eine Mansarde im Haus vis-à-vis, was ja nichts besonderes wäre, aber in ihr wohnte eine junge vollbusige Frau. Meine Hormone kamen immer ins Wallen, wenn sie sich umzog und ich sie beobachten konnte. Später konnte ich in die Wohnung in eines der 3 Zimmer umziehen.

8400 Winterthur: Jonasfurrerstrasse 62 in Winterthur (1967)

Die ersten Monate meiner Technikums-Zeit verbrachte ich in einem Zimmer in Winterthur, bis ich Marlies Kobler heiratete und nach Glattbrugg zog.

8152 Glattbrugg: Bruggackerstrasse 15 (1967 - 1972)

Die ganze Technikums-Zeit bis zur Scheidung blieb ich in Glattbrugg und wohnte mit meiner Frau Marlies Kobler in einer 2-Zi-Wohnung. Von hier aus fuhr ich entweder mit der SBB oder später dann in einer Fahrgemeinschaft mit "Hitsch" Margrit Richli und Ruedi Bucher nach Winterthur ans Tech.

8600 Dübendorf: Heugatterstrasse 21a (1972 - 1973)

Nach der Scheidung von Marlies bis zur nächsten Partnerschaft mit Doris Schnellmann wohnte ich in einer 1-Zimmerwohnung in Dübendorf. Das eine recht grosse Zimmer unterteilte ich mit einem selbstgebauten Bücherregal in einen Schlaf- und Wohnraum. Dübendorf kannte ich gut und fühlte mich wohl, denn hier hatte ich alle meine militärischen Kurse gemacht. Ich kannte die Bars, Restaurants und hatte nicht weit an den Greifensee, an dessen Ufer ich im Sommer meinen Wohnwagen stehen hatte.

3027 Bern-Bümpliz: Bethlehemacker, Kasparstrasse 15/36 (1973 -Okt. 1975)

Nach der Heirat mit Doris suchten wir eine grössere Wohnung. Nachdem es unmöglich war, im Raume Zürich eine 4-Zimmerwohnung zu vernünftigen Preisen, d.h. um die Fr. 1'000.-- , zu finden, ich aber oft in Bern arbeitete, fand ich beim Studium der Berner Tageszeitung "Der Bund" eine 4 1/2 Zi-Maisonette-Wohnung zu einem halbwegs akzeptablen Preis von Fr. 750.--. Bereits kurz darauf zogen wir nach Bern-Bethlehem. Dort kam Katja auf die Welt. Wir starteten das Vorhaben des Bau eines Einfamilienhauses in Toffen.

3125 Toffen: Ahornweg 5 (Okt. 1975 - Sept. 1979)

1975-1979: Toffen, Breitlohn
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1975-1979: Toffen, Breitlohn
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Endlich konnte ich mir diesen Traum erfüllen: Ein eigenes Haus. Dies wurde möglich, weil ich als Verkäufer bei der Computerfirma Sperry Univac recht erfolgreich war. Im Oktober 1975 zogen wir in Toffen im Gürbethal ein.

Das "Schweden-Haus", wie ich es nannte, stand am Hang, war zwei-geschossg und hatte keine Unterkellerung. Es fiel auf durch sein grosses Dach. Im hinteren Teil des Haus war Platz für die Oelheizung und den Keller samt Waschmaschinen. Im Unterschoss war das grosse Wohnzimmer mit Cheminé und einem Gäste-WC. Im Obergeschoss d.h. im Dach waren das Eltern-, sowie 2 Kinder-Schlafzimmer und ein Büro, sowie ein Estrich noch weiter oben im Dachgiebel.

Mehr über unser Haus in Toffen, angefangen von der Planung, über den Bau bis zum Einzug und dem Wohnen findet ihr im Kapitel "Unser Schwedenhaus in Toffen / Gürbetal"

4303 Kaiseraugst: Liebrütistrasse 31/6 (Sept. 1979 - April 1981)

Einmal mehr bestimmte der Arbeitsplatz meinen Wohnort. Ich wurde von Sperry Univac nach Basel versetzt, um von dort aus die Basler Chemie zu bearbeiten. Eine grosse und neue Herausforderung. Wir verkauften unser Haus und zogen als Zwischenstation in die Grossüberbauung Liebrüti in eine Maisonette-Wohnung im 6. Stock, wo wir viele nette Leute kennenlernten. Einige begleiteten mich in meinem weiteren Leben.

In der Liebrüti ging Katja erstmals in den Kindergarten und lernte hier auch das Velofahren. Ich erinnere mich noch bestens daran, denn ich hielt sie zur Sicherheit hinten am Gepäckträger, als sie erstmals ohne Stützräder fuhr. Sie wurde immer schneller, ich rannte hinter her, liess sie dann los und Katja fuhr problemlos geradeaus, direkt auf eine Hecke zu, und flog in hohem Bogen über den Gartenzaun wo sie verschwand. Seither konnte Katja Radfahren.

Eine unvergessliche Episode leistete sich Katja, als wir abends ausgingen und spät nachts nach Hause kamen. Wir kamen nicht in unsere Wohnung, denn von Innen steckte der Wohnungsschlüssel. Wir ahnten schlimmes. In der Tat, Katja war während unserer Abwesenheit unterwegs. Als sie zurückkam, hatte sie die Wohnungstüre abgeschlossen, aber den Schlüssel stecken lassen. Sie schlief tief in ihrem Bett und liess sich durch unser Läuten nicht aufwecken. Wir mussten der Not gehorchend im Bastelraum schlafen. Als wir aufwachten und in unserer Wohnung nachschauten, war die Türe offen. Katja war beim Nachbar-Ehepaar.

Von der Liebrüti aus suchten wir ein Haus in Basel und fanden es auf der Binninger-Höhe

4102 Binningen: Bollwerkstrasse 96 (April 1981 - Nov. 1988)

Es war das ursprüngliche Musterhaus der Ueberbauung Bollwerkstrasse und gehörte dem damaligen TCS-Direktor Herr Dr. Rolf und Ingrid Bürgin-Mommsen. Wegen seines Hirnschlages musste seine Frau das Haus verkaufen. So kamen wir zu einem 5-6-Zimmer-Reihenhaus mit 574 m² Umschwung zu einem Preis von Fr. 520'000.--.

Mitte März 1981 konnten wir das Haus bereits übrnehmen. Aber vorerst mussten Renovierungsarbeiten in Angriff genommen werden, denn wir wollten nicht im Geruch unserer Vorbesitzr leben. Alle Zimmer, Decken und Wände haben wir neu gestrichhen. Die Teppiche auswechseln, konnten wir uns noch nicht leisten, weshalb wir alle Teppiche mit einer Reinigungs-Maschine aus der Drogerie nass reinigten. Im Keller haben wir die Betonböden d'grün mit Betonfarbe gestrichen.

Bollwerkstrasse in Binningen
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Die erste Phase in diesem Hause endete mit der Scheidung, als mich Doris zwang, aus dem Hause auszuziehen. Sie meinte und setzte es auch durch, "es sei einfacher für mich auszuziehen und etwas geeignetes zu finden."

Bereits im Jahr darauf konnte ich wieder in die Bollwerkstrasse einziehen. Mehr über meine insgesamt 20 Jahre Bollwerkstrasse erfährst im eigenständischen Abschnitt "Einfamilienhaus an der Bollwerkstrasse in Binningen (April 1981 - Juli 2001)"

4102 Binningen: Melchtalstrasse 11 (Nov. 1988 - April 1989)

Als es zur Scheidung kam, musste ich während meiner Trennungszeit in diese kleine 2-Zi-Wohnung ziehen und bezahlt dafür rund Fr. 900.--/Monat Mietzins. Um keine Möbel mitbringen zu müssen, übernahm ich das gesamte Mobiliar dieser Wohnung. Darin befand sich auch ein Klappbett. Als ich dieses öffnen wollte, knallte mir das ganze Gestell auf den Boden, knapp an meinen Füssen vorbei. Denn es war nicht an der Wand befestigt. Ich habe Glück gehabt, denn das Bettgestellt hätte meine Füsse zerschmettert.

Unter dem Mobiliar befanden sich auch 2 Berber-Teppiche. Einen verkaufte ich, der andere diente noch lange im Haus der Bollwerkstrasse, als ich zurückkehren konnte.

Zu dieser Wohnung an der Melchtalstrasse habe ich wenige Erinnerung, denn ich bewohnte sie nur ein halbes Jahr. Die trostlosen Weihnachtstage machte mir schwer zu schaffen, obwohl meine Kinder mich besuchten und mir je ein gerahmtes Foto mitbrachten.

4102 Binningen: und wieder zurück an die Bollwerkstrasse 96 (April 1989 - Juli 2001)

Nach erfolgter Scheidung kehrte ich zurück in das nun mir gehörende Eck-Reihenhaus an der Bollwerkstrasse. Ich habe Doris ausbezahlt. Sie hatte es sich leicht gemacht und fast alle alten Möbel zurückgelassen, ausser zwei wertvollen Stücken meiner Mutter: die alte Uhr und den Bauerschrank.

Sukzessive renovierte ich über die Jahre das Haus. Ich installierte Eichenparket im Wohnzimmer und verlegte einen Teppich die Treppe hinauf bis zum Vorplatz im 1. Stock. Kurz bevor ich nach Zuchwil auszog, ersetzte ich die Fenster und die Küche.

Mehr über meine 20 Jahre Bollwerkstrasse erfährst im eigenständischen Abschnitt "Einfamilienhaus an der Bollwerkstrasse in Binningen (April 1981 - Juli 2001)"

Bollwerkstrasse in Binningen
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4528 Zuchwil: Emmenholzweg 17 (14. März 2001 - Sept. 2002)

Claudia W. traf ich am 18. März 1999 an der 50. Geburtstagsfeier von Fränzi Reber in Liestal. Wir trafen uns bald öfters. Es klickte bald und entwickelte sich eine Leidenschaft. Nach meiner Pensionierung verkaufte ich das Haus an der Bollwerkstrasse und zog am 14. März 2001 zu Claudia und ihren Kindern Lucien und Severine, sowie ihrer Hündin Asta. Bald kamen weitere dazu: der Rüde Floyd, die Hündin Jill, beides Cavalier King Charles Spaniel. Claudia wohnte in einem wunderschönen freistehenden Haus im Villenviertel von Zuchwil im Kanton Solothurn

Umzug: Am 14. März 2001 um 7 Uhr kam der Settelen und lud in der Bollwerkstrasse alles ein, dann fuhren sie nach Zuchwil. Um 11:15 war alles in Zuchwil ausgeladen. Ein spezielles Bild bot der grösste der Zügelmänner. Er war 2.13m gross und 150kg schwer. Er ersetzte einen Aufzug, denn seine Kollegen konnten die Zügelschachteln aus dem Fenster des 1. Stockes hinausreichen und er nahm sie unten in Empfang.

Der Umzug von Basel in den Kanton Solothurn war wie der Wechsel in eine andere Welt. Solothurn war eher ländlich und als Bischofssitz extrem katholisch. Die Steuern waren recht hoch, auch die Kirchensteuer. Dies veranlasste mich, mich deswegen schriftlich an die reformierte Kirche zu wenden. Als wochenlang keine Antwort eintraf, entschloss ich mich, den Austritt zu erklären, worauf ich innert weniger Tagen ein Telefon des Pfarrers bekam. Dies war aber zu spät und bestätigte mir den schlechten Eindruck der reformierten Kirch-Organisation, was ich dem Pfarrer auch erklärte.

Zuchwil
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Claudia hat ein schönes, heimeliges Haus in Zuchwil unweit der Kantons-Hauptstadt Solothurn. Ich fühlte mich wohl und zu Hause bei ihr. Ich half ihr, wo ich konnte. So bin ich Ende April dem Unkraut im Rasen zu Leibe gerückt. Mit einem Herbizid "Unkrautvertilger" habe ich den Rasen gespritzt und war überzeugt, in wenigen Tagen wird man keine Unkräuter mehr finden. Eine Woche später stellt ich fest, dass bei diesem Herbizid das Gras und Rasen auch zur Kategorie der Unkräuter gehörte. Claudias Rasen sah erbärmlich aus.

Einmal in der Woche fuhr ich am Donnerstag die rund 60 km nach Basel, um mit meinem Freunden Tennis zu spielen. Damit ich Alkohol trinken und nicht nach Solothurn zurückfahren musste, konnte ich meinen Wohnwagen aufs Betriebs-Areal vom André Güdel (Regiomat AG) stellen und dort übernachten. Auch im Winter, denn bevor ich zum Tennis ging, startete ich die Heizung meiner Klimaanlage, damit es abends um 10 - 11 Uhr angenehm warm war.

Die ganze schöne Zeit in Zuchwil ging zu Ende, als ich vermehrt in den Süden ans Meer verreisen, Claudia aber lieber zu Hause bleiben wollte. Es kam soweit, dass ich im Juni 2002 auf dem Campingplatz Solaris den Wohnwagen für sie und die Hunde bereit stellte, sie mir aber am Telefon absagte. Ein weiterer Grund war ihre grosse Liebe zu Hunden. Ich fühlte mich nicht mehr für voll genommen. In der Hierarchie kam ich erst nach ihren Kindern und ihren 2 resp. 3 Hunden (Mehr siehe unter "Meine Frauen Claudia"). Am 15. Okt. 2002 fuhr ich mit demselben Zügelteam vom Settelen, das mich von Binningen nach Zuchwil brachte, wieder zurück nach Binningen.

4102 Binningen: Schafmattweg 13 (ab Okt. 2002)

Fortan stellte ich mein Leben komplett um. Ich war oft und lange Zeit ausser Haus. Sei es in Südspanien, auf Solaris oder später in Thailand. Aus diesem Grund suchte ich kein Haus, sondern eine Wohnung, bei der ich einfach den Schlüssel umdrehen und weggehen konnte. Diese Traumwohnung fand ich in Binningen. Ein Wohnzimmer mit 55 m² Fläche. Gut erschlossen durch öffentliche Verkehrsmittel. Ich bezahlte im 2014 einen monatlichen Mietzins von Fr. 1'800.-- inkl Garage und Nebenkosten.

Eine solche Wohnung von Zuchwil aus zu finden, war unmöglich. In dieser Situation kam mir mein Freund Renato C. in Arlesheim zu Hilfe. Bei ihm konnte ich unter der Woche in seiner 2-Zimmer-Gäste-Wohnung in seinem Haus wohnen. Ich bin ihm darob sehr dankbar, denn ich musste unzählige Wohnungen besichtige. Manche der Wohnung waren in erbärmlichen, ja katastrophalem Zustand. Bis ich dann eben diese am Schafmattweg sah und überwältigt war: "Diese muss ich haben. Sie ist ein Traum!", meinte ich zum Verwalter Herr Schumacher.

Diese Wohnung war ein echter Glücksfall. Die jetzigen Mieter zogen einen Stock höher in eine Wohnung mit Cheminee. Rosemarie S. schaute in der Folge in meinen Abwesenheiten immer ein wenig zu meiner Wohnung. Sie lüftete, gab der einen übriggebliebnen Pflanze "Pfennigbaum" Wasser und meist wenn ich zurückkam, war ein kleiner Begrüssungs-Teller mit Banane, Snackers oder eine Zwetschgen-Wähe bereit. Kurzum, ein Haus voller interessanter und lieber Bewohner.

Mit dem Haus-Eigentümer Nicki verband mich ein hoch interessantes Freundschaftsverhältnis. Er verlor um 2007 seine Frau durch Krebs. Als Single Männer kamen wir in Kontakt und trafen uns immer wieder. Meist lud er mich ein zu einem feinen Essen. Er kochte fürs Leben gerne ... und aussergewöhnlich gut.

Phetkasem Rd, Soi 94, 34/144 Dusit Land & House 10, 77110 Hua-Hin, Thailand (seit 2011)

Dies ist (war) mein dritter Wohnsitz nach Binningen und dem Camping Solaris in Istrien. Seit Okt. 2008 residierte ich in den Winter-Monaten in Hua-Hin. Ich probierte verschiedene Häuser aus. Angefangen vom typischen Thaihaus, das zeiteise kein Wasser hatte, bis zur "Dusit Land & House" Ueberbauung.

Mehr Bilder aus meinem Haus in der Soi 94 in Hua Hin findet ihr in der "Foto-Galerie-Thailand unter "Mein gemietetes Haus in der Soi94"

Mein Haus in Hua Hin (Thailand)
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Autobiografie von Max Lehmann
Schafmattweg 13, CH-4102 Binningen
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