Tagebuch und Ereignisse 2008 von Max Lehmann

Max mit "Vogelgrippe-Hut"

Dies ist mein Tagebuch. Ich schreibe darin über mich, meine Erlebnisse, meine Pläne, meine Hoch und Tiefs, meine Gefühle, wie ich sie zu dem angebenen Zeitpunkt beurteilte. Aus diesem Grund werde ich auch keine Einträge aus meiner Vergangenheit verändern oder sogar löschen, höchstens datierte Zusatz-Vermerke anbringen. (siehe auch "Impressum")

Immer mehr kommentiere ich aber auch politische und gesellschaftliche Vorgänge und Probleme im In- und Ausland. Ich gebe meinen persönlichen Senf dazu ab. Ich habe festgestellt, dass ich beim Schreiben mir mehr Gedanken machen muss, als es am Tisch in einem Wirtshaus notwendig wäre. Ich möchte damit aber nicht zu einem Weltverbesserer werden, und bin deshalb um jedes kritische Feedback erfreut.

Früher habe ich Ende Jahr/Anfang neues Jahr aus diesem Tagebuch sowie meinen privaten Notizen des "nicht öffentlichen" Tagebuchs einen 4-seitigen Jahresbericht/-Rückblick erstellt und ihn meinen wichtigsten Freunden und Bekannten als Neujahrsbrief zugeschickt. Nun habe ich dies eingestellt, weil die meisten in der Zwischenzeit einen Internet-Anschluss haben und sich auf meiner Homepage direkt informieren können.

Achtung: Meine Erlebnisse, Eindrücke und Gedanken über meine Thailand-, Vietnam- und Kambodscha-Reise dokumentiere ich auf einer eigenen Tagebuch-Seite.

Sa/So, 18./19. Okt.
(Basel)
3 - 19°C

Mein letzter Eintrag auf dieser Seite — Montag: Abflug nach Bangkok (Thailand) — Gedanken zur Finanzkrise: Managerlöhne und -Boni

Dies ist mein letzte Eintrag auf dieser Tagebuch-Seite. Meine Erlebnisse und Gedanken in/aus Thailand, illustriert durch Bilder, findet ihr auf meiner Thailand-Seite.

Die letzten Vorbereitungen stehen an: Da ich meinen Saab für die Zeit meiner Abwesenheit ausser Betrieb nehme, habe ich die Autonummer abgeschraubt und auf den Polizeiposten Binningen gebracht, und die Auto-Batterie herausgenommen und im Keller eingelagert. Sodann habe ich meine Hemden gebügelt, die ich gestern gewaschen habe. Ich habe mich entschlossen, neben meinen Trekking-Turnschuhen nur noch einen braunen Ausgangs-Schuh mitzunehmen. Jetzt werde ich meinen Kühlschrank abtauen und putzen.

Mein Gepäck: Wie mir Tony geraten hat, nehme ich nur wenige Kleider mit .... dafür habe ich Platz für Computer-Zeitschriften, 8 Taschenbücher und 4 Reiseführer über Thailand, Vietnam, Kambodscha, 3 Burda-Schnittmuster-Hefte für Usa, 4 Gerber-Fondues, 1.5 kg Basler Läckerli, 96 Papiertaschentücher-Päckli, 20 Pfeffer- und Pilzsaucen, viele Medikamente, mein Notebook etc .... und wie schwer war der Koffer? 55.9 kg bei erlaubten 20 kg! Dazu kommen ein mit Büchern gefüllter Kabinentrolley, ein Rucksack mit Tennis-Racket und die PC-Tasche.... Ich bin wahrlich gerüstet!

Das Reisefieber übermannt mich. Ich bin nervös. Gehe rastlos hin und her. Diese Nacht werde ich ganz schlecht schlafen, obwohl ich erst um 09:40 auf den Zug muss. Den Koffer habe ich bereits auf den Bahnhof in ein Schliessfach gebracht, damit ich morgen nur das Bordgepäck und den Rucksack mit Tennisracket bis zum Tram zu schleppen habe. Am Bahnhof habe ich mir eine grosse Freude bereitet, indem ich eine 550 g schwere Haxe gekauft habe. Dies tut gut meiner Seele. Ich bin gespannt, was ich alles in Thailand erleben und sehen werde.

Finanzkrise: Emotionen sind ganz schlechte Ratgeber. Aus diesem Grund verstehe ich die meist "linken" und "grünen" Politiker in vielen Ländern (auch der Schweiz) nicht, wenn sie die Reduktion der Managerlöhne und ihrer Boni durch gesetzliche Massnahmen auf Grössenordnungen um 500´000 Euro fordern. Wer wohl wird zukünftig einen solchen Job übernehmen, in dem er nur 10% oder weniger als bei der Konkurrenz verdienen wird. In diesen Ländern werden sich nur noch abgehalfterte und gescheiterte Bank-Manager der 4. Klasse bewegen. Die besten und erfolgreichsten werden in Länder ziehen, in denen der freie Markt noch funktioniert. Ich bevorzuge deshalb eher die Vorschläge, nach denen die Gehälter und Boni von den Aktionärsversammlungen, also den Firmen-Eigentümern, abgesegnet werden müssen. Ein weitere Möglichkeit besteht auch darin, dass man Banken meidet, die unverhältnismässig hohe Gehälter resp. Boni ausschütten. Das heisst: der Markt muss entscheiden und nicht die Politik!

Fr, 10. Okt.
(Basel)
9 - 23°C

Finanzkrise — Aldi in der Schweiz — Mein alter Notebook läuft Amok, aber er lässt sich retten — Neues Gästebuch

  • Finanzkrise: Dramatische Meldungen überschlagen sich. Jedermann ist betroffen, auch ich! Die Radio- und Fernsehstation überschlagen sich in dramatischen Meldungen. Immer mehr entwickelt sich die Berichterstattung auf Sensations- und Angstmache. Selten hört man beruhigende und ausgewogene Meldungen. Tips für den Mann auf der Strasse muss man suchen. Dafür gibt sich eine Talk-Show nach der anderen mit immer denselben Gästen wie meinem Lieblings-Ex-Finanzminister Eichel die Hand. Die Linken Parteien nutzen die Gelegenheit, um mit populistischen Ideen die heutige Marktwirtschaft anzugreifen.

    Es ist in der Tat dramatisch, denn nicht nur die Börsen rasseln runter. Es handelt sich um eine veritable Finanzkrise hervorgerufen durch Bankgeschäfte. Dies ist der grosse Unterschied zu 2001, als die Börsen wegen der Anschläg vom 11. Sept. ebenfalls in die Tiefe rasselten. Habt ihr gewusst und schon von irgendjemandem gehört, dass die meisten Börsen immer noch besser dastehen, als nach dem 11. Sept. 2001? Für mich gehören zu den grossen Verlierern die Konsumenten und Bürger, weil ihre Angst von TV, Radio und Presse, aber auch den linken Parteien missbraucht werden.

    Mich kotzt dies an. Obwohl auch ich Angst habe, bin ich froh, dass ich weg gehen kann. Denn diese Miesmacherei macht mich krank. Ich kann ja nichts ändern. Ich hätte viel früher mein Geld in die Matratze einnähen müssen.

  • Seit etwa 2 Jahren hat sich der Deutsche Lebensmittelhändler ALDI auch in der Schweiz niedergelassen. Gestern war ich erstmals in einem solchen Laden, der sich ganz in der Nähe befindet. Ich war überrascht. Die Preise sind nur unwesentlich höher, als in Deutschland. Zum Teil findet man Schweizer Produkte. Damit rentiert sich eine Fahrt über die Grenze nur noch für grosse oder teure Einkäufe.

  • Vor 2 Tagen ist mein alter Notebook, den ich diesen Sommer noch in Solaris bei mir hatte, in die Knie gegangen. In der Tat hat sich der Prozessor selbständig gemacht. Er arbeitete, ohne dass ich irgendeine Eingabe machte und reagierte nicht mehr auf meine Steuerungsbefehle. Diese Symptome sind typische Anzeichen für einen bösartigen Virus-Befall. Das verrückte war, dass ich nicht einmal mehr Anti-Spyware-Programme wie Ad-Aware oder Spybot-Search&Destroy oder den Norton-Viren-Scanner zur Behebung der Infektion starten konnte. Den Notebook konnte ich nur abstellen, indem ich das Stromkabel auszog.

    Aber ich hatte noch einen Pfeil im Köcher: ein komplettes Backup des Betriebssystems und aller Programme, das ich letztmals im Juli 2008 mit "Acronys True Image 10" erstellt hatte. Rudi Hofmann hatte mir dieses Tool vor über 1 Jahr empfohlen. Diesen Pfeil habe ich abgeschossen, den Backup geladen und 35 Minuten später lief der Notebook wieder, wie wenn nichts geschehen wäre, einzig die Updates musste ich nachladen. Alle Daten blieben unbeschädigt, da sich diese ja auf dem D-Disk befanden.

  • Nachdem mir Anfang 2008 ein verseuchter Eintrag alle Freude an meinem Gästebuch nahm, habe ich gestern ein neues, besser abgesichertes Gästebuch installiert.

    • Um maschinelle Einträge zu verhindern, muss sich nun ein Gast mit manuellem Uebertrag einer sich immer wieder ändernden Buchstaben-Zahlen-Gruppe identifizieren,
    • Zudem muss er nach einem Eintrag mehrere Minuten warten, bis er ein neues "Loblied" schreiben darf.
    • Ueber eine STOP-Liste kann ich negative und niveaulose Einträge verhindern,
    • und schlussendlich muss ein Eintrag durch mich begutachtet und frei gegeben werden.
Mi, 8. Okt.
(Basel)
3 - 19°C

Vorbereitung der Thailand-Reise — Inbetriebnahme des Thailand-Blogs

Zur Zeit dreht sich bei mir alles um meine Thailand-Reise:

  • So habe ich die beiden Visä oder Visas (die Mehrzahl heisst nicht "Visen" oder "Visümmer") für Thailand und Vietnam eingeholt.
  • Zusätzliche Impfungen wie Tollwut, Hepatitis B und Typhus im Schweizerischen Tropeninstitut in Basel über mich ergehen lassen. Bestimmte Medikamente-Empfehlungen wie Immodium (Durchfall), Autan-Mückenschutz, Betadine, Panadol (Schmerzmittel), Malarone (Malaria-Notfall-Packung) und ein Breitband-Antibiotika muss ich noch einkaufen.
  • Ich wechselte US-Dollars für Vietnam und Kambodscha, wobei ich Wert auf 1-Dollar-Scheine legte, weil niemand in diesen Ländern grössere Scheine wechseln kann. Ich verfüge nun über 120 x 1-$-Scheine. und 50 x 10-$-Scheine.
  • Als Mitbringsel für meine Thai-Eltern Tony und Usa Roesch habe ich Käse-Fondue, Burda-Schnittmuster-Heftchen, Pfeffer- und Morchel-Saucen, Papier-Taschentücher etc. eingekauft.
  • Für Zwischendurch beim Relaxen am Swimmingpool oder am Strand habe ich mir spannende und interessante Literatur zusammengetragen: Thriller, Krimis, Reiseführer, HDR-Fotoliteratur
  • Meinen neuen Vista-Notebook mit Skype habe ich mit den notwendigen Softwaren eingerichtet und getestet.

    • eBanking Verfahren sind dokumentiert und in einem gesicherten Data-Safe abgespeichert.
    • Habe mir als externes Speichermedium einen kleinen externen Disc in Grösse eines Kartenspiels gekauft.
    • Telefonieren übers Handy oder Festnetz von Thailand in die Schweiz resp. Europa ist sehr kostspielig. Habe mit Skype, Peoplefone und Voipbuster drei Anbieter gefunden, mit denen ich günstig oder sogar gratis ins Schweizer Festnetz telefonieren oder die Combox abfragen kann
  • Die gesamten Finanzen während meiner Abwesenheit mussten erledigt werden. So habe ich auf meinen Wunsch von Behörden vorgezogene Rechnungen erhalten (z.B. für die Strassenverkehrssteuer 2009). Andere Einzahlungen wie Wohnungsmiete, Versicherungen, Krankenkasse habe ich für die nächsten Monate über eBanking getätigt und meine Wohnpauschale bereits nach Thailand überwiesen. Meine tägliche Post wird an Renato B. weitergeleitet. Er wird während meiner Abwesenheit darauf achten, dass ich nicht kriminalisiert werde, weil ich nicht bezahle.

  • Von allen wichtigen Dokumenten wie Pass, Visum, Flugtickets, Fahrausweis etc habe ich zur Sicherheit Papierkopien erstellt und zusätzlich auf einen USB-Speicherstick abgespeichert. Zusätzlich werden sie im Internet als Mail-Attachment verschickt und damit weltweit verfügbar gemacht.

  • Habe tropentaugliche Kleider angeschafft: Mütze, Brust-Geldbeutel, Trecking-Halb-Schuhe etc.
  • Dann eine Biking-Tour durch Bangkok gebucht
  • Mich von meinen Freunden verabschiedet und sie über meine Erreichbarkeit in den nächsten Monaten per eMail orientiert.

Das vorliegende Tagebuch wird spätestens ab 20. Oktober, dem Tag meiner Abreise, durch meinen Thailand-Blog ersetzt. In diesem berichte ich so aktuell wie möglich, illustriert mit Fotos, über meine Erlebnisse.

Sa, 4. Okt.
(Basel)
3 - 13°C

Der grösste Schweizer Populist ist am fallen — Abschiedsessen mit meinem Tennisfreunden — Mein Skype läuft

Meine Traumfrau
(Bild von Rolf Gautschi)

Politik kann grausam sein, dies haben wir bereits in den letzten Tagen in Bayern erlebt, denn beide unglücklichen Exponenten der CSU mussten zurücktreten. Ein schreckliches Ende für machtbesessene Menschen!

Nun passiert dies scheinbar auch in der Schweiz dem Christoph Blocher, dem Übervater und Ober-Populisten der Schweizer SVP. Er war jahrelang das rote Tuch in der Schweizer Parteienlandschaft. Letztes Jahr am 12. Dezember wurde er aus dem Bundesrat abgewählt, sehr zum Verdruss seiner eigenen Partei. Nun, nachdem bald wieder ein Sitz im Bundesrat frei werden wird, lässt ihn die SVP-Fraktion in der Bundesversammlung fallen, wie es aus diesen Kreisen zu hören ist.

Ich muss gestehen, dass dies für die Schweiz und ihrem Image nach Aussen am besten zusteht. Für mich war er ein "Krimineller der Politik". Er hat sich an wenige Regeln und Gesetze gehalten. Nie vorher wurden soviele Indiskretionen aus dem Bundesrat nach Aussen getragen, oder Andersdenkende verunglimpft. Nur seine Meinung war richtig. Die politischen Gegner waren allesamt Laien und Dummköpfe. Nun schliesst sich der Kreis: Christoph Blocher wurde zum Dummkopf in seiner eigenen Partei!

Am vergangenen Donnerstag lud ich meine Tennisfreunde, die beiden Renatos, Rolf und Karli zum gemütlichen Raclette-Essen bei mir zu Hause ein. Als Apero gab es neben Mumm-Sekt feine Trauben direkt vom Rebberg aus Buggingen, dann einen garnierten Salatteller mit Feldsalat, Lachs und Kaviar. Und zur Nachspeise brachte Karli eine selbstgemachte Zwetschgen-Wähe mit. Rolf Gautschi der Kunstmaler überraschte mich mit einer feinen Tuschzeichnung meiner "Traumfrau". Es wurde ein gemütlicher Abend, der mit dem Kartenspiel "Die schwarze Sau" abgeschlossen wurde. Ich habe dabei meine Reisekasse micht 4 gewonnen Franken massiv aufgefüllt.

Jetzt hab ich es! Ich will damit sagen, dass nun Skype auf dem neuen VISTA-PC funktioniert. Es war echt mühsam, denn ich konnte von der Gegenseite nichts hören. Auch nicht die Anruftöne. Die Probleme hatten nichts mit dem Betriebssystem zu tun, sondern mit der eingebauten Lautsprecher-Mikrofon-Technologie von Realtek. Diese ist derart raffiniert, dass Skype einen Lautsprecher initialisierte, den es gar nicht gab. Nun sind die Lautsprecher "2-Realtek High Definition Audio" aktiviert. Darauf muss man zuerst kommen!

So, 28. Sept.
(Basel)
5 - 18°C

Bayern: Die gerechte Strafe für die Meuchelmörder des Edmund Stoibers, der heute Geburtstag hatte

Es gibt doch noch Gerechtigkeit, auch in der Politik. Die Königsmörder von Stoiber sind von den Wählern bestraft worden. Eine gewaltige Ohrfeige haben die Bayern den beiden unsympathischen und tollpatschigen Typen erteilt.

Ich sehe immer noch die Bilder vor mir, wie vor 1 Jahr die beiden Erwin Huber und Günther Beckstein dem Edmund Stoiber ihre Treue versprachen und noch am selben Abend von hinten zugestochen haben! Diese Falschheit hat sie nun eingeholt. Heute am Geburtstag des Edmund Stoibers. Meine Schadenfreude gilt den beiden, meine Bewunderung den Bayern!

In dieser Situation fiel es beinahe unter den Tisch, dass es noch einen zweiten grossen Verlierer bei diesen Wahlen gab: die SPD, deren Wähleranteil auf ein historisches Tief von unter 19% fiel. Die Bayern haben nämlich geschickt ihre Stimmen der FDP gegeben und damit ihren Rechtskurs beibehalten.

Do, 25. Sept.
(Basel)
3 - 15°C

Visa für Thailand — Follonica 2009 — Unnütze Kosten während meiner Abwesenheit

  • Heute um 09:15 Uhr stand ich bereits im "Königlichen Thailändischen Generalkonsulat in Basel", um meinen Visa-Antrag, 2 Passfotos, Kopie der Hin- und Rückflug-Tickets, Renten- resp. Vermögensbescheinigung abzugeben. Bereits 15 Minuten später hatte ich mein 6-Monats-Visum mit 2 Einreisen in der Hand. Fr. 160.-- (entsprechend €100) hat mich dies gekostet.

    Ich war nicht der einzige, der auf Unterlagen vom Konsulat wartete. Es waren mehrere ältere Herrschaften mit ihren jüngeren thailändischen Partnerinnen, die Heiratsurkunden benötigten! Ich kam mir etwas deplaziert vor.

    Für meine weitere Berichterstattung von meiner Thailand-/Vietnam-/Kambodscha-Reise habe ich eine spezielle Umgebung geschaffen. Für die Besucher meiner Homepage ändert sich nichts. Ihr findet alles über die Menues auf der Hauptseite:

    Auf der Seite "Thailand-Planung" habe ich meine Flug- und Besichtigungspläne sowie meine Thailand-Adresse, Tf.-Nummern niedergeschrieben.
    In einem "speziellen Blog oder Tagebuch" berichte und dokumentiere ich meine Erlebnisse und Eindrücke und Gedanken.
    Die Fotos und Schnapppschüsse speichere ich in der Fotki-Umgebung ab

  • Seit Jahren stand in der 1. Mai-Woche Follonica auf meinem Programm. Dort habe ich meinen ersten Saison-Schliff auf dem Rennrad erhalten. Zufällig habe ich heute morgen in der Stadt André und Henriette G. getroffen, die mir berichteten, dass sie, sowie Dominique und Gaby F. bereits das "Golfo del Sole" in Follonica gebucht hätten. Zu Hause habe ich dies unverzüglich nachgeholt und ab meinem PC für die Zeit zwischen 9. und 16. Mai 2009 ein Bungalow auf den Dünen direkt am Meer gebucht.

  • Wenn man ein derart reisefreudig ist wie ich, dann sind auf einmal ganz unerwartete Probleme zu lösen:

    So habe ich vor wenigen Tagen meiner Auto-Versicherung GENERALI gekündigt, weil sie das Lastschriftverfahren LSV (direkte Belastung und Verrechnung meines Bankkontos) nicht unterstützt. Wie sollte ich auch Ende Jahr ihre Prämie bezahlen?

    Zu den regelmässigen Kosten im Umfang von Fr. 70.--/Monat zählen meine Telefon- und DSL-Anschlüsse. Gestern habe ich erfahren, dass ich diese beiden Anschlüsse vorübergehend stornieren kann, was ich heute direkt erledigte. Während meiner Abwesenheit wird meine Festnetznummer tot sein. Ich werde dann nur noch via e-Mail, SMS und Handy-Telefon erreichbar sein.

  • Während meiner Abwesenheit muss ich ja nicht unbedingt heizen, wenn nicht die Gefahr bestünde, dass sich an den kalten Aussenwänden meiner Wohnung Kondenswasser und daraus Schimmel bilden könnte. Dem beuge ich nun vor, indem ich mir einen grösseren Ventilator anschaffte, den ich dann gesteuert über eine Zeit-Schaltuhr von Zeit zu Zeit ein paar Stunden blasen lasse.

Di/Do, 16.-18. Sept.
(Basel)
4 - 14°C

Gesundheitschecks — Vista-Installation auf meinem Notebook

Seit Donnerstag bin ich voller Euphorie, denn soeben habe ich vom Arzt grünes Licht für meinen Winteraufenthalt in Thailand erhalten. Ich hatte nämlich in den letzten Tagen meine ärztlichen Checks und diese ergaben aus Sicht der Augenärztin "Sehstärke wie die eines Indianers" und "Ihre Sehstärke hat sich seit 9 Jahren nicht verändert". Der Sport-Arzt meinte: "Ich kann leider nichts finden, das mir Geld in die Kasse spühlt. Sie sind gesund!" .

Ich erhielt einzig ein paar Tips, die ich gerne hier weitergebe: "Ich solle viel mehr trinken!" Die Augenärztin empfahl mir, da ich mich vorwiegend in sommerlichen Gefilden aufhalte, als Schutz gegen die Sonne, eine Gleitsicht-Sonnenbrille erstellen zu lassen, um meine empfindlichen Seh-Zellen auf der Netzhaut zu schützen.

Heute habe ich meinen neuen Notebooks in Betrieb genommen, indem ich alle meine Favoriten-Programme installiert und getestet habe. Wie ihr vielleicht wisst, führe ich eine spezielle Installations-Datei mit allen Programmen, die ich für meine Tätigkeiten, Hobbies und Betrieb der PC's brauche. Es sind dies u.a.

  • Grafik-Oberflächen wie ACDSee Fotoverwaltung, IRFAN-Viewer, Photoshop, Panorame-Programme, Poster-Vergrösserer etc
  • Internet-Programme wie JALBUM für Slide-Shows im Internet, Homepage-Editoren, Firefox und Thunderbird als Ersatz für Outlook, Mailstore für die Verwaltung der wichtigen Mails etc
  • Musik, Radio und TV-Programme wie MP3-Converter CDEX, das Fernsehprogramm TEXXAS, der TV-Viewer ZATTOO, das Radio-Programm PHONOSTAR etc
  • Hilfsprogramme wie Raxco Defragmentierer, Unlocker, CCleaner, PDF-Print etc
  • Applikationen wie MS Office, Terminplaner, e-Banking etc

Damit ich diese Arbeit nicht so schnell wiederholen muss, habe ich mir den System-Disc zwei Mal mit ACRONYS TRUE IMAGE abgespeichert resp. abgespiegelt. Im schlimmsten Fall kann ich z.B. bei Virenbefall einen der beiden gespiegeltet Zustände innert 15 - 30 Minuten problemlos wiederherstellen.

Mein bisheriger Eindruck von Windows VISTA ist aber gar nicht so schlecht, wie es aus allen Ecken tönt. Ich finde es in der SP1-Version viel besser und stabiler als das Vorgänger-Betriebssystem Windows XP. Ich entdeckte viele Vorteile. Ich muss mich z.B, beim Laden von Programmen nicht als Administrator einloggen. Vista fordert mich automatisch mit einem spiellen Window dazu auf.

Ich denke, das Problem beim VISTA ist nicht das VISTA, sondern sind die mit den PC's mitgelieferten Test- und Demoprogramme, die ich zuerst alle deinstallieren musste wie OMNIPASS, ein Passwort-Schutzprogramm, oder der unbekannter Virenscanner, OFFICE-2007 etc

Mi, 17. Sept.
(Basel)
8 - 14°C

Neue Nachbarn am Schafmattweg 13 — Kein Besucherparkplatz mehr

In der Zeit, als ich in Istrien war, haben ich neue Nachbarn in der Wohnung auf meinem Stockwerk erhalten. Es ist eine Gross-Familie mit mehreren Erwachsenen und Kindern, sowie mindestens 3 Autos mit Schweizer Kennzeichen von BL und BS (Baselland und -Stadt). Es könnten Slowenen oder Balkanstaatler sein, denn eines ihrer Autos hat eine slowenische Autovignette und auf einem zweiten klebt noch der Länderkleber SRB für Serbien. Der eigene Gwunder hat mich gestochen, so habe ich über Internet in der Motofahrzeugkontrolle nach dem Eigner dieses BL-Autos, ein schwarzer Mercedes, nachgeschaut. Die Nummer resp der Eigner wurde nicht gezeigt, d.h. sie ist gesperrt!

Die Leute sind ruhig. Man sieht sie praktisch nie. Mich stören Sie nicht, obwohl sie als starke Raucher das Treppenhaus ausräuchern. Das eigentliche Ärgernis besteht darin, dass sie mit ihren Autos nicht nur den eigenen gemieteten Parkplatz belegen, sondern auch den einzigen Besucher-Parkplatz. Da rundherum "blaue Zonen" keine längeren Parkiermöglichkeiten erlauben, komme ich mir wie auf einer einsamen Insel vor, denn weder die Putzfrau noch Freunde noch meine Tochter aus der Ostschweiz können mich besuchen.

Di, 16. Sept.
(Basel)
8 - 14°C

Weihnachtsgebäck — Ausfahrt mit dem Rennrad — Super-8-Fime auf DVD konvertiert — 320 GB-Datasafe im Mini-Format

Ich war heute im ALDI und was sah ich mitten im September: Christstollen, Mandelgebäck, Marzipan, Adventskalender etc. Kurzum: in Deutschland hat das Weihnachtsgeschäft bereits begonnen.

In der Drogerie Rühle in Weil habe ich einen Teil meiner alten Super-8-Schmalfilme in ein digitales DVD-Format umwandeln lassen. Ich habe mich auf Filme mit meinen Kindern beschränkt. Diejenigen aus meiner Militärzeit interessiert ja niemand mehr. Nun kann ich diese Filme am PC oder am Fernseher anschauen, oder sie auch nachbearbeiten.

Ich kam eben vom Shopping aus Deutschland zurück, als mich Renato B. anrief, um mich zu einer Ausfahrt ins Elsass zu motivieren, was ihm trotz der tiefen Lufttemperatur von 14°C auch gelang. Wir sind keine 100 m gefahren, als ich bereits vom Rad fiel: Ich wollte nämlich nachschauen, ob ich meine Rennhose nicht verkehrt (!) angezogen hatte, vergass dabei beim Anhalten aus den Pedalen zu klicken und fiel im Zeitluppentempo auf den Hintern! Zur Freude der Nachbarin Frau Germaine Giger. In gemütlichem Tempo fuhren wir die 44 km "Binningen - Leymen - Wolschwiler - Oltingue - Liebeschwiler - Leymen - Binningen". Und als Belohnung gabs für mich ein Creme-Schaumbad mit Himbeer-Duft.

Im Mediamarkt habe ich mir gestern für Fr. 180.-- (entsprechend €112) einen mobilen Disk als Daten-/Foto-Safe für Thailand gekauft. Dies wäre für eine 320 GB Platte nicht weltbewegend, wenn sie nicht so "klein" wie ein gängiges Kartenspiel (8 x 12.5 cm und 1.5 cm Dicke) wäre. Sie benötigt auch keinen separaten Stromanschluss, denn sie nimmt den benötigten Saft über den USB-Anschluss.

Sa/So, 13.-14. Sept.
(Basel)
8 - 15°C

Kulturschock: Kälte und Nässe — Skype-Problem gelöst

Ich bin jetzt ein paar Tage wieder in Basel und habe bisher Glück gehabt, dass ich mich noch nicht erkältet habe. An diesem Wochenende regnete es in Strömen und die Temperatur fiel auf 10-15°C. Wie ich vernommen habe, soll es auch in Istrien geschüttet haben.

Seit langem hatte ich Probleme mit der Lautstärke in Skype, und zwar nur bei der Skype-Nutzung über mein Notebook. Meine Freunde und auch ich verzweifelten. Nun habe ich die Ursache gefunden: Ich habe in den Audio-Einstellungen (im Menu Optionen) die "Automatische Soundeinstellung" aktiviert. Dadurch hat sich das Mikrofon bei jedem Gespräch langsam aber kontinuierlich abgestellt.

Di/Mi, 9.-10. Sept.
17 - 24°C
(Basel)

Die ersten Tagen in der Schweiz — Mein neuer Medion-Notebook — Service Pack 3 für Windows XP installiert — Schweizer Fussball-Debakel gegen Luxemburg

Dienstag: Wunderbares Wetter hat mich in Basel empfangen. Es herrschten Istrien-Verhältnisse. Viel Arbeit stand auf dem Programm: Kaffee-Maschine zur Reparatur bringen, Auto durch die Waschanlage führen und im Aldi/Lidl einkaufen. Dabei ist mir das neueste Angebot "das ALDI-Notebook" in den Einkaufswagen gefallen. (Spass bei Seite: noch in Istrien hat mir Dieter von diesem Angebot geschwärmt).

Ich habe mich zu diesem Kauf entschlossen, weil ich an meinem jetzigen Notebook eine Batterie und den CD/DVD-Brenner hätte ersetzen müssen. Nun habe ich für den Notebook &euro 699 abzüglich 19% deutsche MwSt und zuzüglich 7.6% schweizer MwSt d.h. etwas über € 610 bezahlt.

Mich haben beim "MEDION AKOYA MD 96970 Multimedia Notebook" vorallem überzeugt, der starke Intel Core 2 Duo Prozessor, der grosse Arbeitsspeicher von 3 MB, die 320 GB Festplatte (mein Notebook verfügt nur über 60 GB), der Hochleistungs CD/DVD-Brenner und die intergrierte Webcam mit Mikrofon für Skype. Die übrigen Features waren Standard und auf jedem Notebook zu finden. In den nächsten Tagen werde ich ihn in Betrieb nehmen und für meine Thailandreise vorbereiten.

Mittwoch: Das Mitteleuropäische Wetter hat mich eingeholt. Es wurde kühler und der Himmel blieb bedeckt. Nun musste ich mir Vista-Literatur kaufen, denn bisher kannt ich nur das Windwos XP. Dabei blieb es nicht beim Computer-"Schinken", ich fand noch ein informatives Buch über die HDR-Fotografie und ein paar Thriller für den Thailand. Schlussendlich waren es bestimmt ein paar Kilo Literatur. Ja, in Istrien kann man nicht so viel Geld ausgeben.

Auf meinem Foto-Desktop habe ich heute das Service Pack 3 von Windows XP aus dem Internet hinaus installiert. Es dauerte zwar eine Weile, aber am Schluss funktionierte alles bestens.

Mittwoch-Abend: Wie sagte doch der Schweizer Fernseh-Reporter "Die Schweiz machte sich heute zur Lachnummer". Sie verloren nämlich gegen die 3. klassische Nationalmannschaft aus Luxemburg zu Hause in Zürich 1:2. Es war ein Desaster, wie die Schweizer gegen dieses Team mit Regionalniveau zu Hause spielten!

Mo, 8. Sept.
17 - 28°C

Rückfahrt in die Schweiz

Nachdem ich in den Nachrichten vernommen hatte, dass es in Norditalien und im Tessin am Samstag/Sonntag gewaltig regnen wird, hatte ich schon frühzeitig meine Rückfahrt nach Hause auf den Montag verschoben. In der Tat hat es an den beiden Tagen über 310 Liter/m² geregnet, mehr als durchschnittlich im ganzen Monat September. In der vorangegangenen Nacht vom Sonntag auf den Montag hat es auf Solaris noch etwas geregnet und die Temperatur sank, aber dann begann ein Sonnen-Tag mit blauem wolkenlosem Himmel, wie ich ihn hier in Istrien wochenlang geniessen konnte.

Um 6 Uhr stand ich auf und bereits 2 Stunden später fuhr ich ab zu Edo in Zbanday, wo mein Wohnwagen im Winter stehen wird. Anschliessend hatte ich eine problemlose Fahrt in die Schweiz. Kein Stau auf meiner Seite. Kurz vor Mailand stand auf der gegenseitigen Fahrbahn eine kilometerlange stehende Kolonne. Wow, Glück gehabt! Um 18 Uhr langte ich nach 850 km Fahrt in Basel ein. Auch in Basel war es angenehm warm. Ich begann wieder in meiner Wohnung zu wohnen und mein grosses Bett zu geniessen.

Do, 4. Sept.
(Solaris)
23 - 32°C

Wohnwagen-Abbau — Beefsteak-Tartar bei Edo

Es war heiss und drückend. Ich habe sogar das Wort Föhn gehört. Am Donnerstag habe ich mit dem Abbau meines Wohnwagens begonnen. Mein Mat.-Vorzelt habe ich zum Schluss weggegeben. Ich wollte mich von Balast befreien. Am kommenden Sonntag resp. Montag werde ich zurück nach Binningen fahren.

Am Donnerstag ging ich zu Edo zum Beefsteak-Tartar-Essen, begleitet wurde ich von Kerstin und Udo, ebenfalls Tartar-Fans aus dem nahen Tar. Es scheint allen geschmeckt zu haben. Und weil Edo mir nach 2 grossen Bier noch 3x Rakia spendierte, hatte ich schon bald wacklige Knie. Da es auch nach 22 Uhr angenehm warm war, gingen wir zu einem abschliessenden Schlummerbecher ins Galeb.

Di, 2. Sept.
(Solaris)
19 - 29°C

Duathlon im Tennis — die Schweinhaxe

Wenn Roger Federer in einem 5-Satz-Tennismatch 3,5 Stunden spielen muss, dann jubelt die Presse über seine Standfestigkeit. Heute habe ich ihn übertroffen, denn ich begann um 10:30 zu spielen und kam erst um 15 Uhr, also nach 4,5 Stunden nach Hause resp. ging direkt zum Kaffee bei Inge. Ich spielte nämlich ein Wahnsinns-Doppel mit Inge, Evi und Udo. Wie es auch bei den Profis üblich ist, unterbrachen wir unser Spiel nach 2 Stunden für eine längere Pause und stärkten uns mit je 3 Büchsen Bier. Ja, bei uns auf Solaris ist das Tennis anspruchsvoller geworden, es genügt nicht mehr, gut Tennis zu spielen. Standfestigkeit wird verlangt!

Nun beim Schreiben dieser Zeilen bin ich wieder nüchtern, oder fast nüchtern. Es war ein tolles aufregendes Spiel, wobei ich einmal meine Gegnerin Evi etwas irritierte, als sie nach einem mir missglückten Ballwechsel mein verklärtes Gesicht sah und mich nach meinen Gedanken fragte, sagte ich: "Ich habe soeben an eine wunderbare Schweinshaxe gedacht!" Wer Evi kennt, weiss dass sie etwas anderes erwartete.

So, 31. Aug.
(Solaris)
19 - 29°C

Es schmeckte wunderbar — Der Bürokratismus in Slowenien wiehert!

Kartoffelstock oder -Püree, Steinpilz-Sauce mit vielen Steinpilzen, grillierte Spare Rips und feiner Rotwein aus Kalifornien schmeckten wunderbar und bildeten mein Nachtessen am Sonntag-Abend. Deshalb bin ich ein glücklicher Mensch.

Heute trafen Roland und Helga mit ihrem gewichtigen Wohnmobil ein und berichteten über ihre Erlebnisse mit den Autobahn- und Schnellstrassen-Gebühren in Slowenien. Sie kamen mit ihrem Wohnmobil von Triest her. Da ihr Gefährt mit 4.5 Tonnen Gewicht schwerer als die für die Vignette gültigen max. 3.5 Tonnen war, galt Ihr Fahrzeug als Lastwagen. Sie brauchten im Gegensatz zu jedem PW keine Vignette und durften die blauen Auto- und Schnellstrassen ohne Vignette befahren. Sie hätten einzig an den Maut-Zahlstellen auf der Autobahn nach Ljubljana bar bezahlen müssen. Da wiehert der Plan-Bürokratismus von Slowenien, die wirklich wenig überlegt haben!

Auch einen grossen Kalkstein hat Dieter zur Adoption freigegeben. Ich habe ihn vor dem Zugriff eines Fremden gerettet. Er steht nun als Gedenkstein bei mir zwischen dem blauen Mat.-/Küchenzelt und einem der Olivenbäume.

Fr, 29. Aug.
(Solaris)
19 - 31°C
Letzte Fahrt aus Solaris

Eine Aera ging zu Ende

Heute um 10 Uhr ging eine langjährige Aera zu Ende, als der (nicht mir gehöhrende) marode Wohnwagen der D's. zum letzten Mal aus Solaris geschleppt wurde. Er war ein Relikt aus vergangenen Zeiten und nicht mehr so schwer beladen wie noch im Frühjahr, denn während Tagen haben die bedauernswerten neuen Besitzer den Wohnwagen ausgeräumt, die Abfall-Container damit gefüllt und sogar mit Hilfe des Gärtner-Traktors samt Anhänger weggeschafft. Für uns Aussenstehende war es unglaublich, wieviel Material (Fernbedienungen, Receivers, Wäsche, Kleider, Flossen etc) in einem Wohnwagen gelagert und gesammelt werden konnte.

Mi, 27. Aug.
(Solaris)
19 - 31°C

Unser FC Basel ist wieder in der Champions League

Nach einer 6-jährigen Pause spielte unser FC Basel wieder in der Königsklasse des Fussballs der Champions League. Der Double-Gewinner (Meister- und Cupsieger) gewann das Rückspiel der 3. Quali-Runde gegen den Portugisischen Club Vitoria Guimaraes mit 2:1 und schaffte damit nach dem 0:0 im Hinspiel den Einzug in die Gruppenphase.

Als Gegner wurden die Mannschaften von FC Barcelona, FC Sporting Lissabon und FC Schachtjor Donezk (Ukraine) zugelost.

Di, 26. Aug.
(Solaris)
19 - 31°C

Solaris-News

Mein Sitzplatz unter dem Olivenbaum

"Ich bin ein Glückspilz! Mir geht es blendend!" Diese Gedanken kamen mir, als ich heute Nachmittag auf dem Liegestuhl unter dem Sonnenschirm neben dem Olivenbaum lag. Mein Glück begann vor etwa 8 Jahren, als ich in Porec übers Handy die Mitteilung über meine bevorstehende Pensionierung erhielt.

Der Campingplatz Solaris ist nach meiner Schätzung immer noch zu über 50% besetzt. In der Platzhäfte zum Meer findet man nur vereinzelte freie Plätze, dort schätze ich die Platzbelegung auf über 80%. Die meisten der Gäste sind neben den Bayern, Wiener und Baden-Württemberger, die Polen, Ungaren und Tschechen.

Für die Bayern ist das Bier ein Lebensmittel, für mich ist es der Kaffee. Nun ist heute meine Maschine kaputt gegangen. Das Wasser fliesst hinten aus der Maschine, anstatt vorne durch den Kaffee. Es ist wahrscheinlich eine Kleinigkeit, aber ich finde den Fehler nicht. Deshalb habe ich sie bereits eingepackt. Ab sofort gibt es Tee, was auch etwas feines ist.

Eigentlich war für heute eine Radausfahrt geplant. Aber meine Sandmännchen haben mich bis gegen 9 Uhr schlafen lassen. Auf einmal stand der Offenbacher-Udo vor mir und holte mich zum Tennis auf Platz 2 ab, dem Platz auf dem seit jeher die "Crème dela Crème" des Tennis spielten. So spielte ich auf einmal in einer anderen Liga mit Lothar und Heimo... und es ging gar nicht so schlecht. Am Samstag geht es in die 2. Runde.

Sa/So, 23./24. Aug.
(Solaris)
19 - 31°C

Solaris-News — Mein thailändischer Garten — Olympia: Gedanken über Doping — Schweiz schlägt Deutschland

Am Samstag-Abend sassen die Dumonts noch bei mir unter dem Sonnensegel, um dem Lärm ihres Basketball-Platzes zu entgehen, als es auf einmal dunkel und stürmisch wurde. In der Folge blitzte, donnerte, stürmte und regnete es ein paar Stunden.

Von Dieter und Bärbel habe ich aus ihrem Fundus einen Rosmarin- und Oleander-Strauch erhalten. Diese habe ich am Samstag mit Liebe eingepflanzt und mit Steinen vom Rasen abgegrenzt. Ich habe nun einen wunderbaren Blick in meinen eigenen thailändischen Garten.

Die olympischen Spiele in Peking sind vorbei. Wir Schweizer gewannen 6 Medaillen, davon 2 goldene durch den Radrennfahrer Fabian Cancellara und das Tennisdoppel Federer/Wawrinka. Damit haben wir unsere lieben Nachbarn, die Deutschen, eindeutig geschlagen, weil das 10x bevölkerungsreichere Deutschland nur 16 Goldmedaillen gewann .... Hah-Ha-Ha!

Nur 10 Athleten sind an Olympia des Dopings überführt worden. Dies ist meiner Meinung nach ein Desaster für die Anti-Dopingbewegung, zu der auch ich gehörte. Es ist doch einfach unglaubhaft, dass an einem Anlass 45 Weltrekorde einzig mittels neuer Trainingsmethoden und Talent aufgestellt und zum Teil sogar pulverisiert werden können. Nicht vergessen kann ich aber auch die jungen und jüngsten Turner/-innen aus China mit ihren extremen Vorführungen und Kraftakten. Wenn ich nun noch vernehme, dass z.B. EPO-Mittel nur bis 2 Tage nach deren Einnahme nachzuweisen sind, dann kann man sich vorstellen, wie in den Trainingsperioden nach jedem Dopingtest EPO gefressen/geschluckt wird. In Jamaika und China ist dies noch viel einfacher, denn dort kontrolliert niemand.

Bis vor wenigen Wochen war ich noch ein Verfechter des dopingfreien Sports. Heute meine ich, dass dieser Kampf nicht mehr zu gewinnen ist. Es steht zu viel Geld auf dem Spiel. Sollen die Athleten doch ihren Körper aufputschen, frisieren, verändern und kaputt-machen. Die bisherigen Mittel für die Dopingkontrollen kann man ja für den Breitensport einsetzen. Es muss einzig eine Lösung gefunden werden, dasss schlussendlich nicht die Krankenkassen d.h. die Oeffentlichkeit die durch Doping entstehenden Krankheiten und Beschwerden bezahlen muss. Vielleicht sollten Spitzensportler massiv erhöhte Krankenkassen-Prämien bezahlen.

Fr, 22. Aug.
(Solaris)
19 - 32°C
Kürbisse in Istrien

Tagsüber grosse Hitze, Nachts kühl — Trüffel-Essen — Kürbisse

Tagsüber ist es seit Tagen wieder recht heiss. Die Temperaturen stiegen täglich über 30°C, aber nachts kühlte es angenehm ab, sodass ich gute schlafen konnte.

Bereits seit Jahren schwärmen Inge und Fredi von den wunderbaren Trüffelspezialitäten in der Konoba "Malo Selo" in Fratrija. Zusammen mit Gabi und Jean, Wolfram und Bärbel führten sie uns diesen Abend in die geschmackvoll eingerichtete Gaststätte auf der Strasse zwischen Buje und Portoroz. Es gab keine Speisekarte. Der junge Patron zählte seine Spezialitäten auf, wobei wir uns auf die verschiedenen Pasti an Rahmsauce mit schwarzem Trüffel entschieden.

Als Entré erhielten wir getoastete Brote mit feinem Trüffelaufstrich. Ich bestellte einen gemischten Rucola-Salat (15 Kunar = €2), Ravioli mit Trüffel (110 Kunar = €15), Istrianischer Kuchen als Dessert, 3 dl Bier und bezahlte für alles inkl Gedeck 158 Kunar (= €22). Meine Pasta mit Tartuffi hat wunderbar geschmeckt. Damit der Trüffelgeschmack voll zur Geltung kam. verwendeten sie eine feine Rahmsauce. Diese Gaststätte werde ich mir merken. Sie ist Spitze.

Im Spätsommer findet man überall auf Istrien grosse Kürbisse-Felder mit 100en von Kürbissen. Diese farblich so unterschiedlichen Kürbisse bringen eine spezielle Ambiance in die istrianische Landschaft. Ich habe mir von einem Bauern sagen lassen, dass diese Kürbisse an die Tiere im Stall (Schweine) verfüttert werden.

Mi, 20. Aug.
(Solaris)
19 - 31°C

Neues aus Solaris: WLAN, Antennen-Rudi, die Arche Noah und kläffende Hunde

Das Solaris-WLAN glänzt seit Tagen durch Abwesenheit oder Ueberlastung. Ich denke mir, dass der gross beworbene Gratis-Anschluss ins Internet gerwaltig in die Hosen gegangen ist. Wenn man ehrlich sein will, war der von uns angelegte Masstab viel zu hoch war. Wir befinden uns in Kroatien und sollten froh sein, dass das Wetter schön ist.

Internet-Test mit Rudi und Dieter

Gestern spät abends ist der Antennen-Rudi aus München mit neuester Hardware für den Internet-Empfang über das WLAN eingetroffen. Neben der bereits vom Frühjahr bekannten Dildo-Antenne demonstrierte er uns eine sog. Radar-Antennen mit etwa 1 m Spannweite. Ich habe mir sagen lassen, diese Antenne sei derart empfindlich, dass sie sich sogar zu einem "Lauschangriff" eignen würde.

Der Dieter und Bärbel sind auf der Suche nach einem neuen Standplatz fündig geworden. Nämlich mit dem Platz L67 auf dem höchsten Punkt von Solaris. Nach der Devise "My Home is my Castle" wird Dieter ab nächstem Jahr wie ein "König von Solaris" mit seinem Gefolge in einer Art "Arche Noah" residieren. Auf dieser Bergkuppe sind beide sicher. Die Regenfluten fliessen auf allen vier Seiten in die Tiefe. Gefahr droht einzig von Hinten durch Vertreter einer wilden Ur-Volksgruppe .... und von vorne durch den Uli. Sie müssen zwar keine Angst vor Schneefällen haben, aber bei Möven-Flügen sind sie doch stark gefährdet. Sie werden sich mit einem Helm schützen müssen. Messungen vom Münchner-Rudi haben gezeigt, dass mit der optimalen Dildo-XXL-Antenne ein guter Internet-Empfang möglich ist. Der vorherige Platzfürst war der Hagener-Willi.

Zur Zeit arbeiten wir an den Infrastruktur-Plänen. Ich werde für die Wasserversorgung zuständig sein. Uli für die grosse TV-SAT-Schüssel inkl. Waschmaschine und Dieter für den Internet-Empfang und den Whirlpool mit Blick auf die Niederungen, damit wir Alten mit dem Eiercognac von Prinzessin Bärbel die Ruhe geniessen können.

Hexe, Lilly, Cleo sind typische Namen von kläffenden Hunden mit deutschen und österreichischen Herrchen. Sie erfreuen die Nachbarschaft mit ihren regelmässigen Lebenszeichen ... und den unerwarteten Tritt-Minen zwischen den Gras-Halmen. Es gibt ein Naturgesetz: Je kleiner der Hund, je fauler das Herrchen. Die kleinen Hunde dürfen irgenwo ihr Geschäft verrichten, nur nicht vor dem Vorzelt des Herrchens ... aber 50 m entfernt.

So, 17. Aug.
(Solaris)
17 - 27°C

Fränzi und Beat in Rovinj — Partielle Mondfinsternis — Federers Herrschaft beendet

Gestern erreichte mich ein unverhofftes SMS "Wir sind soeben in Rovinj eingetroffen" und heute traf ich Fränzi und Beat am Markt von Rovinj. Es gab vieles zu erzählen, denn wir haben uns Jahre nicht mehr gesehen.

Es gibt noch nachzutragen, dass gestern Nacht ab 21:30 Uhr eine wunderbare partielle Mondfinsternis zu bewundern war.

Ab morgen Montag, 18. Aug. wird Roger Federer nach 237 Wochen an der Spitze der ATP-Weltrangliste durch seinen grossen Rivalen Rafael Nadal abgelöst. Er bestieg nach Gewinn seines zweiten von bislang 12 Gran-Slam-Titeln in Australien 2004 den Thron, den er viereinhalb Jahre am Stück behalten sollte. Damit überflügelte er die Rekordmarke von Jimmy Connors (160 Wochen in Serie) deutlich.

Fr/Sa, 15.-16. Aug.
(Solaris)

17 - 27°C

15 - 25°C

Olympia Peking: Absturz im Tennis-Einzel — Sensation im Tennis-Doppel — Regen auf Solaris

Nach zwei begeisternden Spielen heute Freitag-Morgen gegen die Inder Mahesh Bhuparti/Leander Paes und am Nachmittag gegen die Top-gesetzten Amerikaner Bob und Mike Bryan haben sich die beiden Schweizer Roger Federer und Stanislas Wawrinka für den Final im Herren-Doppel qualifiziert.

Gestern Donnerstag noch stand Roger Federer im Tief seiner Karriere, als er im Viertelsfinale gegen James Blake verlor. Es war erstaunlich, wie er diesen Tiefschlag wegsteckte und heute voll motiviert mit Stanislas gegen das Top-gesetzte Zwillings-Doppel aus USA 7:6(8:6), 6:4 gewann. Im morgigen Final geht es gegen die ungesetzten Schweden um Silber oder Gold.

Am Samstag-Nachmittag knapp nach 17 Uhr Schweizer Zeit war es dann endlich soweit: 16 Jahre nach Marc Rosset, der in Barcelona die Einzel-Olympia-Goldmedaille im Tennis gewann, haben Roger Federer und Stanislas Wawrinka gegen die Schweden Johanssonn/Aspelin in 4 Sätzen die Goldmedaille im Doppel der Herren gewonnen. Sie waren das einzige Nicht-Spezialisten-Paar, das die Doppelkonkurrenz bestritt. Als die (noch) Nummer 1 und 10 in der ATP-Einzelrangliste waren sie die besseren Einzelspieler, die sich schnell von Spiel zu Spiel steigerten .

Regen und Unwetter: Bereits gestern am Donnerstag ging das Gerücht um, dass es am Freitag/Samstag stark regnen sollte. Und es stimmte. Bis Freitag-Nachmittag wechselten sich Wolken und Sonne wechselten ab, bis es gegen Abend mit starken Wind-Böen begann zu regnen. Wiederum flogen ein paar Pavillons durch die Luft. Die ganze Nacht regnete es, meist jedoch nur ein mittlerer Sommerregen. Jedoch am Samstag-Morgen hellte es innert Minuten auf. Um 07:30 schien wieder die Sonne, als wäre nichts gewesen. Wie ich in den Nachrichten zu hören bekam, haben zur selben Zeit grosse Unwetter östlich von Istrien in Italien, Slowenien und Oesterreich gewütet.

Do, 14. Aug.
(Solaris)

21 - 32°C

Spiegelei mit Dieters Auto — Fehlender Sicherheitsdienst

Auf Solaris ist immer etwas los. Es gibt kein Sommerloch. Heute Nacht zum Beispiel wurde auf den dunkelgrünen Opel Omega von Dieter D. ein echtes Attentat ausgeübt, indem ein rohes Ei auf die Windschutzscheibe geschleudert wurde.

Das Spiegelei von Dieter

Trotz allem Aerger hatte Dieter seinen Humor über die fliegenden Eier nicht verloren. "Lieber ein Ei von slowenischen Hühnern als ein gefrorenes Hagel-Ei." Er war sichtlich froh, dass die Banditen, wie sie vom Solaris-Direktor genannt wurden, weder Reifen zerschnitten, noch Handgranate und vorallem nicht den Eierlikör von Bärbel und Max für das Attentat verwendet haben. Er musste sich aber doch die Sprüche gefallen lassen, dass sich sein Opel für ein geschmackvolles Spiegelei absolut nicht eignete.

Dieser Anschlag hatte sich in den letzten Tagen bereits angekündigt, denn Dieter und Bärbel wurden durch 2 slowenische Halbstarke, die oberhalb der Mödlinger mit ihren Eltern campieren, laufend provoziert und geärgert. Nicht einmal auf der Toilette waren sie sicher. Stundenlang haben die beiden Flegel ihren Basketball auf das billige Blech hinter dem Basketball-Korb geschleudert. Sie wussten, dass sie mit diesem stark "scheppernden Blech" alle Camper in der Umgebung des sog. Multifunktionsplatzes bis auf die Knochen ärgern konnten. Und dies haben sie rücksichtslos gemacht. Wie ich vernommen habe, wollen die meisten Saison-Camper diesen Ort verlassen, weil sie nicht € 1900 und mehr für derartige Belästigung bezahlen wollen.

Kopfschütteln erregte bei mir, dass scheinbar kein Sicherheitsdienst auf Solaris existiert, der für die Ordnung und Einhaltung der Regeln auf der Anlage zuständig ist. Ein herbeigerufener Sicherheitsbeamter musste vom kilometer entfernten Campingplatz Lanterna beigezogen werden.

Für uns West-Europäer ist diese chaotische Ordnung unverständlich. Fremde können sich auf die Anlage schleichen, indem sie die Rezeption umgehen, weil das massive Tor zum externen Parkplatz nicht verschlossen ist. Und dies wird rege benutzt, was ich mit eigenen Augen gesehen habe. Niemand unterbindet die Raserei der zum Teil minderjährigen Moped- und Scooter-Fahrer. Niemand kontrolliert die Camper, ob sie ordnungsgemäss für ihre Hunde, Gäste und Benutzer bezahlt haben. Niemand macht die Hundebesitzer auf ihre Leinenpflicht und die Benutzung der Hundetoiletten aufmerksam. Ich selber campiere auf einem Gebiet, auf dem nachts weit und breit keine Lichter für Sicherheit sorgen. Es ist hier stockdunkel und viele Frauen getrauen sich hier oben nicht, nachts auf die Toiletten zu gehen.

Wen wundert es aus diesem Grund auch, dass gewisse Lands-Leute von anderen Campingplätzten, wo sie nicht mehr so gerne gesehen werden, nach Solaris ziehen. Hier können sie hausen, ohne sich an die Camping-Ordnung halten zu müssen. Immer mehr vertreiben diese die Camper aus anderen Ländern. Bereits finden sich solche Ghettos, um die Anderssprachige einen grossen Bogen machen. Wer will schon in diesem lärmigem und unordentlichem Umfeld zwischen Grossfamilien, wo andere Regeln gelten, seine Ferien und Sommermonate geniessen.

Mi, 13. Aug.
(Solaris)

21 - 32°C

Olympia Peking: Schweizer-Tag — Tennis und "Das Jesus Video"

Heute gehörte die Schweiz zu den ganz grossen Sport-Nationen. Früh am Morgen holte Karin Thürig als Dritte im Einzelzeitfahren eine Bronze-Medaille und 4 Stunden später gewann der überragende Fabian Cancellara das Einzelzeitfahren der Herren und wurde damit Olympiasieger, 4 Tage nach seiner überraschenden Bronze-Medaille im Strassenrennen. Und dann kam die unerwartete Bronze-Medaille im Judo bis 90 kg durch Sergej Aschwanden.

Wie seit Wochen war es auch heute sehr heiss. Ich selber habe Tennis mit Inge gespielt, musste aber nach einer halben Stunde mit einer leichten Oberschenkelzerrung abbrechen und die Verletzung kühlen. So habe ich mich weiter mit dem Thriller "Das Jesus Video" von Andreas Eschbach befasst.. In diesem spannenden Roman geht es um die Bedienungsanleitung für eine Video-Kamera in einem 2000 Jahre alten Grab in Israel. Eine Kamera, die erst in ein paar Jahren auf den Markt kommen soll. Der Entdecker Stephan Foxx hat nur eine Erklärung: Jemand muss versucht haben, Videoaufnahmen von Jesus Christus gemacht haben.

Sa, 9. Aug.

19 - 29°C

Olympia Peking: Bronze durch Fabian Cancellara

Wer hätte das gedacht: als Einzelfahrer ohne Helfer hat der Schweizer Fabian Cancellara die Bronze-Medaille im olympischen Strassenrennen über 245 km errungen. Noch 5 km vor dem Ziel lag er im verbliebenen Hauptfeld 35 Sekunde hinter der Spitze und holte diese stampfend wie eine Dampf-Lokomotive bis zum Zielstrich dank seiner Zeitfahrerqualitäten ein.

Fr, 8. Aug.
(Solaris)

21 - 32°C

Olympische Spiele in Peking: Darf USA den Zeigefinger erheben und sich als Vorbild hinstellen?

Um es vorweg zu nehmen, ich gehe mit den Kritikern von China einig, die Chinesen müssen noch viel im Umgang mit ihren eigenen Bürgern verbessern. Mich ärgert aber extrem, wenn der amerikaniche Präsidenten George W. Bush meint, er müsse den Chinesen die fehlenden Freiheitsrechte und ihre Menschenrechtsverletzungen vorwerfen. Sollte er nicht besser diese Rechte in seinem eigenen Land umsetzen und verwirklichen?

  • Werden in der rechtsfreien Zone Guantanamo nicht die Menschenrechte mit Füssen getreten, indem Verdächtige ohne Chance auf rechtliche Verfahren seit Jahren eingekerkert sind?

  • Leben die Amerikaner wirklich die Freiheitsrechte aus? Wie kann es sein, dass z.B. ein ehemaliger Fahrer Bin Ladens nach Verbüssung seiner 5.5 Jahre Gefängnisstrafe noch weiter in Haft gehalten wird? Ist die US-Rechtsprechung manipulierbar?

  • Wie kann man den Chinesen die Hinrichtung von Menschen vorwerfen, wo man selber in den USA die Todesstrafe kennt und jedes Jahr unzähliche Menschen grausam hinrichtet.

  • Wie kann man den Chinsesen die Unterdrückung der persönlichen Freiheit vorwerfen, wo der US-Zoll ohne Angabe von Gründen den Touristen ihre privaten Notebooks temporär konfiszieren kann. (Bem: geht es hier den Amerikanern nicht um offizielle staatliche Spionage von Geschäftsgeheimnissen?... und dies würde USA zu einem kriminellen Schurkenstaat stempeln!)

  • Die Amerikaner werfen den Chinesen die Unterdrückung der Tibeter und Minderheiten vor. Selber aber greifen sie ein Land wie den Irak militärisch an, ohne einen beweisbaren Grund zu haben und vorweisen zu können. Sie entschuldigen sich nicht einmal für ihre offenliegenden Lügen gegenüber der Welt-Oeffentlichkeit. Und was haben sie in Afghanistan zu suchen? Geht es hier in beiden Fällen nicht nur um die Welt-Macht und das Erdöl?

Ich meine, dass USA unter Bush eines der westlichen Länder ist, das die Freiheits- und Menschenrechte am wenigsten achtet und noch viel lernen muss.

Fr, 8. Aug.
(Solaris)

21 - 32°C

Endlich wieder Regen

Abends zur Zeit der 20-Uhr-Nachrichten begann es nach langer Trockenheit wieder einmal zu regnen. Es donnerte und blitzte. Auch einzelne Hagelkörner prasselten auf die Wohnwagen und Autos. Als ich diese Zeilen schrieb, bestand kein SAT-Empfang, denn die Regenschauer waren zu stark und liessen keine Signale durch, sodass ich die Wiederholung der Sendung über die Eröffnungsfeier der olympischen Spiele verpasste.

Kurz nach Mitternacht begann das grosse Finale mit viel Wind, Hagel und Regen. Mich hat es aus dem Bett gejagt, denn ich kann in solchen Situationen nicht schlafen. Ich bin "Unwetter geschädigt". Hinter mir flog ein Pavillon durch die Luft. Mein alter Sicht- und Sonnenschutz flatterte auch gefährlich. Ich werde ihn wohl endgültig ersetzen müssen. Kurzum ein Gewitter, wie es nur im Süden möglich ist. Um 2 Uhr war alles vorbei.

Bem: Wie ich ein paar Tage später vernommen habe, hat im Hinterland von Istrien der Hagel die Weinernte ziemlich zerstört.

Mo - Mi, 4.- 6. Aug.
(Ljubljana)

21 - 32°C
Bogdan mit den feinen Steaks

Besuch bei Bogdan in Ljubljana / Sowenien

Wer es wissen will: Die Tage in Ljubljana und Slowenien haben mich begeistert. Man muss ja nicht sein Augenmerk auf die immer noch vorhandenen ex-kommunistischen "Bruchbuden", Plattenbauten und Gebäude rund um die Innenstadt von Ljubljana richten. Allein schon die wunderbare, lebensfreudige Innenstadt oder die nicht minder prächtigen und renovierten Bauernhäuser in den ländlichen Gemeinden sind eine Reise wert.

Bogdan ist ein ganz lieber Freund aus Basel. Er und seine Frau Milena sind Doppelbürger, d.h. Slowenen und Schweizer. Jährlich zieht es die beiden in den Ferien zurück in ihre Heimat, wo sie in ihrem heimeligen Haus in Lj-Brdo, Gric 51 wohnen.

Nach meiner Ankunft am Montag-Nachmittag schlenderten wir durch Ljubljana und über den Markt an der Ljubljanica entlang. Wir spazierten am "Bügeleisen" vorbei, in dem mein Zahnarzt M. Puhar seine Jugend verbrachte. Wir fuhren mit der Seilbahn auf die Burg hoch, wobei belustigend war, als die junge Beamtin am Ticket-Schalter Bogdan fragte, ob wir beide nicht Rentner seien und uns verbilligte Billets verkaufte. Sodann trafen wir Jendrej, einen Freund von Bogdan und slowenischen Geiger, der im Lausanner Kammer-Orchester spielt und uns am Dienstag auf den Ausflug durch Slowenien begleiten wird.

Für den Abend kauften wir 3 grosse Rindsteaks, die wir auf dem Sitzplatz grillierten und mit fleischigen Tomaten assen. Dann diskutierten wir über Gott und die Welt, und vorallem über eine mögliche Opern-Zukunft mit CD's an Stelle eines Orchesters. Aber da war es bereits morgens 1 Uhr und der Alkoholgehalt recht hoch! (Bem: Bogdan war bei diesem Thema ganz anderer Meinung!)

Kum mit Kapelle und Turm

Touristische Pfade standen am Dienstag nicht auf dem Programm, sondern das "unbekannte" Slowenien. So machten wir drei (inkl. Jernej) uns auf den Weg in Richtung Trbovlje, dem Kohle-Bergbau-Städtchen, in dem Bogdan aufgewachsen und seine Jugendjahre verbracht hatte. Berühmt wurde dieser Ort durch das 364 m grosse Kamin im Tal des Flusses Sava, wo die dort geförderte Kohle zur Elektrizitätsgewinnung verfeuert wird. Ganz in der Nähe befindet sich der 1220 m hohe Aussichtsberg "Kum" mit der Kapelle und dem Turm. Von hier aus hat man Sicht bis ins Grossglocknergebiet und weit in den Osten. Kum wurde bekannt, als im 1991-er Krieg die jugoslavische Luftwaffe die riesige TV- und Radio-Relaisstation bombardierte. In der dortigen Berghütte genoss ich die slowenische Spezialität "Bratwurst mit Sauerkraut".

Kum: TV- und Radio-Relaisstation

Dann fuhren wir weiter über "Vace" zum geografischen Zentrum von Slowenien (GEOSS) auf 660m Höhe mit seinen alten und neuen slowenischen Landes-Kennzeichen. Auf der Weiterfahrt sahen wir typische slowenische Speicher für Wein, geräuchertes und Käse, sowie bedeutende erste Funde über die slowenische Lebensweise. Den Abschluss bildete ein Halt im Restaurant Trojane, wo es die besten und grössten Berliner der Welt gibt. Die Schwierigkeit beim Essen dieser Mammut-Berliner besteht durch die grosse Menge an gefüllter Konfitüre, weil bei unvorsichtigem Essen die Konfitüre links und rechts vom Mund herabläuft.

Am Mittwoch stand der Kurort Bled mit seinem wunderschönen See und der nicht minder prächtigen Landschaft auf dem Programm. Aber als erstes überzeugte mich Bogdan, dass ich unbedingt eine dieser himmlischen Cremeschnitten geniessen sollte. Sie waren wirklich einer Sünde wert.... hmmmm.

Meinen3-tägigen Ljubljana-Besuch schlossen wir abends in der Innerstadt ab und flanierten über die drei Brücken der Ljubljanica entlang. Die Stimmung war speziell und Life-Musik liess die Realität vergessen.

Do./Fr, 31.Juli- 1. Aug.
(Solaris)

21 - 32°C

Es fehlen die Feriengäste — 5-Stern Krautsalat

Obwohl in Baden-Württemberg am vergangenen Wochenende die Schulferien begonnen haben, kam es zu keiner Invasion an Touristen. Im Gegenteil. Viele Camper haben Solaris verlassen. Es hat viele schöne und freie Plätze rund um mich herum.

Kennt ihr den besten Krautsalat der Welt? Aus allen Erdteilen treffen sich alljährlich die Gourmets in Istrien bei Bärbel, um diese Delikatesse zu geniessen. Das Rezept ist streng geheim. Ich habe neben Kraut, geräuchter Speck, viel Knoblauch und Zwiebeln entdeckt. Bärbel hat mir unter 4 Augen in der Dusche verraten, dass sie die Krautköpfe auf dem Markt aufschneiden lässt, damit sie deren Qualität beurteilen kann. Ihr Krautsalat ist einmalig.

Apropos Bärbel: Bei ihr gibt es auch einen wunderbaren "Eierlikör", ein Schlummer-Trank par-excellence, besser als Baldrian!

Sa/So, 26./27. Juli
(Solaris)

21 - 32°C

Üppige Temperaturen, wenig Wind — Tennis: Inge fordert von mir rückhaltlosen Einsatz

Zuerst liess mich Inge tagelang futtern und dann am Samstag-Morgen bei 32°C wie ein junges Fohlen auf dem Tennisplatz gegen Felix und Lana agieren. Ich muss gestehen, ich habe nach 5 Wochen Tennispause wie ein grosser Champion gespielt. Gegen 10 von mir geschlagene Bälle fielen via Netzkante ins gegnerische Feld. Selbstverständlich habe ich mich mit breitem Grinsen bei den unglücklichen Gegnern entschuldigt.

Nach dem üblichen Mittagsschläfchen spürte ich, was mir Inge da am Vormittag eingebrockt hatte. Ich fühlte, dass ich noch lebte, denn meine Muskeln und Gelenke strahlten Lebenszeichen in jeder Form aus, indem sie schmerzten und zogen. Sie gaben mir einen eigenartigen Gang .... ich glaube dem sagt man "Trippelschrittchen". (Diesen Ausdruck habe ich doch auch schon mal gehört?).

Am Sonntag liess mich Inge dann nochmals einlaufen, denn mein Können und meine Ausstrahlung wurde verlangt. Zu Beginn flimmerte es noch vor meinen Augen, aber dann ging es immer besser, bis ich mich nach 2 Stunden völlig groggy unter die Dusche verzog. Ja, Tennis benutzt ganz andere Muskeln als das Radfahren und ich habe viele dieser Muskeln.

Die Italiener hinter mir mit dem scharfen Hund sind abgereist. Das Bellen werde ich nicht vermissen. Dafür kam ein Italo-Camper mit einem lieben Labrador, der mich unverzüglich umarmt und abgeküsst hatte.

Mi, 23. Juli
(Solaris)

12 - 28°C

Kalte Nacht, schöner sonniger Tag — 0.5‰ Alkohol — Lichtpflicht am Auto aufgehoben

Die Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch war echt kühl: 12°C. Wunderbarer tiefer Schlaf. Ideal am Morgen mit dem Rennrad meine 42 km zu fahren.

Nicht nur in Slowenien mit der Strassen-Vignette ändern auch in Kroatien die Strassenverkehrsregeln nach Belieben: Seit 15. Juni sind neu wieder 0.5‰ Alkohol erlaubt. Vorher galt die 0‰-Grenze! Seit 1. Juli muss nicht mehr mit beleuchtetem Auto gefahren werden.

Mo, 21. Juli
(Solaris)

24 - 30°C

Die Holländer sind eingetroffen

Noch vor wenigen Einträgen schrieb ich davon, dass hier auf Solaris rund um mich herum alles noch frei sei. Heute haben sich mehrere Holländer breitgemacht. Es ist die billige Sorte. Sie grüssen nicht! Wie froh bin ich doch, ob meines Wind-/Sichtschutzes, hat doch mein neuer Nachbar seinen Kleinwohnwagen auf die Spannseile meines Sichtschutzes gestellt!

Neben mir steht nun eine italienische Familie mit einem grosswüchsigen, aber stark geschädigten Hund. Er bellt und fletscht ununtebrochen, sobald ein anderer Artsgenosse auf dem Weg vorbeigeführt wird. Die Besitzer haben aber auch einen Knall, denn sie schlagen ihren eigenen Hund, um ihm das Bellen abzugewöhnen. Der Hund hat unheimliche Kräfte. Vor ein paar Tagen hat er das Frauchen von ihrem Stuhl über den Boden gerissen. Wenn er sich ja nie losreisst, denn dann wird es gefährlich!

So, 20. Juli
(Solaris)

20 - 30°C

Bücher: Medicus und Harry Potter — Die unrühmliche Vergangenheit aller Welt-Religionen

In meiner Jugend habe ich viel gelesen. Es war beinahe eine Sucht! Diese hat sich dann etwas gelegt und ich habe mich beim Lesen später eher auf Tageszeitungen, Magazine, Teletext und Fachzeitschriften beschränkt.

Hier auf Solaris habe ich oder nahm ich mir wieder Zeit, Bücher zu lesen. Unzählige Romane, Geschichts-Literatur und Memoiren wie Churchill's-Weltgeschichte habe ich in mich "gefressen". Ich entdeckte wieder, wie solche Bücher einem zu neuen Gedanken anregen konnten. Auch zu kritischen, wie ich sie nachstehend versuche zu formulieren.

In der diesjährigen Solaris-Saison habe ich bisher Harry Potter's neueste Erlebnisse "...die Heiligtümer des Todes" und der Bestseller "Der Medicus" von Noah Gordon gelesen. Die Harry Potter Erlebnisse laufen sich langsam zu Tode. Die Geschichten werden langfädig. Der Medicus-Roman jedoch liess mich nicht mehr ruhen, bis ich alles gelesen und realisiert hatte, dass es nicht immer weltliche Herrscher waren, die Unglück, Gewalt und Krieg verbreiteten, sondern in frühen Jahrhunderten waren es die kirchlichen Organisationen, die sich durch besondere Grausamkeiten hervortaten. (Bem: Heute wollen sie aber nichts mehr davon wissen!)

In "Medicus" werden auf gegen 700 kleingeschriebenen Seiten die faszinierenden Abenteuer des Waisenjungen Rob Jeremy Cole beschrieben, der im Jahre 1021 von einem fahrenden Bader in seine Dienste genommen wird und später im fernen Isfahan die höheren Weihen der medizinischen Heilkunst erhält.

Besonders aufgewühlt haben mich die beschriebenen Bilder der grausamen Rechtssprechung der geistlichen Obrigkeiten des Christentums, der Juden und der Mullahs/Muftis in Persien. Unvorstellbare Grausamkeiten wie Handabhacken, Kreuzigung, Scheiterhaufen, Pfählung, Bauch aufschlitzen, Vierteilen gehörten zu ihren "göttlichen" Mitteln. Mit sog. Gottesurteilen und Hexenmalen (=Leberflecken in der Armbeuge) hat die "Heilige Inquisition" Hexen entdeckt und diese schrecklich zu Tode gequält. Aerzte mussten aufpassen, dass sie ja nicht in den Geruch von Teufels-Heilungen und damit in Konkurrenz zur Kirchen kamen. Zu oft mussten sie aus diesem Grund Patienten sterben lassen.

Sind wir uns eigentlich bewusst, dass all die prunkvollen und monumentalen Kirchen, Moscheen, Basilikas, die Münster und Dome nicht durch heutige übliche Topf-Kollekten sondern durch Knebelung und Ausbeutung des Volkes, durch Vermögens-Einzüge und unterdrückende Steuern erbaut werden konnten? Nicht von ungefähr verfügt die katholische Kirche und deren Klöster noch immer über grosse Ländereien und Besitztümer.

So, 20. Juli
(Solaris)

20 - 30°C

Hilfe, die Slowenen kommen

Ueberall gibt es Ausnahmen. Die Mehrheit der Camper auf Solaris ist sich jedoch einig: Viele der Slowenen sind bedauernswert, denn sie müssen zu Hause in schlimmen "Bruchbuden" (Wohnsilos) wohnen und/oder verfügen über eine mangelhafte Kinderstube. Warum? ......

Etwa die Hälfte der Camper auf Solaris sind Slowenen. Sie reisen nur an Wochenenden an. Vollbeladen mit Lebensmitteln aus Slowenien. Sie geben kein Geld in Kroatien aus. Sie sind Saison-Camper und bezahlen minimal. Aber meist kommt die ganze Familie und Verwandtschaft nach. Sie passen jedoch auf und verstecken sie hinter den Wohnwagen, sobald eine Camping-Kontrolle nach unangemeldeten Gästen sucht.

Die ganze Woche über sind die Toiletten sauber, bis an den Wochenenden die Slowenen eintreffen. Von da an sind die Toiletten stark verschmutzt und die Putzfrau hat alle Hände voll zu tun, die braunen Spuren zu entfernen. Ich vermute, dass in Slowenien die Toiletten-Spülung oder -Bürste eine Rarität darstellt!

Ganz in der Nähe von mir campieren ein Slowene mit seiner Frau, einer Uebersetzerin aus Ljubliana, und ihrer kleinen Tochter, was ja nicht weltbewegend wäre, wenn diese nicht die offizielle Toilette meiden und dafür regelmässig in die nahestehende Hecke pinkeln würden. Ich vermute, dass in Slowenien diese Leute über keine Toiletten verfügen und an den nächsten Baum pinkeln müssen.

Heute Nachmittag ist den bereits erwähnten Leuten ein Abfall-Sack gefüllt mit Abfällen mit Salat, Knochen, Büchsen, Windeln(?) etc vor dem Abfall-Container auseinandergebrochen. Meint ihr etwa, dass sie diesen Unrat zusammengewischt hätten? Nein, sie liessen alles vor dem Container direkt neben der Strasse liegen! Erst als ich mich beschwerte, haben sie sich missmutig aufgemacht, ihre Abfälle wegzuräumen. Ich vermute, dass sie es in Slowenien gewohnt sind, die Abfälle auf die Strasse zu leeren.

Ich weiss aber auch, dass es Slowenen gibt, die eine niveauvolle Kinderstube aufweisen und über eine modernen Wohnung mit Toilette, Spülung und Abfall-Entsorgung verfügen. Es gibt auch solche, die wohnen in der Schweiz. Manche sind Freunde von mir.

Diese eigentliche Unsauberkeit ist nicht Slowenen-typisch, denn ich habe denselben Effekt im Winter auch in Spanien entdeckt. Auf dem einen Campingplatz mit vielen Wochenend-Gästen aus dem eigenen spanischen Heimatland waren die Toiletten stark verschmutzt. Auf Madriles hingegen, wo der Besitzer wohlweislich keine spanischen Gäste auf seinen Campingplatz hereinliess, war es vorbildlich sauber. Vielleicht hängt dies mit dem Macho-Verhalten der Südländer zusammen.

Fr, 18. Juli
(Solaris)

16 - 25°C

Endlich wieder einmal Regen

Nach ziemlich genau einem Monat der Trockenheit hat es am Freitag wieder geregnet. Ich geniesse es, wenn es von Zeit zu Zeit regnet und ich im Wohnwagen faul herumliegen kann, ohne zu schwitzen. Ich arbeitete an meiner Homepage und vorallem an der Vorbereitung meiner Thailand-Reise.

Heute sind einige Camper abgereist. Nun ist die Wiese hier oben ziemlich leer. Ich denke, dass am Wochenende Neue aus Italien und Slowenien kommen werden.

Heute ist ein untypischer Holländer-Paar eingetroffen. Er brauchte mindestens 6-8 Anläufe, bis sein Wohnwagen direkt hinter dem Dario wenige Meter vom Waschhaus mit direktem Blick auf die chemischen Toilette stand! Noch bevor er sein Vorzelt aufstellte, putzte er sein Auto der Marke Opel auf Hochglanz!

Di-Do, 15.-17. Juli
(Solaris)

16 - 30°C

Angenehme Nächte

Der erwartete Wetterumschlag mit Stum und Unwettern fand nicht statt. Es donnerte und blitzte zwar in der Nacht vom Sonntag auf den Montag, jedoch auf Solaris regnete es nur ein paar Sekunden. In den folgenden Nächten sank die Temperatur bis auf etwa 16°C. Es wurde angenehmer.

Ich schlief wunderbar und stand früh auf, um bereits ab 07:40 zu radfahren. Ich spührte, dass ich wegen der defekten Rennschuhe über einen Monat nie gefahren bin. Mein Puls war recht hoch. Ich musste vorsichtig und zurückhaltend fahren. Meine neuen Shimano-Rennschuhe bewährten sich. Sie waren bequem wie Hausschuhe.

Der grosse Einfall von Campern fand nicht statt. Es hat weiterhin viele schöne Plätze. Am Mittwoch lud ich ein zum Raclette Essen.

Sa/So, 12.-13. Juli
(Solaris)

25 - 35°C

Grosse Hitze

Es ist drückend heiss. Der Schweiss tropft aus allen Poren. Bereits am Samstag-Morgen um 9 Uhr zeigte das Thermometer 29°C und stieg unaufhaltsam auf 35°C.

Kurz vor dem Wetterumschlag war es am Sonntag-früh um 7 Uhr bereits oder immer noch 26°C warm. Es war eine mühsame Nacht. Ich habe schlecht und vorallem unruhig geschlafen.

Ich bin gespannt, wieviele neue Camper an diesem Wochenende eintreffen werden, denn bisher hat es immer noch viele freie Plätze. So ist auch der Platz von Uli immer noch zu haben.

Do/Fr, 10-11. Juli

19 - 33°C

Es hat "ausgedöllt"

War dies ein Zufall oder Hilfe von oben? Auf den Tag genau 1 Jahr nach meiner Scheidung von Evelyne haben die Dölls heute Freitag, 11. Juli um die Mittagszeit Solaris endgültig verlassen. Sie haben ihren uralten Wohnwagen verkauft. Es scheint, dass meine Anwesenheit, der Verlust ihrer "Platz-Hoheit" für das Alters-Turnen, aber auch Streit mit anderen Campern ihnen den Rest gegeben hat. Rundherum um ihren Wohnwagen haben sich in den letzten Wochen andere Camper angesiedelt. Man konnte es auch hören, ihre Nerven lagen blank. Ernst wurde von Tag zu Tag älter. Seine Trippel-Schritte wurden immer kürzer, seine Tränensäcke zeugten vom privaten Stress und sein Blick starrte ins Leere!

Nach dieser unerwarteten Wende, sie haben auf diese Saison noch ein neues Vorzelt angeschafft, fällt mir ein schwerer Stein von meiner Seele. Nun ist auch Ende mit den niveaulosen Intrigen gegen mich. Ich bin froh, dass auch diese böse Seite meiner glücklosen Vergangenheit zu Ende ist.

Bereits kurz nach ihrer Abreise haben die neuen österreichischen Besitzer aus ZE mit dem Ausräumen des Wohnwagens und des Mat.-Zeltes begonnen. Berge von Wäsche, Schachteln und Altstoffen wurden in den Container geschmissen.

Damit soll aus meiner Sicht Schluss mit diesem traurigen Thema sein. Mögen sie ihren Frieden und Zufriedenheit zu Hause in Krems finden... (und dies meine ich ehrlich!)

Heute Freitag Abend ging es wieder einmal zum Edo: Beefsteak Tartar! Muss ich noch mehr schreiben? Nebenbei als Service für meine regelmässigen Leser hier die eMail-Adresse von Edo und Danica: "pansion-danica@email.t-com.hr "

Mi, 9. Juli
(Solaris)

15 - 32°C

Rückfahrt nach Istrien — Abzocke in Slowenien: Vignetten-Pflicht seit 1. Juli

Noch am Tag vor Abfahrt wusste ich nicht, ob ich am kommenden Morgen, oder erst spät nachts in Richtung Istrien fahren sollte. Ich schlief wunderbar und stand voller Elan frühmorgens auf, um dann definitiv loszufahren. Der Werktagsverkehr auf der ganzen Strecke war absolut harmlos und kein deut hektisch. Bis Triest kam ich mit einem durchschnittlichen Benzinverbrauch von 8.1 l/100 km aus, wobei ich immer die zulässige Höchstgeschwindigkeit, kontrolliert übers GPS vom Navigationsgerät, fuhr.

Press für detaillierten Ausschnitt
Rot: Schleichweg von Koper nach Skofie
zur Umgehung der Mautpflicht

In Slowenien wurde ich dann mit der seit wenigen Tagen geltenden Vignetten-Pflicht konfrontiert. Vom TCS in der Schweiz erhielt ich keine Hilfe, die wussten gar nicht, wovon ich sprach. Also fragte ich beim ehemaligen italienisch-slowenischen Zoll von Skofie an der dortigen ÖMV-Tankstelle nach den genauen Regeln und ob die Strasse vom Zoll Skofie bis Koper Maut-pflichtig sei, was mir bestätigt wurde.

Ich wollte jedoch für diese einmalige Fahrt über etwa 8 km keine Halbjahres-Vignette zu €35 kaufen. Also gings auf Schleichwegen via die alte Strasse über Skofie in Richtung Ankaran nach Bertoki und weiter nach Koper. Um es beim Wort zu nennen: Slowenien leistet sich mit diesem Ueberfall auf den Geldbeutel der Feriengäste eine Frechheit, denn manche Orte wie Portoroz sind nur über kurze Autobahn oder Schnell-Strassen zu erreichen, wobei diese im Falle der Verbindung zwischen Koper und Portoroz etwa 1 km lang ist, die restliche Strecke über eine normale Strasse führt. Ein anderes Abzocker-Beispiel findet man auf der Umfahrung von Isola, die nach 2-3 km Normal-Strasse ohne Möglichkeit der Umkehr oder Abfahrt als mautpflichtige Schnellstrasse weitergeführt wird. Und dies bei Androhung von Bussen zwischen € 300 - 800.

Medine rosa Petunie hat gut überlebt, dank der Pflege von Bärbel. Leider ist die violette dahin geschieden. Sie hat die Hitze nicht überstanden, weil die mangelhafter Erde (eine Art künstliches Substrat) das Giess-Wasser nicht speichern konnte. Im nächsten Jahr muss ich mit echter Erde umtopfen.

Sa, 5. Juli
(Basel)

15 - 25°C
Claudia mit ihrem Floyd (2001)

Claudia (Weber) ist nicht mehr

Nach langer schwerer Krankheit ist Claudia heute früh gestorben. Vor ungefahr 28 Jahren sind wir uns in Kaiseraugst erstmals über den Weg gelaufen. Sie war in den Jahren 1999 - 2002 meine liebe Freundin. Wir verbrachten zusammen eine glückliche Zeit und ich lebte bei ihr im solothurnischen Zuchwil. Ihr grosses Hobby und Zuneigung galt ihren Hunde. Mit ihrem Irish Setter Asta verbrachten wir im Jahre 2000 auf Solaris unsere Ferien.

29. Juni - 6. Juli
(Dauchingen)

Zu Besuch bei Karina in Villingen-Schwenningen

Nur 135 km dauerte die Fahrt über Freiburg nach Villingen-Schwenningen resp. nach dem dortigen Dauchingen, wo Karina in einer schönen 2-Zi-Wohnung wohnt.

Kerstin, Cynthia, Jaques, Helene, Heidi, Helen, Chris, Gabi, Rosi, Jürgen, Reinhard, Annie ....... dies ist keine Auflistung aus dem Telefonbuch, sondern sind die Namen von Freundinnen und Freunde von Karina, die ich in dieser Woche kennen gelernt habe. Ich war auch Gast am Fussball-Euro-Final zwischen Deutschland und Spanien. Obwohl ich die Spanier favorisierte, war ich sehr anständig und liess mir (fast) nichts anmerken.

Wir verbrachten die Zeit damit, dass wir nachmittags Möbel und Schränke einkauften, und ich diese während des Morgens, an denen Karina arbeitete, aufbaute.

Fr/Sa, 26./27. Juni
(Basel)

21 - 32°C

Habe ein Skype Handy gefunden — Hochsommer: Staus auf Schweizer Strasssen wegen Ferienbeginn

Skype Handy Netgear SPH101

Es war hier in Basel heiss, drückend und schweiss-treibend. Auf Istrien ist es angenehmer, weil dort meist ein leichter Wind vom Meer abkühlt.

Um es kurz vorweg zu nehmen: Ich habe ein "Skype WLAN-Handy des Typs Netgear SPH101" für Fr. 100.-- gekauft.

Bis ich jedoch dieses Handy in den Händen hatte, war es ein mühsamer Weg. Im Internet habe ich einige Hinweise zu Händlern gefunden, aber diese hatten keine Geräte an Lager. Der Münchner Rudi hat mir per Mails 2 Typs gegeben: eBay und Skype-Shops. In eBay war in der Tat ein solches Gerät angeboten und ich nahm bereits mit Michaela Kontakt auf, ob sie es mir ersteigern und Mitte Juli nach Solaris mitbringen könnte. Dann fand ich im Skype-Shop genau das Gerät, das ich suchte zu Fr. 120.--. Unverzüglich habe ich es über Internet bestellt, aber die Bestellung wurde vom System zwei Mal storniert. Den Grund habe ich einen Tag später mitbekommen. Der Homepage des Skype-Shops war nicht mehr aktuell und dies Gerät in Deutschland nicht im Angebot und wurde durch ein doppelt so teures ( Fr. 199.--) ersetzt.

Richtig frustriert schaute ich am Freitag-Abend noch ins Ricardo-Auktionssystem und entdeckte ein "Netgear SPH101", das wenige Minuten zuvor ins Netz gestellt wurde, mit einem Sofortkaufpreis von Fr. 100.-- (€ 60). Ohne zu zögern habe ich unverzüglich zugeschlagen und das Handy heute Samstag im Raume Wangen a.A. abgeholt. Der Verkäufer hat dieses Handy vor 9 Monaten gekauft und mir seine Funktionalität an Ort und Stelle demonstriert.

Nun kann ich anstelle eines normalen Telecom-Handys über öffentliche oder private WLAN/WIFI-Netze mit Skype-Freunden und auch ins Festnetz weltweit telefonieren, wie wenn ich meinen Notebook dazu verwenden würde. Es liegt auf der Hand, dass ich diese Anschaffung nach wenigen Telefonen in Istrien-Solaris bereits amortisiert habe, denn Handy-Gespräche sind extrem teuer.

Der Ferienverkehr in Teilen der Schweiz und Europa, sowie in verschiedenen Bundesländern von Deutschland hat die Schweizer Strassen in Richtung Süden überschwemmt. Kilometerlange Staus auf dem Weg und vor dem Gotthard (10 km Stau) liessen den Verkehr zeitweise zusammenbrechen. Ich hatte enorm Glück, als ich das Handy holte, weil die Staus erst am späteren Vormittag einsetzten und ich in der Zeit bereits wieder in der Gegenrichtung nach Norden zurückfuhr.

Mi, 25. Juni
(Basel)

21 - 32°C

Revidierte Klimaanlage — EURO-Halbfinale Deutschland - Türkei in Basel

Bereits früh am Morgen brachte ich meinen SAAB zur Revision meiner nicht mehr kühlenden Klimaanlage in die Garage. Nach 1 Stunde waren die Arbeiten beendet und ich konnte im kühlen Auto weiterfahren. Ein ganz neues Gefühl. Ja, man sollte alle 2-3 Jahre die Klimaanlage revidieren lassen.

Heute ist das Halbfinalspiel der Fussball-EURO zwischen unserem grossen Nachbarn und der Türkei. Ich war gespannt und wollte nachholen, was ich bei den Holländer-Festivitäten verpasst hatte. Basel war damals voll in holländischer Hand. Die ganze Stadt habe orange geleuchtet. Im Garten des Universitätsspitals hätten unzählige Holländer übernachtet, was nicht geplant war.

Bewaffnet mit meinem Fotoapparat begab ich mich heute Nachmittag in die Stadt. Wie werden sich wohl die deutschen und türkischen Fans verhalten. In der Presse konnte ich lesen, dass man mit über 100'000 Fans rechnete. Bereits ab 14 Uhr war die Basler Innenstadt in der Hand der Fans. Der öffentliche und private Verkehr war eingestellt. Man sah Gruppen von etwa 6 Basler, Deutscher und Türkischer Polizisten in einvernehmlichem Kontakt mit den Fans. Es war ein fröhliches und ungezwungenes Zusammensein.

Die rotgekleideten Türken jubelten, tanzten und sangen. Man sah ganze Familien mit Kindern und rot-weiss-bemalten Gesichtern. Die Deutschen sah man in weiss-schwarz aber auch schwarz-rot-gold. Anfänglich waren sie noch etwas hölzern und sangen Soldatenlieder, die Nationalhymne und Schlachtgesänge wie "Deutsch- - - land", "Weltmeister", "Europameister". In ihren Augen stand der der Sieger ja der Europameister fest. Mit etwas Alkohol wurden aber auch die Deutschen fröhlicher und beinahe südländisch und fraternisierten mit den Türken.

Ich muss aber zugeben, dass ich die Schlachtrufe der vielen männlichen und weiblichen türkischen Fans nicht verstanden haben. Ich würde meinen, dass die Türken-Fans heute Nachmittag mit 4:2 gegen Deutschland gewonnen haben. Wie wird das Spiel heute Abend wohl ausgehen?

Und wie ist das Spiel am Abend wohl ausgegangen? Die Deutschen erzitterten sich mit schlechtem Spiel einen 3:2 Sieg über die kämpferischen Türken. Wie hat doch ein österreichischer Fussball-Kommentator die Tatsache begründet, dass die Deutschen an EM und WM meist gut abschneiden: "Die Deutschen haben und strahlen ein an Arroganz strotzendes Selbstbewusstsein aus".

So, 22. Juni
(Solaris)

23 - 36°C

Temporäre Rückkehr nach Binningen — Holger aus Dachau ist gestorben

Es ist das Schicksal eines Singles, der monatelang auf Reisen ist, dass er sich von Zeit zu Zeit nach Hause begeben muss, um die Post durchzulesen und etwaige Zahlungen zu erledigen.

Heute war es wieder soweit. Das Sonnen-Vorzelt habe ich abgebaut, meine beiden Kühlschränke geputzt und die verderblichen Vorräte weggeschmissen. Um 11 Uhr startete ich und genau 9 Stunden später langte ich um 20 Uhr in Binningen an, um sogar noch den EURO-Fussball-Viertelsfinal zwischen Italien und Spanien zu schauen.

Es war eine harte Fahrt, da die Klimaanlage des SAAB ausgefallen war und die Aussen-Temperatur zwischen 31 und 35°C im Raume Venedig schwankte. Es herrschte unruhiger Sonntagsverkehr, weil die italienischen Männer ihre Frauen ans Steuer liessen, und diese sich sehr unsicher auf den mehrspurigen Autobahnen bewegten. Anfang Juli fahre ich wieder zurück. Wahrscheinlich in der Nacht, um dem Ferienverkehr auszuweichen.

Heute ist im Verlaufe des Tages der Tennis-Holger aus Dachau nach langer zuletzt schwerer Krankheit verstorben. Er hat nun hier auf seinem Campingplatz Solaris, den er so liebte, uns verlassen.

Fr, 20. Juni
(Solaris)

23 - 32°C

Dank Inge und Fredi mussten wir nicht hungern — EURO-2008: die Kroaten zerstört, Deutschland im Glück

Hungern auf einem Campingplatz ist etwas schreckliches uned wird nicht gerne gesehen. Aus diesem Grund waren die Dumonts und Werminghaus's der Inge und dem Fredi so dankbar, weil sie uns mit feinen Schenkeln und Brüstchen verköstigten. Wir haben nicht nur geschlemmt, sondern auch gelacht und viel neues gelernt: Ganz neu war die Geheim-Sprache der Dumonts auf den Golan-Höhen mit "Tuf ... Tuf", "Tup ... Tup", "Auto ... Auto", "Dölli ... Dölli" als Synonyme für Ereignisse auf und hinter dem neuen Sportplatz. Zum Abschluss erhielten Bärbel und ich das berühmte Foto vom 18. Juni (siehe weiter unten).

Im Anschluss gab es den Viertelfinal-Krimi zwischen Kroatien und der Türkei zu sehen. Ohne jetzt in die Details zu gehen: in der letzten Minute der Verlängerung gingen die Kroaten in Führung und ein paar Sekunden später glichen die Türken aus. Im Penalti-Schiessen waren dann die Kroaten chancenlos. Das pikante an der Geschichte ist, dass nun Deutschland wie gewohnt das Glück mit vollen Händen gepachtet zu haben scheint, weil im Halbfinale ihr Gegner Türkei 4 gesperrte Spieler und ein paar Verletzte ersetzen muss. Ob sie überhaupt zum Spiel antreten können?

Do, 19. Juni
(Solaris)

19 - 32°C

Montage des Schutzdaches — EURO-2008: Deutschland überrascht

Gestern noch unwetterartige Regenfälle und heute blauer Himmel mit schönstem Wetter mit Temperaturen über 30°C. Also Gelegenheit gemeinsam mit Dieter mein Schutzdach wieder auf den Wohnwagen zu montieren. Nach 3 Stunden, einem schwarzen Fingernagel und einem leichten Sonnebrand auf meiner Halbglatze war das Werk vollbracht. Nun werden die Sonnenstrahlen nicht mehr direkt auf meinen Wohnwagen brennen. Zudem bin ich gegen Regen und Hagel besser geschützt.

Abends sah ich mir das mit grossem Interesse erwartete Viertelsfinale zwischen Deutschland und Portugal an. Portugal war auch für mich grosser Favorit, denn die Deutschen Kicker hatten bisher eher bider gespielt. Aber es kam ganz anders. Die Deutschen gewannen 3:2. Es war für mich typisch. Deutschland ist eine Turnier-Mannschaft, die sich von Spiel zu Spiel steigern kann. Nun muss man sie sogar als grosser Favorit im Final erwarten. Im Gegensatz zur Fussball-WM vor 2 Jahren war es auf dem Campingplatz trotz dieses grossen Erfolges ruhig und es wurden keine "Welt-Eroberungs-Parolen" herausgeschrieen. Die Fans des grossen Kantons, so nennen wir unsere deutschen Nachbarn, freuten sich mit Recht .... und ich stand diesmal auf ihrer Seite

Mi, 18.Juni
(Solaris)

19 - 28°C

Unbeständiges Wetter — Oh du schöne Blödelzeit

So kam mir Bärbel im Traume entgegen

Was will man denn tun, wenn das Wetter nicht mitspielt und uns in regelmässigen Abständen begiesst oder sogar versucht wegzuschwemmen, wie heute.

Dann beginnt die Blödelzeit. Man sitzt zusammen, trinkt etwas Wein oder Bier, das eine oder andere "Stamperl" und dann galoppiert die Fantasie: Letztes Jahr haben mich die Werminghaus adoptiert. Es war mein sozialer Aufstieg in den deutschen Hoch-Adel. Seither darf ich mich "Max Lehmann von Werminghaus" nennen. Dies hatte für mich unerwartete Konsequenzen. Seither kann ich mich vor der holden Weiblichkeit nicht mehr retten. Sie schleichen Tag und Nacht um meinen Wohnwagen herum.

Angstträume raubten mir den Schlaf. Letzte Nacht habe ich in der Folge davon geträumt, wie ich mit "Bärbel vom Berg" eine weitere Adelige geheiratet haben soll. Als Hochzeitsgeschenk brachte sie mir in einem blauen Schmuckdöschen ein Viagra, das erste notabene, das ich zu Gesicht bekam. Sie trug dabei ihr neckisches "Bammelröckschen" und schmückte ihre frisch lackierten und aufgesteckten Haare mit Blumen wie den "Baldrian" und den "Hasenfurz". Meine Familienverhältnisse verstand ich nun gar nicht mehr. Mit Michaela bekam ich, ohne etwas geleistet zu haben, eine Stieftochter. Und aus der Adoption durch Uli und Hilde resultierte Susanne sogar als meine Stefschwester. Ich bin gespannt, wie die beiden auf diese Neuigkeit reagieren werden.

Schweissüberströmt und schwer atmend bin ich nach diesem Horror-Traum heute früh aufgewacht und hörte dabei noch, wie Bärbel die letzten Neuigkeiten vom Campingplatz mit meinen Nachbarn Uli und Hilde austauschte: "Der Max soll eine neue Liebe haben!"

Fr-Sa, 13./14. Juni
(Solaris)

13 - 21°C

Unbeständiges Wetter

Der Himmel war bedeckt. Zwischendurch regnete es und schüttete es aus Kübeln. Am Samstag um 14 Uhr war es nur 16°C warm. Ein Blick aus dem Vorzelt zeigte mir auf der anderen Seite der Wiese den "Trödler Abraham", wie er unter seinem lausig aufgestellten Sonnensegel sass und versuchte, die durch den Regen entstehenden Wassersäcke zu entleeren. Warum sass er wohl im offenen Vorzelt? Vermutlich ist sein grosser Tabbert-Wohnwagen anderweitig mit Nipp- und anderen Sachen belegt.

Dieses Wetter gab mir die Zeit, Spiele der Fussball-Europameisterschaft zu verfolgen, in Computer-Zeitschriften zu lesen und vorallem die Gebrauchsanweisung meines neuen Fotoapparates zu studieren und auszuprobieren. Es ist eine Wundertüte, was ich da alles neu entdeckte:

  • Serienbilder: Es werden 3-4 Bilder innerhalb 1 Sekunde aufgenommen. Vorallem bei Personenaufnahmen ist diese Funktion äusserst praktisch. So kann ich den besten und zutreffendsten Gesichtsausdruck auswählen.

  • Belichtungsreihen: Im Gegensatz zu den Serienbildern werden in der Belichtungsreihe 3 Bilder mit unterschiedlicher Blende aufgenommen. Bei schwierigen Lichtverhältnissen wie bei Nacht-, Innen- oder Nebel-Aufnahmen lassen sich neben der gemessenen Blende je ein Foto mit kleinerer und grösserer Blende einstellen. Damit kann ich die bessere der Aufnahmen auswählen, oder eine sog. HDR-Foto über den Computer erstellen. HDR steht für "High Dynamic Range"-Bilder, d.h. es werden aus den 3 Fotos die jeweilen best ausgeleuchteten Bild-Teile ineinander kopiert.

  • Neben JPG-Bildern kann ich auch Fotos im RAW-Format abspeichern. Im RAW-Format sind die Bilder im Urzustand, d.h. noch nicht durch die internen Programme wie Weissabgleich, Komprimierung etc aufbereitet.

  • Nutzung der vielen vordefinierten Foto-Szenerien für Portrait, Landschaften, Sport, Nachtaufnahmen, Feuerwerk, Kerzenlicht, Parties etc, wobei die einzelnen Szenerien wie Portrait noch verfeinert werden in "normale oder schöne Haut, Portrait Innen oder Aussen" . Mit einem Joystick lässt sich zwischen den Szenen-Modi hin- und herfahren.

Mi, 11. Juni
(Solaris)

17 - 31°C

Tag der Abschiedsspiele — Es war kein Schweizer Wochenende

Am Vormittag verabschiedeten Uli, Manfred und ich den Fred aus Pfarrkirchen. Er spielte letztmals mit seinen alten "rostigen" Knien. Er wird zu Hause generalüberholt und nächstes Jahr mit chromstahl-blitzenden Gelenken wie ein Ueberirdischer auftauchen.

Am späteren Abend verabschiedete sich die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft von der EURO-2008 durch eine 1:2 Niederlage gegen die Türkei. Sie spielte gut und hatte auch genügend Torchancen, um zu gewinnen. Leider haben sich der Trainer Köbi Kuhn und Vertreter des Verbandes wie nach dem Tschechien-Spiel (und auch nach vielen Vorbereitungsspielen) hinter dem fehlenden Glück versteckt. Aber in beiden Fällen waren es ganz klar technisches Unvermögen. Spieler dieses Kalibers und dieser Gagen wie Hakan Yakin müssen einfach diese Chancen verwerten. Die Schweizer-Fussball hat eben noch nicht die notwendige Qualität und ist mit Recht ausgeschieden. Sie haben ihre Ziele nicht erreicht.

Sa/So, 7.-8. Juni
(Solaris)

17 - 26°C

Unsichere Wetterlage — Es war kein Schweizer Wochenende

Die Wetterlage ist immer noch unsicher. Oft regnete es, aber in den Regenpausen spielte ich Tennis. Es geht das Gerücht herum, dass die Dölls gemäss Verkaufsangebot am Waschhaus ihren Wohnwagen per sofort zu € 4'800 verkaufen wollen.

Dieses Wochenende war kein Schweizer-Wochenende, wenn man vom sonntäglichen F1-Sieg des BMW-Sauber-Rennstalls in Montreal absieht. Am Samstag verlor unsere Fussball-Nationalmannschaft gegen Tschechien äusserst unverdient 0:1. Zudem verloren wir unseren Goalgetter und wichtigsten Stürmer Alex Frei durch einen Teilabriss des Innenbandes im linken Knie. Und heute Sonntag deklassierte Rafael Nadal unseren Roger Federer im Final des French Open 6:1, 6:3, 6:0. Er hatte keine Chance! Nadal spielte wie von einem anderen Stern.

Mi, 4. Juni
(Solaris)

16 - 24°C

Regen — Die SVP, eine Biertisch-Partei? — Falscher Atomalarm in 250 km entferntem AKW

Gestern und heute spielte ich Tennis, wobei heute gewitterhafter Regen um 11 Uhr das Spiel abbrach. Man könnte sich nun ärgern, oder aber auch freuen, denn der Regen erlaubte es mir, mich im Wohnwagen gemütlich schlafen zu legen, derweil er mein durch Amseln bekleckertes Sonnendach wieder sauber gewaschen hat!

Wie eine Biertisch-Partei hat unsere populistische SVP respektlos innerhalb ihren Reihen gewütet. So liess sie verlauten, dass ihr eigener Bundesrat Samuel Schmid nur "dank der Partei nicht ein ganz gewöhnlicher Feld-, Wald- und Wiesenanwalt" geblieben sei. Zudem hat sie am Sonntag in einer Massen-Exekution über 3'000 Mitglieder der Bündner-Sektion aus der Partei ausgeschlossen, weil aus dieser Sektion im vergangenen Dezember die Regierungsrätin Evelyne Widmer-Schlumpf in den Bundesrat gewählt wurde. Aus meiner Sicht ist diese Partei eine Gefahr für die Schweiz. Wie ich schon einmal schrieb, erinnert sich ihr Stil immer mehr an die Machenschaften der braunen Nationalsozialisten in Deutschland in den 30iger-Jahren. Mit seiner erpresserischen Drohung im SonntagsBlick vom 8. Juni, auf Investitionen in seinem Familien-Unternehmen der Ems-Chemie im Bünderland zu verzichten, hat das SVP-Partei-Gehirn Christoph Blocher gezeigt, dass er und seine Partei vor nichts zurückschrecken.

Es war schon ungewöhnlich und auch sehr beängstigend, was ich um 19:30 Uhr in den Nachrichten hören musste "Europaweiter Atom-Alarm wegen eines Störfalles im slowenischen Atomkraftwerkes Krsko", nur etwa 250 km von meinem jetzigen Standort im Wohnwagen entfernt. Ich überlegte mir, wie ich mich verhalten sollte. Ich legte mir meine Ausweise und ausreichend warme Kleider bereit. Dies war aber alles, was mir in den Sinn kam. Sollte ich mich vielleicht im massiv gebauten Waschhaus hinter den Mauern verstecken? oder mit dem Auto entfliehen? aber wohin? Wie es sich später glücklicherweise herausstellte, handelte es sich nur um einen kleineren Störfall, aber niemals um einen Unfall resp. Notfall. Einesteils war ich froh, ärgerte mich aber auch um die unqualifizierte Panikmache der Behörden. Nicht akzeptierbar finde ich, dass auch am folgenden Tag keine Information erhältlich war, wie sich eine Privatperson nach einem solchen Atom-Alarm verhalten sollte.

Mo, 2. Juni
(Solaris)

18 - 32°C

Meine Rad-Rennschuhe

Das Sportgeschäft Hervis war geschlossen und das "Sport-2000" in Koper hatte keine Radrennschuhe in seinem Sortiment. So werde ich wohl die nächsten Ausfahrten mit meinen Mountainbike-Schuhen machen müssen.

Fr, 30. Mai
(Solaris)

18 - 32°C

5. Rad-Etappe: Spanferkel-Essen — Parzellierung auf Solaris — Sardinen-Essen

Istrien-Rundfahrt: Es sollte nur eine leichte gemütliche Abschlussetappe werden, aber das schlechte, gewitterhafte Wetter im Landesinnern stellte alles auf den Kopf. Von Porec führte der Weg zuerst in südlicher Richtung bis ins Spanferkel-Dorf Flengi, dann in nördlicher Richtung zurück via Dracevac nach Zbandaj und weiter nach Viznjan, wo uns ein dunkler Himmel und erste Regentropfen in ein Kaffeehaus flüchten liessen. Kurz nach Viznjan drehten wir wegen drohender dunkler Regenwolken um und fuhren auf demselben Weg zurück nach Flengi, wo wir bei blauem Himmel die Gruppe 1 bereits vorfanden, die in südlicher Richtung fahrend vor dem Regen flüchteten und ihre Etappe abbrachen. Hier assen wir Spanferkel à 60 Kunar (entsprechend 8 €). Zum Dessert fuhren wir nach Vrsar in eine Gelateria, wo es in der Tat das beste Eis von Istrien gab. Der Tachozähler zeigte zum Schluss dennoch 63 km an.

Zusammenfassend darf ich der Barbara von IstriaBike ein grosses Kompliment machen. Sie hat uns CPC-Fahrer gekonnt und in gleichmässigem Tempo über die zum Teil recht anforderungsreichen Strecken geführt. Sie hat mir einige schöne und geeignete Radstrecken gezeigt. Mein Puls, d.h. mein Kreislauf steigerte sich von Tag zu Tag. Heute fehlte mir eher die Kraft, als dass der Puls explodiert wäre. Abgesehen auf grösseren Steigungen pendelte er zwischen 110 und 120. Ich hatte das Glück, dass ich einer kleinen Gruppe von nur etwa 8-10 Fahrer angehörte. Das Wetter stand uns positiv zur Seite.

Nach dem bereits feudalen Mittagessen gabs abends auf dem Campingplatz bei Hilde und Uli noch mit Knoblauch im Wok gebratene Sardinen. (Als Erinnerung für nächstes Jahr: 3 kg waren es für 6 Personen). Ich war etwas kaputt und spürte die Anstrengungen der vergangenen Woche, aber die Sardinen und das Bier (3 Büchsen) haben geschmeckt. Um 22 Uhr ging ich bereits schlafen.

Am Donnerstag haben sie bereits damit begonnen und heute wurde auch unsere Camping-Wiese auf Solaris parzelliert. Zu diesem Zweck rammte ein Bagger an jedem Parzellen-Schnittpunkt ein massives Eisenrohr ein. Mit meinem jetzigen Platz und -Grösse kann ich zufrieden sein. Ich muss mich nicht einschränken. Meine Parzelle hat die Nummer "L-61". Ich sah nur zufriedene Gesichter, was bestimmt darauf zurückzuführen ist, dass sie die Parzellierung anhand der belegten Plätze durchführten.

Der Ary aus Holland ist heute mit neuem VW-Passat, neuem Fendt-Wohnwagen und alter Freundin eingetroffen. Als er erfuhr, dass ich in Istrien mit meinem Rennrad herumgefahren sei, erzählte er mir, dass er in den 60er-Jahren in seiner Ferienzeit Pfleger in einem holländischen Profi-Radteam gewesen sei. Er habe für die Fahrer gekocht, sie verpflegt und massiert, aber ihnen auch Steigerungs- und Aufpeitschmittel gespritzt. Dazumal habe es nich keine Kontrollen gegeben. Also vor dem steilsten Anstieg und für die letzten Kilometer gabs während der Fahrt noch eine Spritze in den Hintern! Ary wird mich nächstes Jahr betreuen (aber bitte keine Spritzen, nur Kügelchen).

Mi-Do, 28.-29. Mai
(Solaris)

18 - 32°C

Hum, die kleinste Stadt der Welt — 4. Rad-Etappe: Königsetappe Umag

Am Mittwoch war Ruhetag an der Istrien-Rundfahrt. Es war drückend heiss. Karli Holzhauser und ich trafen uns in Porec, wo wir die berühmte Eufrasius-Basilika mit den einzigartigen Mosaiken besichtigten, zwischendurch uns mit einem Eis verwöhnten und zur Stadtbesichtigung nach Rovinj fuhren. Auf zwei unterschiedlichen Wegen stapften wir zur dortigen Eufemia Kirche hoch. Rovinj ist schon eine einmalige Stadt, eben die "Perle von Istrien"

Nach einem feinen Mittagessen unter einer kleinen Pergola fuhren wir quer durch Istrien nach Hum, zur kleinsten Stadt der Welt. In 14 Gebäuden wohnen 23 Einwohner. Hum hat eine eigene Post und ein Bahnhof ca 5 km entfernt. In der einzigen Konoba genossen wir ein Bier und Cola. Was wir nicht gesehen haben, war die Glagolither-Allee (glagolitische Schrift). Da muss ich nochmals hin.

Istrien-Rundfahrt: Am Donnerstag stand die Königsetappe mit 96 km auf dem Programm. Sie führte bei Temperaturen von weit über 30°C via Tar nach Buje, wo eine 15-18%ige Steigung mich aus dem Sattel kippte. Dann in zügigem Tempo via Valicia nach dem nordwestlichsten Punkt Kroatiens Savudrija. Nach einer kurzen Mittagsrast im Rest. Lanterna gins dann bei immer noch hoher Temperatur via Umag der Küste entlang zurrück nach Novigrad und Porec.

Gar nicht gefallen hat Barbara der Zustand meines Hinterrades. In der Tat war die Bereifung etwas brüchig. Da ich im Wohnwagen bereits 2 Michelin Reifen als Ersatz liegen hatte, machte ich mich nach der Donerstags-Fahrt daran, beide Reifen auszuwechseln. Nun war auch ich beruhigt, denn recht hatte Barbara!

Wegen Stromausfall gingen am Donnerstag bereits um etwa 22:30 Uhr die Lichter und damit auch die Fernseher auf dem ganzen Campingplatz aus, sodass ich früh zum schlafen kam.

Der Rudi von München, den wir viele Jahre als Lehrer einstuften, hat einen hochempfindlichen Antennen-Verstärker mitgebracht und kann das WLAN von Solaris von seinem Wohnwagen aus benutzen. Wir waren ganz neidisch auf ihn, denn dies wäre doch die Lösung von Dieter und mir! Er hat uns versprochen, uns aufzuschreiben, welche Teile wir dazu kaufen müssten.

Di, 27. Mai
(Solaris)

16 - 28°C

3. Rad-Etappe: kleiner Höhenweg — Grandioses Grillfest bei Bärbel und Dieter

"Höhendifferenzen von über 1000 m" und 86 km liessen arges erwarten. Und es wurde ein harter Tag, denn Temperaturen über 30°C erschwerten das Ganze noch mehr. Los ging es in Richtung Pazin und von dort aufwärts und dann wieder abwärts, und schlussendlich auf einer extrem steile Abfahrt hinab zum Butoniga-Stausee, die gefühlvolles Bremsen aufs Hinterrad voraussetzten. Ich schätze, dass es weit über 20%-Gefälle waren. Unten angekommen waren die Felgen heiss und meine Hand/Finger verkrampft. Dann führte uns die Strecke wieder steil aufwärts nach Motovun, wo wir assen. Aber berühmt für sein Essen wird das Rest. Kastel auf Motovun niemals. Gegen 16:45 kamen wir in Porec an und ich setzte mich unverzüglich ins Auto, weil Bärbel zur Grillparty rief. Für mich war erfreulich, dass meine Form immer besser wurde. Der Puls blieb auch bei grosser Belastung schön unter 150 und pendelte sich auf der Ebene bei 110 ein.

Zurück auf Solaris konnte ich als erstes meinen klebrigen Schweiss abduschen und meine verschwitzten Dresses waschen. Als Belohnung winkte dann der Grillabend bei Bärbel und Dieter. Inge und Fredi, Uli und Hilde waren bereits anwesend. Schweinssteak, gedämpfte Pilze und Kohlsalat mit Speck stamnden auf dem Programm. Es hat wunderbar geschmeckt und dazu habe ich mit indestens 4 Büchsen Bier meinen Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen.

Mo, 26. Mai
(Solaris)

16 - 26°C

2. Rad-Etappe: Groznjan — Neue Karriere als "Profi"?

Ueber Nova Vas - Viznjan - Vizinada führte uns der Weg ins Mirna Tal und von dort aufwärts zum malerischen Künstlerdorf Groznjan, wo wir rasteten, Nudeln mit Trüffel assen und weiter via Buje - Novigrad zurück nach Porec fuhren (83 km). Vor dem Start hatte ich einige Schreckensmomente auszustehen, denn meine so geliebten blau-gelben Rennschuhe lösten sich in Einzelteile auf. Auch in dieser Situation erwiess sich Barbara als rettender Engel, denn glücklicherweise habe ich mit der Schuhgrösse 41,5 kleine Füsse und sie lebt auf derselben Grösse, sodass sie mir mit ihren Mountainbike-Schuhen aushelfen konnte.

Wie uns Barbara Tesar aus dem Raume Graz während der Fahrt auf unsere Fragen erzählte, ist sie österreichische Ironman-Meisterin und bereits 3x in Hawai gestartet und auch angekommen. Ihr diesjähriges Ziel ist das Unterbieten der 10 Stunden Grenze, und damit Qualifikation für die Olympischen Spiele. Etwas überraschend hat sie mich angefragt, ob ich nicht als Guide an ihren Tours mitfahren möchte. Zuerst meinte ich, sie mache einen Witz, aber sie meinte es ernst. Sie habe immer wieder ältere Herrschaften, die nur leichtere Strecken fahren möchten, und ich kenne mich doch in Istrien recht gut aus. Werde ich damit in meinen alten Jahren noch "Profi"? Muss ich mir dies noch antun?

So, 25. Mai
(Solaris)

16 - 24°C

Mit Istria-Bike auf Istrien-Fahrt — Kleinkarierte "Ossis"

Im Hotel Rubin waren meine 20 Basler Radfreunde vom CPC untergebracht. Mit einem Bus fuhren sie bereits am Freitag-Abend in Basel weg und kamen gestern Samstag morgen in Istrien an. Heute war die erste Ausfahrt und führte unter Leitung von Barbara von der Organisation Istria-Bike über 82 km von Porec über Dvigrad nach Rovinj, wo wir uns verpflegten. Dann gings weiter über den Limsfjord zurück nach Porec. Es waren recht gute Wetter-Verhältnisse und wir hatten Glück, weil es erst am Schluss leicht regnete.

Ich fuhr in einer Gruppe mit 3 Ex-DDR- Fahrern aus dem Dreiländereck zwischen Deutschland, Polen und der Tschechei . Ich war überrascht, wie kleinkariert und unqualifiziert ihre Meinung über die jetzige politische Situation und Demokratie in Deutschland ist. "Heute gibt es ja mehr Staat, als wir es hatten" und meinten dabei, dass immer mehr Gesetze und "Einschränkungen" vom deutschen Staat aber auch von der EU verordnet werden. Kein einziges Wort über ihre heutige Freiheit in Berufs- und Privat-Leben, die sie im jetzigen Deutschland geniessen und die es ihnen z.B. erlaubte, hierhin nach Istrien zum Radfahren zu fahren. Ich verstehe jetzt die Bewohner der "alten Bundesländer", die viele dieser undankbaren "Ossis" am liebsten auf den Mond schiessen würden?

Sa, 24. Mai
(Solaris)

16 - 24°C

Dramatischer Sturz von Uli: Er suchte seine Grenzen

Ein Tag vor der beginnenden CPC-Radtour habe ich bei wunderbarstem Wetter eine letzte 49 km lange Trainings-Fahrt zu Edo unternommen, wo ich 3 Beefsteak-Tartar für den 2. Juni bestellte.

Vor einem Jahr hat es den Tiroler-Peter erwischt, als er im Englischen Garten in München vom rechten Weg abkam und sich arg verunstaltete. Heute hat der Gevelsberger Uli W. beim Abfall-Container auf Solaris einen sehenswerten einfachen Salto gerissen und ist nur knapp an einer Bestnote vorbeigeschrammt, weil er den Sprung in den Container hinein verpasste und ganz unerotisch wie ein Mai-Käfer auf seinem verlängerten Rücken landete. Wie eine Untersuchung von Schwester Barbarella abends ergab, dürften ausser einem bleibenden Schock keine grösseren Schäden zurückbleiben. Er fuhr bereits wieder Dreirad.

Do (Fronleichnam), 22. Mai
(Solaris)

12 - 19°C

Rückflug von Karina ab Rijeka

Um 3 Uhr sind wir aufgestanden, um 2 Stunden vor Abflug auf dem Flugplatz Rijeka auf der Insel Krk einzutreffen. Hier auf Solaris sah man noch einige Sterne, unterwegs hat uns dann der Regen eingeholt. Trotz allem waren wir zu früh auf dem Flugplatz, denn die kroatischen Polizisten, Flughafenpersonal und Zöllner kamen erst gegen 7 Uhr .

Ich fuhr dann anschliessend über die istrianische Halbinsel nach Koper, wo ich Lebensmittel einkaufte und günstiges Benzin (€1.16 pro Liter 95 Oktan) tankte. Erst kurz vor Solaris wurde der Himmel wieder blau und liess mich im Freien meinen "Ast" ausschlafen. Ich war todmüde.

Di, 20. Mai
(Solaris)

12 - 19°C

Gedanken über die "positiven Seiten Deutschlands"

(Einleitung: Es regnet immer noch auf Solaris, so habe ich Zeit, viel Zeit)

Meine Homepage hat viele Fans und ich gehe gerne auf deren Wünsche ein. So hat mein Campingnachbar Uli mir die Aufgabe gestellt, hier an dieser Stelle zu schreiben, was mir in und an Deutschland gefällt, und worin Deutschland für andere Vorbild sein kann:

  • Ohne zu zaudern kommt mir da als erstes Heidi Klum in den Sinn. Diese Frau sieht einmalig aus. Ein Kunstwerk! Ein totaler Gegensatz zur faden Claudia Schiffer (womit ich bereits wieder negativ war, denn es gibt mehr Schiffers als Klums).

  • Deutschland ist das Land der Dichter und Denker. Seit 20 Jahren überschwemmt die neue Deutsche Welle mit High-Tech-Texten die Schlagerwelt: "Watte-hatte-dude-da", "Maschendrahtzaun", "Piep-piep-piep, Guildo hat euch lieb", "Da-Da-Da...", "Schni-schna-schnappi"

  • So weh es mir auch tut, ich muss es zugeben: Im Sport sind die Deutschen einfach besser, weil auch ehrgeiziger. Einzig im Eishockey zittern die schwarz-rot-goldenen Boys vor uns Schweizern. Im Fussball hoffe ich bei jedem Länder-Spiel, dass dem deutschen Torhüter ein kleines Insekt ins Auge fliegt und er dadurch den Ball (oder auch mehrere) zwischen den Beinen hindurch ins Tor rolen lässt. (Bem: etwa 10 Schweizer Fussball-Profis verstärken die 1. Deutsche Bundesliga).

  • Die Deutschen sind schnelle Autofahrer mit grossem Gerechtigkeitssinn. Mit ihrem Bussgeld in der Schweiz können wir uns Polizisten mit einem Mehrfachen des deutschen Mindestlohnes leisten.

  • Apropos Geld: Die Schweiz ist das grösste Auswandererland der Deutschen. Im 2007 sind 20'000 Deutsche in die Schweiz emigriert und verdienen seither hier ihr Brötchen. Viele Deutsche kommen aber nicht in die Schweiz, sie lassen hier einzig ihr Geld auswandern, was den deutschen Finanzminister unheimlich ärgert und uns Schweizer freut.

  • Aldi, Lidl, Plus sind weitere Erzeugnisse aus Deutschland, die die Schweiz überschwemmen. Wir Schweizer werden nun auch "Schnäppchenjäger" .... Die deutsche Lufthansa hat unsere nationale Swiss-Fluggessellschaft zu einem Schnäppchenpreis übernommen und die oesterreichische Austria-Airline bisher links liegen lassen.

  • Dank Deutschland bin ich aufgeklärt und weiss, wie es geht. Zuerst war es Oswalt Kolle, dann die deutschen Striptease-Lokale nahe der Schweizer Grenze, die die Sternchen auf den Brüsten wegliessen, und schlussendlich die Pornokinos, die all das zeigten, was in der Schweiz noch verboten war. Ich musste mich in der Schweiz mit Rhönrad-fahrenden und tanzenden Naturisten-Mädchen begnügen, die kein Fleisch assen und noch weniger Bier tranken. Meist waren sie geschlechtslos, weil unten retouchiert.

  • Aber es gibt noch mehr erwähnenswertes: Mein Vater kommt aus Deutschland! Mir gefällt die grosszügige und vielseitige Fernsehwelt mit interessanten manchmal auch lustigen Sendungen. In Bezug auf Kultur ist Deutschland führend, mindestens gegenüber der Schweiz. Ich beneide den grossen Kanton, wie wir Deutschland so liebevoll nennen, um die vielen Theater und Opernhäuser.

  • Ich habe viele Freunde in Deutschland, die ich mag und nicht verlieren möchte. Dass mich ein Ehepaar im 2007 adoptieren wollte, sei nur so nebenbei erwähnt. Glücklicherweise wissen die beiden noch nicht, was sie sich an mir eingehandelt haben!

Mo, 19. Mai
(Solaris)

12 - 19°C

Sind gesetzliche Mindestlöhne das gelbe vom Ei?

(Einleitung: Es regnet auf Solaris, so habe ich für philosophische Betrachtungen Zeit.)

Für mich als Schweizer ist es unvorstellbar, wie man mit 5-7 € Stundenlohn (entsprechend etwa € 1000 je Monat) als Single und noch weniger als Familie leben kann. Ich weiss, man kann nur schwer zwischen zwei Länder vergleichen, trotzdem verfolge ich interessiert, wie Deutschland dieses Problem der immer grösser werdenden Gruppe der Wenigverdiener in den Griff bekommen will.

Es gibt da zwei Lösungs-Richtungen. Die einen wollen durch staatliche Eingriffe einen Mindestlohn per Gesetz festlegen. Die anderen wollen das Problem an den Wurzeln anpacken, und die Anzahl interessanter Arbeitsplätze gemäss dem Grundsatz "Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis/Lohn" wieder erhöhen.

In der Tat haben der Kommunismus in den Oststaaten und der Ostdeutsche SED gezeigt, wie weit ein Staat durch staatliche Eingriffe kommen kann. In diesen Staaten kannte man zwar die Vollbeschäftigung und jeder konnte existieren, aber nicht mehr .... und schlussendlich waren die kommunistischen Staaten bankrott.

Deshalb bin ich der festen Ueberzeugung: Durch gesetzliche Steuerung des Binnen-Marktes wird nur das Gegenteil erreicht. Freie Arbeitsplätze werden verschwinden. Der globale Markt funktioniert nach betriebswirtschaftlichen Gesetzen und nicht nach Gesetzen der einzelnen Länder und Organisationen sprich Gewerkschaften.

Aus diesem Grund unterstütze ich vehement die These, dass wir mehr qualifizierte Arbeitsplätze brauchen, wie es vor 30 Jahren war, als ich noch unter vielen Arbeitsplätzen wählen konnte und die Firmen um jeden Arbeitssuchenden kämpften. Es gab zu der Zeit praktisch keine Arbeitslose. Heute ist es jedoch umgekehrt, da kämpfen viele Arbeitnehmer/Arbeitslose um jeden Preis (sprich "tiefes Gehalt") um eine freie Stelle.

Diese Jahre waren die goldene Zeit der Gewerkschaften, als sie ohne grossen Aufwand durch echte Erpressung der Firmen die Löhne explodieren liessen und gleichzeitig für eine geringere Arbeitszeit von weit unter 40 Stunden kämpften. Das schlimme und bedenkliche war, dass die Gewerkschaften dabei die grundlegendsten betriebswirtschaftlichen Grundsätze ausser acht liessen und vergassen, dass dies auch zu hohen Produktekosten führen würde. Diese Kurzsichtigkeit baden die heutigen Arbeitnehmer wieder aus, weil zur Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit und damit neuer Arbeitsplätze die Arbeitszeit ohne Lohnanpassung erhöht werden muss.

Es wird ein schwieriger Weg werden, aber die heute zum Teil tiefen Löhne werden durch neue qualifizierte Stellen automatisch wieder ansteigen. Aber dieser Vorgang braucht noch etwas Geduld und auf keinen Fall neue Gesetze der Roten.

Sa-Mo, 17.-19. Mai
(Solaris)

12 - 19°C

Zweite Raclette-Party — Kampf um die Tennis-Vorherrschaft

Das neue Sonnenschutzdach vor dem Vorzelt hielt den mehr oder weniger starken Regenfällen der letzten Tage stand und bildete keinen Wassersack, was mich beruhigend schlafen liess.

Mit Zweizeiler wie "S'Mädschen mit dem Bammelröckschen, entwickelt sich zum Rammelböckschen" hat uns Bärbelche am Sonntag beim Aufessen des Raclette-Käses bestens unterhalten. Zum Abschluss zeigte uns Dieter auf seinem PC Bilder aller Art aus den letzten 30 Jahren. Wer hätte doch gedacht, dass Dieter mal einen schwarzen Schnauz hatte.

Bereits am Sonntag und dann auch am Montag wollten wir, d.h. Fred, Fritz, Uli und ich Tennis spielen. Der Platz war aber erst am Montag-Nachmittag nach 3 Stunden Sonne wieder bespielbar. Dann ging aber die Post ab: Uli und ich spielten nach einem 5:1-Rückstand die beiden "Alten" Profis regelrecht an die Wand und gewannen den Match um die Tennis-Vorherrschaft im Tiebreak.

Fr, 16. Mai
(Solaris)

14 - 25°C

Damen-Tennis-Doppel — Leberkäs bei Fred und Gisela — Holger geht es sehr schlecht

Am Morgen spielte ich mit der Kärntner- und Grazer-Inge, sowie Monica ein von mir so geliebtes Damen-Doppel. Mit Spielkarten haben die drei Hübschen mich unter sich verlost. Die Kärntner-Inge war die glückliche (oder der Pechvogel?). Es wurde ein lustiges, aber auch ehrgeiziges Spiel.

Auf den späteren Nachmittag luden Fred und Gisela zu ihrem bereits traditionellen Leberkäs-Essen bei Willi und Karin ein, den sie aus Pfarrkirchen mitbrachten. Ich habe dabei etwas zu viel Bier getrunken und musste mich anschliessend im Wohnwagen festhalten, weil er sich laufend um seine Achse drehte.

Unser Tennispartner Holger aus dem Deutschen Dachau ist heute ins Spital nach Izola (Slowenien) eingeliefert worden. Es geht ihm schlecht. Nachdem er letztes Jahr wegen seiner schweren Krankheit nicht nach Solaris kommen konnte, wurde er diesen Winter mehrmals operiert. Aber er wollte noch einmal nach Solaris.

Nachdem mich gestern ein Wiener-Ehepaar bereits auf meine Homepage angesprochen hatte, kam heute Nachmittag ein weiteres Ehepaar vorbei, um sich bei mir als Fan meiner Homepage zu outen. Beide verfolgen mit grossem Interesse meine Reiseberichte.

Tony Roesch aus Thailand schrieb mir in einem Mail, dass sein Augenlicht stark nachgelassen habe und er sich operieren lassen müsse. Er sei aber guten Mutes, dass alles gut komme. Ich hoffe für ihn, dass alles gut kommen wird und wir zwei im Herbst die Natur neu erleben können.

Do, 15. Mai
(Solaris)

10 - 25°C

Trainingsausfahrt — Trüffel-Essen in Groznjan — Ausflug der Kohlmeisen

Fenster in Groznjan

Eine Trainingsfahrt über 42 km nach Viznjan und Vizinada für die CPC-Rennwoche Ende des Monats stand auf dem Programm, derweil Karina mit Gabi und Jean eine Inline-Tour durch die Campingplätze machten.

Ausflug nach Motovun und Groznjan, wo wir im Restaurant Bastia die wunderbaren und einmaligen hausgemachte Nudeln mit Trüffel assen (à Kuna 90 entsprechend €13).

Am frühen Morgen müssen unsere jungen Kohlmeisen ausgeflogen sein und bereits am späteren Nachmittag war ein anderes Meisenpärchen (oder etwa dasselbe ?) dabei, das leere Nest zu besichtigen.

Mi, 14. Mai
(Solaris)

10 - 25°C

Tennis-Doppel — Raclette-Party

Zum ersten Mal dieses Jahr spielte ich ein Tennis-Doppel auf Sand mit Uli, Fritz und Fred. Ich spielte jedoch zu unkonzentriert. Fritz war Herr auf dem Platz. Für den Tenniplatz zahlten wir 70 Kunar je Stunde (entsprechend €10).

Gegen 1.5 kg Raclette-Käse habe ich aus der Schweiz mitgebracht. Bärbel und Dieter, Hilde und Uli, Inge und Fredy haben mich und Karina beim Essen unterstützt. Ich glaube, die Raclette Party hat allen gepasst. Um 16 Uhr begannen wir. Ein Haupt- und Lach-Thema bildeten die letztjährigen Eskapaden meiner ehemaligen Schwiegereltern.

Pfingst-Mo-Di, 12. - 13. Mai
(Solaris)

10 - 20°C

Ausflug nach Rovinj — Shopping

Karina in Rovinj

Pfingst-Montag: Fuhr mit Karina nach Rovinj, denn diese Stadt ist eine der schönsten in Istrien. Und in der Tat bot sie viele schöne Foto-Sujets. Was mir auffiel, waren die vielen (neuen) Kunst-Gallerien. Unseren Kaffee tranken wir auf einer Treppenstufe sitzend auf einem der mehreren Wege hoch zur Euphemia-Kirche.

Dienstag: Shopping war angesagt. Zuerst in Triest im Camping-Laden, wo ich mir einen Sichtschutz besorgte, dann in Koper im Aldi/Lidl. Ueber Portoroz und den Zoll Dragonja furen wir zurück, weil der andere Zoll zwischen Slowenien und Kroatien bei Kastell mit besonders giftigen Zöllnern aus Kroatien besetzt ist.

Pfingsten, 11. Mai
(Solaris)

14 - 20°C

Raver-Party — Das Thema No.1: die Dölls

War dies eine Nacht, denn ich wurde bereits früh morgens um 6 Uhr durch das Dröhnen von Raver-Musik geweckt. Gewaltige Bässe erschütterten den Wohnwagen. Ich war mir sicher, dass dieses Getöse nur vom Nachbar-Camper von Walter und seinem Enkel kommen konnte. Ich habe dann aber erfahren, dass dieser Lärm 3 km vom Strand des benachbarten Lanterna-Campingplatzes kam, wo 2'400 Maturanden aus Deutschland und Oesterreich über Pfingsten feierten. Ja, ich gehöre auch schon etwas zu den älteren und hatte für die Nachtstörung wenig Verständnis.

Am frühen Nachmittag trafen meine "Adoptiveltern Uli und Hilde" ein. Sie stellten unverzüglich ihr Vorzelt und auch die SAT-Anlage auf.

Ein Gerücht wird immer mehr Realität: Von den Mödlinger erfuhren wir, dass die Dölls ein neues Vorzelt gekauft haben und am Pfingstsonntag eintreffen werden. Für viele ist dies ein Schock, denn letztes Jahr haben sie sich recht unflätig gegenüber Mitcampern benommen. Am Nachmittag sind wir bei Inge und Fredy zum Kaffee und Tenniskuchen eingeladen. Es war bedeckt und es wehte ein kalter Wind. Wir sassen im Vorzelt und wollten uns eben verabschieden, als die Dölls in ihrem silbrigen Skoda vorfuhren.

Karina auf den Inlinern und ich mit dem Mountainbike. So habe ich Karina die beiden Campingsplätze Solaris und Lanterna gezeigt. Als Belohnung gabs an der Marina von Lanterna ein tolles Eis.

Do-Fr, 8. - 9. Mai
(Solaris)

8 - 21°C

Ankunft von Karina in Rijeka — Feines Essen im Dvi Murve

Bereits um 05:30 fuhr ich weg in Richtung Flughafen Rijeka auf der Insel Krk, wo Karina um 07:35 mit einer TUI-Flieger ankommen sollte... und es klappte. Pünktlich schwebte der Flieger auf die kleine Landebahn des ehemaligen Militärflugplatzes.

Abends gingen wir ins Dvi Murve zum Essen und spazierten anschliessend durch Porec. Ich bestellte ein Rind-Steak des Hauses mit Nudeln, Pilzen und Speck an Rahmsauce (à 115 Kunar entsprechend €16), derweil Karina schwarze Nudeln und Fischsuppe genoss.

Di/Mi, 6. - 7. Mai
(Solaris)

10 - 25°C

Petunien

Kaufte in der Gärtnerei von Porec zwei grosse rosa und samt-lila Petunien-Gehänge à je 45 Kunar (=€ 6), um die mich alle Frauen beneiden sollen. Von Bärbel erhielte ich den Tip, Düngestäbchen zu nutzen und sie nicht zu ersäufen, was mir letztes Jahr passiert ist.

So, 4. Mai
(Solaris)

10 - 25°C

Wäscherei

Glücklicherweise gibt es auf dem Campingplatz Lanterna eine Wäscherei, in die ich meine in der Toskana verschwitzten Radtrikots und -Hosen zum Waschen bringen konnte. Wie letztes Jahr verlangten sie 45 Kunar (ca €6.50) je Waschtrommel. Auf der Rückfahrt habe ich mich ins Internet eingeklinkt und 78 Mails abgeholt. Dann ging es weiter zum Kiwi, wo ich die unzähligen Insekten-Leichen und den klebrigen Pinien-Schmutz vom Auto abwaschen liess (40 Kunar = ca €5.50).

Sa, 3. Mai
(Follonica)

14 - 25°C

Rückfahrt nach Istrien

600 km von Puntone (Toscana) nach Istrien standen auf dem Programm. Die Rad-Woche war Spitze, das Hotel weniger, man sollte es schnell vergessen. In Koper (Capodistria) habe ich mich noch mit Lebensmitteln und 24 Büchsen Pilsen-Bier eingedeckt, sowie den Benzintank mit dem günstigsten Benzin von Europa aufgefüllt (€1.08 pro l 95 Oktan). In Italien ist der Benzinpreis innerhalb der vergangenen Woche von €1.38 auf €1.45 explodiert. Der kroatische Zoll hat mich unkontrolliert durchgelassen.

Hier auf Solaris sind in der vergangenen Woche viele neue Camper angekommen. Der Campingplatz sieht bereits bewohnt aus. Dieter und Bärbel sind am Freitag eingetroffen. Von den Dölls, das grosse Thema auf dem Platz, fehlt immer noch jede Spur.

Fr, 2. Mai
(Follonica)

14 - 25°C

Ausfahrt Sassetta - Montioni (87 km)

Bei wunderbarstem Wetter und wolkenlosem Himmel gings im Dress unseres Radrennclub Basel via Suvereto über viele Spitzkehren hoch nach Sassetta, wo wir einen Kaffee-Halt machten, dann teilten wir uns in Gruppen auf. Die einen fuhren durchs Bärental nach Montioni, die anderen denselben Weg zurück und die dritte Gruppe via Monteverdi nach Montioni.

In Montioni gab es fein schmeckend AntiPasti und Spaghetti. Ich fuhr mit André zurück ins Hotel, während die übrigen ihren Durst ersäuften.

Do, 1. Mai
(Auffahrt)
(Follonica)

12 - 23°C

Ruhe- und Swimmingpool-Tag

Nach dem gestrigen strengen Tag mit ungefähr 850 m Höhendifferenz gewährte ich mir einen zusätzlichen Ruhetag am Swimmingpool. Ich wollte faulenzen und nichts tun, denn für morgen ist meine Lieblingsetappe auf Sassetta vorgesehen. Derweil machten die anderen den Tatti-Aufstieg und kamen nach 107 km geschafft nach Hause. Einhellig waren sie der Meinung, es sei streng gewesen.

Anfänglich waren Gaby, die Frau von Dominique, und ich alleine am Swimmingpool, aber ab Mittag überschwemmten uns eine Invasion Italiener meist mittleren Alters mit und ohne Teenager. Sie lachten, spotteten und kommunizierten in höchster Lautstärke quer über den Swimmingpool. Es war ein heiloses Durcheinander. Es waren Teilnehmer eines 3-tägigen Tanzkurses.

Abends gab es erstmals wieder ein Buffet, weil es mit den Italienern genügend Gäste wären (so der Tenor aus dem 4-Stern-Hotel !!!!). Dies war eine typische Aussage, weil in diesem Hotel nicht der Gast König ist, sondern die Küche resp. das Hotel.

Mi, 30. April
(Follonica)

12 - 23°C

Ausfahrt Monterotondo - Massa Marittima (107 km)

Sonne und Wolken wechselten sich ab als wir am Morgen um 10 Uhr starteten. Der Monterotondo war die erste Herausforderung mit etwa 550 m Höhenunterschied. Beim Aufstieg habe ich stark gelitten, denn mein Hintern schmerzte auf dem Sattel. Ich wusst nicht mehr, wie ich sitzen sollte. Nach einer Pause gings in rasanter Abfahrt ins Tal und es folgte ein weiterer Anstieg auf Massa Marittima. Erstaunlicherweise waren meine Sitzprobleme behoben. Nach diesem zweiten Höhepunkt und einer weiteren rasanten Talfahrt bogen wir ab in Richtung Capanne ins Dorf Pesta, wo wir ein einmaliges Mittagessen für € 16 erhielten: mannigfaltige Antipasti, Schinken, Spaghetti, Gelati, Wein, Espressi, Grappa etc

Auf der Heimfahrt habe ich die Gruppe verloren, als ich bei einem Kreisel eine Abkürzung durch eine Einbahnstrasse wählte, und bin alleine nach Follonica gefahren, wo ich dank Rückenwind als Erster anlangte.

Im Hotel gab es zum Nachtessen u.a. einen Antipasti-Teller und zähes Roastbeef à la Inglese. Unsere Mittag-Essen in den einfachen Land-Gaststätten waren mit Ausnahme beim Bruno nahe von Punt Ala immer besser und vielfältiger. Ganz zu schweigen von der herzlichen Betreuung und Bedienung durch die Besitzer. Dort fühlten wir uns jeweilen als gern gesehene Gäste.

Di, 29. April
(Follonica)

10 - 23°C

Erzwungener Ruhetag wegen Regen

Als ich um 07:30 Uhre aufstand, regnete es in Strömen. Ruhetag, was ich ja auch erhofft hatte. Also Shopping im Novella-Feinkost, wo ich Wildsau-Salami und Salami Picante kaufte. Dann ging es ins Sportgeschäft Sumi, wo ich mir einen klein zusammenlegbaren Santini-Regenschutz zu €59 erstand. Nach einem Apero ganz in der Nähe in der Vinothek und Tratoria Cura Nuova gings zum Rest. Bruno bei der Kreuzung/Abzweiger Punt Ala zum Mittagessen, wo wir Wildsau mit Polenta bestellten. Aber es wurde zu einem richtigen Fiasko. Es wurde uns mehr Knochen als Fleisch serviert und dies zu einem Preis von €23 (inkl. Wein und Getränke).

Als Ausgleich zum misslungenen Mittagessen tat sich der Himmel auf und die Sonne lud mich an den Swimmingpool ein. Das Abendessen war Durchschnitt und nicht 4-Stern würdig. An Stelle des 08/15-Hausweins aus Containern wollten wir uns ein paar Flaschen feinen Weins aus der Gegend geniessen. Die Hotel-Weinkarte war gross, aber nur wenige Sorten waren vorrätig. Es schien, als müsste man seine Weinwünsche Tage zum voraus anmelden!

Der Höhepunkt des Abends bildete der Versuch von Fredy, nach dem Nachtessen 3 Brötchen ins Zimmer zu nehmen, um sie am Abend mit dem heute gekauften Salami zu essen. Er wurde vom Kellner geschnappt und musste sie im Esssaal zurücklassen. Die Brötchen hat man bestimmt weggeschmissen, da sie bereits hart waren.

Mo, 28. April
(Follonica)

10 - 23°C
Wildschweine in Montioni

Zweite Ausfahrt: Sassetta vom Norden her (106 km)

Sonne und blauer Himmel liessen uns in Richtung San Vincenzo fahren, wo wir bei einer Tankstelle, direkt hinter dem Honey-Sex-Club eine Kaffee-Pause einlegten. Von dort ging es dann weiter den Berg hoch nach Castagneto Carducci. wo wir im "La Ribotta, Tf. 0565-763410" mit Bruscetti und Spaghetti verwöhnt wurden.

Rene hat in Castagneto beim Absteigen einen sehenswerten in die Geschichte eingehenden Salto fabriziert. Aus dem Stand hinaus drehte er sich in perfekter Körperhaltung auf den Rücken, knallte auf den Boden, jedoch nicht auf sein Steissbein, das er bereits in seiner Jugend gebrochen haben soll, und lag nun da wie ein Maikäfer seine 6 Beine in die Höhe streckend, wobei er schützend sein Rad immer noch mit seinen SPS-Pedalen hielt. Dies muss ihm einer mal nachmachen.

Von Castagneto ging es weiter bergauf nach Sassetta zum höchsten Punkt dieses Tages. Wie es das Naturgesetz vorgibt, geht es irgendwann immer wieder bergab. Von Sassetta gings über 20-30 Kurven runter ins Tal, wobei der Gegenwind unsere Fahrt etwas gebremst hat.

In Montioni machten wir nochmals eine kurze "Pinkel-Unterbrechung" und sahen dabei 2 Wildsau-Familien mit Jungen aus kürzester Entfernung. Sie waren die Passanten gewohnt und liessen sich sogar füttern.

Beim Abendessen gab es erstmals kein Buffet, weil zu wenige Gäste im Hotel waren. Ausser uns waren es nur noch 4 Erwachsene.

Wie bereits erwähnt verläuft ganz in der Nähe vom Hotel-Strand eine mehrere 100 m lange Mole ins Meer. Daran war seit gestern ein Schiff verankert. Deren Generatoren brummten Tag und Nacht. Diese Mole führt zur nahen Verbrennungsanlage! Heute Abend stank es erdrückend nach verbranntem Gummi oder Teer. Handelte es sich um ein Abfall-Entsorgungsschiff?

So, 27. April
(Follonica)

10 - 23°C

Erste Ausfahrt: Tirli (94 km)

Wunderbares Wetter, blauer Himmel weckten uns auf und liessen uns in kurzen Hosen und im CPC-Dress auf die 94 km lange Strecke über Scarlino - Gavorrano - Grilli fahren, wo wir von André zum Kaffee eingeladen wurden. Er feierte mit uns den Eingang seiner ersten AHV ! (für ausländische Leser: AHV = Staatsrente) Dann machten wir uns auf zum Anstieg aufs Tirli (400 m) und zum feinen Essen im "Il Bivio in Ampio" mit unzähligen Antipasti und zum Schuss Risotte mit wilden Spargeln.

Unsere Rückfahrt über Castiglione della Pescaia wurde durch den starken Gegenwind stark erschwert. Es war mühsam. Wir wurden arg von vorne durchgeschüttelt. Zum Schluss war ich echt kaputt.

Als Apéro vor dem Nachtessen spendierte Anita als neue CPC-Fahrerin feinen Prosecco. Im Vertrauen: Anita ist zwar die Jüngste von uns, aber sie fuhr uns Männer in den Bergen in Grund und Boden. "Sau-stark" würde man dem sagen.

Dominique ist seit kurzem auch pensioniert. Er verriet uns sein Erfolgskonzept: "Ich investiere nur noch in Schnaps, da hast 42% und kein Risiko!"

Sa, 26. April
(Follonica)

6 - 20°C

Fahrt in die Toskana zur Radrenn-Woche

In der Nacht fiel das Thermometer in Istrien noch auf 6°C, aber am Morgen herrschte blauer Himmel und es wurde von Stunde zu Stunde wärmer.

Heute war zudem auch mein Reisetag nach Puntone bei Follonica in der Toskana. Im ALDI in Koper kaufte ich noch Getränke und Reiseproviant ein und um 9 Uhr hatte ich bereits Triest hinter mir gelassen. Ich vertraute nochmals meinem Navigationsgerät, das diesmal keinen einzigen Fehler machte, wenn man davon absieht, dass es mich bei der Abzweigung vor Florenz nicht in Richtung Livorno/Rossigniano leitete, sondern diplomatisch schwieg. Die Führung von der Autobahn durch Follonica bis zum Hotel bei Puntone war hingegen eine Meisterleistung. Mit klaren und eindeutigen Befehlen führte es mich über die ungefähr 10 Kreisel zum Hotel "Corte dei Tusci Village Palace", Via delle Collacchie-Puntone, I-58020 Scarline (Grosseto), http:/www.cortedeitusci.it.

Erwähnenswert wäre noch, dass es auf der Autobahn nach Follonica vor meinem Auto auf einmal dunkel wurde und es nur so von auf meine Winschutzscheibe aufprallende und zerplatzte Insekten wimmelte. Ich war mit etwa 110 km/h in einen Bienenschwarm geraten.

Unsere Tour-Tross in Puntone bestand aus 10 Personen: André Guidali, Anita Kurt, Renato Bevilacque (Capo della Giro), Fredy und Renate Haas, René Küpfer, Erich Wehrli, Dominique und Gaby Fuchs sowie der Schreiberling Max Lehmann.

Die Hotelanlage mit den grossen sauberen Zimmern und dem schön geformten Swimmimpool ist Spitze und entspricht den 4-Sternen, aber einige massive Mängel beeinträchtigen oder zerstörten diesen guten Eindruck:

  • Es gibt keine Einkaufsmöglichkeit in der Hotelanlage oder in der Nähe, wo man doch Mineralwasser auch zum Zähneputzen brauchte. Um nicht zu verdursten, benötigte man auch Bier oder/und Wein. Der Grund dazu später. Man musste mit dem Auto nach Follonica fahren.

  • Die Hotelbar befindet sich direkt vis-à-vis bei der Reception. Sie ist ein Muster-Beispiel, wie eine Bar nie aussehen darf. Sie animierte weder zum trinken, noch lud sie zum verweilen ein. Sie hatte wenige Plätze und dank der kalten Voll-Beleuchtung war sie steril wie ein Operationssaal. Ich kam mir vor wie in der Möbelausstellung des Möbel-Pfisters.

  • Die Freiluftbar war nicht minder "un-heimelig" und lieblos. Man sass auf ungepolsterten Metallstühlen, denselben notabene, die auch im Speisesaal zum Einsatz kamen. Es fehlte jede Freundlichkeit, Dekoration oder Pflanzen, um dort nach der Ausfahrt oder nach dem Abendessen zum trinken einzuladen. Wir haben deshalb Getränke im Supermarkt gekauft und tranken diese auf den Zimmer-Terrassen.

  • Die Warmwasseraufbereitung war manchmal sehr mangelhaft. So mussten wir am Freitag nach der Ausfahrt kalt duschen. Vermutlich war die Anlage wegen der Italiener überfordert. Wie mag dies wohl in der Saison sein, wenn 3x soviele Gäste anwesend sind?

  • Wenige 100 m hinter dem Hotel in Sichtweite befindet sich eine grosse Verbrennungsanlage, die zu gewissen Stunden, manchmal am Morgen, manchmal auch Abends nach 22 Uhr ungeniessbare Gerüche, die wie verbrannter Gummi oder Teer riechen, ausstösst. Die Anlage ist verbunden mit einer massiven grüngestrichenen Beton-Mole, die direkt am Strand des Hotels vorbeiführte und den Meeresblick verschandelte. Es passt dazu, dass auf keinem der Fotos im Hotel-Prospekt resp. Internet ein Bild mit Mole zu sehen ist.

  • Als Gemeinschaftsräume gab es nur zwei kleine Telefon- und Fernsehzimmer, wobei RTL das einzige deutschsprachige Programm war, die von der SAT-Anlage geliefert wurde. Internet-Anschlüsse oder ein Internet-Raum fehlten, was für ein 4-Stern-Hotel sehr mager ist. Auf meine entsprechende Frage, wollten sie mir die Adresse von einem Internet-Café in Follonica geben.

  • Im Ess-Saal schieden sich die Geister vollends: Anfänglich gab es ein wunderbares und geschmackvolles Antipasti-Buffet, Rot- und Weiss-Wein ab Fass-Container, wobei die Weine eine tolle Restsäure aufwiesen. Seit dem zweiten Abend haben wir Flaschenweine bestellt und diese bezahlt. Die Offenweine waren "im Preis inbegriffen", weswegen ich mich über die Qualität nicht äussere. Der Speisesaal wurde um 19:30 Uhr göffnet, aber bereits um 21:30 hat man uns jeweilen aus dem Esssaal gebeten, weil sie abräumen wollten. Da es keine Vergnügungsmöglichkeiten gab, mussten wir wohl oder übel ins Bett gehen resp. in einem der Zimmer weiter feiern. Ich ging meist ins Zimmer und schaute fern, denn ich war von den Tagesetappen müde.

    Seit Montag gab es kein Buffet mehr, da ausser uns nur noch 2 Familien als Gäste waren. Es gab nur noch Teller-Service. Das Essen war "Resten-Küche", wie es unsere Frauen feststellten. Ein eigenartiger Stil: die Leistung des Hotel wird zurückgefahren, aber von uns nimmt man den vollen Betrag.

  • Am ersten Abend wurden wir im Ess-Saal um einen 8er-Tisch plaziert, wir waren aber zu 10, so dass wir in engster Tuchfühlung zueinander essen mussten. In jedem McDonald hat man mehr Platz. Die Tische waren derart eng nebeneinander, dass einem von hinten der nächste Stuhl behinderte. Zudem wurde in 2 Schichten gegessen, was unter den Italienischen Gästen zu lautstarkenm Streit führte. Es herrschte ein echtes Chaos. Ich fühlte mich in einem falschen Film. Wo war denn die berühmte italienische Küche und Gastlichkeit?

Do/Fr, 24.- 25. April
(Solaris)

8 - 20°C

Ausgeraubte Wohnwagen — Aufbau Vorzelt — Meine Kohl-Meisen brüten im Olivenbaum

Tage habe ich darauf gewartet, bis die Erde genügend abgetrocknet war. Am Freitag war es dann soweit und ich konnte das Vorzelt aufbauen. Alles klappte bestens. Erstmals habe ich das Vorzelt auf eine Plastik-Matte als Schutz gegen die rote Erde genagelt. Zwischendurch habe ich dem Münchner-Günther und Fredi/Inge ihre SAT-Anlagen mit Hilfe meines Analog-Receivers eingestellt.

Viele der hier auf dem Platz abgestellten und gegen Gebühr überwinterten Wohnwagen wurden ausgeraubt. Nach dem Münchner-Günther, dem sie zwar nur das Werkzeug klauten, haben sie dem Münchner-Polizei-Peter/Evi ausser der Kaffeemaschine fast alles geklaut, was zu tragen war. Sogar seine Socken und den Bademantel. Und dieser Wohnwagen war nur etwa 50 m von der Reception abgestellt! Aus anderen Wohnwagen wurden die Fernseher und Kleider entwendet. Bisher sollen mehr als 40 Wohnwagen betroffen sein. Die Zahl steigt täglich an.

Für mich unerklärlich, wie in einer geschlossenen und offiziell bewachten Camping-Anlage derart geklaut werden kann, ohne dass es von der Campingleitung bemerkt worden wäre. Wer von der Campingleitung handelt da wohl fahrlässig oder ........?

Und nun etwas fröhliches: Mein Kohlmeisen-Pärchen brütet wiederum im nahestehenden Olivenbaum. Ob ich wohl den Ausflug der Jungen wie letztes Jahr erleben darf.

Das Internet auf Solaris funktioniert nur teilweise. Am Donnerstag musste ich in der Reception surfen, weil seit Mittwoch ausserhalb kein Empfang möglich war. Die Damen in der Rezeption stellten sich dumm und unwissend. "Ja, da können wir nichts tun" meinten sie, was auch nicht von grossem Kundenservice zeugt. Aber dies war bereits letztes Jahr so. Wie hat doch letztes Jahr jemand gesagt: "Wir sind eben in Kroatien und da ist alles anders." Heute würde ich dies ergänzen durch "Solaris"

Morgen Samstag fahr ich in die Toscana zur Radrennwoche und werde von dort berichten, falls es dort einen Internet-Anschluss gibt.

Mi, 23. April
(Solaris)

6 - 18°C

Sonne — Die nasse und aufgeweichte Erde beginnt zu trocknen

Wie wunderbar als mich heute morgen warme Sonnenstrahlen geweckt haben. Wie es bei mir so ist, dann muss etwas passieren. Der Boden war jedoch tief schlammig und meine Schuhe musste ich im Laufe des Tages 3x von der centimeter-dicken Erde putzen. Ich habe sodann den Wohnwagen und vorallem das Dach mit warmen Seifenwasser gereinigt.

Di, 22. April
(Solaris)

8 - 14°C

Regen — Regen —

Es hat heute nur einmal geregnet. Die Wiese vor mir stand unter Wasser. Ein Tag, um zu lesen und zu schlafen.

Mo, 21. April
(Solaris)

12 - 16°C

Regen— Stromausfall — 1-Sekunden-Hagel

Nachdem es am Morgen noch recht freundlich ausgesehen hatte und die Lufttemperatur um die 20°C lag, begann es gegen Mittag zu regnen, etwas zu donnern, dann Stromausfall auf dem ganzen Platz und auf einmal knallte es ein paar Mal auf meinem Wohnwagendach, als ob ein paar Steine runtergefallen wären: Hagel?

Am späteren Nachmittag hörte der Regen auf und ich machte einen Kurzbesuch bei Edo in Zbandaj, der mir stolz seinen neuen Swimmingpool zeigte.

Was habe ich Neues auf Solaris entdeckt:

  • Im Moment überwiegt der Morast. Aber es soll bald besser werden
  • Die Beleuchtung der Hauptstrasse durch Solaris wurde bis über die Schweinebucht weitergeführt.
  • Es wurde ein Mehrzweck-Sportplatz auf Kosten der Tennis-Platze 7 und 8, sowie einiger Standplätze erstellt.
  • Das WLAN wurde noch nicht erweitert. Die Qualität ist im Moment wie letztes Jahr, also keine Empfang bei den teuersten Plätzen am Strand und den "Seniorenplätzen". Ich finde dies schwach, denn man machte damit sogar im ADAC-Campiggführer damit Werbung.

  • Es wurden einige neue und schöne Steingärten angelegt, sowie Palmen rund um die Waschhäuser gepflanzt. Man fühlt sich wie an der Südsee, wenn es nicht gerade regnen würde.

  • Das Niveau an der Reception ist wieder wie früher, jede der dortigen Damen erzählt etwas anderes. Sie können z.B. keine Auskunft über den Ausbau des WLAN geben. Aber sie geben sich Mühe! Der Walter ist immer noch dort, jedoch er schreibt sich "Valter", aber Chefin ist die Daniela, ein "Pfundsweib".

  • Unser Waschhaus 12 wurde (noch) nicht renoviert.

Die Wechselkurse haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht gross verändert. Man erhält:

  • 7.18 Kunar für 1 Euro
  • 4.4 Kunar für 1 SFr

Auf der Fahrt nach Istrien habe ich folgende aktuellen Benzinpreise 95 Oktan festgestellt:

  • Schweiz Autobahn (Coldrerio)
  • : €1.21 pro Liter (=SFr 1.95)
    Schweiz Normalstrasse: €1.11 pro Liter (=SFr 1.79)
  • Italien Autobahn: € 1.38 pro Liter
  • Slowenien Normalstrasse: €1.08 pro Liter
  • Kroatien Normalstrasse: €1.19 pro Liter (=8.55 Kunar)
Sa/So, 19./20. April

12 - 20°C

Fahrt mit Hindernissen nach Istrien— Habe die falschen Schuhe an — Das Navi überzeugte mich (noch) nicht

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. In der Tat:

  • Erstmals in meinem Leben bin ich ganz gemütlich und ohne Stress in den Reisetag gestartet. Ich habe mir nämlich erlaubt, auszuschlafen und habe keinen Wecker gestellt. Um 9 Uhr bin ich aufgestanden. Früher startete ich jeweilen vor Tagesanbruch und habe dementsprechend gestresst geschlafen.

  • Den Wohnwagen holte ich mir um 11 Uhr in badischen Buggingen ab, stellte dabei aber mit einem lauten Fluch fest, dass ich Mokasin-Schuhe anhatte und nicht die Turnschuhe, die ich beim Autofahren vorziehe und auch in Istrien brauche. Also fuhr ich samt Wohnwagen auf die am nächsten bei Basel liegende Autobahnraststätte, kuppelte den Wohnwagen ab und holte mir zu Hause meine bereit stehenden Turnschuhe.

  • Um etwa 16 Uhr landete ich in Coldrerio vor Chiasso. Tankte nochmals günstiges Benzin (&euro 1.11 je Liter 95 Oktan), wobei das Coldrerio-Benzin das teuerste in der Schweiz ist. In Italien betrug der Preis 1.38. je Liter 95 Oktan. Ich machte einen McDonald-Stop, genoss den BigMac und legte mich in Ferienstimmung im Wohnwagen kurz aufs Ohr .... und schlief tief ein. Erst nach schönen Träumen wachte ich um 22 Uhr wieder auf!

  • Auf der Weiterfahrt durch Italien erlebte ich zwei Ueberraschungen: Die eine, dass ich auf den Autobahnparkplätzen wegen der dort stationierten Lastwagen keinen Platz zum ausruhen fand, und die zweite, als ich zweimal unerwartet von der Autobahn abgeleitet wurde. Darüber aber weiter unten.

  • Die Fahrt durch Triest war abgesehen von kleinen Unterschieden gleich wie letztes Jahr, einzig kurz vor der slowenischen Grenze nach dem alten Tunnel wurde ich auf die Autobahn zum Zollamt Skofie geführt. Dort erwartete mich die nächste Ueberraschung, die Zollhäuser waren ausgestorben, keine slowenischen Zöllner mehr und unverhofft war ich am Zoll-Parkplatz vorbei, wo ich doch eigentlich ein paar Stunden schlafen wollte.

  • Also gings weiter in Richtung Kastel zum kroatischen Zoll. Der erste Beamte winkte mich durch und der Zweite fragte mich, nachdem er aufgeschreckt den voll beladenen Saab mit Wohnwagen gesehen hatte, was ich da mitführe? Er machte sogar Anstalten aus seinem Häuschen zu kommen, liess sich aber von meiner Antwort "Camping" besänftigen. Erst später habe ich erfahren, dass ich für meine 6 kg Kaffee mit einer saftigen Busse hätte rechnen müssen!

  • Ich fuhr dann weiter über die neue Brücke und den Damm beim Steinbruch Antenal, machte um 5 Uhr morgens auf dem Kiwi-Parkplatz ein letztes wunderbares Schläfchen und stand am Sonntag-früh um 8 Uhr an der Reception vom Camping Solaris. Dort erhielt ich die Platznummer 900 fürs Dauercamping 2008 (&euro 1850 für 2 Personen).

  • Fredi und Inge, sowie die Burgenländer waren bereits am Einrichten und Aufstellen. Im Laufe des Nachmittags kamen Mathiaz und Ida kurz zu Besuch. Die Dölls waren das grosse Gesprächsthema. Werden sie kommen oder nicht, nachdem sie letzten Herbst ihr Vorzelt weggeschmissen hatten?

  • Erstmals hatte ich mein Navigationsgerät im Einsatz. Mein erster Eindruck war zwiespältig. Ich kann diese Geräte bestens empfehlen, wenn man die Strecke kennt. Vielleicht benötige ich abere auch Unterricht von Dieter!

    • Bereits kurz nach dem Start in Basel wollte mich doch diese Intelligenzbestie von Navi-Gerät kurz nach der Schwarzwaldbrücke über den Rhein explizit zum Birsfelder-Hafen anstatt in Richtung Luzern schicken. Sollte ich etwa getestet werden?
    • Beim zweiten Test kurz nach Luzern verlangte das Gerät, dass ich unverzüglich rechts abbiegen sollte. Da war aber weit und breit keine Ausfahrt. Ich wäre gegen eine Felswand gefahren
    • und kurz darauf auf der Höhe von Hergiswil am Vierwaldstättersee sollte ich wieder rechts halten ... nach Sarnen und in Richtung Brünig-Pass, aber ich wollte doch durch den Gotthard.
    • Als wärs ein realer Test für mein Navi, hat wie bereits erwähnt die italienische Polizei mich und all die anderen Autofahrer bei Bergamo und Latisana (Zwischen Venedig und Triest) von der Autobahn gewiesen, weil ein dortiges Autobahnstück für den Verkehr gesperrt war. "Sofort umdrehen" hat mir die weibliche Navi-Stimme mehrmals ins Ohr geflüstert. Als ich nicht gehorchte und unaufhaltsam in Richtung "Deviatione" (=Umleitung) weiterfuhr, rissen ihr die Nerven vollends und sie verlangte mehrmals, unverzüglich rechts in eine enge Strasse (=Feldweg) abzubiegen, weit weg von der Autobahn, die doch links von uns lag. Aber zum Schluss hat die Sprech-Dame dann alles wieder gut gemacht und mich ganz unerwartet gerettet, als sie mich aus dem vorwurfsvollen Schweigen heraus links auf die Autobahn A4 in Richtung Triest abbiegen liess. Diesen kleinen unscheinbaren Wegweiser zur Autostrada hatte ich nicht gesehen.

Fr, 18. April
(Basel)

7 - 14°C

Bin Navi-Besitzer — Packen und Laden — Am Samstag-Nachmittag fahr ich in Richtung Süden

Nun gehöre auch ich zur Elite der Menschheit: Ich bin nämlich Navigations-Geräte-Besitzer, denn ich habe mir gestern beim ALDI ein MEDION P4420 für €229 angeschafft. Morgen Samstag resp. Sonntags werden wir es wissen, ob mich das Navi auch wirklich nach Istrien bringen wird!

Wir bereits erwähnt fahr ich am Samstag ab in Richtung Istrien, wo ich am Sonntag ankommen werde. Heute war Packen angesagt.... und einmal mehr ist mein Auto "bumsvoll".

Mi, 16. April
(Basel)

4 - 11°C

Letzte Ausfahrt vor Istrien resp. Toskana — Inline Skating — Neue SAT-Anlage

66 km standen auf dem Programm der CPC-Ausfahrt mit Renato B. in's Elsass. Es war sehr kühl um die 10-11 °C und zum Abschluss kalter Regen und Graupelschauer. Ich muss gestehen, dass es mich schon Ueberwindung kostete, mitzufahren. Aber ich wollte Renato diese Freude bereiten und schlussendlich hat es mir auch gut getan.

Am Montag gegen Abend kam mein "Rennmäuschen" aus Villingen zu Besuch. Shopping war angesagt und Erfahrungsaustausch im Inline-Skating. Wir kauften auch einen modern designten,handliche grünen Maulwurf.

Im Interdiscount habe ich mir dann noch eine neue SAT-Anlage fürs Camping gekauft. Sie besteht aus einem Receiver mit Viaccess, einem 80cm-Empfangsspiegel, einem Dual-LNB, um die beiden Satelliten ASTRA und Hotbird empfangen zu können. Auf Hotbird befinden sich u.a. die über ViaAccess empfangbaren Schweizer Sender. Ich fand, es war ein "Schnäppchen", denn ich bezahlte dafür Fr. 179.-- (=€110).

So, 14. April
(Basel)

7 - 14°C

Land des Lächelns — Aids Test

Gemeinsam mit Aita B. meiner Nilprinzessn aus dem Jahre 2003 habe ich im Basler Stadt-Theater die Franz Léhar-Operette "Land des Lächelns" besucht. Der Regisseur hat aus der komischen und romantischen Operette eine politisch nachdenkliches Singspiel gemacht, das mit aktuellen, symbolischen Interpretationen brillierte. Wenn ich nur an die Szene denke, in der die Mächtigen der Welt (ein Amerikaner, ein Hunnenkönig, der Pinochet, Adolf Hitler, Napoleon, Nero/Cäsar und der Neanderthaler etc) die neue chinesische Weltmacht mit Geschenken überhäuften, um anschliessend sich selber kaputt zu machen. Es war eine eindrückliche Vorstellung und sie hat mich und auch Aita stärker und länger beschäftigt als manche der bisher gesehenen Opern.

Am Montag nach dem "Land des Lächelns" wollte ich mich wieder einmal einem Aids-Test unterziehen. Um es vorweg zu nehmen: Ich bin gesund! Früher wurde einem dabei Blut aus der Armvene entnommen und erst Tage später erhielt man das Resultat. Im Zeichen der Zeit erhielt ich nun bereits 30 Minuten nach der Blutentnahme ab Fingerspitze das Testresultat. Der Preis von Fr. 50.-- blieb derselbe.

Fr, 11. April
(Basel)

4 - 11°C

Thailand gebucht — Mein neuer Foto-Apparate ist eingetroffen

Habe heute die Thailandreise für den kommenden Winter gebucht:

  • 20. Okt. 2008: Abflug von Zürich mit Thai-Airways um 13: 30 Uhr Nonstop nach Bangkok
  • 21. Okt. 2008: Ankunft in Bangkok um 05:33. Mit VIP-Service und Taxi ins Hotel Rembrandt
  • 21.-27. Okt.: Aufenthalt in Bangkok (Besichtigungen, Shopping)
  • 27. Okt. Transfer nach Hua Hin, wo ich den Winter verbringen werde. Ausgangsort für Ausflüge und Reisen (geplant ist eine Reise nach Vietnam / Kambodscha)
  • 8. März 2009: Rückflug nach Zürich mit Thai-Airways

Gestern ist mein neuer Fotoapparat die "Panasonic LUMIX DMC FZ18" eingetroffen. Mein erster Eindruck war fabelhaft. Ich werde den Apparat in Istrien testen und mit ihm Erfahrungen sammeln.

Di, 8. April
(Basel)

4 - 11°C
Osteria ACQUA

Essen im ACQUA — erstes Gepäck in den Wohnwagen nach Buggingen gebracht

Immer wenn ich Zeit habe, versuche ich meine ehemaligen Freunde aus der Novartis-Zeit zu treffen. Diesmal hatte Roland Stucki die glänzende Idee mit der "Osteria Acqua", einem Alternativ-Lokal italienischer Prägung. Ueber den Mittag gibt es nur 2 Menues, ein vegetarisches und eines mit "echtem"Fleisch, dazu Wein und Mineralwasse zu einem Preis von Fr. 22.-- (= € 15). Die dorte Atmosphäre ist himmlich und kitschig zugleich. Der Raum war früher eine Trinkwasserverteilungsanlage und ist es heute noch, wenigstens aus Sicht der alten Leitungen und Gemäuer.

Am Nachmittag fuhr ich dann mit vollbeladenem Auto nach Buggingen im Markgräflerland, wo ich den Wohnwagen bei meinen Verwandten des "Weinhof Weber" stehen habe. Ich lud verschiedene sperrige Güter wie das neue Sonnensegel, Kaffee etc in den Wohnwagen. Und wie es so ist, bin ich dort hängen geblieben: "Komm, wir trinken ein Glas Wein" und schon gabs eine feine Flasche edlen Weins zu probieren. Auch auf die Nachfrage "Du bleibst doch zum Nachtessen?" konnte ich nicht Nein sagen, denn die Leber-Wurst und Käse mit dem feinen Wein sind empfehlenswert.

Auf der sehenswerten Homepage http://www.weinhof-weber.de könnt ihr sehen, wo mein Wohnwagen steht.

Mo, 7. April
(Basel)

1 - 11°C

Nochmals Schnee — Der FC Basel ist Schweizer Cup-Siger

Heute war Grosskampftag, denn ich musste meinen Saab der Motorfahrzeugkontrolle vorführen. Ich stand deshalb bereits um 8 Uhr auf, weil ich nicht mehr schlafen konnte. Und was sehe ich aus meinen noch verklebten Augen: Die Hausdächer sind weiss. Es hat über Nacht wieder geschneit bis in die Niederungen. Es blieb den ganzen Tag kühl.

Um 12:15 stand ich vor der Motorfahrzeugkontrolle, der schweizerischen TÜV, bezahlte die Fr. 60.-- und fuhr auf die Testbahn. 8 Minuten später war alles vorbei. Bestanden, lautete das Ergebnis des Experten.

Gestern hat der FC Basel gegen Bellinzona den Schweizer Cup-Final 4:1 (1:0) gewonnen. Was klar und eindeutig aussieht, täuscht. Mein FC Basel hatte vorallem in der 1. Halbzeit Glück, dass die Unterklassigen nicht in Führung gingen. Schlussendlich siegte die Abgeklärtheit.

Do, 3.April
(Basel)

9 - 15°C

Chaos in der Polit-Landschaft Schweiz — Gewerkschaften, die Totengräber der Wirtschaft

Bei uns in der Schweiz geht es im Moment drunter und drüber. Was bisher nur in den umliegenden Ländern üblich war, nämlich die Vernichtung von Arbeitsplätzen durch streikende Gewerkschaften, passiert nun auch bei uns. Zudem braut sich auf der politischen Bühne ein einmaliges Desaster an:

  • Unsere SVP nimmt braune Züge an und will den Rücktritt einer Bundesrätin erzwingen!

    Die populistische und nationalistische Partei SVP verlangt von der eben im Dezember 2007 gewählten SVP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, dass sie bis zum 11. April aus ihrer Partei und aus dem Bundesrat austrete. Dies nicht, weil sie schlechte politische Arbeit machte, sondern weil sie von der vereinigten Bundesversammlung auf demokratische Weise gegen den Willen ihrer Partei anstelle des unbeliebten Bundesrates Blocher gewählt wurde. Wie schreibt doch eine bekannte Tageszeitung in Zürich: damit benutzt die SVP Methoden, die in totalitären und faschistischen Regimen üblich sind.

    Eine Umfrage in der Schweiz hat ergeben, dass 80% der Bevölkerung hinter der Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf steht. Ehemalige Bundesräte haben sich ebenfalls zu diesem einmaligen Vorhalten geäussert. Für den ehemalige Aussenminister Pierre Aubert ist die missachtung staatlicher Institutionen "der grösste Skandal, den die Schweiz je erlebt hat!". Rudolf Friedrich erklärt, dass er sich "an Vorbilder übelster Sorte" erinnert.

  • SBB-CARGO-Wartungsbetriebe in Bellinzona:

    Seit Wochen werden in Bellinzona (Tessin) die Wartungsbetriebe für die Elektrolokomotiven der SBB CARGO (Güter-Transport) bestreikt. Der ganze Betrieb mit etwa 550 Mitarbeiter ist durch die europäische Marktöffnung nicht mehr konkurrenzfähig. Grosskunden wie die HUPAC sind am abspringen. Preislich kann Bellinzona nicht mehr mithalten. Die SBB will den Betrieb neu positionieren und dabei 65 resp. 130 Mitabieter abbauen, um den Betrieb zu retten. Es sind auch Überlegungen im Gange, den Betrieb an eine private Organisation auszugliedern. Gegen all diese Vorhaben wehren sich die Gewerkschaften und riegeln das Werk seit Wochen ab. Keine der zu revidierenden Lokomotiven kann in das Werk herein- resp. herausfahren. Die dort gelagerten Ersatzteile sind blockiert. Der gesamte Betrieb von SBB-CARGO ist gefährdet.

    Was macht nun eine derart erpresste Firma wie die SBB, die ja den öffentlichen Verkehr aufrecht erhalten will und muss? Sie lässt ihre Lokomotiven durch Drittfirmen in Deutschland, Frankreich und Italien warten. Wer wird wohl schlussendlich für diese Gewerkschaftshaltung büssen müssen? Alle 550 Mitarbeiter von Bellinzona, weil sie bald nicht mehr benötigt werden.

  • Nur ein "Exorzist" kann die Alitalia retten!

    So lautete die pointierte Aussage des Alitalia-Präsidenten Maurizio Prato, als die Uebernahmeverhandlungen zwischen der maroden italienischen Fluggesellschaft ALITALIA und AIR FRANCE/KLM abgebrochen wurden, und er unverzüglich von all seinen Aemtern zurücktrat. Was war der Grund: Die Gewerkschaften weigerten sich, dem Uebernahme-Vertrag zuzustimmen, der einen Personalabbau von 10% (2'000 Mitarbeiter) vorsah. Sie drohten damit, alle Flughäfen zu bestreiken, sodass kein Flugzeug weder starten noch landen könnte. Sie hoffen nun auf eine andere Gesellschaft, die den "Larifari-Betrieb" à la Alitalia weiterführen würde.

    Ich denke, dass niemand eine derart verschuldete Fluggesellschaft übernehmen wird, in der die Gewerkschaften so viel zu bestimmen haben. So wird über kurz oder lang Alitalia vom Markt verschwinden, und damit auch Arbeitsplätze von mehr als 20'000 Mitarbeitern. Bereits jetzt sind die Buchungen innnert kurzer Zeit um über 40% eingebrochen. Die Flugzeuge fliegen halbleer umher. Die täglichen Verluste steigen ins Unermessliche und eines Tages wird die Alitalia die Landegebühren, die Kerosen-Kosten und die Löhne nicht mehr bezahlen können. Dann werden sich die Gewerkschaften wie gehabt ruhig im Hintergrund verhalten resp. den Alitalia-Managern die Schuld zuschieben.

  • Postdienstleister PIN:

    In den letzten 10-15 Jahren kenne ich keinen Fall, in dem die Gewerkschaften Arbeitsplätze durch Streiks gerettet haben. Schlussendlich standen nicht nur die geplanten Mitarbeiter, sondern Alle auf der Strasse. Wie war das doch zuletzt beim privaten Postzusteller PIN nach der erzwungenen Einführung des Post-Mindestlohnes? Alle 5'800 Mitarbeiter haben in der Zwischenzeit ihren Job verloren und von der Gewerkschaft (und auch von Oskar Lafontaine) hört man nichts mehr. (Mitteilung vom 3. April 2008)

Di, 1.April
(Basel)

9 - 15°C

Evaluation meines neues Fotoapparates: Panasonic LUMIX DMC FX18 mit Leica-Objektiv

Seit Wochen, ja Monaten befasse ich mich, unterstützt von meinem privaten Experten Peter Aeschlimann, intensiv mit dem Vorhaben, für meinen Thailand-Aufenthalt einen neuen digitalen Fotoapparat anzuschaffen. Er soll meine derzeitige handliche Canon Powershot A540 ergänzen. Es sollte keine Spiegelreflex sein, denn ich wollte nicht Sklave der Technik werden und mehrere Objektive mit mir herumtragen. Ich tendierte für eine kompakte Superzoom-Kamera. Am Schluss standen folgende 3 Apparate von Panasonic in direkter Konkurrenz:
 LUMIX DMC-FZ18LUMIX DMX-TZ5LUMIX DMC-FZ50
Anschaffungspreis:Fr. 540.-- (€ 337)Fr. 510.-- (€ 318)Fr. 640.--(€ 400)
Zoom-Bereich / Lichtstärke:28 - 504 mm / F2.8 - 4.228 - 280 mm / F3.3 - 4.935 - 420 / F2.8 - 3.7
Pixelzahl:8.1 MPixel9.1 MPixel10.1 MPixel
Durchsichtsucher:ja, elektronisch 188'000 Pixelnicht vorhandenja, elektronisch 235'000 Pixel
LC-Display:2.5 Zoll, 207'000 Pixel3.0 Zoll 460'000 Pixel2.0 Zoll 207'000 Pixel, schwenkbar
Grösse (B x H x T):11.8 x 7.5 x 8.8 cm10.3 x 5.9 x 3.7 cm14.1 x 8.6 x 14.2 cm
Gewicht:407 g240 g740 g
Auf dem Markt seit:Herbst 2007Winter 2007Sommer 2006
Programme:19 Motiv-Progr., Hand­ein­stellung P / A / S / M22 Motiv-Progr., Keine Hand­ein­stellung17 Motiv-Programme, Hand­ein­stellung P / A / S / M
Bildformate:JPEG, RAWJPEGJPEG, RAW

Panasonic Lumix DMC-FX18

Heute bin ich früh morgens bewaffnet mit einer SD-Speicherkarte in den Mediamarkt marschiert und habe mir die beiden FZ18 und FZ50 vorführen lassen. Ich wollte deren Schnappschussfähigkeit und den elektronischen Durchsichtsucher testen, weil in der Vergangenheit die elektronischen Durchsichtsucher nicht weltbewegend waren.

Als erste Ueberraschung hat mir der Verkäufer im Mediamarkt beide Kameras aus einer neuen Verkaufspackung ausgepackt und für meine Versuche übergeben. Im Verkaufslokal machte ich sodann Fotos im Weitwinkel- und Telebereich.

Zu Hause habe ich dann die Fotos am PC begutachtet und mit Ueberraschung festgestellt, dass der Panasonic-Bildstabilisator es erlaubte, Fotos mit 500er-Tele und 1/30-Sekunde ohne Verwackelung aus der Hand zu schiessen. Der Durchsichtsucher entpuppte sich ebenfalls als Spitze und hochauflösend.

Schlussendlich habe ich mich für die LUMIX DMC-FX18 entschieden und sie im Internet bestellt. Sie war kompakter, bot ein Leitz-Objektiv vom Weitwinkel bis in den extremen Telebereich an, schnitt preislich günstig ab und war erst ein halbes Jahr auf dem Markt.

Die kleine LUMIX DMC-TZ5 war wahrscheinlich die technisch beste Kamera in meinem Test. Sie verfügte aber über keinen Durchsichtsucher, liess keine manuellen Einstellungen zu und hatte ein zu kleines Tele. Sie ist eine typische Hosensack-Kamera, aber mit der Canon habe ich bereits eine solche.

Die grosse LUMIX DMC-FX50 fiel wegen ihrer Grösse, ihres Alters und des fehlenden Weitwinkels aus der Entscheidung

Sa/So, 29./30. März
(Basel)

9 - 21°C

Erste warme Tage seit Spanien - 21°C in Basel — 2 Ausfahrten über insgesamt 140 km

Am Samstag war es erstmals seit 2 Wochen wieder angenehm warm, d.h. wärmer als 13°C und heute gabs die höchste Temperatur in der Schweiz in Basel: 21°C. Ich benutzte diese angenehme Situation für 2 Ausfahrten mit dem Rennrad über je 65 und 68 km im nahen Badischen und im Elsass. Es ging eigentlich recht gut und ich bin zuversichtlich, dass ich bis Ende April auf die Radrennwoche in der Toskana fit sein werde. Einzig mein Hintern tat mir recht weh. Er leuchtete auf der Sitzfläche wie ein Bremslicht.

Ostern
(Basel)
So, 23. März

1 - 4°C

Schnee in Basel

Bereits um 07:30 bin ich aufgewacht, denn ich wollte mir das F1-Autorennen in Malaysia anschauen. Ein Blick aus dem Fenster. Schlaf oder träum ich? In der Tat, die Hausdächer waren weiss. Es schneite. Es schneite aber auch nochmals ein paar Stunden später. Und dabei war vor 2 Tagen Frühlingsanfang!

Mit Unterbrüchen schneite es auch am Ostermontag und -Dienstag. Es war echt kalt. Max. Temperatur +4 °C

Karfreitag
Fr, 21. März
(Basel)

1 - 4°C

Kälteeinbruch auch in Basel — Tennis

Ein totaler Kultur- und klimaschock hat mich eingeholt. Es ist seit Tagen kalt (zwischen +1 und +5 °C). Heute am Karfreitag sah ich sogar in Basel neben den Regentropfen ein paar Schneeflocken niederschweben. Was bleibt einem da anderes übrig, als die Steuererklärung auszufüllen.

Gestern habe ich wiederum am traditionellen Tennis-Treff von Rolf und der beiden Renatos teilgenommen. Ich habe gut gespielt und vorallem ist mir aufgefallen, dass ich die Bälle viel früher nehmen konnte. Ergebnis meines Trainings in Südspanien. Gegessen haben wir wieder einmal in der Schweiz im Rest. Rebstock beim Häbse-Theater. Karli Holzhauser kam noch dazu, sodass wir das Karternspiel "Schwarze Sau" zu fünft spielen konnten.

Di,
18. März
(Basel)

8 - 14°C

Acronys True Image

Vor einigen Monaten hat Rudi Hofmann mir vom Datensicherungstool "Acronys True Image" geschwärmt. "Seit er dieses Tool einsetze, habe er keine Angst mehr vor Computer-Abstürzen!" meinte er voller Begeisterung zu mir. Mit diesem Tool kann man auf einfache Art komprimierte Abbilder der Betriebssystem Partition machen und sie zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf wieder aufspielen.

Also habe ich mir dieses Tool im Januar dieses Jahres auch angeschafft. Etwa Fr. 50.-- (€32.--) hat es gekostet! Nachdem ich im Januar meinen Notebook neu aufsetzen musste, habe ich mir ein Abbild der Windows-Partition erstellt und abgesichert. Das Abbild der 12 MB grossen Windows-Partition brauchte etwa 4 MBytes Speicherplatz.

In Spanien habe ich mir sodann im Februar einen Virus eingefangen. Ein Blödian hat mir im Gästebuch meiner Homepage ein Virus plaziert, den ich nichts ahnend aktivierte. Mit Hilfe von Norton-Virusscan habe ich den Befall zwar beheben können, aber meine Installation hat stark gelitten, weil meistens beim Isolieren von Viren auch Systemfiles zerstört werden! (Viren hängen sich mit Vorliebe an Systemfiles an). Ich wollte jedoch in Spanien nichts riskieren und habe meinen Notebook durchgeseucht. Das meiste funktionierte, auch die Mail-Umgebung und Skype, aber eben etwas eingeschränkt.

Zurück in Basel habe ich nun voller Spannung mit Acronys die Windows-Partition wieder aufgespielt und siehe da, mein Notebook funktionierte auf Anhieb zur vollsten Zufriedenheit!

Ich bin in solchen Dingen sehr skeptisch und muss zuerst meine Erfahrungen selber machen. Aber "Acronys True Image" ist wirklich Spitze und hielt das, wovon Rudi schwärmte.

Fr-So,
14.-16 März
(Spanien)

Rückfahrt in die Schweiz — Ich bin wieder zu Hause in Binningen

  • 13. März: Am Donnerstags-Abend um 18:30 habe ich den Wohnwagen abfahrtsbereit auf den Besucher-Parkplatz vom Campingplatz gestellt, damit ich am frühen Morgen ohne jemanden zu stören, abfahren kann.

  • Fr, 14. März: Um 06:15 bin ich in Südspanien abgefahren. Leider hatte ich zu wenig berücksichtigt, dass an Werktagen auch in Spanien die Lastwagen die Autobahnen vollstopfen. Glücklicherweise gibt es in Spanien für dieselbe Strecke neben kostenpflichtige parallel dazu auch gebührenfreie Autobahnen. So drängten sich de Lastwagen auf die kostenfreien Autobahnen und belegten diese 2-spurig, während ich die Maut bezahlte, aber freie Fahrt hatte! So langte ich zum ersten Nightstop bereits nach 9 Stunden und 774 km auf dem Campingplatz S'Abanell in Blanes nördlich von Barcelona ein.

  • Sa, 15. März: Um 7 Uhr startete ich zur 2. Etappe über die spanische Grenzen nach und durch Frankreich. Ich konnte sehr zügig fahren. Mein Tacho pendelte dauernd zwischen 110 und 120 km/h, so dass ich rasant an den Lastwagen vorbeikam. Mit etwas hatte ich jedoch nicht gerechnet: Mit dem Osterverkehr der Spanier, die bereits in grosser Zahl in Richtung Skigebiete in den französischen Alpen unterwegs waren! Nach 1000 km langte ich gegen 20 Uhr vor Basel an, wo ich auf der Pratteler-Raststätte nochmals übernachtete....

  • So, 16. März: ......bevor ich am Sonntag-Morgen ins Badische nach Buggingen fuhr, wo ich bei Manfred und Rainer den Wohnwagen für 1 Monat abstellte, bevor es nach Istrien weitergehen wird.

Die Rückfahrt hat wunderbar geklappt. Mein bereits ehrwürdig ergrauter 8 Jahre alter Saab hat mit seinen 185'000 km gearbeitet wie ein junger spritziger Neuwagen. Er hatte keine Probleme mit der angehängten Last und fuhr als Benziner 95 Oktan bei einer Tourenzahl von 2'000 Umdrehungen problemlos 110-120 km/h (etwas schnell für Gespanne, aber es herrschte kein Seitenwind).

Zusammenfassung der Auto-Kosten

Land:Autobahngebühren:Benzinpreis 95 Oktan:
(Autobahn)
Benzinkosten:
(Verbrauch 15l/100 km)
Spanien:€54.60€1.16€150 bei 860 km
Frankreich:€78.10€1.46€153 bei 700 km
Schweiz:Vignette 1 Jahr gültig€1.16 (=Fr. 1.86)€48 bei 240 km
TOTAL:€132.70 €351 bei 1800 km
Di,
11. März

12 - 20°C

Ruedi Bucher ist gestorben

Ich hatte immer Angst von dem Zeitpunkt, an dem eigene Schulkameraden ohne Unfall-Folgen also eines natürlichen Todes sterben. Denn dies wäre für mich ein untrügliches Zeichen, dass die Alters-Guillotine bereit steht. Und nun ist dieser Fall eingetreten.

Ruedi war für mich ein Weggefährte im und nach dem Technikum Winterthur. Ich erinnere mich noch gerne an die zum Teil abenteuerlichen Fahrten mit Hitsch's Simca-1000 (im Winter ohne Heizung) und in Ruedis Mini, den wir dann als Vorbereitung zum Chemie-Diplom weiss gespritzt haben. Wir zwei starteten unsere IT-Karriere gemeinsam noch vor Diplomabschluss bei Sperry-Univac und programmierten was das Zeugs hielt. Er war der eindeutig bessere Programmierer und Analytiker.

In der Folge trennten sich unsere Wege ein wenig. Er ging zu CIBA-GEIGY und ich blieb beim amerikanischen Computer-Hersteller als Projektleiter, Verkäufer etc . Aber immer wieder trafen wir aufeinander, zuletzt nach der Fusion zu Novartis, als die IT ausgegliedert wurde und die Verrechnungspreise kalkuliert werden mussten. Ich vertrat damals Novartis und Ruedi die techn.-wissenschaftliche Informatik.

Ruedi wohnte mit seiner Frau Ruth nur unweit von mir in Binningen. Reisen in ferne Länder war eine seiner Leidenschaften. Er war seit ein paar Jahren frühzeitig pensioniert. Im letzten Dezember wurde bei ihm jedoch Leukämie diagnostiziert, an der er nun innert kurzer Zeit starb. Ruedi war 61 Jahre alt.

Mo,
10. März

12 - 19°C

Vor 70 Jahren schloss sich Oesterreich Hitler an — die Lüge Oesterreichs

Vor 70 Jahren hat sich Oesterreich dem Hitler-Deutschland angeschlossen, ohne einen einzigen Schuss abzugeben. Hitler kam als erfolgreicher Auslands-Oesterreicher zurück nach Oesterreich und sie nahmen ihn begeistert mit offenen Armen auf.

Wie ich aus den Reaktionen aus österreichischer Presse und Politik entnehmen konnte, hat Oesterreich seine Vergangenheit noch nicht aufgearbeitet. So wies an einem Festakt Otto Habsburg, Sohn des letzten Kaisers, eine Mitschuld Oesterreichs zurück: "Es gibt keinen Staat in Europa, der mehr Recht hat, sich als Opfer zu bezeichnen", sagte er unter Applaus. Auch eine Mitverantwortung Oesterreichs am Krieg bestritt er. (Ich verzichte auf jeden Kommentar!)

So,
9. März

12 - 19°C

Es wird wieder wärmer — geräucherte Fische vom Fritz — und nochmals "Steueroase Schweiz"

Fritz (Hees) ist kein Hausmann, oh nein, da vermisst er seine Gerlinde, aber er kann wunderbar Fische auf seinem Räuchergerät zubereiten. Gestern hat er für mich eine etwa 30 cm lange Lachs-Forelle geräuchert. Er hat wunderbar geschmeckt. Am kommenden Donnerestag will er vor unserer Abfahrt nochmals räuchern.

Ich bin voll im Training für die Radwoche in der Toscana. Trotz der schlechten 2 Wochen im Februar stehen bereits 300 Strassen-km auf meinem Leistungsausweis, wobei ich die heutige Ausfahrt über 41 km ohne zu forcieren mit einem Schnitt von 24.4 km/h zurücklegte. Der Puls blieb immer unter 140.

Auf die Bettsocken konnte ich seit Samstag verzichten, denn die Nachttemperaturen sind wieder gestiegen. Tagsüber herrscht ein wunderbares Sports-Wetter bis gegen 19°C

Aufgefallen sind mir bei der Rad-Ausfahrt die vielen mit Mann und Frau besetzten Autos, die vor den Schulhäusern parkierten. Aber es war kein Markt und auch kein Schulbesuchstag. Heute waren Parlaments-Wahlen in Spanien.

Am Freitag stand in der Diskussionssendung Arena des Schweizer Fernsehens das Thema "Schweiz eine Steueroase?" mit dem frühere Bundesfinanzminister Hans Eichel als Teilnehmer auf dem Programm. Diese Sendung dient in der Schweiz zur Meinungsbildung der Bevölkerung. Mit seinen Aussagen, die Schweiz schütze deutsche Kriminelle machte er sich gar keine Freunde, denn in unserer Rechtsprechung und in unserem Rechtsempfinden sind Steuersünder keine Kriminelle. Auch Peer Steinbrücks Aussagen über das "notwendige Austrocknen des Finanzplatzes Schweiz" erinnert uns Schweizer eher an frühere Gross-Deutsche-Zeiten, die man eigentlich als erledigt meinte. Ueberhaupt war in der Sendung aber auch in der Presse zu spüren, dass sich die deutschen Politiker im Ton, der zwischen befreundeten Ländern gelten sollte, total vergriffen haben. Es kommt ganz schlecht an, wenn man im Stile des US-Präsidenten Bush, die Schweiz in die Ecke der Schurkenstaaten stellt.

Do,
6. März

5 - 15°C

Neue "gesprächige" Nachbarn — Kühle Nächte

Vor wenigen Tagen sind neue Nachbarn vorgefahren und seither ist es mit der Ruhe vorbei, denn die beiden kommentieren jeden Schritt, jede Tätigkeit und lesen sich sogar die Zeitung vor. Dies ginge ja alles, wenn die liebe Frau nicht eine extrem schrille Stimme hätte.

In den letzten beiden Nächten wurde es extrem kühl. Auf 5°C ist der Thermometer gefallen. Ich musste mir ein Pijama und Bettsocken anziehen. Tagsüber schien zwar die Sonne, aber mit 15°C wurden wir nicht übermässig verwöhnt. Ich machte am Donnerstag mit dem Rennrad eine Ausfahrt von 35 km und litt unter kalten Füssen.

Sa,
1. März

11 - 21°C

Gestern Freitag ist Fritz Hees auf dem Flugplatz San Javier wieder gelandet, aber ohne seine Frau Gerlinde, denn sie durfte aus ärztlicher Sicht nicht fliegen. Er wird gemeinsam mit mir mit seinem Wohnmobil nach Hause fahren.

Ja, der Countdown meiner Heimreise hat begonnen. In 2 Wochen d.h. am Samstag 15. März werde ich bereits unterwegs nach Hause sein.

Es ist wieder warm. Die Sonne scheint seit 8 Uhr. Heute waren es ueber 21 °C

Mo - Mi,
25.-27.Feb.

12 - 18°C

Sonne in Spanien und Mail aus Thailand

Nur freudige Sachen kann ich berichten: Nun hat die Sonne uns in Südspanien wieder erfreut und ein tolles eMail von Tony und Usa aus Thailand ist eingetroffen. Sie teilten mir mit, dass sie ein Zimmer direkt beim Swimmingpool für mich reserviert und mit Fernseher, DVD-Player, Micrvowelle, Kühlschrank und Klimagerät eingerichtet hätten. Mitte Oktober werde ich dorthin fliegen und 5 Monate bleiben. Nun bin ich voll in der Vorbereitung und studiere Thailand-Literatur.

Genau 35 Jahre sind es her, seit ich des letzte und auch das erste Mal in Thailand d.h. in Bangkok und Chiang Mai war. Meine Erinnerungen an dieses Land sind immer noch einzigartig: Farben, schönes Licht, wunderbare Dämpfe und Gerüche, fröhliche und zufriedene Menschen, fremdländische Tempel und Sehenswürdigkeiten. Nach dem ersten Studium der Reiseführer hat sich aber einiges verändert. Grössere Hektik und stinkender Strassenverkehr. Ich bin trotzdem gespannt, was ich alles erleben werde.

So, 24.Feb.

12 - 17°C

Weiterhin unbeständig, bedeckt und Regen in Südspanien

2 Wochen sind es nun her, seit die Sonne sich hier in Süd-Spanien hinter den Wolken versteckt hat .... und auf Wetter-Seiten im Internet sehe ich, dass heute in Basel frühlingshafte Temperaturen von 18°C eingezogen sind. Im Moment regnet es wieder in Strömen, aber seit mein Nachbar gestern auf dem Dach stehend seinen Wohnwagen gewaschen hat, bin ich überzeugt, dass es bald wieder sommerlich warm werden wird.

Seit der Unabhängigkeitserklärung des Kosovos habe ich ungefähr 10 Mails von wildfremden Leuten und vorallem von vielen Frauen erhalten, die im Internet meine Kosovo-Reiseberichte gelesen haben. Sie meinten: "In meinen Berichten hätten sie viel über die Lebensweise im Kosovo erfahren können." Scheinbar wird das Internet intensiver für Nachrichten- und Informationsbeschaffung benutzt als wir meinen.

Di, 19.Feb.

12 - 16°C

Steueraffäre Deutschland - Liechtenstein — Konsequenzen durch die Unabhängigkeitserkärung des Kosovo — Hitzfeld kommt in die Schweiz zurück

Liebe Freunde aus Deutschland, an dieser Stelle muss ich unseren kleinen Nachbarn Liechtenstein im Zusammenhang mit der Steueraffäre Deutschland - Liechtenstein in Schutz nehmen:

Es geht doch nicht an, Liechtenstein in die Ecke verbrecherischer Staaten zu stellen. Worauf basiert diese Rechtsordnung? Das Problem liegt in Deutschland selber. Deutschland muss seine Gesetze durchsetzen. Ich denke, es ist nicht Sache eines Landes wie Liechtenstein, bei ausländischen Kunden sicherzustellen, dass sie die Gesetze ihres Heimatlandes einhalten, also ihre Steuererklärung korrekt ausfüllen oder die erwirtschafteten Steuererträge im Heimatland melden.

Es ist zudem bezeichnend und zeugt von der Hilflosigkeit der deutschen Politik, wenn Leute wie ex-Finanzminister Hans Eichel und ex-Ministerpräsident Lothar Späth im selben Atemzug auch die Steuerflüchtlinge Michael Schumacher, Boris Becker etc erwähnen. Unglaubliche Drohungen wie die vom aktuellen Finanzminister Peer Steinbrück helfen auch nicht weiter, wenn er meint, man müsse den Finanzplatz Liechtenstein austrocknen. Er sollte wissen, dass viele andere Länder wie z.B. Guernsey, Bahamas, Hongkong, Luxemburg und Oesterreich nur darauf warten, das deutsche Geld in Empfang zu nehmen.

Vielleicht sollte Deutschland zuerst einmal seine eigenen Hausaufgaben machen und die löcherigen Steuergesetze vereinfachen und den umliegenden Ländern anpassen (z.B. bei der Erbschaftssteuer). Vielleicht sollten sie den Geldfluss innerhalb Deutschlands verfolgen resp. dokumentieren. Dann wüsste Deutschland, sobald Geld ins Ausland verschoben wird und könnte z.B. eine Art Quellensteuer erheben oder darüber Rechenschaft verlangen! Einmal mehr: Die Deutsche Politik ist Weltmeister im Populismus und in der Schuldzuweisung an Dritte!

Wetten, dass die erwischten Steuerbetrüger mit minimalen (Freiheits-)Strafen wegkommen?

Mögliche Konsequenzen durch die Unabhängigkeitserklärung des Kosovos: Meine Tochter Daniela und Eshref wohnen in der Schweiz. Die beiden haben die Unabhängigkeitserklärung hier erlebt und mitgefeiert. Sie erwarten jedoch grosse Probleme, wenn sie im Sommer mit ihrem Auto wie gewohnt in ihre Heimat den Kosovo fahren wollen. Sie müssen wahrscheinlich grosse Umwege in den Kauf nehmen, z.B. über Italien und mit der Fähre in Richtung Albanien, oder der kroatischen Küste entlang, denn auf dem kürzesten Weg müssten sie über Serbien fahren und dort unberechenbare Schikanen an der Grenze Serbiens zum Kosovo befürchten.

Heute wurde es Schwarz-auf-Weiss: Ottmar Hitzfeld hat den Vertrag als Trainer unserer Schweizer Nationalmannschaft unterschrieben. Er kehrt damit an den Startpunkt seiner einmaligen Karriere zurück. Er ist in Lörrach an der Grenze zu Basel aufgewachsen. Hier in der Schweiz begann er beim FC Basel als Spieler und war dann auch erfolgreicher Meister-Trainer u.a. bei den Grasshoppers.

So, 17.Feb.

13 - 16°C
Flagge Albaniens als inoffiz.
Flagge des aufständischen Kosovo

Der Kosovo erklärt seine Unabhängigkeit

Ich habe mich nur um 38 Tage geirrt. Letzten Sommer war ich das letzte Mal im Kosovo und anschliessend überzeugt, dass sich das Vaterland meines Schwiegersohns bis Ende 2007 unabhängig erklären würde. Heute am Sonntag, 17. Februar um 15:55 Uhr war es soweit: der Präsident Hashim Thaci erklärte in Pristina die Unabhängigkeit der südserbischen Provinz Kosovo.

Für mich verrückt oder vielleicht auch bezeichnend für deren Geisteshaltung ist, wie heute der Staatspräsident Kostunica die Geschichte um den Kosovo-Krieg veränderte und ganz neu darstellte, indem er die Amerikaner als Aggressoren bezeichnete. Dazu passt aber auch, dass die katholisch orientierte, orthodoxe Kirche Serbiens zur militärischen Rückeroberung des Kosovo aufgerufen hat.

Tatsache ist jedoch, dass der damalige Präsident von Serbien und Rest-Jugoslavien Slobodan Milosevic mit militärischen Kräften in den Kosovo einmarschiert ist und alles, was albanisch war, zerstörte und umbrachte. Ich habe solche grauenhaften Massengräber mit eigenen Augen gesehen! Erst die Amerikaner haben diesem grausamen Treiben ab 24. März 1999 durch 78 tägige Luftangriffe ein Ende bereitet. Die EU hat dabei total versagt und durch Abwesenheit geglänzt.

Ich glaube, der Kosovo hat eine gute Chance, sich positiv zu entwickeln. Man muss sich aber klar werden, diese Entwicklung wird Jahre dauern. Wie lange übt die ehemaligen DDR bereits? und dieses Land hat einen reichen Paten!

Gestern Samstag hat ein wunderbarer Tag die schlechte Wetterperiode kurz unterbrochen. Wie ich im Internet-Wetterbericht gesehen habe, wird es in den nächsten Tagen weiterhin bedeckt und kühl bleiben... und heute Sonntag war es bereit wieder kühl und der Himmel bedeckt.

Gestern Samstag-Morgen haben sich meine Tessiner-Nachbarn (Niko und Helga) und dessen deutsche Freunde (Diethard und Frau) von SWE (Deutsches Autokennzeichen) verabschiedet. Sie sind mit ihren Campern in nördlicher Richtung nach Denia gefahren, wo sie ein Woche bleiben wollen. Bereits 1 Stunde später war ihr Platz wieder besetzt.

Mi-Fr, 13.-15.Feb.

11 - 14°C

Wolken — Regen — Wind

Seit Tagen nun schlechtes Wetter. Das Afrika-Tief macht uns das Leben schwer. Ich verkrieche mich im Wohnwagen, surfe im Internet und schreibe am Spanien-Bericht für meine Homepage.

Am Freitag musste bereits zum 2. Mal innert kurzer Zeit eine Camperin mit Oberschenkel-Halsbruch ins Spital grbracht werden. In Anbetracht des Durchschnittsalters muss mit vermehrten Alters-Unfällen gerechnet werden.

Di, 12.Feb.

9 - 14°C

Verlorene Tagebuch-Seiten auf meiner Internet-Homepage — Endlich etwas Regen

Ein Mail von Martin .A. machte mich darauf aufmerksam, dass in meiner Internet-Homepage die Tagebücher 2007 und 2008 nicht mehr vorhanden seien. In der Tat habe ich diese gestern durch ein fehlerhaftes Update verloren und musste sie nun wieder laden, was in weniger als 1 Minute machbar war.

Schaut mal die Temperaturen an. Es war seit Tagen echt kühl... und in Basel war es an den 3 schönsten Tagen (=Fasnacht) nicht kälter! Um 13:45 Uhr begann es erstmals seit letztem Dezember wieder zu regnen. Endlich wird der überall vorherrschende Staub abgewaschen: am Wohnwagen, auf dem Vorzelt, auf dem Auto und den Strassen. Gelegenheit mal nichts zu tun und im Wohnwagen herumzuliegen, um die Reisebücher über Thailand zu lesen.

Gestern habe ich wieder mal etwas ganz feines gekocht: Grillierte Hühnchenschenklel mit Kartoffelstock/-Puree an Steinpilzsauce und dazu meinen spanischen Lieblingswein "Grand Reserva VESPRAL von Terra Alta".

So, 10.Feb.

9 - 15°C

Es ist kühl in Spanien — Regen ist angesagt — Was suchen wir Europäer in Afghanistan?

Es ist ungewohnt kühl. Der Himmel ist meist bedeckt. Für die nächsten Tage ab Dienstag ist sogar Regen angesagt. Ein typisches Wetter, sich im Internet zu tummeln, wenn mein PC als Spätfolge des Virus-Befalls nicht spinnen würden.

Also schaue ich fern und mache mir Gedanken über die "unverschämte" aber typische Forderung des amerikanischen Verteidgungsministers Robert Gates an der Münchner Sicherheitskonferenz, die Deutschen sollen kämpfende Truppen nach Afghanistan entsenden!

Ist es nicht beängstigend, wie ein Land unter Druck gesetzt wird, wenn es nicht nach dem Gusto der USA handelt? Ich erinnere mich noch gut, als vor etwa 7 Jahren der Vorgänger von Gates, nämlich Donald Rumsfeld an derselben Konferenz in München den Deutschen die schlimmsten Vorwürfe machte, weil Deutschland nicht bereit war, im Irak-Krieg aktiv mitzukämpfen! Die damalige und auch die jetzige Forderung waren nicht mehr Diplomatie, sondern "Befehl des westlichen Leiwolfes".

Was suchen wir Europäer eigentlich im fernen Afghanistan? Muss man mit Waffengewalt den Frieden in andersdenkenden oder andersgläubigen Ländern erzwingen? Haben denn diese Länder mit ihrer fremden Geisteshaltung und Kultur Verständnis für diese Ziele? Existiert überhaupt der "Osama bin Ladens", dessen Verhaftung einer der Gründe für den Begin des Feldzuges in Afghanistan am 7. Okt. 2001 war, oder ist er nur ein künstliches Gebilde der US-Geheimdienste? Ein Alibi für die kriegerischen Aktivitäten in Afghanistan und Irak? Ein Deckmantel für die Sicherung der unersättlichen Oel-Bedürfnisse einer Grossmacht? Es gibt nämlich keinen einzigen unabhängigen Menschen, der Osama bin Laden je gesehen und gesprochen hatte.

Sa, 9.Feb.

10 - 17°C
Der Berg hat uns wieder ausgespukt

Expedition in den Karsthöhlen "Cuevas de Sorbas"

Um 07:45 war Abfahrt zu unserer Höhlen-Expedition nach Sorbas etwa 20 km unterhalb Vera. Wir waren zu viert: Mein Tessiner-Nachbar Niko, die beiden Deutschen Diethard und Wolfgang, sowie ich. Ich war etwas angespannt, denn dies war keine Höhlenbesichtigung für Touristen, wie ich sie bisher erlebt hatte. Hier galt es im Fels zu klettern und sich durch enge Felsspalten zu zwängen. Um es vorweg zu nehmen, ich hatte keine Probleme, denn die engen Passagen waren relativ kurz, zudem bin ich genügend gelenkig, und über die Felsvorsprünge hat man nicht in der Tiefe sehen können, weil es dunkel war.

Nahe bei Sorbas liegt das Naturschutzgebiet "Yesos de Sorbas", eine ungewöhnliche Karstregion, in der die Kraft des Wassers mehr als 1000 unterirdische Gänge und Höhlen in die Kalkstein- und Gipsschichten gegraben hat, mit durchsichtigen, kristallähnlichen Steinen, mit Kalk- und Gips-Kristallen, die in der Dunkelheit leuchteten.

Wir trugen alle feste Schuhe mit rutschfesten Sohlen und warme Kleidung. An Ort und Stelle erhielten wir ein Arbeits-Kombi, Helm und Stirnlampe und jeder bezahlte dafür €25. José hiess unser langhaariger aber sehr sympatischer Führer. Er sprach nur spanisch, aber Niko übersetzte uns alles simultan in deutsch.

Es geht senkrecht aufwärts und durch
den Felspalt nach hinten

Wir machten zwei Touren in zwei verschieden Höhlen von insgesamt 4 Stunden Dauer. Die erste Höhle war einfach und gerade richtig, um sich an die Unterwelt zu gewöhnen. Die 2. Höhle war dann bereits anforderungsreicher. Sie hatte 3 Ebenen und wir kletterten auf- und abwärts.

Froh war ich um den Helm, denn mehrmals hat er mich vor Schrammen durch die niedere, kantige Decke geschützt. Dank der Stirnlampe habe ich in der Höhle den Weg und auch die unterschiedlichen Gips- und Kalkformen sehen können. Es gab die unterschiedlichsten kristallisierten Formen, Stalagtiten, Meerestiere und Muscheln als Versteinerungen zu bewundern.

In der grossen Höhle machten wir ein interessantes Experiment, indem wir für einige Minuten die Stirn-Lampen ausschalteten. Eine solch absolute Dunkelheit und Ruhe habe ich bislang noch nie erlebt. Jetzt weiss ich auch, warum wir uns bei diesem Experiment niedersetzen mussten: Damit wir vor lauter Dunkelheit nicht umfielen, weil wir ja nicht sehen konnten, wo oben und unten war. Es war fast etwas beängstigend.

Ich habe noch nie in meinem Leben, nicht einmal im Militärdienst, derart viele unterschiedliche Fortbewegungsarten nacheinander ausführen müssen: aufrecht, gebückt, auf den Knien, robbend und rutschend vorwärts und rückwärts sowie seitwärts.

Es war zum Teil sehr eng und nur schmale Felsspalten und -löcher liessen uns weiterkommen. Bereits zu Beginn mussten wir uns seitwärts durch einen etwa 5 m langen, engen Felsspalt durchzwängen, dann ging es kurz darauf rückwärts auf dem Bauch liegend durch einen Querspalt nach unten, wobei wir uns links halten musten, denn rechts ging es 15 m in die Tiefe.

Eine andere Passage blieb auch unvergesslich: an einer senkrechten Wand etwa 2 m bis zu einem kleinen Felsvorsprung hochklettern, wobei man sich mit dem Rücken an der Gegenwand abstützen konnte. Auf diesem Vorsprung mussten wir uns hinsetzen, uns dann so drehen, bis wir mit den Beinen voraus auf der Seite liegend uns durch den Felsspalt durchschieben konnten.

Zweimal war die Felsöffnung so klein, dass wir am Boden liegend robbend mit nach vorne gestreckten Armen uns vorwärts bewegen konnte. Das grosse Dessert kam zum Schluss, als die Felsöffnung so eng war, dass ich den Bauch einziehen musste, um nicht am Fels hängen zu bleiben. Den Kombis sei Dank.

Nach diesem einzigartigen Höhlenabenteuer assen wir in einem feinen Restaurant in Sorbas Ziegen-Kotelettes an Knoblauch, tranken dazu feinen Wein und schwärmten nochmals von unserem einzigartigen Erlebnissen.

Gegen 17 Uhr trafen wir wie grosse Sieger wieder auf dem Campingplatz an. Müde, aber glücklich und zufrieden. Meine Hände waren vom feinen Sand und den Felsen "abgeschmirgelt", meine Armmuskeln haben etwas geschmerzt, weil ich das Robben und das Klettern nicht gewohnt war, und mein linker Brustkorb resp. die dortigen Rippen haben beim Atmen und Husten geschmerzt, weil ich mich bei einer Passage beim Drehen aus der Waagrechten über eine absolut glatte, senkrechte 2 m hohe Wand unsanft über deren Kante glitt. Ich denke, es war eine kleine Rippenprellung.

Di, 5.Feb.

13 - 20°C

Unverbsserliche Gewalttäter in Deutschland und der Schweiz — Basel weist Schläger aus

Und wieder gings auf die Piste mit dem Mountainbike, Zum Schluss waren es 54 km. Ich war über mich erstaunt, denn ich war sehr stark. Waren es wohl die Spaghettis vom gesterigen Nachtessen?

Mittag gegessen haben wir auf der "Platte", einer Gaststätte der spanischen Regierung für die spanischen Rentner. Es liegt direkt am Strand von Isla Plana in wunderbarer Lage.

Auf dem Campingplatz kam aber dann die Negativ-Ueberraschung: Es gab kein warmes Wasser zum Duschen. Grauenhaft, denn kaltes Wasser mag mein Körper gar nicht.... also blieb ich schmutzig und wusch mich nur ein wenig mit einem Waschtuch!

Mo, 4.Feb.

13 - 20°C

Unverbsserliche Gewalttäter in Deutschland und der Schweiz — Basel weist Schläger aus

Ihr wisst es ja, meine lieben Leser. Oft schaue ich ins Deutsche Nachbarland und schreibe meine Meinung. Manchmal vielleicht besserwisserisch, manchmal auch die deutsche Mentalität nicht verstehend. So war ich kürzlich entsetzt, als im Januar dieses Jahres Jugendliche einen Rentner in München spitalreif (3 Schädelbrüche) geschlagen haben. Ich hatte Verständnis, dass die Oeffentlichkeit und die Politik nach Rache schrie.

Nun ist dasselbe in der Schweiz passiert: Am vergangenen Freitag haben 3 Jugendliche im Alter zwischen 19 und 24 Jahren aus Bosnien und Kroatien einen 22 jährigen Studenten am Karneval in Locarno zusammengeschlagen, so dass er am Tag darauf an seinen schweren Verletzungen verstorben ist. Der Karneval wurde noch am Abend der Schlägerei unverzüglich abgebrochen.

Ich muss hier nun gestehen, dass auch ich die populistische Meinung teile, derartige Schlägertypen haben in der Schweiz nichts zu suchen. Jeder hat 1 oder auch 2 Chancen, dass man ihm vergibt. Aber nicht für 40 Eintragungen der Polizei über Verbrechen aller Art wie der türkische Gewalttäter Serkan A. in München. Ich weiss im Moment auch nicht, was man mit derart unverbesserlichen Typen machen muss. In jedem Fall, darf man sie nicht mehr auf die Bevölkerung loslassen.

Da staune ich über eine entsprechende Massnahme in Basel: Ein 29-jähriger Türke, der am vergangenen Samstag (1. Feb.) in Basel einen 76-Jährigen zusammengeschlagen hatte, wird aus der Schweiz ausgewiesen. Seine Niederlassungsbewilligung C wird ihm entzogen.

Dies sagte der Basler Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass (FDP) gegenüber der Sendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens: "Es könne nicht toleriert werden, dass ein Mann sich in Basel aufhalte, der solche Straftaten verübe. Zudem sei der 29-Jährige bereits früher mehrmals gewalttätig geworden. Vorher soll er aber verurteilt werden und müsse die Strafe absitzen." Der Türke sitzt zur Zeit in Untersuchungshaft.<(P>

Sa, 2.Feb.

12 - 19°C

Gästebuch in meiner Homepage — Kanonen auf "Castellitos" — Fritz und Gerlinde

Kanone auf Castellitos

Leider musste ich in meiner Homepage mein Gästebuch schliessen, weil mir viren-verseuchte Beiträge eingefügt wurden.... und zwar via deren Homepage- oder Mail-Adresse. Soll ich ich mich nun ärgern? Nein, es bringt ja nichts.
Aber als Konsequenz habe ich zur Zeit grosse Probleme mit meinem PC, vorallem mit der Kommunikation und den Mail-Systemen im Internet.

Bin mit meinem Nachbarn Nicko per Mountain-Bike zur Küsten-Batterie "Castellitos" hochgefahren. In etwa 250 m Höhe über Meer auf der Anhöhe des "Cabo Tiñoso" befindet sich diese bis 1999 betriebene Festung. Die Geschützbatterie mit den zwei englische Vickers-381/45 Kanonen (Kaliber 38.1 cm) von gewaltigen Ausmassen (17.7 m Länge) beherrschten die ganze Bucht von Cartagena. Die gesamte Fahrstrecke betrug 26 km mit viel Auf und Ab. Es klappte alles bestens bis ich oben vor der Festung aus dem Stand stürzte, weil das Rad auf dem Kies seitlich wegrutschte und ich in den Klick-Pedalen arretiert blieb.

Heute erreichte mich ein SMS von Fritz und Gerlinde aus Heilbronn. Sie sind Ende November kurzfristig von Spanien nach Hause abgereist, weil Gerlinde Augenprobleme hatte. Im Dezember kam nun noch ein Rückenwirbelschaden dazu, sodass sie auch die geplante Türkei-Reise absagen mussten. Gestern ist Gerlinde am 12. Wirbel operiert worden.

Typisch Spanien: Heulendes Martinshorn, mehrere Kranken- und Polizeiwagen .... und dahinter eine Horde Radrennfahrer, die sich ein Rennen lieferten.

Mi, 28.Jan.

9 - 18°C

Kühle Nächte — Raclette-Party — Vergessene Zahnbürste und Trekking-Hosen

Die Zeit der Mandelblüte ist ziemlich vorbei und starker Morgentau lässt auf den kargen Böden Gräser und Blumen aller Art gedeihen. Nachts ist es eher etwas kühl. Der Thermometer misst nachts unter 10°C, d.h. nach dem Aufwachen und Abends ist Heizen angesagt.

Heute habe ich meine direkten Nachbarn links und rechts zum Raclette-Essen eingeladen. Mit Cava starteten wir um 13 Uhr und um etwa 17 Uhr hat uns die untergehende Sonne und damit die Kälte in unser Wohnwagen vertrieben. Es war ein kurzweiliger Nachmittag.

Nachdem ich wohl meine elektrische Zahnbürste nach meinem Weihnachtsaufenthalt in der Schweiz mitgenommen, aber das Ladegerät zu Hause in Binningen vergessen hatte, musste ich heute bei der Lidl-Zahnbürste-Aktion zugreifen. Jetzt habe ich eine elektrische Zahnbürste im Wohnwagen und eine zweite in Binningen.

Gestern hat mein Nachbar Niko mich zu einer Höhlen-Expedition (Cuevas de Sorbas) im Karstgebirge etwas weiter südlich von hier angemeldet. Aber oh Schreck, ich habe auch meine Trekking-Hose in Binngen vergessen und deshalb fuh ich heute ins Decathlon nach Cartagena und kaufte im Ausverlauf 2 zweckmässig tolle Trekking-Hosen. Nun bin ich für dieses Abenteuer vom 9. Feb. gerüstet.

Mo, 28.Jan.

9 - 16°C

Die Nächte sind in Südspanien kürzer — Quo Vadis Deutschland: Sieg der Linken in Hessen und Niedersachsen

Nach zwei Tagen schlechten Wetters mit Wolken und tiefen Tages-Temperaturen um 13°C konnten ich heute wieder blauen Himmel und Sonnenschein geniessen. Am Morgen spielte ich Tennis und nach dem Wäsche waschen lag ich bereits wieder vor dem Vorzelt an der warmen Sonne. Ich musste jedoch ein wärmendes Leibchen tragen, weil ein leichter Wind abkühlte. Ich habe einfach ein tolles Leben!

Die Aussage "Ein Tag in Süd-Spanien dauert 1 Stunde länger!" ist absolut richtig, denn am Morgen ging die Sonne sowohl in der Schweiz wie auch hier in Spanien etwa zur selben Zeit um 08:10 Uhr auf, aber abends ging die Sonne in Süd-Spanien 1 Std. später unter, d.h. zur Zeit um 18:21 Uhr.

Ich kann es mir einfach nicht verkneifen. Mit grossem Interesse habe ich die Wahlen in Hessen und Niedersachsen verfolgt.

Wenn ich die Schlagworte und Parolen der Parteien verfolgte "Soziale Sicherheit, bessere Zukunfts- und Bildungschancen, Mindestlohn, Ausstieg aus der Atomenergie etc" geht es mir, wie den meisten Deutschen. Jeder versteht etwas anderes darunter. Einzig die ehemaligern SED-Kommunisten, die Linken, versprechen das Schlaraffenland auf Erden. Wer erinnert sich nicht an das Schlaraffenland, das in allen kommunistisch regierten Länder herrschte.

Leiden deren Wähler eigentlich unter Alzheimer? oder sind sie Demenz-Krank? oder blöd? Anders kann ich mir nicht erklären, dass diese Partei die 5%-Hürde in Hessen und Niedersachen bewältige und in den Landtag einziehen konnte.

Do, 24.Jan.

9 -17°C

Ein modernes Märchen mit Theresa S. — Strassenfest auf dem Campingplatz

Es war einmal eine hübsche, blonde Prinzessin aus Neuseeland. Sie besass den wunderbarsten Schmuck und die tollsten Designerkleider aus Paris und Rom. Sie war aber traurig und unglücklich, weil sie einen Anderen liebte.

Eines Tages im November 1997 schrieb sie mir in einem e-Mail, dass sie aus ihrem goldenen Käfig ausbrechen und im Dezember in die Schweiz kommen werde. Vor dem Eingang zum Bundeshaus in Bern habe ich Theresa bei tristem Schneetreiben getroffen. Sie trug ein dunkles Valentino-Kleid mit eleganten, feinen Schuhen. Wir hatten uns beim gemeinsamen Essen im Rest. Metropol viel zu erzählen. Zum Silvester kam Theresa als mein Ehrengast ins Theater Basel zur Oper "Hänsel und Gretel" und zu meiner alljährlichen Geburtstagsparty. Wir trafen uns noch mehrmals und kochten zusammen, was ich auf meiner "Koch- und Rezeptseite" im Internet in meiner Homepage verewigte. Dann verloren wir uns aus den Augen, denn Theresa zog zu ihrem Herzblatt.

In der Zwischenzeit habe ich Theresa mehrmals über das Internet und die elektronischen Telefonbücher gesucht, weil sie immer noch in meiner Geburtstagsliste verewigt war. Aber sie blieb verschwunden. Jedoch heute Abend erreichte mich ein Mail mit dem Titel "Unbelievable" von meiner Theresa S. Sie heisst jetzt anders. Sie hat mich via meine Homepage und der weiter oben erwähnten "Koch- und Rezeptseite" gefunden, indem sie mit ihrem alten Namen im Internet googelte.

Heute fand auf dem Campingplatz ein Strassenfest mit allen Campern dieser Querstrasse statt. Um 12 Uhr trafen sich etwa 30-35 hungrige Mäuler zum Hackbraten und wunderbaren Kuchen und Torten. Das Wetter hat auch mitgespielt, obwohl es am Morgen eher bedeckt und kühl war. Ich war der einzige Solo-Mann und erhielt den übrig gebliebenen Hackbraten als Verpflegung für die nächsten Tage.

Di, 22.Jan.

13 - 22°C
Rosa Mandelblüte

Ausfahrt mit dem Rad

Bis zu meiner Follonioca-Renn-Woche um den 1. Mai muss ich mein Gewicht massiv reduzieren und meine Kondition extremverbessern. Die erste diesjährige Ausfahrt mit dem Mountain-Bike führte mich die Rambla hoch in Richtung Cartagena und wieder zurück über Mazarron über etwa 30 km und bis zu 500 m Höhen-Differenz. Unvergesslich war die Mandelblüte, die bereits eingesetzt hat.

Mo, 21.Jan.

13 - 22°C

Bericht vom Campingplatz — Hape Kerkeling — Der Tod ist überall

Kürzlich habe ich geschrieben, dass es zu Hause wenig zu erleben gibt. Heute wurde mir wieder einmal die Gültigkeit dieses Satzes bewusst: Im Camping oder den Ferien läuft einfach mehr.

Kanarienvogel
  • Um 8 Uhr stand ich heute auf, weil ich die Campinggebühren für die Monate Jan. und Feb. bezahlen musste (zusammen €670). Normalerweise schlafe ich jedoch bis 9 Uhr früh.

  • Der Campingplatz ist voll. Es warten aber bereits 2 Camper auf dem Parkplatz bei der Rezeption, um den nächsten freien Stellplatz belegen zu können.

  • Kurz vor 10 Uhr Abfahrt mit dem Mountain-Bike zum Tennis ins nahegelegene Isla Plana. Heute war hartes Training mit Rainer angesagt.

  • Jeden Nachmittag lege ich mich zu einem etwa 1 stündigen Nickerchen auf mein Liegebett unter blauem Himmel an die Sonne, mit nacktem Oberkörper notabene. Meine beiden Nachbarinnen Helga und Annelies meinen: ich schlafe laut, es sei aber nicht störend!

  • Fröhliches Vogel-Gezwitscher auf den nahen Pfeffer-Bäumen ist mir schon lange aufgefallen. Heute habe ich mir diese Vögel etwas genauer angeschaut. Sind dies etwa Kanarienvögel?

  • Schönes Wetter und Tod liegen so nahe zusammen, vorallem wenn man sich im Winter auf einem südlichen Campingplatz aufhält. Heute Nachmittag ist ein Camper mit Herzinfarkt auf der Strasse zusammengebrochen und gestorben. Dieser Zwischenfall hat mich stark beschäftigt, denn ich bin mir bewusst, dass auch ich immer mehr zu dieser Risikogruppe gehöre.

  • Den Bestseller "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling habe ich von meinem Nachbarn Norbert zum lesen erhalten. Nach den ersten 100 Seiten kann ich dieses Buch weiterempfehlen. Es ist ein humoristischer und unterhaltsamer Bericht seiner Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela, gewürzt mit eigenen Lebenserinnerungen.
    Ich war mitten im Lesen, als heute Nachmittag um etwa 16 Uhr Wolken und kühle Winde aufzogen und innert weniger Minuten die Luft-Temperatur von 22 auf 15 Grad runter sackte. Auch dies ist Spanien.

Sa, 19.Jan.

13 -22°C

Mein Ärger: Die katholische Kirche der Schweiz schützt pädophile Priester

Für die katholischen Kirche scheinen die weltlichen Gesetze nicht zu gelten. So werden Priester mit pädophilen Neigungen in den USA, Oesterreich und nun auch der Schweiz von der Kirche gedeckt. Wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, hat ein heute 67-jähriger Kapuziner-Priester in den 80er- und 90er-Jahren u.a. seinen eigenen damals 12-jährigen Neffen missbraucht. Die katholische Kirche hat dieses Vergehen nicht den Behörden gemeldet, sondern ihn in einem ersten Schritt von der Schweiz nach Frankreich und vor 2 Jahren in ein Kloster in Delsberg (Kanton Jura) versetzt resp. versteckt!

In einer Pressemitteilung der Schweizerischen Bischofskonferenz steht lapidar geschrieben, dass sie die internen Richtlinien zum Umgang mit pädophilen Priestern unter die Lupe nehmen wollen. Ich verstehe gar nicht, was es da unter die Lupe zu nehmen gibt. Gelten für die Priesterschaft nicht auch die weltlichen Gesetze!.... oder beansprucht etwa die katholische Kirche einen gesetzesfreien Raum?

Es sind erst wenige Monate her, da hat Bischof Koch vom Bistum Basel einen Gerichtsentscheid im Fall des Priesters Szabo nicht akzeptieren wollen, weil er weltlich war. Wenn man in der Kirchengeschichte ins Mittelalter zurückblättert, dann tauchen ähnliche oder noch schlimmere Verhaltensweisen der katholischen Kirche auf. Damals beanspruchten sie ihre Regeln als Gesetz. Es herrschte die Inquisition. Ungläubige und Hexen wurden in Europa und Südamerika grausam gefoltert und umgebracht. Dies war eines der schrecklichsten Holocousts der Menschheits-Geschichte und die Kirche hat bis heute ihre Opfer nicht um Verzeihung gebeten.

(Nachtrag vom 31. Jan. 08: Die Katholische Kirche der Schweiz reagierte und hat mittlerweilen 2 pädophile Priester angezeigt. Eine weitere Nachricht kam aus Deutschland: Dort meldete das Bistum Regensburg, dass ein pädophiler Priester seit über 20 Jahren junge Knaben missbrauchte. Er werde nun in einer Klinik therapiert! Von Strafe wurde in dem Bericht nichts erwähnt.)

Fr. 18.Jan.

21°C
Die Schweizer Nationalwurst
Cervelat oder Klöpfer

Unsere National-Wurst der Klöpfer — Rückflug nach Süd-Spanien

Wir Schweizer haben ein grosses Problem. Es geht um die Wurst und vor allem um unsere Schweizer National-Wurst den Cervelat oder Klöpfer - und da vorallem um deren Haut. Der Grund für diese Krise: Die EU lässt brasilianische Rinderdärme - die Haut unserer Nationalwurst - aus Angst vor BSE nicht mehr zu. Das Importverbot gilt auch für die Schweiz. Versuche mit Schweins- oder agentinischen Rinder-Därmen sind kläglich gescheitert: sie schmecken anders und lassen sich nicht so gut schälen.....

Es ist wieder soweit. Seit 16 Uhr residiere ich wieder in Südspanien. Am Morgen um 8 Uhr startete ich mit dem Zug zum Flughafen Zürich. Dann gings weiter via Mallorca nach Murcia-Javier, wo mich Rainer D. mit meinem Auto abholte. Dies alles wäre ja nicht so weltbewegend, wenn ich da nicht am Bahnhoff SBB in Basel den Roland Stucki getroffen hätte, der zur selben Zeit zum Flughafen Zürich und nach Trinidad weiterreiste. Roland Stucki ist einer meiner lieben Mitarbeiter aus der Sandoz-Zeit.

... und es herrschte eine Lufttemperatur von 21°C.

Mi, 15.Jan.

-1 - +4°C

Eisstockschiessen auf der Basler Kunsteisbahn

Früher feierte ich das Kunschti-Fescht, seit letztem Jahr haben meine Freunde zum Eisstockschiessen gewechselt. Heute war ich zum ersten Mal dabei und der Sport hat mir sehr gut gefallen. Vielleicht lag es auch daran, dass uns vom Eisstockclub beider Basel mit Ueli Keller der Schweizer-Rekordhalter im Einzelschiessen trainierte.

Sa./So, 12./13.Jan.

-1 - +4°C

Weekend in München — Hitzfeld — Klinsmann

Anfang 2008 hat Ottmar Hitzfeld bekanntgegeben, Ende Saison sich vom FC Bayern zu trennen. Seither ist er grosser Favorit für den Job des Trainer unserer Nationalmannschaft. Ottmar Hitzfeld ist bei uns kein Ubekannter Als Lörracher, direkt an der Grenze zu Basel wohnend, hat seine Spieler- und Trainer Karriere in der Schweiz und zwar beim FC Basel begonnen. Ich glaube, er wäre als einer der erfolgreichsten Trainer von Club-Mannschaften eine grosse Bereicherung für unsere Fussball-National-Mannschaft.

Genau den umgekehrten Weg geht man seit Jahren in Deutschland. Für die Nationalmannschaft verpflichtete man Anfänger mit berühmtem Namen, die nie eine Club-Mannschaft trainierten. Sie erhielten ein gut bezahltes "Gnadenbrot" vom Verband. Die Vogts, Völlers und Klinsmanns hatten das Glück, auf gutausgebildete Club-Spieler zurückgreifen zu können. Es wäre müssig zu untersuchen, ob die Deutsche Fussball-Nationalmannschaft mit einem erfahrenen Club-Trainer nicht noch grössere Erfolge gehabt hätte, denn in den Nationalmannschafts-Zusammenzügen geht es doch primär um die Motivation und Einstellung der Spieler, als um die Grundausbildung.

Was mich nun aber ganz aus den Socken haut, war die Meldung, dass der Jürgen Klinsmann beim FC Bayern Nachfolger des Super-Trainers Hitzfeld wird. Klinsmann, ein Spieler ohne irgendwelche Club-Erfahrung und Trainer-Ausbildung, der jahrelang weit entfernt vom Fussball wohnte, soll diesen "FC Hollywood" führen. Undenkbar was passieren würde, wenn der Klinsmann Erfolg haben sollte. Dann müsste man die DFB-Trainerausbildung in der Sporthochschule Köln, die einen einmaligen Namen in Europa oder weltweit geniesst, überdenken. In jedem Fall, wenn ich BAYERN-Aktien hätte, ich würde sie unverzüglich verkaufen!

Am vergangenen Wochenende war ich zu Besuch in München. Diese Strecke legte ich mit der Eisenbahn in gut 5 Std. 20 Min. zurück und bezahlte dafür Fr. 122.- (ca € 75). Um Gerüchten vorzubeugen: Es besteht kein Zusammenhang mit den Klinsmann- und Hitzufeld-Ernennungen!

Mi, 9.Jan.

-1 - +8°C

Meine neuen Beisser

Es ist schon eigenartig. Zu Hause läuft einfach weniger, als wenn ich mich im Wohnwagen irgendwo in Europa befinde. Aber dank meines Zahnarztes kann ich doch etwas Neues berichten. Ich habe heute meine 3 neuen Beisser erhalten. Nach Abdruck nehmen anfangs Dezember, und drei weiteren Sitzungen zum Anpassen war der Zahnarzt heute mit seinem Werk zufrieden. Nachdem mir dann noch die Dental-Hygienikerin erklärt hatte, wie ich die Implantate zusätzlich zum Zähneputzen mit spezieller Zahnseide 2x die Woche putzen muss, wurde ich zum Essen entlassen. Mit einer Bratwurst habe ich zaghaft begonnen und es hat wunderbar funktioniert.

Am Dienstag war ich zum alljährlichen Finanz-Treffen mit meinem Finanzverwalter Antonio Ilardo von der gleichnamigen Firma "Ilardo & Partner Asset Management AG" in Zürich, der mich dann wie letztes Jahr ins Rest. "IL GATTOPARDO" an der Rotwandstrasse 48 einlud. ... und wiederum gabs etwas feines zu Essen "Fisch im Salzteig" wie letztes Jahr und es schmeckte wunderbar.

Am vergangenen Diernstag bin ich von meiner Monika abgeholt und ins Rest. Heyer in Biel-Benken zu einem feinen Essen entführt worden. "Brutzli" habe ich mir bestellt, dazu einen feinen einheimischen Benkemer-Wein. Es war schön, wir konnten wieder einmal plaudern.

Fr, 4.Jan.2008

-4 - +5°C

Seit heute bin ich Rentner

Seit 1. Jan. 2008 bin ich offiziell Rentner und kann die wenigen Vergünstigungen geniessen: Eintritte ins Kino, Gartenbad, Skipässe, öffentl. Verkehrsmittel etc.

Heute war ich zum Shopping in der Stadt und ich war erfolgreich: Ich erstand mir beim PKZ eine Bugatti-Winterjacke dank einer 30%-Preisnachlass-Aktion zu Fr. 420.-- anstatt Fr. 600.-- (ca €355) . Ich kam auf diese berühmte Marke, als ich kürzlich auf dem Flughafen in Mallorca einen gutaussehenden Deutschen mit solch einer Jacke gesehen habe. Seither ging mir diese Jacke nicht mehr aus dem Sinn.

 

Mail an Max Lehmann Jump to (1 kB)

Home