Tagebuch und Ereignisse 2005 von Max Lehmann

 

Dies ist mein Tagebuch. Ich schreibe darin über mich, meine Erlebnisse, meine Pläne, meine Hoch und Tiefs, meine Gefühle, wie ich sie zu dem angebenen Zeitpunkt beurteilte. Aus diesem Grund werde ich auch keine Einträge aus meiner Vergangenheit verändern oder sogar löschen, höchstens datierte Zusatz-Vermerke anbringen.

Immer mehr kommentiere ich aber auch politische und gesellschaftliche Vorgänge und Probleme im In- und Ausland. Ich gebe meinen persönlichen Senf dazu ab. Ich habe festgestellt, dass ich beim Schreiben mir mehr Gedanken machen muss, als es am Tisch in einem Wirtshaus notewendig wäre.

Oft schreibe ich in der Gegenwartsform manchmal auch in der Vergangenheit. Ich lasse beide Formen nebeneinander stehen. So wie es mir besser gefällt.

Mi, 21. Dez. 05

Ich bin seit heute wieder unterwegs zu Evelyne und werde in der 1. Woche 2006 zurückkommen. Ich freue mich riesig. Sollte aber auch noch meinen Jahresbericht schreiben.

Di, 20. Dez. 05

Soeben lese ich in einer Konsumentenzeitschrift (K-Geld Dez. 2005), dass man in Kroatien als Rentner weder auf die Rente noch auf sein Vermögen Steuern bezahlt. Kroatien als Steuerparadies !

 Besteuerung in % bei
jährlicher Rente von Fr. 150'000.--
Deutschland25.5%
Italien23 - 42 %
Frankreich18.72%
Spanien35%
Kroatien0%

Mo, 19. Dez. 05

Provinzposse in Graz und Kalifornien: Es gab eine unerwartete Wende in der Diskussion um die Umbenennung des Grazer Schwarzenegger-Stadions nach der abgelehnten Begnadigung von "Tookie" Williams (Hinrichtung am 13.12.2005): Der kalifornische Gouverneur und gebürtige Steirer Arnold Schwarzenegger will, dass der Schriftzug mit seinem Namen bis Jahresende entfernt werden soll. Zudem gebe er den Ehrenring der Stadt zurück. Er sei bereits in der Post. So Schwarzenegger !!!

Ich frage mich: Ist nicht Schwarzenegger ein Parteifreund von George W. Bush? Pubertiert er nun auch? Er hätte doch besser geschwiegen und die Oesterreicher in ihrer politischen Frust allein gelassen.

Sa, 17. Dez. 05

Alljährlich lade ich (bald 63 Jahre) ungefährt 1 Woche vor Weihnachten meine 94-jährigen Mutter, sowie meine beiden Töchter K. (30 Jahre) und Daniela (28 Jahre) samt Anhang ein und koche ein feines Luxus-Menue:

Nüssli- resp. Feldsalat an feiner Yoghurtsauce geschmückt mit Eier-Würfeln, mit Lachs und Kaviar
********
Milken-Pastetli mit Erbsli nach Jägerart (Schwarzwurzeln, Karotten und Pfifferlinge)
********
Mousse aux Vanille mit Himbeersauce

.... aber es passierte mir eine grässliche Panne: Für die Milkenpastetli wird ein Hühnchen ausgekocht, zwecks Hühnerbouillon und feinem Hühnchenfleisch. Nach 1 Stunde Kochen war mein Hühnchen immer noch hart und zäh wie Plastik. Nicht einmal die Haut liess sich abziehen. Was war wohl passiert? Ich hatte aus Versehen ein altes, zähes Suppenhuhn erwischt. Flugs entsorgte ich das Suppenhuhn und kaufte kurz bevor mein Besuch kam beim Metzger als Ersatz feine Hühnerbrüstchen (zum mehrfachen Preis eines Poulets) und rettete damit die Pastetli-Füllung.

Daniela kam mit ihrer 5-jährigen Tochter Anina aus der Ostschweiz angereist. Die Hinfahrt war problemlos, aber auf der Rückfahrt wurde sie durch massive Schneefälle, grossflächiges Glatteis und starke Winde schwer behindert. Aber es ging alles gut. Nach 3 Stunden langte sie zu Hause an.

Fr, 16. Dez. 05

Am heutigen Tag ist der letzte Kampfjet (F/A-18) der Schweizer Luftwaffe vom Militär-Flugplatz Dübendorf bei Zürich gestartet . Der Flugplatz wird aufgehoben und das Ueberwachungsgeschwader aufgelöst. Hier in Dübendorf habe ich alle meine militärischen Schul- und Beförderungsdienste (Rekrutenschule, Unteroffizier- und Offizierschule samt Abverdienen) und zwar insgesamt 1,5 Jahre absolviert.

Dübendorf war auch die Wiege der zivilen und militärischen Aviatik. Hier starteten im Jahre 1914 die ersten fliegenden Kisten der Armee und hier wurde auch die Ad Astra gegründet, mit der Basler Balair die Vorläuferin der Swissair resp. Swiss. Dübendorf berbergte zudem das Überwachungsgeschwader (ÜG) mit den einzigen Berufspiloten der Schweizer Armee, die den Luftraum überwachten und die Milizpiloten als Fluglehrer trainierten.

So, 20. Nov. - 11. Dez. 05
(Gran Canaria)

So, 20. Nov - 11. Dez. 2005: Ferien in Maspalomas auf Gran Canaria

  • Mit der Fluggesellschaft LTU sind wir ab dem Flughafen Wien Schwechat in 5 Stunden 3400 km nach Gran Canaria geflogen. Auf dem Hinflug war das Flugzeug ziemlich ausgebucht, auf dem Rückflug etwa zur Hälfte leer. Gran Canaria ist eine wunderbare Destination. Eine Insel voller Ueberraschungen. Ein Teil der Insel zeigt vulkanische Einöden mit Kakteen aller Art und hohen Bergen (Roque Nublo 1817 m), auf der anderen Seite findet man ein subtropisches Klima mit Bananen-, Zitronen- und Orangen-Plantagen. Für Badelustige sollte man unbedingt den Süden auswählen. Wir waren in einem Appartement namens "Tamara 6" in Maspalomas eingemietet, nur 200 m vom Strand entfernt. (APARTAMENTOS OASIS MASPALOMAS http://www.oasismaspalomas.com).

  • 28./29. Nov. Tropensturm "Delta": Bereits am späteren Montag-Abend vom 28. November begann es bei uns in Maspalomas zu stürmen. Die Palmen wurden hin- und hergebogen. Die ganze Nacht hörten wir das Rauschen des Meeres. Am nächsten Morgen besserte sich das Wetter zusehends. Wir gingen an den Strand, wo wir zu unserem Erstaunen etwa 20 Meter des Strandes nicht mehr fanden. Die Wellen der stürmischen Nacht haben den feinen Sand weggeschwemmt. Der Strand-Kiosk Nr. 4, wo Getränke und Sandwiches angeboten werden, musste eilends aus der stürmischen See gerettet und ins Landesinnere versetzt werden. Wir verbrachten den Tag hoch auf den Dünen und verfolgten die spannenden Rettungsarbeiten.

    Der Finger Gottes
    Links vor dem Sturm, rechts nach dem Sturm

    Abends las ich dann im Teletext des Deutschen Fernsehens, dass wir grosses Glück gehabt haben müssen:
    Bei dem Tropensturm "Delta" über den Kanarischen Inseln sind in der Nacht vom 28./29. November sieben Personen ums Leben gekommen und weitere verletzt worden. Der Sturm richtete vorallem in Teneriffa, Gomera, Fuerteventura aber auch auf Gran Canaria erhebliche Sachschäden an. Ein Behördensprecher sagte, es sei das erste Mal, dass ein solcher Tropensturm die Kanarischen Inseln getroffen habe. Auf der Insel Teneriffa waren vorübergehend mehr als 150'000 Menschen in der Hauptstadt Santa Cruz von Strom- und Telefonausfällen in Mitleidenschaft gezogen.

    Auf Gran Canaria hatte der Sturm auch die Touristenattraktion "Der Finger Gottes" beschädigt. "Dedo de Dios" wurde ein 30 Meter hoher Basaltfelsen genannt, der in Puerto de las Nieves wie eine Hand mit gespreiztem Finger vor der Küste aus dem Meer ragte. Die Wucht des Sturms brach ein etwa 20 Meter grosses Stück heraus

  • Die Küste und vorallem die bis 5-10 m hohen und breiten Dünen zwischen Maspalomas und Playa del Inglés sind einzigartig. Kaum etwas bleibt besser in Erinnerung, als barfuss über den heissen Sand zu laufen und mitzuerleben, wie sich die Dünen bei jedem Windstoss verändern und neue Muster bilden. Dieser helle Sand, dessen winzige Körner vom Winde verweht werden, ist stark kalkhaltig und bestand ursprünlich aus Korallenbänken. In den Dünen herrscht eine einmalige Fauna und Flora.

  • Die Fauna von Gran Canaria bietet enorm viel. Ich bin zwar kein Spezialist, aber ich habe braun-grünen Kanarien-Vögel, Papageien, Kanarische Echsen entdeckt. Am schönsten war es am Morgen früh, von den zwitschernden Vögel aufgeweckt zu werden.

  • Dünen in Maspalomas
  • Die Kanarische Küche hat uns mit feinen Speisen verwöhnt, wobei das Knoblauch nicht fehlen durfte. Es war köstlich und die 84.8 kg nach Heimkehr habe ich gehalten:

    • T-Bone-Steaks von jungen spanischen Rindern für € 13
    • Pappas arrugadas: "runzlig" in Salzwasse gegarte Kartoffeln, die man samt Schale isst
    • dazu Mojo picon Sauce: pikante Knoblauch-Sauce mit Pfeffer-Schoten
    • Gazbacho Suppe: kalte Gemüsesuppe aus Salatgurken, Tomaten, Chili- und Pfefferschoten, Knoblauch
    • Pimientos de padron: kleine in Olivenöl gebratene Paprika-Schoten mit grobem Salz, die sehr scharf sein können
    • Gambas al ajillo: Kraben in Knoblauchöl
    • Tartas de Almendras: Mandelkuchen
    • Cafe con leche condensada: Kaffee mit gezuckerter Kondensmilch im unteren Drittel des Glases
    • Ron Miel: Honigrum, der uns etwas Kopfweh bereitete

  • Zweimal haben wir einen Nissan Micro und einen Fiat Punto gemietet. Zuerst gings ins Einkaufscenter Atlantico in Vecindario, wo wir nicht nur Lebensmittel im Carefour, sondern auch "Fetzchen" einkauften. Die Fahrten führten uns u.a. zum Vulkan-Krater Caldera de Bandama, Puerto de las Nieves mit dem kaputen "Der Finger Gottes", ins grüne Valle de Agaete mit dem einzigartigen subtropischen Klima und den besonderen Pflanzen.

  • Mit dem Wetter und den Temperaturen haben wir Glück gehabt: Abends wars mit ca. 18-19°C etwas kühl, aber tagsüber umso wärmer. Ohne den typischen kanarischen Wind wäre es am Strand zu heiss und nicht auszuhalten gewesen. Die Wassertemperatur war um die 21 °C

  • Auch Sport haben wir getrieben. Ihr müsst jetzt nicht lachen, wir haben tatsächlich unsere Inline-Skates samt Gelenkschützern im Rucksack eingeführt. Ihr hättet die Augen der verdutzten meist älteren Feriengäste sehen müssen, wie Evelyne in ihrem heissen Sportdress elegant an ihnen vorbeischwebte .... und ich ein paar Meter später hinterherbrauste.

  • Der Abend des 28. Novembers war für uns ein ganz besonderer Tag. Evelyne und ich haben uns verlobt, und die bereits am 15. November gekauften Ringe ausgetauscht. Wir wollen im Frühjahr/Somme in Basel heiraten.

Do, 1. Dez. 05

Schrecklich! Ein 6-jähriger Knabe aus dem zürcherischen Oberglatt ist von drei Pitbull-Terriern zu Tode gebissen worden. Die Kampf-Hunde waren vom Wohnort des Besitzers während dessen Abwesenheit ausgerissen. Sie wurden eingeschläfert. Über die näheren Umstände des Vorfalls konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

Der türkische Bube war kurz vor 8.45 Uhr auf dem Weg in den Kindergarten im Dickloo, als es zur tödlichen Attacke kam. Wie die Zürcher Kantonspolizei am Nachmittag erklärte, ereignete sich der Vorfall auf einem Fussweg am Waldrand, rund 200 Meter vom Kindergarten entfernt. Für den Knaben kam jede Hilfe zu spät, obwohl auch ein Rega-Helikopter zur Stelle war.

Der Halter der Hunde war zu Besuch bei Bekannten in der Nähe seiner Wohnung, als die Hunde zubissen. Der 41-jährige Italiener wurde zusammen mit seinem 38-jährigen Bekannten und seiner Freundin festgenommen. Es läuft ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung.

Der Hundebesitzer hatte seine 6 Hunde in ein provisorisches Verliess auf der Terrasse der Parterrewohnung seines Bekannten in Oberglatt gesperrt. Drei Junghunden gelang es, zu flüchten. Die Hunde griffen den sechsjährigen Kindergärtler an und verletzten ihn tödlich. Die Tiere, die nach der Attacke eingeschläfert wurden, waren in Italien zehn Monate in einem Raum eingesperrt gewesen und nie spazieren geführt worden. Sie hatten auch kaum Kontakt zu Menschen.

Dieser schreckliche Unfall hat zu emsigen Aktivitäten in politischen Gremien geführt, so werden härtere Gesetze oder sogar Verbote von speziell gefährlichen Hunden-Rassen gefordert. Es darf nicht sein, dass Menschen Angst vor unberechenbaren Tieren haben müssen.

  • Ab Freitag, 15. Dez. gilt im Kanton Zürich der Leinen- und Maulkorbzwang für vier Kampfhunderassen (American Pitbull Terrier, den American Staffordshire Terrier, den Bullterrier und den Staffordshire Bullterrier sowie Kreuzungen mit diesen Rassen).

  • 9. Dez.: Die Walliser verbieten die Haltung von 12 gefährliche Hunderassen: Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier, Dobermann, Argentinische Dogge, Fila Brasileiro, Rottweiler, Mastiff, Spanischer Mastiff, Neapolitan Mastiff, Tosa

Mi, 16. Nov. 05

Unsere Schweizer Fussball-National-Mannschaft hat sich im Hexenkessel von Istanbul gegen die Türkei in die Endrunde der Fussball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland durchgezittert. Nach dem heimischen 2:0 Sieg in Bern vor 4 Tagen kamen die Schweizer trotz 4:2 Niederlage im Rückspiel dank der beiden geschossenen Auswärtstore erstmals nach 1994 wieder in die WM-Endrunde. Bereits in der 3. Minuten gingen die Schweizer durch einen Penalty des Baselbieters Alexander Frey 0:1 in Führung. Die Türken gingen zwar bis 3:1 in Führung, jedoch mit einem weiteren Tor in der 84. Minute durch den ex-Basler Streller zum 3:2 war die Vorentscheidung gefallen.

Nach dem Schlusspfiff spielten sich im Stadion von Istanbul unglaubliche Szenen ab. Die Schweizer Spieler wurden von den türkischen Sicherheitskräften und Ersatzspielern regelrecht gejagt und in den Kabinengängen tätlich angegriffen. Ein Schweizer Ersatzspieler musste wegen eines Unterleibtritts sogar ins Spital gebracht werden. Ich bin gespannt, welche Sanktionen die FIFA aussprechen wird, denn die Schweizer wurden bereits bei ihrer Ankunft auf dem Fluhafen durch den Zoll schikaniert und 3 Std. am Verlassen des Flughafens gehindert und auf der Fahrt ins Hotel wurde der Mannschaftsbus von türkischen Fans mit Eiern, Mildchbeuteln und Steinen beworfen.

Nachtrag vom 2. Dez. 2005: Bei der Auslosung für die WM 2006 in Deutschland wurden Frankreich, Togo und Südkorea als Gegner der Schweiz zugelost.

Sa, 12. Nov. 05

Ich bin unterwegs nach Mautern zu Evelyne. Am nächsten Wochenende fliegen wir dann für 3 Wochen nach Gran Canaria (Maspalomas), um Wärme für den bevorstehenden Winter zu tanken und Pläne fürs 2006 zu machen. Ich werde am Dienstag, 13. Dezember wieder nach Binningen zurückkehren.

Do, 10. Nov. 05

Seit 11. August spielte ich in der Zeit, in der ich in Basel und nicht in Oesterreich weilte, wieder Tennis im Donnerstags-Club (ohne André) in der Cenci-Halle in Weil am Rhein. Es sind tolle Abende und, im Gegensatz zur Zeit mit André, fröhliche Spiele voller Drammatik aber ohne Druck. Vorallem das sprachliche Niveau hat sich massiv verbessert. Aus diesem Grund konnte ich auch viel befreiter aufspielen. Ich musste mich niemandem beweisen. Ich spielte erstaunlich gut, wobei mir die Spielpraxis und die Kondition fehlte.

Di, 8. Nov. 05

Ich bin oft nicht zimperlich in meinen oft kritischen Äusserungen über politische Aktivitäten und Situationen im Ausland. Nun muss ich jedoch vor der eigenen Türe wischen: Am 27. November stimmen wir über die "Sonntags-Oeffnungszeiten von Läden in Bahnhöfen und Flughäfen" ab. Im Prinzip eine lächerliche Frage. Unser Parlament befürwortete die 24-Stunden-Oeffnungszeiten. Aber sie haben die Rechnung ohne unsere um Profilierung kämpfende Gewerkschaften und damit auch die "mitmarschierende" SP gemacht. Diese sehen darin eine Diskriminierung der Arbeitskräfte sprich Verkäuferinnen, obwohl Studenten und Hausfrauen sich wegen der happigen Lohnzuschlägen um diese Jobs reissen.

In einer Zeit, in der viele Leute froh um Arbeit oder einen Geldzustupf sind, kämpfen die Arbeiter-Vertreter gegen die eigenen Arbeiter. Wie schrieb doch der ehemaliger Gewerkschafter und SP-Nationalsrat Helmut Hubacher zu dieser Kampagne: "Mir stinkts, dass die Gewerkschaften im 21. Jahrhundert Schlachten von Gestern nach ewiggleichem Muster schlagen. Sie akzeptieren nicht, dass sich die Gesellschaft verändert hat und mit ihr - konkret - das Einkaufsverhalten."

Nachtrag vom 27. Nov: Mit knapper Zufahlsmehrheit von 23'000 Stimmen haben 1'026'500 Stimmberechtigte den 24-Stunden-Oeffnungszeiten zugestimmt! Die städtischen Kantone gaben den Ausschlag. Wow, da bin ich als kritischer Schweizer wiederum mit einem blauen Auge davongekommen.

So, 6. Nov. 05

Tom Lüthi Weltmeister 125 ccm

Mit dem 19-jährigen Tom Lüthi haben wir Schweizer seit dem GP in Valencia wieder einen Motorrad Weltmeister in der 125 ccm Klasse.

Nach Luigi Taveri (Weltmeister 1962, 64 und 66) und Stefan Dörflinger in den Jahren (Weltmeister 1982-85) haben wir lange auf einen neuen Weltmeister warten müssen. Es scheint, dass wir immer wieder 20 Jahre warten müssen.

Fr, 4. Nov. 05

Anina mit Puppe

Ein Besuch im Toggenburg (Region Ost-Schweiz) bei meiner Tochter Daniela, ihrem Eshref und ihren beiden Kindern Anina und Leon war angesagt. Ich bin ein schlechter Besucher, habe mich aber stark gebessert, war ich doch letztmals erst vor 2 Monaten in der Ost-Schweiz. Am 6. Dez wird Anina 5 Jahre alt, ich bin aber in dieser Zeit auf Gran Canaria. Also galt es, die "Gschänggli" und die tolle Puppe von Evelyne bringen.

Was ich hier noch erwähnen muss oder darf: Ich gehe gerne ins Toggenburg, denn es gibt immer dasselbe zum Essen, nämlich meine Lieblingsspeise "gefüllte Paprika"..... hmmmmmmm

Mo, 31. Okt. 05

Wer hätte das gedacht, dass das Brauchtum des Halloween nun auch in der Deutschen Politik Einzug gehalten hat. Ich will mich als Schweizer über diese Karnevals-Gags nicht weiter äussern, umsomehr als nicht nur die SPD ihr kindliches Hütchen-Spiel spielt, sondern sich auch der eitle Edmund Stoiber von der CSU im aktuellen Kasperli-Theater eine tragende (Zick-Zack-)Hauptrolle gesichert hat.

Sind da nicht Parallelen zu Oskar Lafontaine, lieber Edmund , auch wenn Du den Rücktritt Münteferings als Grund vorschiebst?

Mo, 31. Okt. 05

Mit Temperaturen zwischen 20-23 °C ging der diesjährige Oktober zu Ende.... und diese eher sommerlichen Temperaturen geniessen wir bereits seit etwa 3 Wochen. Er hat uns für den missratenen Sommer entschädigt. Die Reben und damit der Wein Ernst 2005 werden es danken. Ich denke, es wird ein Spitzenjahrgang werden.

Sa, 29. Okt. 05

Basler Münster und Riesenrad

Heute wurde die 535. Basler Herbstmesse eröffnet. Sie bedeutet vorallem für die Kinder aber auch für die Junggebliebenen ein ganz besonderes Vergnügen. Auch ich war bei schönstem Wetter auf der Piste anzutreffen.

Eingeläutet wurde das traditionsreiche Grossereignis wie gewohnt punkt 12 Uhr vom Glöcklein der Martinskirche. Mit viel Geschrei stürmten Kinder und Jugendliche bei Prachtswetter die Bahnen, deren Fahrten in der ersten Viertelstunde jeweils gratis sind.

Sie ist zwischen Frankfurt und Mailand die grösste Messe ihrer Art. Sie findet als Herbstmesse auf sieben verschiedenen Plätzen im Gross- und Kleinbasel statt. "D Mäss" ist bei Schaustellern und Marktfahrern überaus beliebt. Von 750 Bewerbungen konnten nur 435 berücksichtigt werben. Nun buhlen rund 50 Bahnen und über 350 Buden und Marktstände um die Gunst des Publikums.

Die Basler Herbstmesse blickt auf eine lange Tradition zurück: Die Stadt hatte 1471 von Kaiser Friedrich III. das Recht erhalten, auf ewige Zeiten Jahrmärkte durchzuführen. Tatsächlich hat die Herbstmesse seither in Basel ununterbrochen stattgefunden.

Sa, 29. Okt. 05

Wappen der
Rebleutenzunft

Ich bin Zunftbruder einer E.E. Zunft zu Rebleuten. Alljährlich findet am letzten Samstag des Oktobers das Zunftessen statt. Es ist die Zunft der Weinbauern und Rebleuten. Der traditionelle feierliche Anlass beginnt um 18 Uhr und endet nach Mitternacht. Es sind nur Männer zugelassen. Ein gediegenes Essen umrahmt von Gesangs- und Trommel-/Pfeiffer-Darbietungen und verschiedener humoristischer Ansprachen machen den Abend kurzweilig.

Ihr werdet Euch nun fragen: Wie kommstr Du denn in diese Zunft? Ich hab die Mitgliedschaft von meinem Vater geerbt. Zudem ist unsere Familie Besitzer von 2 Rebbergen im badischen Buggingen !!!!

Das spezielle Ereignis in diesem Jahr war, dass wir erstmals Wein aus dem zunfteigenen Rebberg zu geniessen bekamen. Wir haben als Weisswein den Charmont, eine in der Schweiz erfolgte Neuzüchtung zwischen Chasselas und Chardonnay, und als Rot-Wein einen Blauburgunder/Pinot-Noir angebaut. Die diesjährige Ernte ergab 636 kg Charmont mit 71 Oechsle und 347 kg Pinot-Noir mit 90 Oechsle.

Als Menue wurden uns folgende Leckereien angeboten:

Entrée: Variationen der Elemente Erde, Luft, Wasser und Feuer
****
Gebratenes Wels-Médaillon auf grünen Böhnchen mit Süsswasserkrebsbutter und Zitronenthymian
****
Zartrosa gebratenes Argentinisches Picanha (Hüftdeckel, Tafelspitz des Rind)
mit Himalaya Salz und tropischer Pfeffermischung
Steinpilze und kandierte Schalotten an Portweinsauce
Basilikum Trofie
Schwarzwurzeln mit frischen Kräutern
****
Knuspergebäck mit Crème Romanow, Holundereis und zweierlei Schokoladen-Schnittchen
****
Kaffee, Gleesli, Friandises
****
Ab Mitternacht: Würstli, Kartoffelsalat, Bier etc

Zum Abschluss noch etwas Geschichtliches: Die Zünfte Basels haben seit jeher als Vereinigungen von Gewerbetreibenden einen prägenden Einfluss auf die Stadtgeschichte gehabt. Der Zusammenschluss in einer mittelalterlichen Zunft hatte zum Ziel, den Mitgliedern eine standesgemässe Existenz zu garantieren und sie gegen die Gefahren der freien Marktwirtschaft abzuschirmen. Um in einem Gewerbe in der Stadt tätig zu sein, war eine Mitgliedschaft in der entsprechenden Zunft unerlässlich. Eine Bannmeile um die Stadt sorgte dafür, dass in ihrem Bereich keine Nichtzünftigen einem der geschützen Broterwerbe nachging. Dem Import von Konkurrenzprodukten begegnete man mit Verboten.

Fr, 14. - Fr. 28. Okt. 05

Glückliche Tage bei Evelyne

  • Fr, 14. Okt. 05: Nach genau 8 Stunden habe ich um 16 Uhr die 810 km zurückgelegt und bin ich wieder bei Evelyne eingetroffen. Bei Lachs und 2 Flaschen Sekt feierten wir unser Wiedersehen.
  • Am vergangenen Mittwoch (12. Okt.) hat Ernst, Evelyne's Vater, sein 2. neues Knie erhalten. Es geht ihm 3 Tage später bereits sehr gut und er trainiert fleissig die Beugefähigkeit seines Knies. Es ist schon erstaunlich, was man im menschlichen Körper alles ersetzen kann.
  • Selbstverständlich frönten wir auch unseren liebsten Hobbies: Wir machten Shopping, waren beim Heurigen Wögrath in Unterbergern, beim Hackner in Palt, beim Chinesen und fuhren mit dem Bike 25 km durchs Kampthal.
  • Dann hats Evelyne ein paar Tage mit Grippe ins Bett geschmissen und ich konnte meine Fähigkeiten als geduldiger Pfleger und noch geduldiger Hundeführer demonstrieren. Ich muss dabei einen unvergesslichen Eindruck gemacht haben.
  • Wegen des Zunftessens bin ich am Freitag, den 28. Okt. bei schönstem Wetter wieder nach Hause gefahren.... und die Waage zu Hause bestätigte mir, dass ich die leiblichen Gelüste nicht ablehnte, nämlich 86 kg Körpergewicht. Gemüse und FDH (=Friss die Hälfte) ist nun angesagt.

Mo, 10. Okt. 05

Bei Sepp Meier (vom CPC-Radclub und ehemaliger Chef in Novartis) habe ich die Technik des Nordic Walkings ausprobiert. Es war schon besonders und abends spürte ich die Bein- und Schultern-Muskulatur. 1 Stunde waren wir unterwegs und mit zügigem Schritt gelaufen. Ich denke, dass dieser Sport ein gutes Konditionstraining im Winter sein kann.

Di, 4. Okt. 05

Für meine Grösse habe ich zu kurze Beine, d.h. ich muss die meisten Hosen kürzen (lassen). Zu diesem Zweck habe ich mir vor über 10 Jahren eine geeignete elektrische Nähmaschine gekauft. Deren Eignung habe ich getestet, indem ich blaue Jeans in die Geschäfte mitnahm und die Vorführerinnen mir einen Hosen-Umschlag nähen mussten. Die Maschine durfte nicht durch die dicken Doppelnähte der Jeans behindert werden.

Jahrelang ging alles gut, bis ich mich bereits letztes Mal am 5. Sept. 2005 über zerrissene Fäden beklagte (siehe weiter unten). Heute ist mir die Näh-Nadel kaputt gegangen. Ich musste eine Neue kaufen und und mit der funktioniert die Maschine wieder wie am ersten Tag. Also meine Leidenspartnerinnen, mein Tip: An den Nähnadeln sollte man nicht sparen!

Sa, 1. Okt. 05

Seit heute ist der sechste Harry Potter Band "Harry Potter und der Halbblutprinz" in deutscher Sprache zu Fr. 39.50 erhältlich. Die Manor (Kaufhaus in Basel) z.B. öffnete am Freitag-Abend um Mitternacht ihre Buch-Abteilung, um die Poptter-Fans bedienen zu können. Im Deutschsprachigen Raum soll die Startauflage bei 2 Mio Expl. liegen, dafür müssen 1'600 Tonen Papier in einer Länge von 19'000 km bedruckt werden.

Fr, 30. Sept. 05

Im Restaurant Alpbad oberhalb Sissach hat Werner Meier zu seinem 60. Geburtstag eingeladen. Er war einer meiner IVPE-Mitarbeiten in der Informatik in Sandoz und später Novartis. Wir, d.h. das ganze ehemalige Team, haben immer noch einen aussergewöhnlichen Zusammengehörigkeitssinn und treffen uns seit über 17 Jahren 2-3 mal jählich. Zum heutigen Geburtstagstreff sind Bettina, Waltraud, Beatrice, Claude, Roland, Bernard und ich erschienen.

Werner benutzte die Gelegenheit, seinen neu erstandenen HYMERMOBIL-Camper zu taufen. Er und seine Frau Yvonne haben sich diesen langjährigen Wunsch erfüllt, weil er im Frühjahr in Rente gehen wird. Ihre erste Reise wird sie im Frühjahr für 1-2 Monate nach Belgien, Holland und Luxemburg führen. Sie leben nun nach dem Motto: Lebe Deine Träume solang Du die Zeit hast! Diese Philosophie hat mich stark beeindruckt. Ich muss noch mehr mit meinem Leben tun. Ich habe ja noch so viele Träume

Fr, 23. Sept.
bis
So, 2. Okt.05

Evelyne in Basel

  • Fr, 23. Sept./13:30 Uhr: Endlich war es soweit und Evelyne landete mit 2 Stunden Verspätung von Wien kommend auf dem Flughafen in Zürich.

  • am Samstag, 24. Sept. fuhren wir mit dem Rad meine 45-km-Standardstrecke im Elsass ab, reservierten für den Abend im Rest. Couronne d'Or einen Platz im Wintergarten, wo wir ein wunderbares Menue Surprise zu uns nahmen. Es war köstlich.

  • Neben dem Sport haben wir noch weitere gemeinsame Hobbies: Shopping, Feines Essen und Wellness. Diesem haben wir ausgiebig in Basel, Weil und Lörrach gefrönt. Wie waren in den Cassiopeia-Thermen in Badenweiler und auch in der Saunaanlage 4-Jahreszeiten. Wir assen u.a. im indischen Spezialitäten Restautant Maharaja

  • Mi, 28. Sept.: Es war kritisch, was ich mir da erlaubte. Ich holte mir für den heutigen Abend 2 Konzert-Tickets des Sinfonieorchester Basel, ohne dass ich die gespielten Werke und den Dirigenten Mikhail Pletnev kannte:

    • J.S.Bach: Klavierkonzert d-moll BWV 1052
    • J.S.Bach: Klavierkonzert f-moll BWV 1056
    • P.I.Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-moll opus 64

    Und ich habe eine glückliche Hand gehabt, wie wir beide feststellen konnten. Schöne stimmungsvolle Musik und mit Mikhail Pletnev ein Star als Pianist und Dirigent (Er gehört scheinbar zu den 4-5 besten Pianisten der Welt) . Die beiden Bach.Konzerte waren zwar schwer zu verstehen, aber die Tschaikowsky-Sinfonie war wunderbar. Wie toll hat doch das Sinfonie-Orchester gespielt, bis es uns kalt den Rücken herunter lief.

    Im Anschluss an das Konzert trafen wir Bogdan Ulaga, Geiger im Sinfonie-Orchester und ex-Solaris-Camper. Im Rest. Angry Monk sind war dann ganz gewaltig abgestürzt und haben viel gelacht bei Weissbier, Sekt und Brötli. Es ware ein herzliches Wiedersehen. Evelyne und ich gingen anschliessend aber noch nicht ins Bett, sondern tranken bis Morgens 4 Uhr in meiner Küche Champagner und assen Lachs.

  • Am Sonntag, 2. Okt. ging dann mit dem Heimflug von Evelyne alles zu Ende. Wir waren uns aber einig, das 2006 wird für uns ein ganz besonderes Jahr werden! (Bitte drückt uns die Daumen)

So, 25. Sept. 05

Vor 1 Woche war ich entsetzt über den Ausgang der Wahlen in Deutschland. Ich konnte die Resultate und auch die Niveaulosigkeit und Mätzchen von Gerhard Schröder nach der Elefantenrunde im Fernsehen nicht verstehen .... und ihm haben soviele Leute das Vertrauen ausgesprochen! Ich bin froh, dass ich mich an diesem Wochenende nicht über uns Schweizer ärgern musste.

Heute haben wir Schweizer mit klarer Mehrheit der Öffnung des Arbeitsmarktes auch für die zehn neuen EU-Länder zugestimmt. Bei dem Referendum votierten 56% dafür. Bereits am 5. Juni bejahten wir Schweizer die Teilnahme an den Abkommen von Schengen und Dublin mit 54.6% .

Ich denke, dies war ein richtiger Entscheid, denn man kann ein Land nicht durch Gesetze vor sog. Niedriglöhnen schützen. Woher kämen denn z.B. die Hilfskräfte für die Gastwirtschaft? und was wäre, wenn die anderen Länder uns Schweizer als Gegenmassnahme auch nicht einreisen und bei sich arbeiten liessen?

Do, 22. Sept. 05

Butterzopf

Heute habe ich wieder einmal einen Butterzopf gebacken und zwar für Evelyne, die mich morgen besuchen kommt. Ich bin gespannt, wie er schmeckt.

Das Rezept findet Ihr auf meiner Homepage unter "Rezepte"

So 18. Sept. 05
(19 Uhr)

Meine Meinung von 19 Uhr über die Bundestagswahl in Deutschland: Bereits die erste Hochrechnung um 18 Uhr war für mich ein Schock. Ich habe viel erwartet, aber nicht diesen erdrutschartigen "Links-Rutsch"! Die Mehrheit d.h. über 50% der Deutschen Bevölkerung hat den der linken Parteienlandschaft angehörenden SPD, Grüne und SED/PDS ihr Vertrauen ausgesprochen! Was haben wohl unsere Deutschen Nachbarn mit diesem Votum sagen wollen?

Ich vermute, dass bei diesem Entscheid die eigenen und persönlichen Interessen jedes einzelnen Wählers im Vordergrund standen. Man will nichts von seinem in Europa einzigartigen sozialen Besitzstand und Privilegien wie Kündigungsschutz, Gehalt, Arbeitszeit, Ferien etc verlieren, und nach den Wahlversprechungen der Parteien glauben sie, mit den Linken besser zu fahren. Dieses Ergebnis bedeutet aber Stagnation und nicht Innovation. Ich denke, die Börsen werden am Montag reagieren und die Quittung vorlegen, nämlich Geld abziehen und verkaufen.

Ich befürchte für Deutschland schlimmes. Deutschland hat keine Reserven mehr. Ihr Tafelsilber (Post, Telecom etc) hat die rot-grüne Regierung verkauft. Deutschland ist im Moment bankrott und wirtschaftliches Schlusslicht aller europäischen Länder. Ohne Aufschwung der Wirtschaft wird dies so bleiben. Eine grosse Koalition, eine heute mögliche Konstellation, wird wenig ausrichten können, denn sie wird nur auf schmalen Gemeinsamkeiten aufbauen. Ob dies für ein Herumreissen des Ruders reichen wird? Quo Vadis Wirtschaftsmacht Deutschland?

Zum Schluss aus Sicht eines Schweizers noch ein weiterer Kommentar: Es war faszinierend und belustigend, wie überzeugend und fröhlich die beiden grossen Verlierer dieser Bundetagswahl, nämlich die SPD und die CDU/CSU, Ihre desaströsen Schlussergebnisse als grosse Siege feierten, obwohl es für beide Parteien eines ihrer schlechtestes Ergebnisse in ihrer Geschichte war. Die Haltung und das Auftreten Schröders in der Elefantenrunde des Deutschen Fernsehenes war äusserst peinlich. (Bem: Einzige echte Gewinnner waren die SED/PDS und die FDP).

Eine Woche später am 22. Sept. lese ich im Teletext: "Deutschland ist in der Konjunkturprognose 2006 des Internationalen Währungsfonds (IWF) so stark abgesackt, wie kein anderes Land der Welt! Der IWF rechnet nur noch mit 1,2% Wachstum. Die Prognose vom Frühjahr lag noch 0.7 Punkte höher. Für 2005 erwartet der IWF unverändert 0.8% Wachstum. Damit ist Deutschland in beiden Jahren Schlusslicht unter den Industrieländern, wie aus der Wirtschaftsanalyse hervorgeht."

Sept. 05

Auch in der Schweiz ist nicht alles, wie es sein sollte. Eines dieser Ärgernisse ist der VCS (Verkehrsclub der Schweiz). Er hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, alle grösseren Bauvorhaben durch Einsprachen mit Hilfe des sog. "Verbandsbeschwerderechtes" in Frage zu stellen. Auf diese Weise hat er z.B. den Zürcher Stadion-Neubau mit integriertem Einkaufszentrum für die Fussball-Europameisterschaft 2008 zu Fall gebracht und die gesamte Schweiz der internationalen Lächerlichkeit preisgegeben. Das Vorgehen ist immer dasselbe: der VCS stellt die Anzahl Parkplätze in Frage und verlangt, dass diese massiv reduziert werden.

Der neueste Coup läuft im Raume Basel in Pratteln ab. Ein bereits bestehendes und hervorragend erschlossenes Gewerbegebiet mit grossen Einkaufszentren ausserhalb Basels mit direktem Autobahnanschluss soll erweitert werden. IKEA und der Mediamarkt wollen Logistik- und Verkaufs-Neubauten mit insgesamt 597 Parkplätze erstellen. In dem Projekt ist sogar die Verlängerung der Tramlinie 14 vorgesehen. Die Gemeinde und der Kanton haben die Bauten und Parkplatzzahlen gutgeheissen. Der VCS stellt sich auf den Standpunkt, für Neubauten dürfen keine neuen Autoabstellplätze bewilligt werden !!!! Meiner Meinung nach ist der VCS eine Industrie- und auch Menschenfeindliche Organisation, die Verhinderungspolitik betreibt, denn sie verhindert in verantwortungsloser Art und Weise durch solche destruktiven Einsprachen neue Arbeitsplätze und damit auch soziale Zufriedenheit. Und dabei braucht die Region dringend neue Arbeitsplätze. Der Aderlass in den letzten Jahren war enorm.

Das verrückte ist, der VCS muss keine Alternativen vorschlagen. Er kann nur in Frage stellen !.... und all dies unter dem Deckmantel Umweltschutz.

Fr 9. - 13. Sept. 05
(Mautern)

Ich blieb nur 4 Tage bei Evelyne, dann musste ich wieder nach Hause.

So 11. Sept. 05

Endspielgegener Agassi und Federer

Unser Roger Federer gewann im Endspiel der 125. US Open in New York gegen den von 23.000 Fans lautstark angefeuerten 35-jährigen Amerikaner Andre Agassi mit 6:3, 2:6, 7:6 (7:1), 6:1 und holte sich den sechsten Grand-Slam-Titel seiner Laufbahn. Der 24-jährige Weltranglisten-Erste gewann sein 23. Endspiel in Folge und stellte mit 35 siegreichen Matches hintereinander auf Hartplatz einen Rekord auf. Er ist außerdem der erste Spieler in der Open-Ära überhaupt, der nacheinander dieTitel in Wimbledon und bei den US-Open erfolgreich verteidigte.

So 11. Sept. 05

In einer Woche ist in Deutschland "Bundestagswahl". Seit Jahren verfolge ich, was in meinem doch so grossen Nachbarland passiert. Die diesjährige Bundestagswahl interessiert mich besonders, weil Deutschland zur Zeit innerhalb der EU bei den Entwicklungsländern als Schlusslicht hindümpelt. Sie sind zwar Weltmeister im Export, kaufen sich die Spezialteile im Ausland ein. Das Wirtschaftswachstum ist weit unter Durchschnitt. Kurzum: In der Wirtschaft kriselt es!

Für mich überraschend, dass die in den letzten Jahren wirtschaftlich so arg gebeutelten Deutschen nach anfänglichen Wechselgelüsten wieder zur Rot-Grünen-Regierung hingleiten. Man will scheinbar beim Bewährten bleiben! Was hat sich denn in den letzten 7 Jahren bewährt? Die steigenden Arbeitslosenzahlen? Die jährliche Mehr-Verschuldung von weit über 3%? Will man sich etwa seinen Besitzstand (Arbeitsplatz, Gehalt, Ferien etc) per Gesetz schützen lassen?

Es scheint so, dass man bei den zwei Regierungs-Parteien ev. verstärkt durch eine weitere Linkspartei hervorgegangen aus der PDS resp. SED bleiben will. Bei den beiden Parteien, die in ihrem Wahlprogramm wenig bis nichts Neues versprochen haben. Man bleibe beim bisherigen Eintopf.

Warum wählt das Deutsche Volk nicht eine Partei, die das Problem an der Wurzel packen will? die etwas für den Aufschwung der Wirtschaft tut? Die naturgemäss auch Unangenehmes ankündigt? Die unnötige Subventionen abschafft? Fehlt den Deutschen der Mut? Oder gilt doch der Spruch "nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber".

Bem: Vielleicht könnte Deutschland mit einer Regierung Merkel uns Schweizern als Vorbild dienen, denn auch wir Schweizer haben unsere Wachstums-Probleme der Wirtschaft.

Mo 5. Sept. 05

Mehrere Monate im Jahr wartet meine Nähmaschine geduldig im Keller. Heute war es wieder soweit: ich habe 4 Hosen kürzen müssen. Jede um etwa 4-5 cm. Es lief mir gut. Der Faden riss nur 6x.... Ich habe eine eigene Methode, die Umschläge zu nähen. Details verrate ich nicht. Frühe machte ich es mit Bostitch.

Mo 5. Sept. 05

Die meisten Auto-Unfälle geschehen bekanntlicherweise nicht. Ich hatte heute einen wahren Schutzengel, denn ich habe einem Lieferwagen der Gärtnerei Senn seinen Vortritt abgeschnitten. Nur dank der 210 PS meines Autos und eines vollen Kick-downs kam ich knapp vor ihm über die Kreuzung und er erwischte mich nicht mehr.

Sa, 3. Sept. 05

Wegen der Unwetter in den USA sind die Benzinpreise weltweit explodiert. Heute bezahlte ich doch tatsächlich Fr. 1.74 je Liter bleifrei 95 Oktan. (Bem: an einer Esso Tanstelle sah ich sogar Fr. 1.83 angeschrieben).

Unweigerlich kommen einem bei diesen Luxus-Benzinpreisen die Vergangenheit in den Sinn. Wie war das wohl vor 10 Jahren? Ich habe mir im Internet mal die Durchschnitts-Benzin-Preise in SFr. für "Bleifrei 95 Oktan" herausgesucht (Quelle: Bundesamt für Statistik):

JahrDurchschnittspreis
in SFr
19961.12 bis 1.21
19971.19 bis 1.24
19981.13 bis 1.19
19991.12 bis 1.31
20001.31 bis 1.50
20011.26 bis 1.45
20021.24 bis 1.33
20031.28 bis 1.35
20041.29 bis 1.47
20041.29 bis 1.47
2005: Jan - Juli1.36 bis 1.54
2005: Aug 1.59
2005: Sept 1.74
2005: 31.Dez 1.56

Mo, 29. Aug. 05

Hurrikan Katrina: Am Montag-Nachmittag (MEZ) des 29. Aug. ist mit Sturmböen von bis zu 183 Stundenkilometern der Hurrikan "Katrina" nahe an der Stadt New Orleans (450'000 Einwohner) vorbeigezogen und hat desaströse Verwüstungen hinterlassen. Der Sturm wütete jedoch weit heftiger über Mississippi und Alabama. Die Katastrophe kam aber für New Orleans später, als Dämme brachen, die den alten Teil von New Orleans, der unter dem Meeresspiegel liegt, vor den Meeresfluten schützen sollten. In der Folge füllte sich das Becken und New Orleans mit vielen Tausend zurückgebliebenen Einwohnern ersoff jämmerlich. Die gesamte Infrastruktur wie Trinkwasser, Kanalisation, Strom und Telefon wurde zerstört. Es soll 2-3 Monate dauern, bis all das Wasser herausgepunpt sein wird.

Er hat in Biloxi alles verloren

Im Moment weiss ich aber nicht, ob New Orleans oder das ganze Gebiet um Mississippi und Alabama schrecklicher betroffen sind. Ich weiss nur, dass der Hurrikan ein Gebiet grösser als Grossbritannien zerstört hat. Wenn man weiss, wie die Amerikaner Häuser (auch Millionen-Villas) bauen, nämlich in Leichtbauweise mit viel Holzplatten, dann wundert es nicht, dass mehr als die Hälfte aller Häuser flach am Boden liegen. Mehr als 350'000 Häuser sind zerstört, 1 Mio Bewohner haben kein Obdach mehr. Die Stadt Biloxi im Gebiet Mississippi sieht aus wie nach einem Atombombenangriff. Nur wenige grössere Betongebäude sind stehen geblieben. Ein schrecklicher Zustand für die Betroffenen.

Zur Zeit am 1. Sept. beginnt man die in New Orleans zurückgebliebenen ca. 100'000 Einwohner zu evakuieren. Weil hunderte Leichen frei herumschwimmen oder auf den Strassen herumliegen und zur Seite geschoben werden, herrscht nun auch noch akute Seuchengefahr. Die Einwohner kämpfen ums Ueberleben, um einen Platz in einem der raren Busse, die sie für Monate an eine sichere Stelle bringen sollen. Es herrscht purer Wahnsinn und Anarchie. In einem Land, das täglich Mio Dollars für seinen Krieg im Irak ausgibt, fehlen nun Geld und Hilfgüter für die Betroffenen im eigenen Land.

Seit den enormen Verwüstungen in unseren Bergen sind nur Tage vergangen. Warum hat mich anfänglich diese Katastrophe in New Orleans nur mässig berührt? War es meine Frust oder Wut über das Verhalten der USA gegenüber dem Rest der Welt in den letzten Jahren, als sie so taten, als würde ihnen die Welt gehören? Ich denke da vorallem an folgende Punkte:

  • Auf Guantanamo in Kuba, halten sie seit 2002 gegen tausend mutmassliche Terroristen und Afganistand-Kämpfer ohne Anklage und ohne Rechtsbeistand gefangen. Dies ist einem Rechtsstaat unwürdig!

  • dass immer noch ein grosser Prozentsatz der amerikanischen Bevölkerung den Irak-Krieg unterstützt, obwohl keiner der aufgeführten Kriegsgründe je bewiesen werden konnten.

  • dass die USA immer noch nicht realisiert haben, dass sie erst mit dem Irak-Krieg den weltweiten Terrorismus aktiviert haben, weil sie ihm damit eine ideale Werbebühne geschaffen haben

  • dass die Amerikaner im nahen Osten Partei für die Israeli ergreifen und sie kritiklos gewähren lassen, anstatt unparteiisch beide Seiten in den Griff zu bekommen.

  • dass die Amerikaner in Sache Umweltschutz zu den Entwicklungsländern zählen und sich immer noch weigern, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren und in Kraft zu setzen. Vielleicht sind die erhöhte Anzahl der schrecklichen Stürme und Unwetter eine erste Quittung für diese Unterlassungen.

  • Aus Angst vor Anschlägen im eigenen Lande setzen die USA die restlichen Länder unter unverhältnismässigen Druck und verlangen von den Fluggesellschaften die Passagierdaten, von den einreisenden Ausländern einen maschinenlesebaren Reisepass mit digitalem Lichtbild und biometrische Daten in Chipform.

Ich war in der Vergangenheit oft in den USA und habe viele Amerikaner kennengelernt. Die meisten waren noch nie im Ausland und sahen sich auch keine ausländischen TV-Sender an. Sie haben deshalb auch keine eigene Meinung, sind aber überzeugt, dass sie alles besser können.

"Zuerst Panik-Mache mit dem schlimmsten Hurrikan aller Zeiten, aber dann steht die USA da wie ein Entwicklungsland ohne irgendwelche Vorbereitung." Keiner kam auf die Idee, Trinkwasser, Lebensmittel, Medikamente und Reserve-Material wie Sand-Säcke für die meterhohen Schutzdämme bereitzustellen. Denn Zeit war vorhanden. Es war eine Katastrophe mit Vorankündigung.

Schockiert bin ich, dass nun tausende von bestbewaffnete und sog."kriegserfahrene" (Zitat aus USA) Soldaten, mit Schusserlaubnis notabene, den Rechtsstaat beschützen, damit die hungrigen und durstigen Ueberlebenden nicht weiter plündern können!

Ich bin nun gespant, ob ich nicht von irgendeinem Geheimdienst in den USA wegen diesen kritischen Internet-Zeilen als Extremist und Terrorist registriert und verfolgt werde.

(New Orleans liegt im Bundesstaat Louisiana im Süden der Vereinigten Staaten. Am Golf von Mexiko gelegen, ist sie mit rund 470.000 Einwohnern eine der größten Städte der Südstaaten)

Nachtrag vom 14. Sept: Wie andere Europäische Länder hat auch die Schweiz unverzüglich ihre Hilfe angeboten, was von USA dankend angenommen wurde. Jedoch die US-Behörden haben die Schweizer Nothilfe mit 50 t Decken, Zelten, Hygiensets, Abdeckfolien etc noch nicht die nötige Einfuhrerlaubnis erteilt. Die US-Behörden wiehern auf Kosten der Aermsten!Am 15. Sept. teilt die USA mit, dass sie vom Hilfsangebot der Schweiz keinen Gebrauch machen.

Nachtrag vom 16. Sept: "100 Milliarden US-$ hat US-Präsident George W. Bush für den Wiederaufbau von New Orleans freigegeben." so lautete die offizielle Presse-Erklärung. Kopfschütteln erregt bei mir jedoch, dass die grossen Gewinner dieser Hurrikan-Katastrophe dieselben Firmen sind, die bereits im Irak-Krieg das grosse Geld durch Staatsaufträge gemacht haben: Nämlich die Regierungs-Firmen-Mafia um Bush und Vizepräsident Dick Cheney wie Halliburtan etc.

26. -28. Aug. 05
(Seefeld)

3 Generationen:
Mamama, Daniela, Christina (v.l.n.r.)

Dieses Jahr haben wir uns zu unserem jährlichen Familientreffen im Hotel Tümmlerhof in A-6100 Seefeld/Tirol (http://www.tuemmlerhof.at) getroffen. Vier Generationen waren anwesend, angefangen vom gut 1-jährigen Leon bis zur bald 94-jährigen Ur-Mamama. Es war ein schönes Wochenende. Wir denken bereits an das nächste Jahr.

Wegen der katastrophalen Unwetter im Tirol und Voralberg hatten wir Schwierigkeiten mit der Anreise, denn die direkte Strasse (Autobahn) von der Schweiz via Arlberg und Innsbruck nach Seefeld war gesperrt. Aber die Land-Strasse via Lindau - Kempten - Füssen - Fernpass - Reutte brachte uns auch nach Seefeld. Ich selber kam direkt von Mautern via Salzburg und Inntal-Autobahn. Unterwegs entdeckte ich den Ort Schwaz, wo die beiden Solaris-Tiroler Hanna und Peter wohnen. Auch dieses Gebiet wurde vom überlaufenden Lahnbach und Inn arg mitgenommen.

Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten am Samstag bei schönstem Sonnenschein einiges unternehmen. Die einen auf einer 3-stündigen Wanderung, die anderen beim Shoppen und alle inkl. unsere Ur-Mamama genossen die einmalige Wellness-Anlage mit 3 Innen- und Aussen-Swimmingpools, einem Whirlpool und einer vielfältigen Sauna-Anlage. Für Feinschmecker war das Nachtessen, jeweilen ein 5-Gänger notabene, ein Gedicht. Für uns Schweizer ungewohnt war die zuvorkommende und liebenswürdige Art der Hotel-Mitarbeiter, alles Oesterreicher!

Woche vom 16. Aug. 05

Mein Kater Sämi
Sämi, mein ehemaliger Kater aus der Bollwerkstrasse ist ca. 15-jährig gestorben. Anwohner haben ihn tot in einem Gebüsch gefunden. Vor etwa 4 Jahren haben die Fam. Sch. mein Haus samt Sämi käuflich übernommen. Sämi hatte Glück und konnte glückliche Jahre in der ihm bekannten Umgebung erleben, obwohl ihm in dieser Zeit auch sein 2. Ohr wegen Krebs-Geschwür amputiert werden und er eine Blasen-Operation über sich ergehen lassen musste. Er durfte sogar wie zu meiner Zeit im Ehe-Bett schlafen. Dankeschön!

23. -26. Aug. 2005

Ein Regentief, das sich laufend im Kreise drehte, führte zu katastrophalen Unwettern in Oesterreich (Tirol und Voralberg), in Deutschland und Bayern (Isar- und Donau-Raum, Garmisch) und in der Schweiz (Innerschweiz, Brienz, Engelberg, Luzern, Bern etc). Es fielen enorme Wassermengen zwischen 150 -250 l/m³ innerhalb 24 Stunden,wobei ich sogar von 40 l/m³& in 1 Stunde las. Im gesamten Alpenraum starben gegen 15 Menschen. Allein im Kanton Nidwalden waren 150 grössere Erdrutsche zu verzeichnen. In Brienz wurden gegen 10 Chalets komplett zerstört. Im Bernbiet wurden etwa 5'000 Liegenchaften mehr oder weniger stark beschädigt. Im Matten-Quartier von Bern floss die Aare in 1.5 m Höhe zügig durch die Strassen und drückte Mauern ein. Der Vierwaldstättersee trat über die Ufer, weil die Reuss das Wasser nicht abführen konnte. Luzern stand unter Wasser. Die Nord-Süd-Verbindung durch den Gotthard war mehrere Tage unterbrochen. Der erste Zug durch den Gotthard fuhr erst am Morgen des 26. Aug. Die Schadensumme in der Schweiz wird auf über 2 Mia SFr. geschätzt

Fr, 12. - 27. Aug. 05

Wunderbare Tage habe ich bei Evelyne in Mautern verbracht:

Und es war wieder einiges los:

  • Einmal waren wir in Loyben an der Donau zum Baden und ich war sogar 3x im kalten Wasser. Ein Einheimischer hat mit dem Badezimmer-Thermometer 16°C gemessen. Ich glaube, die Donau war ein wenig wärmer.

  • Es standen einige Heurige- und Festplatz-Besuche auf dem Programm: Mit dem Fahrrad fuhren wir zum Fest der Feuerwehr Rohrendorf und genossen ein Grill-Hähnchen. Dann fuhren wir um den Hügel des Stift Göttweig zum Feuerwehrfest in Paudorf wo es die berühmten Chips mit Knoblauch-Sauce zu geniessen gab. Es fehlte auch nicht der "Siedler" mit einer gewaltigen Rippchen-Platte. Weitere Stationen waren beim Kammleitner in Rohrendorf, beim Knappel in Furth, beim 13er und dem Hackner in Palt, und beim Hinterleitner in Stiefern.

  • Pech oder Glück hatte ich mit meinem Auto. Bereits in Basel ist mir ein leichtes Summen am rechten Vorderrad aufgefallen. Der Mechaniker in der Pneu-Firma meinte, dies komme vom Reifen, der ungleich abgefahren sei. Nun, ich glaubte es und fuhr auch die 810 km zu Evelyne. Aber in Mautern wurden die Geräusche immer heftiger und ich wandte mich an den ÖAMTC, den österreichischen Automobilklub, der mir meinen Verdacht bestätigte: Radlagerschaden vorne rechts !!! Glück hatte ich, dass ich nicht stehenblieb. Reparieren konnte ich mir den Schaden in St.Pölten für € 242. Was hätte ich wohl in der Schweiz bezahlt?

  • Wir haben 3 Wochen Ferien vom 20. Nov. bis 11.Dez. in Maspalomas auf den kanarischen Inseln gebucht. Am selben Ort, wo wir vor einem Jahr wunderbare warme Tage genossen.

Do, 11. Aug. 05

Als 7- oder 8-jähriger Primarschüler habe ich mit der Sammlung von Briefmarken begonnen, als ich eine Schachtel dieser kleinen Papierchen geschenkt erhalten habe. Ich war ein typischer Sammler (und Jäger). Alle gezähnten Papierchen wurden von mir registriert und in Alben abgelegt. Davon zeugen unzählige Alben und Steckbücher in 2 grossen Schränken. Später habe ich mich spezialisiert auf Deutschland, Liechtenstein, UNO-Schweiz und Schweizer Briefmarken. Ich war sogar an Auktionen im Ausland anzutreffen. Seit 15 Jahren habe ich die abonnierten Neuheiten nur noch in grossen Schachteln aufbewahrt, denn meine Interessen haben sich geändert. Internet, Sport und Kultur wurden immer wichtiger.

Heute am 11. August 2005 habe ich mein lanjähriges Abonnement für Schweizer Briefmarken-Neuheiten gekündigt. Damit endete auch offiziell ein Lebensabschnitt, der vor etwa 55 Jahren begonnen hat.

Mein Problem nun: Was mache ich mit meinen Schätzen? Ich kann mich nicht von ihnen trennen und in meinem Bekanntenkreis gibt es keinen Sammler.

Do, 11. Aug. 05

Vor 1 Jahr nach einem Streit mit André G. habe ich mich vom Donnerstags-Tennis mit Renato B. und Renato C. und Rolf G. zurückgezogen. Heute Donnerstag-Nachmittag habe ich erstmals wieder Tennis gespielt, nachdem sich André nun auch mit den Verbliebenen und sogar mit seinem Bruder zerstritten hat. Es war ein schönes Wiedersehen in der Cenci-Halle. Tennis hat mir schon gefehlt.

Mi, 10. Aug. 05

Heute war ein Schweizer Tag in der 3. Runde zur Qualifikation für die Champions League. Der FC Thun gewann auswärts gegen den schwedischen Meister 0:1 Malmö FF und "mein" FC Basel gewann zu Hause im St.-Jakobs-Park gegen den Bundesliga-Leader Werder Bremen 2:1 durch Tore von Degen und Rossi. Leider hat Miroslav Klose den desolat spielenden Deutschen ein Auswärts-Tor beschehrt, das vielleicht entscheidend werden kann.

Mo, 8. Aug. 05

Vor wenigen Tagen schwitzten wir im Raume Basel noch bei etwa 35 °C und nun sank die Temperatur nachts sogar auf 9 °C und bewegte sich tagsüber zwischen 16 - 21 °C. Diese Temp.-Schwankungen machen einem kaputt.

Do, 4. Aug. 05

Periodisch treffen sich meine ehemaligen IVPE-Mitarbeiter. Diesmal waren wir bei Beatrice und Angelo Durante-Thüring in Ettingen in ihrem tollen Haus eingeladen. Und das Lammfleisch hat wunderbar geschmeckt.

Do, 28. Juli 05

Mein erster Tag wieder zurück in Binningen. Es war drückend heiss. 34.8 °C zeigt mein Aussenthermometer an. Da wars ja in Istrien direkt kühl, wenigstens nicht so feucht! Mein erster Gang führte mich auf die Waage: 82 kg zeigte sie an. Ich hatte demnach in den Ferien trotz Alkohol und feinem Essen nur 3 kg zugenommen.

Auspacken und waschen standen anschliessend auf meinem Programm. Dann gings aber auch zu meiner 93-jährigen Mutter, um ihre Zahlungen zu erledigen. Sie freute sich riesig, mich nach 3 Monaten wieder zu sehen. Und als Dank gabs 2 Tuben gezuckerte Kondensmilch, meine Leibspeise.

Di/Mi, 26./27. Juli 05

Rückfahrt mit Hindernissen:
Der Stress der Rückfahrt beginnt immer 2 Tage vor Abreise mit dem Abbau und Reinigen der Camping-Utensilien, die man in 3 Monaten benützt: Küchengeschirr und Pfannen, Espresso-Maschine, Wasser-Anlage, Lebensmittel-Ausmisten etc. Nicht vergessen dann als Höhepunkt der Abbau und das sorgfältige Putzen des Material- und Vorzeltes.

Meine Hindernisse begannen bereits am Dienstag-Abend beim Essen: Es gab bei Gerdi Döll sog. "Wurst-Nudeln". Dazu 2 grosse kalte perlende Biere (= 1 Liter), anschliessend ein paar Glas Wein und vielleicht 4-5 sog. "Stamperl" Wacher-Marillen-Schnaps. Kurzum es war etwas zu viel für mich. Ich hatte etwas zu wenig Blut im Alkohol. In breitem Seemannsschritt ging ich zu meinem etwa 300 m entfernten Wohnwagen, um zu schlafen. An das geplante Einpacken der Kleider war nun nicht mehr zu denken. Irgendwie habe ich aber dennoch meinen Kühlschrank abgetaut und ihn mit schmutziger Bettwäsche gefüllt. (War ein heisser Tip von Gerdi: die Abtauflüssigkeit wird so von der Wäsche aufgesogen und läuft nicht in den Raum). Ich schlief wohlig, obwohl sich der Wohnwagen in den ersten Minuten stark drehte.

Am Mittwoch um 6 Uhr war Tagwache. Mein Kopf dröhnt noch etwas, bis ich den Wohnwagen ans Auto anhängen wollte. "Klick" war das einzige Geräusch, das vom Anlasser kam. Ich machte es wie alle anderen und schaute entsetzt in meinen Motorraum, und sah zum meinem Schreck einige Bisspuren an einem Elektrokabel, wahrscheinlich von einem Marder! Nun war der kroatische Automobil-Club HAK (Hrvatski Autoklub) gefragt, der nach etwa 2 Stunden auch kam. Der Mechaniker meinte, nachdem er das Auto mittels Ladekabel in Gang brachte: "Ihre Batterie ist einfach leer. Eventuell ist eine Zelle zusammengebrochen. Dies werde sie nach einer weiteren Nacht feststellen, aber sie können beruhigt nach Hause fahren."

Ich war total durcheinander, gestresst und geschafft. Ich konnte nichts essen, obwohl Gerdi ein leckeres Frühstück vorbereitet hat. Mein Stress ging soweit, dass ich beim Versuch wegzufahren mich wunderte, weil ich nicht wegfahren konnte. Das Auto drehte durch, aber der Wohnwagen bewegte sich keinen Deut. Bis ich es bemerkte: Ich Trottel hatte die Auto-Handbremse angezogen. Schweiss-gebadet fuhr ich unter dem Gelächter all der lieben Helfer davon. Hanna Spirk meinte zum Abschied: "Max pass doppelt auf Dich auf!"

Die Rückfahrt bei 35-36 °C ging recht gut. Kritisch war einzig ein Stau am Gotthard wegen eines Pannenfahrzeuges im 13 km langen Tunnel, weil ich mich nicht getraute, meinen Motor abzustellen. Nach 10 Stunden Fahrt kam ich exakt um 21 Uhr in Basel an. Es war ein eigenartiges Gefühl, nach 3 Monaten wieder zu Hause anzukommen. Ich fühlte mich wie ein Fremder.

Als ich am nächsten Morgen in die Adam-Touring Garage fuhr, um eine neue Batterie zu kaufen, meinte der Mechaniker nach dem Batterie-Test: "Die Batterie ist tip-top. Eine Neue wäre reine Geldverschwendung." Wie kam es aber, dass sich die Batterie am Dienstag auf den Mittwoch entleerte? (Nachtrag vom 9. Aug: Das Auto läuft. Hatte keine Probleme mit der Batterie!)

Sa, 23. Juli 05

Ein schreckliches Selbstmord-Attentat in Sharm-El-Sheik forderte 70 Todesopfer. Mit grenzenloser Kaltblütigkeit raste ein Selbstmordattentäter in der Nacht zum Samstag mit einem Auto in die Hotel-Lobby des Hotels Ghazala Garden und riss dutzende Menschen mit in den Tod.

Vor 2½ Jahren im Jan. 2002 waren K. und zwei Wochen später ich Gast im Hotel Ghazala Village, dem Nachbar-Hotel .... heute läufts mir kalt den Rücken runter.

So, 3. Juli 05

Unser Roger Federer (aus Basel) ist zum dritten Mal nacheinander Wimbledon-Sieger geworden. Er gewann in der Neuauflage des Vorjahresfinales mit 6:2, 7:6 (7:2), 6:4 gegen den chancenlosen Amerikaner Andy Roddick. Der 23-jährige holte seinen insgesmt 5. Grand-Slam-Titel und blieb auf Rasen seit 36 Spielen ohgne Niederlage.

Do, 28. April - 27. Juli 05
(Istrien)

Erstmals habe ich während 3 Monaten in Istrien auf dem Campingplatz Solaris in meinem Wohnwagen residiert, nur unterbrochen durch 1 Woche in der Toscana für die Veloferien und 1 Woche bei Evelyne in Mautern. Es waren wundervolle Wochen und Tage wobei mich das schöne, sonnige Wetter nur 3 oder 4x im Stich gelassen hat.

Was machte die lange Zeit derart kurzweilig und für mich nicht missbar?

  • In Istrien herrscht eine angenehmes mediterranes Klima. Bereits Ende April/Anfangs Mai lassen sich tagsüber Sommer-Temperaturen um die 25°C. geniessen. Aber wegen der nahen Slowenischen Alpen kühlt es sich nachts immer noch ab. So zwang mich am 12. Juni ein Temperatursturz auf 12°C und ein paar Tager später auf 10 °C den Wohnwagen einzuheizen und ein Pijama anzuziehen.

  • Insgesamt 4 Wochen war Evelyne hier bei mir und wir verbrachten wunderbare, gemeinsame Tage. Ich weiss, Evelyne wäre gerne hier bei mir geblieben und ich hätte nichts dagegen einzuwenden gehabt. Es war eine wunderbare Zeit. Evelyne ist eine "Zigeunerin" und liebt das überraschende Leben im Wohnwagen.

    Evelyne hatte ihren 15-jährigen Hund die Cindy bei sich. Jahrelang war Cindy gewohnt, im Wohnwagen von Evelynes Eltern zu leben. Wir waren gespannt, wie Cindy den Wohnwagen-Wechsel auf sich nehmen würde. Cindy gewöhnte sich aber sehr schnell an die neue Umgebung und ging sogar alleine zurück in meinen Wohnwagen, wenn es ihr bei Dölls zu langweilig wurde. Sie ging zum Wohnwagen ihres "Frauchen".

    In den 3 Sommer-Monaten entwickelte ich mich zu einem veritablen km-Fresser. Ich fuhr 5x von Solaris via Ljubliana - Maribor -Gratz - Wien nach Mautern und auch wieder zurück, 6'200 km notabene.

    Als ich Evelyne am Samstag 23. Juli nach Hause fahren wollte, haben wir nicht beachtet, dass in der Hochsaison die Rückreise-Routen total überfüllt sind. Es kam wie es kommen musste, wir standen um etwa 9 Uhr schon nach wenigen Kilometern bei brütender Hitze in einer über 10 km langen stehenden Kolonne vor dem kroatischen Zoll. Es war heiss. Wir kochten um Auto. Ich entschloss mich auf den Campingplatz zurückzufahren und abends den nächsten Versuch zu wagen. Zu diesem Zweck machte ich mich daran, auf der Autostrasse mit einer Doppelten-Sicherheitslinie zu kehren .... und in diesem Moment fuhr eine Motorrad-Patroullie der Polizei heran und büsste mich mit 500 Kunar (ca 70 Euro), trotz des effektvollen Stöhnens von Evelyne, die einen Hitzeschlag simulierte. Aber irgendwie hat es trotzdem genützt, er erlaubte uns nach Bezahlung der Busse über die doppelte Sicherheitslinie zu drehen !!!!!

  • Das "Baden im Meer", würdet ihr vermuten. Dem ist aber gar nicht so. Ich bin selten im Wasser anzutreffen. Das Wasser ist mir zu "salzig". Ich geniesse einzig die Weite des Meeres. 3x war ich dieses Jahr mit Evelyne im Wasser.

  • Ich kenne mich hier recht gut aus, fühle mich wohl und habe viele gute Bekannte zum Ausgehen und Plaudern, Sport treiben oder auch nur zum Blödeln:

  • Rainer
    wieder zusammengebunden
    • Dieses Jahr sind Doris und Rainer März aus Balingen ganz speziell aufgefallen. Gesund und voller Elan trafen sie Anfang Juni mit ihrem Wohnwagen ein. Aber bereits ein paar Tage später trug Doris eine Armmanschette, denn der hiesige Arzt hat festgestellt, dass Doris in ihren Januar-Ferien in Aegypten am Strand ihren Arm angebrochen hatte. Dieses Malheur hat Doris aber nicht daran gehindert mit Rainer regelmässige Ausfahrten mit dem Rad zu machen. Alles ging gut. Bis am Nachmittag des 27. Juni, als Rainer auf einem Weg des Campingplatzes mit der linken Hand bremste, dabei das Vorderrad blockierte und mit einem gehockten Salto und einfacher Schraube vom Rad abgestiegen ist und sich dabei den Oberarm gebrochen hatte.

      In der Folge sah man sie als Pärchen Arm in Arm herumspazieren, wobei die beiden schon etwas exzentrisch aussahen: denn beidseitig war je ein Arm der beiden mit massiven Binden eingebunden. Es sah auch toll aus, wenn die beiden Geschirr waschten (oder wuschen?). Rainer hielt den Teller und Doris putzte mit der Bürste. Am Sonntag, den 3. Juli um 11:30 Uhr hat der ADAC Doris und Rainer samt Auto und Wohnwagen nach Hause transportiert. Ein paar Tage später ist Rainer in Deutschland operiert worden.

    • Rudi und Mausi Hofmann waren dieses Jahr auch wieder zu sehen. Ich bin so froh, dass es Rudi wieder besser geht und dass man ihm seine Fortschritte auch ansieht. Die Erinnerung an Fotos vor 3 Jahren bring ich nicht mehr aus meinem Gedächtnis.

    • Zwei bis drei Mal die Woche bin ich mit Gerdi und Ernst Döll zum Essen gegangen. An manchen Abenden haben wir uns zu einem Schluck Wein "Chardonnais" oder Bier getroffen, und mehrmals wurde ich zum Essen eingeladen. Ich mag sie sehr. Sie sind die Eltern meiner Evelyne

    • Es sind Jahre her, seit ich letztmals Gerdi und Lucio Vendemiati aus Leifers (Italien) gesehen habe. Dieses Jahr kamen sie im Juli für ein paar Tage nach Solaris und wir tauschten unsere Erinnerungen aus: Pelinkovac, "Magst Kaffee", Tennisspiel etc. Beide sahen blendend aus.

    • Heinz und Edith Rehlen darf ich beim Aufzählen nicht vergessen. Die beiden gehören zum Inventar, ebenso die Kochkünste von Heinz in der Paelia-Pfanne. Immer mehr entwickelt er sich zu einem veritablen Radfahrer und Tennisspieler. Ich bin immer froh, wenn der Alkoholgehalt in seinem Blut unter den für Münchner kritischen Wert sinkt, dann hab ich ihn im Griff.

    • Uli und Hilde, der Tiroler-Peter und seine Hanna, der Hanauer-Willi samt Gerda sind unverzichtbare Monumente in meiner direkten Umgebung. Ich brauche sie. Sei es für Tips bei der Blumen-Pflege, wenn ich eine Leiter brauche, oder beim unvergesslichen Sardinen-Schmaus mit viel Knoblauch.

    • Speziell erwähnen möchte ich den Italiener Egno (Aussprache "Enjo"). Er ist ein schlankes, zähes Persönchen und zwischen 75 und 80 Jahre alt. Niemand weiss es so genau. Sein Wohnwagen steht nahe der Aussen-Hecke des Campingplatzes, geheimnisvoll wie ein Hexenhaus. Um Egno ranken viele eigentümliche Geschichten. Er hortet z.B. Unmengen von Wasser in Gefässen aller Art: grosse Plastik-Container aber auch in jeder nur verfügbaren Plastikflasche. Alle paar Tage fährt er in seinem alten rostigen Fiat-Uno zur Waschanlage und füllt gegen 200 Liter Wasser ab. Was macht er nur mit dem vielen Wasser? Niemand weiss es.

      Der Egno ist aber auch ein grosser Guru der asiatischen Natur-Heilkunde. Er hilft mit seinen magischen Händen bei Rückenschmerzen und Verstreckungen. Er hat schon manchem Patienten geholfen, der nicht mehr gerade gehen konnte oder von einem Hexenschuss geplagt war. Ein paar knackende Drehungen am Kopf des Patienten, ein paar schnelle Züge an den Fingern oder Zehen, ein gezielter Druck auf dessen Rücken mit seinem Knie, ein heisser Schmerz ...... und die meisten gehen aufrecht wie in Trance von dannen. Ich kenne keinen, der schlechte Erfahrungen bei Egno gemacht hat. Ich kenne aber auch niemanden, der freiwillig zu Egno gehen würde. Ich kenne aber Doris aus B., die nach einer solchen Behandlung zwar schmerzfrei war, trotzdem nicht mehr an den Strand gehen konnte, weil ihre empfindliche Haut violett wie eine Milka-Kuh strahlte.

    Edo und Danica
  • Es gibt viele Restaurants mit durchschnittlicher bis guter Küche. Ich denke da an:
    • Pension und Restaurant Danica in Zbandaj von Edo und Danica Sinozic (siehe Bild rechts). Edo war früher im Hotel-Restaurant des Campingplatzes Solaris Chef de Service und berühmt für sein Beefsteak Tartar. In seiner wunderbar gelegenen Pension kann man auf Bestellung die besten Speisen wie z.B. die Kohl-Wickel geniessen. Man weiss aber nie, was er dafür verlangt. Einmal unverschämt viel, beim nächsten Mal wenig. Aber eines bleibt immer: Es ist sooooo gemütlich bei ihm.

    • Das Restaurant La Bastia in Groznjan ist der absolute Geheimtyp für Trüffel-Speisen. Ich habe noch nirgends so viele geraffelte Trüffel erhalten wie auf dem Rindsteack mit Nudeln an Rahmsauce zu einem Preis von 120 Kunar (ca Euro 16).

    • Früher war die Konoba Milena in Vishjan berühmt für deren Aussicht und das feine Essen. Die Aussicht aufs Meer ist geblieben, aber wir waren enttäuscht vom Essen. Evelyne genoss zwar ein feines Gitzi (junge Ziege), mein Rindsteak mi Trüffel-Fuzzi (=Nudeln) war schlecht. Das Fleisch war durchgebraten, zäh und nicht medium, wie ich es bestellte. Die Sauce lieblos mit wenig Trüffel. Aber vielleicht habe ich das falsche bestellt und hätte eine istrianische Spezialität auswählen sollen.

    • Dieses Jahr habe ich das Restaurant "Dvi Murve" in Porec nicht besucht. Aber in diesem feinen Restaurant habe ich vor einem Jahr Evelyne ausgeführt.....

    • Das Rest. Skalinada in Novigrad, von Walter Palma, sticht vorallem durch seine grossen Portionen hervor. Es ist das Lieblingslokal von Ernst und Gerdi Döll.

    • Die "Ranch" ist ein Traditionslokal im Raume Porec und war bereits zur Zeit der Tito-Kommunisten berühmt wegen des wunderbaren Ambientes. Ein schöner Park mit feinen Speisen ist ideal für Schlemmer. Für eine Portion Schweinestelzen vom Grill mit Pommes sowie 1 gemischter Salat bezahlte ich 72 Kunar (Fr. 14.--)

    • Das Rest. Domenica in Labinski ist eher ein Feinschmecker-Restaurant in edler und gepflegtem Ambiente. Lammgeschnetzeltes mit Trüffel (à 120 Kunar = Euro 14) sind eine der Spezialitäten.

    • Den Ungarn in Porec, von dem vorallem der Hagener-Willi schwärmt.

    • Der Tiroler-Peter meint, dass es im Rest. Olysses in Porec die besten Trüffel-Speisen gibt.

  • Ich treibe fast jeden Tag Sport. Sei es Tennis oder ich bin mit dem Rennrad oder dem Mountain-Bike unterwegs. Mit Evelyne war ich 3x unterwegs je etwa 45-50 km. Mit Inge und Heinz habe ich wiederum einige heisse, umkämpfte Tennis-Partien ausgetragen. Ich spielte von Tag zu Tag besser. Meine TopSpin-Backhand kam wie eine Kanone.

  • Und wenn es mal tagsüber regnet, dann ruhe ich mich aus. Schaue TV ab Satellit oder arbeite auf meinem Notebook (Bildverarbeitung, Homepage). Und bei schönem Wetter liege ich auf dem Liegestuhl unter einem Olivenbaum und lese Krimis, Romane wie Harry Potter oder Computer-Zeitschriften.Dieses Jahr habe ich zwei äusserst interessante Bücher gelesen:

    • Den Thriller "ILLUMINATI" von Dan Brown. Es wird auf etwa 600 Seiten beschrieben, was innert 24 Stunden im Forschungs-Zentrum CERN bei Genf begann und im Vatikan beim Konklave zur Papstwahl endete. (Welche Duplizität der Ereignisse!)

    • Die ersten 4 Bände von Harry Potter habe ich in den vergangenen Jahren gelesen. Dieses Jahr stand der 5. Band "Harry Potter und der Orden des Phönix" auf dem Programm. Auf 1000 Seiten löst sich ein Abenteuer nach dem anderen ab. Es ist erstaunlich, mit welchen Fantasien die Autorin Joanne Rowling einem fesseln kann. Ein echtes Kinderbuch für Erwachsene.

    vorhernachher
  • Ein weiteres Hobby von mir besteht darin, dass ich zum Zahnarzt (Dr. Aleksandar Sekulic, Motovunska 3 in Porec, Tf. 0385-52 45 18 32) gehe. Dieses Jahr liess ich mir die Zähne kontrollieren, ein paar Amalgam-Füllungen und den schwarzen Zahn oben rechts durch einen Krone überdecken. Für eine Kunststoff-Zahnfüllung verlangte er 200 Kunar (= Euro 27.--) und für die Zahnkrone Euro 250.--.

Mi, 22. Juni 05
Sauber-C23-Rennwagen

Der Münchner Automobilhersteller BMW übernimmt das Schweizer Formel-1-Team Sauber und tritt ab 2006 in der Königsklasse mit einem eigenen Auto an. Damit endet eine 13-jährige Erfolgsstory, denn im 1993 hat im GP von Südafrika Peter Sauber mit seinem Privatteam und einem 5. Platz in der Formel 1 begonnen.

Zum 1. Jan. 2006 wird BMW die Führung des Teams übernehmen, das dann an den Standorten München und Hinwil (Schweiz) arbeiten wird. BMW beendet damit auch die Zusammenarbeit mit Williams.

Mi, 22. Juni 05

Bisher galt die Schweizer Bundesbahn (SBB) weltweit als Inbegriff der Pünktlichkeit. Man hörte die Aussage, dass bei einer Verspätung entweder der Zug nicht aus der Schweiz kam, oder die Uhr nicht Schweizer-Provenienz war. Seit heute Abend ist alles anders. Die Schweizer Bundesbahnen haben heute Abend ab 17:45 Uhr nach dem Zusammenbruch ihrer Stromversorgung den Zugsverkehr landesweit eingestellt. Es waren etwa 100'000 Passagiere betroffen, die zum Teil in brütender Hitze in den auf der Strecke liegen gebliebenen Wagen ausharren mussten. Ursache war ein Kurzschluss mit resultierendem Spannungsabfall von 15'000 Volt auf 12'000 Volt. Zahlreiche Züge blieben liegen oder verkehrten mit massiven Verspätungen. Auch der Zugsverkehr in Baden-Württemberg war betroffen. Zudem fielen die Klimaanlagen aus. Züge, die unterwegs waren, fuhren in den jeweilen nächsten Bahnhof oder wurden durch Diesellokomotiven evakuiert. Seit etwa 22 Uhr fahren die Züge wieder im Raume Zürich und der Ostschweiz.

Sa, 13. - So, 19. Juni 05
(Mautern)

Zu unserem 1. Jahrestag fuhr ich 1 Woche in die Wachau. Da ich dabei etwa 200 km auf Slowenischen Autobahnen fahren und dabei etwa 6 Maut-Stationen durchfahren resp. durchwarten musste, habe ich mir eine elektronische Wertkarte gekauft, die an den Mautstationen automatisch abgebucht wird und mir erlaubt, rechts an den wartenden Autos vorbeizufahren. Ich kam mir vor wie ein Einheimischer, aber mit Schweizer Autokennzeichen.

Am Dienstag, 14. Juni feierten Evelyne und ich unseren 1. Jahrestag im Feinschmecker-Rest. Florianihof in Joching bei Weissenkirchen. Evelyne trug dasselbe rote Seidenkleid wie vor einem Jahr in Istrien, als wir erstmals gemeinsam ausgingen, und es dann klickte. Und sie sah wiederum wie eine Prinzessin aus. Im wunderschönen Garten widmeten wir uns einem unserer gemeinsamen Hobbies, nämlich dem feinen Essen und Trinken. Wir liessen uns ein 8-gängiges Gourmet-Menue mit dem zum jeweiligen Gang passenden Wein kredenzen. Und es schmeckte wunderbar.

Nachdem wir tagsüber im Einkaufs-Center SCS unser "Unwesen" trieben, und auch Sushi genossen, erschütterten mich am Donnerstag-Abend (16. Juni) Fieberschübe und Husten. Dies war der Anfang einer intensiven Husten-Sommer-Grippe, die erst am Nachmittag des Samstags vor der Sonnenwendfeier abflaute. Leider habe ich mit meinen potenten Grippe-Viren auch Evelyne angesteckt.

Am Abend des Sa, 18. Juni gings mit dem Mountainbike an die Donau in der Wachau zur Sonnenwendfeier, welche anlässlich des längsten Tages gefeiert wird. Von Rossatz aus hatten wir einen prima Blick auf die abertausend schwimmenden Kerzen auf der Donau und das Feuerwerk über der Ruine Dürnstein.

Der Besuch von Heurigen blieb auch diesmal einer der Höhepunkte meines Aufenthaltes. Der "Hugo" und der "Kammlaitner" in Rohrendorf, sowie der "Wögrath" in Unterbergern standen diesmal auf dem Programm. Beim Namen "Hugo" läuft mir auch jetzt noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich mich an den 1999er-Riesling-Eiswein und den grünen Veltliner Barique Spätlese erinnere.

11. Mai 05

2 Runden vor Schluss wurde unser FC Basel zum 11. Mal Schweizer Meister im Fussball. Der überraschende FC Thun wurde zweiter vor dem Grasshoppers Club Zürich.

So, 5. April 05

Ich bin stolz, ein Schweizer Bürger zu sein, denn wir haben dem Schengen-Beitritt mit 54.6%, und damit der Abschaffung der Grenzkontrollen im freien Personenverkehr innerhalb Europa zugestimmt. Ich bin deshalb stolz, weil die populistische SVP mit eindeutig irreführenden und falschen Informationen gegen das Abkommen kämpfte. Gleichzeitig nahmen wir das EU-Asylabkommen an.

Woher kommt das Wort "Schengen"? Am 14. Juni 1985 unterzeichneten die Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und den Benelux-Staaten in dem Luxemburgischen 400-Einwohner Dorf Schengen ein Abkommen, das Halteschlangen und Schlagbäume zwischen den EU-Mitglied-Staaten beenden sollte. Mit Schaffung der freien Fahrt verpflichteten sich die Staaten gleichzeitig, ihre Aussengrenzen besser zu schützen.

Als einzige der "alten" EU-Mitglieder fehlen Grossbritannien und Irland, die ihre Hoheitsrechte noch nicht aufgeben wollen.

Noch deutlicher mit 58% Ja-Stimmen votierten wir Schweizer für ein Partnerschaftsgesetz über die Gleichstellung von homosexuellen Paaren mit Eheleuten.

Sa 30. April-
Fr. 6. Mai 05

Bereits zum 4. Mal traf ich mich mit 15 gleichgesinnten Velo-Verrückten in Follonica im Feriendorf Golfo del Sole, wo ich hoch auf den Dünnen in Sichtweite vom Meer ein schönes Bungalow bewohnte. Wir hatten Glück mit dem Wetter, kein Regen. Die Tagestemperatur schwankte um die 25 °C. Da die Vorbereitungswochen keine grossen Kilometerleistungen erlaubten, kamen die meisten von uns mit wenigen Trainingskilometern in die Toscana. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass bei den meisten am 3. Tag die "Schläuche leer" waren.

Dies traf auch auf mich zu. Ich bin zwar in diesem Jahr bereits über 350 km gefahren, sass aber letztmals vor 3 Wochen auf dem Rennrad. Zudem hatte ich vor dieser Woche noch 6 kg Gewicht abgenommen, und diese Reserven fehlten mir ab dem 3. Tag. Ich kam dennoch auf 350 Strecken-km mit einiger Höhendifferenz und bewältigte zu meiner Überraschung am 1. Tag den berüchtigten Tirli. Am Donnerstag zog ich mir meinen Frei-Tag ein, lag am Strand und spielte um 4 Uhr Tennis, wobei ich mir eine Aduktoren-Verletzung (Sehne im Schritt) zuzog. Ich fuhr deswegen am Freitag bereits wieder zurück nach Istrien.

Mehr und detalliertere Informationen findet Ihr in meinem Bericht der Radrennwoche 2005 in Follonica

Do, 28. -
Fr. 29. April 05
(Istrien)

Um 13 Uhr erreichte ich Istrien, wo ich meinen Hobby-Wohnwagen bei Edo Sinozic in Zbandaj abholte. Er war gewaschen und durchlüftet. Ueberraschend hielt er mir einen Ausdruck dieser meiner Homepage vor die Nase, in der ich ihn im 2003 erwähnte. Auf Solaris musste ich mit Hilfe eines Traktors vom Campingplatz noch einen Anhänger verschieben, bis ich meinen Wohnwagen auf den für mich reservierten Platz aufstellen und mein ganzes Gepäck einräumen konnte. Oh, wie schön war doch die erste Nacht im eigenen Bett!

Am Tag darauf stellte ich dann das Vorzelt auf, notabene ganz alleine! An beiden Tagen begleitete ich Ernst und Gerdi Döll ins Restaurant Kiwi zum Pizza-Essen (Bem: 1 exzellente Pizza kostete 35 Kunar = ca. Euro 4.80).

Di, 26. April 05

Ich bin mitten im Packen für die Toscana und Istrien. Ich habe viel neues Material: Bettdecke, digitaler Sat-Reveiver, kleiner Staubsauger, gediegene Rotweingläser etc, Es herrscht ein Chaos in meiner Wohnung. Es ist wie in jedem Jahr. Ich frage mich: Habe ich nicht viel zu viel eingepackt?

Di, 19. April 05

Nur 26 Stunden nach Beginn des Konklaves wurde im 4. Wahlgang um etwa 18:10 Uhr der deutsche Kardinal Josef Ratzinger als neuer Papst Benedikt XVI gewählt. Unter dem verstorbenen Papst Johannes Paul II war er als Präfekt des Glaubenskongregation die graue Eminenz und der ideologischer Stadthalter in der katholischen Kirche. Er war bestimmend für die konservativen Entscheide seines Vorgängers. Als Kopfmensch polarisierte er und setzte mehr auf die Struktur der Kirche als auf die Menschen.

Ich bin eigentlich enttäuscht über dieses Ergebnis. Wie gut hätte der Menschheit ein etwas aufgeschlossener Papst getan. Ich bin gespannt, ob er die in ihn gesetzten grossen Erwartungen erfüllen kann. Wird er etwas lockern in Bezug auf Geburtenregelung, Abtreibung, verheiratete Priester (Zölibat), Verheiratung Geschiedener, Homosexualität, Frauen in seelsorgerischen Funktionen und gemeinsamem Abendmahl zusammen mit der reformierten Kirche, um nur einige der Probleme zu nennen.

Noch eine Anmerkung: Bereits 1,5 Stunden nach der Wahl waren im Internet Dokumente und Bilder von der Wahl und dem ersten Auftritt des Papstes zu sehen.

Fr, 15. April 05
Sa, 16. April 05

Seit etwa 10 Tagen hatte ich Probleme mit meinem 5-jährigen Notebook. Er wurde immer instabiler und nahm sich viel Zeit, um zu reagieren. So entschloss ich mich, ihn neu aufzusetzen. Aber auch dies funktionierte nicht mehr so einfach, wie ich es von früher gewohnt war. Fehlermeldungen und Abstürze lösten sich ab. Nun begann ich die Hardware auf DOS-Ebene zu testen und entdeckte täglich mehr fehlerhafte Stellen auf dem Harddisc. .. und zu guter letzt schrieb gestern mein CD-Laufwerk auch nicht mehr zuverlässig!

So entschloss ich mich, den alten Notebook in die ewigen Jagdgründe zu schicken und für Ersatz zu sorgen. Durch Zufall erhielt ich von Markus Vassellari, einem eifrigen Leser meiner Homepage, die Internet-Adresse eines IT-Lieferanten http://www.stegcomputer.ch/shop.asp, bei dem er gute Erfahrungen gemacht haben soll. Flugs ging ich dorthin, schaute mir die Angebote an und kaufte am Samstag früh um 9 Uhr für Fr. 1359.-- (entsprechend etwa Euro 860.--) meinen folgenden Notebook:

Acer Aspire 1363WLMi, mit AMD Sempron Mobile 3000+ Prozessor, 512 MB DDR Memory, 60 GB Harddisc, Display 15.4 Zoll Bildschirm, Sound über 2 Stereo-Lautsprecher, CD/DVD Laufwerk, mit Software Windows XP Home und Microsoft Works, Graphics Chipset: NVIDIA® GeForce™ FX Go5200

Der erste Eindruck war blendend. Schöner Design, feine Tastatur und grosser übersichtlicher Bildschirm. Nur etwas habe ich übersehen, er hatte zwar einen CD/DVD-Leser, aber keinen Brenner. Nun, da werde ich eben ein USB-Brenner anschaffen müssen. die werden von Tag zu Tag günstiger. Und nun begann das Installieren der Software: Photoshop, MS Office, ACDSee etc

Do, 14. April 05

Vor 1 Woche habe ich 2 Paar Sommerhosen gekauft. Eigentlich nichts bedeutendes, auch nicht, dass die Hosenbeine wie gewohnt zu lange waren, 12,5 cm nämlich. Warum ich dies so genau weiss? Weil ich die Hosen mit meiner Nähmaschine selber gekürzt habe! Ja, da staunt ihr?

Mi, 13. April 05

"Unsere Fünferli" (5 Rappen-Stücke) sollen ausser Verkehr gezogen werden", dies eine Massnahme des Bundesrates (Schweizer Regierung), um viel Geld zu sparen, denn die Herstellung einer 5 Rappen-Münze kostet 6 Rappen!. (Bem: ein 5 Rappen entsprechen etwa 3 Cent)

Unwillkürlich kommen mir die "exakten" Horror-Preise in den Sinn, wenn ich in Deutschland oder Oesterreich im ALDI oder LIDL einkaufe. Ich verstehe nicht, warum da noch auf 1 Cent genau bezahlt werden muss. Mein Geldbeutel überquillt und ich habe Mühe, die vielen Geldstücke auseinanderzuhalten. Aber etwas Gutes hat diese Klein-Münzen-Verliebtheit der Deutschen und Oesterreicher: Welche Freude mach ich doch einer Kassiererin, wenn ich ihr meinen ganzen Geldbeutel hinhalte, damit sie mit glänzenden Augen die vielen kleinen 1-, 2- und 5-Cent-Stücke herausklauben kann!

Mi, 13. April 05

Velo-Ausfahrt mit den Privatiers vom CPC (Pensionierte vom Club des Pedalleurs de Charme) im Elsass über eine Distanz von 84 km. Ich trug meinen Wärmeanzug, denn es war mit anfänglich 10°C recht kühl. Wir waren deren 7: Josef Meyer, Renato Bevilacqua, Bruno Meneghin, Walter Flückiger, Kurt Heimo, Ronny Fabbri und ich. Wir starteten um 11 Uhr in Moernach, fuhren via Faverois, Suarce nach Dannemarie, wo wir um 13 Uhr Lapin (Kaninchen mit Nudeln) zu Mittag assen. Dann gings weiter auf eine 27 km Runde nach Diefmatten und zurück nach Dannemarie. Weiter via Strueth wieder nach Moernach, wo ich doch recht müde war und meine beiden Knie spürte. Es war eine tolle Fahrt, eher flach mit wenigen Steigungen. Das Wetter hat auch mitgespielt, denn am Nachmittag wars 19°C warm.

Do, 7. April 05

7. April: Meine Waage zeigte 84.5 kg! Ich war nicht schockiert. Ich wusste, dass mein Heurigen-Leben in der Wachau, der geschmackvolle Wein und die feinen Karamells das ihrige dazu beigetragen haben.Ich Heute begann ich mit dem Abnehmen, denn dieses Gewicht schleppe ich mit dem Rennrad auf jeden Berg. Ich möchte wiederum unter 80 kg Lebendgewicht kommen, das sind 5 Liter Wasserflaschen weniger !!! Mein Plan: Ich esse ein gutes Frühstück und anschliessend nur noch Gemüse (Karotten, Rettich, Bananen, Tomaten) und viel künstlich gesüsster Grün-Tee. Einmal die Woche gibt etwas Warmes (Spaghetti, Chinesisch).

13. April: 81.3 kg zeigte die Waage an. Ich war zufrieden. Es war bisher noch nicht schlimm, wenn nicht die Gelüste wären. Aber ich werde standhaft bleiben. Am Sonntag gabs Chinesisches Poulet-Geschnetzeltes.

18. April: Lange hat es gedauert, bis die Waage endlich die magische Grenze von 80 kg unterschritt. Heute zeigte sie 79.9 kg an. Ich habe nie gesündigt. Kein Alkohol und keine Süssigkeiten. Am Samstag gabs eine tolle Portion Spaghetti mit Knoblauch-Tomatensauce.

20. April/17 Uhr: 79.1 kg zeigte meine Waage. Wahnsinn! Ich bin stolz auf mich. Und als Belohnung gehe ich heute zum Chinesen essen. (Bem: Am nächsten Morgen zeigte die Waage 79.9 kg!)

24. April: Jetzt ist Stop. 78.9 kg zeigte meine Waage. Nun habe ich noch 1 Woche Zeit, um mein Gewicht zu stabilisieren und mir mit Spaghetti Kraft-Reserven anzuessen. Bin gespannt, ob ich mein Gewicht unter 80 kg halten kann.

Mi, 6. April 05

Fürst Rainier III. von Monaco ist heute um 06:35 Uhr 81-jährig nach langer schwerer Krankheit gestorben. Er hinterlässt 3 Kinder aus der Ehe mit der Hollywood-Schauspielerin Grace Kelly: Albert, sein Thronnachfolger, Caroline und Stephanie. Fürst Rainier und Grace Kelly heirateten 1956, Grace Kelly verstarb am 14. Sept. 1982 bei einem Autounfall.

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang regierte Rainier III. das Fürstentum an der Côte d´Azur, das kleiner ist als der Central Park in New York. Damit war er der am längsten amtierende Monarch Europas. Er hat Monaco zu dem gemacht, was es heute darstellt: ein Steuer-Paradies für Reiche. Er nannte sich «Aufsichtsratsvorsitzender» des «Unternehmens Monaco".

Ich bin nun gespannt, wie Prinz Charles all seine Termine unter einen Hut bringen kann. Er musste seinen Hochzeitstermin mit Camilla bereits wegen des Begräbnisse von Papst Johannes Paul II um 1 Tag auf den kommenden Samstag verschieben.

Sa, 20. März - 5. April 05
(Mautern)

4 Wochen wollte ich bei Evelyne bleiben, aber es kam ganz anders. In dieser Zeit waren wir u.a. im SCS (Shopping-Center) in Wien, waren in der Dungl-Sauna und in Ungarn, besuchten den Heurigen "Ruinenblick" in Spitz und den Wögrat in Bergen, waren an Ostern bei Petra und machten schlussendlich eine Ausfahrt mit dem Rennrad, die aber missriet. Am letzten Tag sah ich die ersten Marillenbäume mit beginnender Blüte.

Am 1. April besichtigten wir die Burgruine Aggstein. Hoch über der Donau mit sagenhaftem Blick auf die Wachau thront Aggstein die berühmteste Burgruine Oesterreichs. Sie ist wunderbar renoviert und erlaubte es, das mittelalterliche Leben in einer Ritterburg nachzuvollziehen.

Leider hatte ich immer noch keine eigene Wohnung in Mautern, in die ich mich hätte zurückziehen können. Und so kam es, wie es kommen musste: am Dienstag 5. April fuhr ich entnervt und ohne mich zu verabschieden, nach Hause. Dies zeugt zwar nicht von grossem Anstand oder Stärke, und hebt auch nicht die Stimmung, aber es war für mich das Beste. Ich war mit meinen Nerven am Ende.

Sa, 2. April 05

Endlich konnte der polnische Papst Johannes Paul II 85-jährig um 21.37 Uhr sterben. Er war bereits lange krank und litt unter anderem an Parkinson-Krankheit. Er war für mich der erste päpstliche Kommunikations-Manager im grossen Stil und war darin sehr erfolgreich. 104 Reisen ins Ausland hat er vollzogen. Er besuchte Moscheen und Synagogen, und rief am 27. Okt. 1987 Vertreter aller Religionen der Welt (inkl. Buddhisten, Hinduisten und Vertreter von Naturreligionen) nach Assisi, um mit ihnen den ersten Weltgebetstag für den Frieden zu feiern.

Einen sehr guten Draht hatte er zu den Jugendlichen. Sie waren von ihm begeistert. Das Fernsehen hat ihn bei Schritt und Tritt verfolgt, auch in seinen letzten Tagen. Er zeigte der gesamten Menschheit, dass auch Leiden zum Leben gehört.

Vielleicht seine grösste Leistung hat er in der Zerstörung des doktrinären Kommunismus in Europa vollbracht, als er aktiv und eindeutig gegen die Unterdrückung der dortigen Menschen Stellung nahm und die polnische Freiheitsbewegung Solidarnosc unter Lech Waleswa unterstützte.

Auf der anderen Seite hat er aber auch versagt, indem er seine katholischen Schäfchen, vorallem die Frauen links liegen liess und in seiner erz-konservativen Haltung Stellung gegen Geburtenregelung - und sogar gegen deren - kirchlichen Beratung einnahm. Er war gegen die Pille, gegen Abtreibung, gegen die Verheiratung von Priestern, gegen die Verheiratung Geschiedener, gegen Homosexualität, gegen Frauen in seelsorgerischen Funktionen und gegen gemeinsames Abendmahl zusammen mit der reformierten Kirche. Kopfschütteln verursachte bei mir, wie die katholische Kirche die schreckliche Krankheit Aids füre seine Ideologien missbrauchte und meinte sexuelle Enthaltsamkeit sei das beste Gegenmittel gegen Aids. Aids wurde als Strafe Gottes gegen die sexuelle Lust angesehen. Wie hat doch der deutsche Kardinal Meissner anlässlich der Würdigung des Papstes am Sonntag gesagt: "Wir Menschen verhalten uns wie Tiere! Es sei noch kein Mensch an Enthaltsamkeit gestorben!"

Es ist für mich schwer zu beurteilen und bestimmt auch viel zu früh, welche seiner Erfolge und Misserfolge stärker zu gewichten sind. Es ist für mich jedoch nicht nachvollziehbar, dass man bereits 2 Tage nach seinem Tod von Heilig-Sprechung spricht.

Di, 22. März 05

Die Schweizer Fluggesellschaft SWISS wurde von der Deutschen Lufthansa übernommen. Der Übernahme-Vertrag war heute Dienstagabend in Zürich unterzeichnet worden. Zuvor hatten die Aufsichtsgremien beider Unternehmen und die Mehrheit der Swiss-Großaktionäre das vom Lufthansa- und Swiss- Management ausgearbeitete Konzept gebilligt. Auch die Regierung in Bern stimmte zu. Der Kaufpreis liegt bei bis zu 310 Millionen Euro. Die Marke Swiss soll erhalten werden, zudem soll die Fluggesellschaft auch in Zukunft weitestgehend eigenständig handeln können.

Für die bis zuletzt unprofitable Swiss mit ihrem zu kleinen Heimatmarkt ist die Übernahme schlicht überlebensnotwendig. "Ein Alleingang hätte für Swiss bedeutet, allmählich dem Tod entgegenzugehen", räumte der Schweizer Finanzminister und Bundesrat Hans-Rudolf Merz ein.

So lapidar lauteten die offiziellen Meldungen aus den Gremien. Es stehen aber viele Emotionen dahinter, denn dass ausgerechnet eine deutsche Gesellschaft die Schweizer Firma übernommen hat, tat weh.

Mit Deutschland, dem grösseren Bruder der Schweiz, der fast überall besser ist, verbindet uns eine Art Zwangsgemeinschaft. Wir sprechen dieselbe Sprache und haben denselben Ursprung, haben gemeinsame Grenzen und sind beide ehrgeizig. Wir haben bereits im Mittelalter gegen die Habsburger gekämpft. Das tun wir auch heute noch gegen "d'Schwobe", wie die Deutschen liebevoll genannt werden. Wie freuen wir uns doch, wenn in Deutschland etwas schief geht. Ich erinnere mich noch gut, als vor Jahren die Schweizer Hallen-Handball-Nationalmannschaft dem Deutschen Gegner ein Bein stellte und die Deutschen deswegen sogar in die Drittklassigkeit der C-Liga absteigen mussten. Haben wir Schweizer damals gelacht und uns vor Schadenfreude auf die Schultern geklopft. Heute akzeptieren wir auch, dass der oberste Banker der Deutschen Bank, Josef Achermann das höchste Einkommen in Deutschland bezieht. Wir sind sogar stolz darob .... weil er ein Schweizer ist

Damit ist die zwischenzeitlich turbulente Geschichte der Swiss zu Ende. Wir Schweizer haben mit Herzblut für unsere Swissair und Swiss gekämpft und vor 4 Jahren in einem emotionalen Moment sogar mehrere Mia SFR in die bereits marode Gesellschaft gestopft ........ was aus meiner Sicht ein absoluter Fehler war, denn faulende Firmen und deren Arbeitsplätze kann man nicht mit Geld stopfen resp. retten!!!!!

Nur ein kurzer Rückblick in die zuletzt sehr turbulente Geschichte:

Swissair (offizieller Name Swissair Schweizerische Luftverkehr AG, IATA-Code SR, ICAO-Code SWR) war von 1931 bis zu ihrer Nachlassstundung und Liquidation ab Ende 2001 die nationale Fluggesellschaft der Schweiz. In der Folge der Swissair-Pleite wurde auf der Grundlage der damaligen Tochtergesellschaft Crossair die neue schweizer Fluggesellschaft SWISS gegründet. Die SWISS nutzt heute einen Teil der Flugzeuge und bedient die Destinationen der ehemaligen Swissair.

  • Am 26. März 1931 wurde die Swissair durch die Fusion der Fluggesellschaften Balair und Ad Astra Aero gegründet.

  • Im April 1932 kaufte die Swissair zwei Flugzeuge vom Typ Lockheed 9 Orion und setzte diese als erste Fluggesellschaft in Europa ein. Doch bereits 1939 stand der Flugbetrieb still, Grund war der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.

  • Im Februar 1947 konnte die Swissair den Flugbetrieb wieder aufnehmen. Gleichzeitig erhöhte sie ihr Aktienkapital auf 20 Millionen Schweizerfranken, so dass nun auch Langstreckenflüge nach New York und zu Zielen in Südafrika und Südamerika möglich waren. Die Schweizerische Eidgenossenschaft, die 30,6% am Aktienkapital der Swissair hielt, ermöglichte es der Fluggesellschaft durch einen Kredit von 15 Millionen Schweizerfranken, zwei neue Flugzeuge des Typs Douglas DC-6B zu kaufen.

  • 1958 schloss die Swissair einen Kooperationsvertrag mit der skandinavischen Fluggesellschaft SAS. Die beiden Partner kauften gemeinsam Flugzeuge vom Typ Douglas DC-8 und schafften einige Caravelle-Düsenflugzeuge für die Kurzstrecke an.

  • Nach vielen Jahren geregelten Flugbetriebs konnte die Swissair 1971 die erste Boeing 747-200 (Jumbo) in ihre Flotte aufnehmen. Schon im nächsten Jahr folgten die ersten Maschinen vom Typ McDonnell Douglas DC-10, die bis in die 90er hinein das Bild der Langstreckenflotte der Swissair prägten.

  • Nach wiederum gut einem Jahrzehnt gab es die nächste große Änderung: Dem Beispiel anderer Fluggesellschaften folgend, führte die Swissair 1983 eine Business Class ein, der Abschied vom Flugbetrieb mit nur einer Klasse.

  • Am 16. März 1989 weitete die Swissair ihre Partnerschaften aus. Sie unterzeichnete Kooperationsverträge mit der amerikanischen Delta Airlines und der aus Singapur stammenden Singapore Airlines, die Partnerschaft mit SAS wurde erneuert.

  • 1993 wollte die Swissair sogar mit der Austrian Airlines, KLM und der SAS als Alcázar fusionieren, diese Projekt scheiterte aber am Widerstand der Schweiz.

  • Am 4. Mai 1995 übernahm die Swissair 49.5 Prozent an der belgischen Sabena und beteiligte sich in den folgenden Jahren an weiteren europäischen Fluggesellschaften, um eine für den zunehmend liberalisierten Luftverkehrsmarkt überlebensfähige Grösse zu erreichen (Hunter-Strategie).

  • Eine große Umstellung gab es 1997, als aus der bisherigen Fluggesellschaft Swissair der Konzern "SAirGroup" geschaffen und die bisherige Swissair eine von vielen Tochtergesellschaften wurde.
  • Nach weit über 60 Jahren geregeltem Flugbetriebes kam es am 3. September 1998 zur Katastrophe. Auf dem Weg von New York nach Genf stürzte eine MD-11 der Swissair ins Meer vor Halifax (Kanada). Bei dem Absturz starben 229 Menschen.

  • Am 13. Oktober 1999 kündigten Delta Airlines, Sabena und Swissair ihre Zusammenarbeit im Rahmen der so genannten Atlantic Excellence Alliance auf. Anfang 2001 musste die Swissair ihre Hunter-Strategie aufgeben. Die SAirGroup war nicht mehr in der Lage, die daraus resultierenden Kosten zu tragen.

  • Im Herbst 2001 musste die Swissair ihre gesamte Flotte mangels Liquidität am 2. Oktober grounden und ein Gesuch um Nachlassstundung beantragen; bis Ende März 2002 wurde ein Teil des Flugbetriebes der neu gegründeten SWISS übertragen. Seither befindet sich die Swissair in Nachlassstundung beziehungsweise Liquidation.

Fr, 19. März 05

Am 14. März feierte Bogdan Ulaga seinen 60. Geburtstag, Heute Abend waren alle seine Freunde bei ihm eingeladen. Wie hiessen doch alle: Monica und Max (wie nennt man das: der Abschnittspartner von Monica), Fritz, Lothar, Helena und Hans-Peter, Riitta, Suzanne (ohne Curdin), Kathleen, Urs, Stefanie und Thomaz, Tanja, Milena, Carla und Carlo, Sandor und Uscha, Majda und Franc......

Es war ein lustiger Abend mit viel Zeit für Gedankenaustausch. Nach dem Schämpis gings über zum Rotwein und Schinken, Salat etc... und ganz zum Schluss, als ich bereits heimgehen wollte, Tiramisu und weitere feine Süssigkeiten.

Mi, 16. März 05

Seit Montag herrscht wunderbares Frühlingswetter. Heute wars sogar 19 °C in Basel. Ich fuhr zusmamen mit Renato B. und René Küpfer mit dem Rennrad 69 km in die Elsässer Hard. Es war ein wunderbarer Tag.

Es ist doch interessant, wie schnell man etwas vergisst. Wir waren z.B. der festen Ueberzeugung, dass letztes Jahr der Frühling früher kam und wir früher mit dem Rennrad ausfahren konnten. Aber weit gefehlt. Ich habe in meinen Aufzeichnungen nachgeschaut und festgestellt, dass wir am 15. März 2004 zum ersten Mal ausfahren konnten und eben auch in die Elsässer Hard! Der letztjährige Frühling kam zur selben Zeit!

Noch dreimal schlafen, dann fahr ich am Samstag wieder zu Evelyne.

Do, 10. März 05

Tagwache war bereits um 05:45, für einen Pensionisten enorm früh, aber um 07:05 musste ich bei der Motorfahrzeugkontrolle (MFK) sein, um meinen Saab-9-5-Combi vorzuführen.

Mein Saab wird im Mai 5 Jahre alt und hat bereits 103'240 km hinter sich gebracht. Es ist das erste Mal, dass ich ihn vorführen muss. Er wurde auf Herz und Nieren überprüft. Kein Tropfen Oel und kein Spiel irgendwo wurde akzeptiert. Schlussendlich war alles ok und ich kann wieder zwei Jahre fahren bis zum nächsten Mal.

Als Vorbereitung brachte ich den Saab in die Garage und liess dabei den 110'000 km Service machen. Und es wurde teuer: Fr. 2'500.-- (ca. Euro 1'600) kostete mich dieser Spass, wobei als spezielles die Bremsscheiben vorne ersetzt werden mussten. Ich denke, zukünftig werde ich mich einem anderen Untersatz zuwenden

Mi, 9. März 05

Die Migros hat heute eine HP-935 Digital-Camera mit 5 MPixels für nur Fr. 99.50 (entsprechend etwa Euro 62.--) angeboten (vor nicht ganz 2 Jahren kostete sie noch 550 Euro). ... und ich habe sofort zugegriffen und bereits die ersten Tests gemacht. Erstaunlich das minimale Bildrauschen. Viel besser als bei meiner Minolta Z3. Ich glaube, dies war ein Schnäppchen.

Evelyne feierte heute ihren Geburtstag. Ich konnte leider nicht bei ihr sein, denn ich muss morgen meinen Saab-Combi auf der staatlichen Motofahrzeug-Kontrolle vorführen (entspricht dem TÜV). Ich habe Sehnsucht nach Evelyne und freue mich, sie in einer Woche wieder in meine Arme schliessen zu können............ (Zensur)

Eine einmalige Bärchen-Postkarte mit wunderbaren Worten hat mir Evelyne heute geschickt. Diese Postkarte bedeutet mir enorm viel, den ich weiss, dass Evelyne gar nicht gerne schreibt. Evelyne ist meine Traumfrau.

Di, 1. März 05

Zum meteorologischen Frühlingsanfang sind in der Schweiz die kältesten Temperaturen dieses Winters gemessen worden: in Basel -14,7°C. Die Nacht gilt auch als eine der kältesten Märznächte überhaupt. Nur am 6. März 1971 war es noch kälter.

Sa, 19. - 26. Feb. 05
Evelyne in Basel: Endlich war es soweit. Am Samstag um 11:45, in gelber Jacke und gelbem Mini, in schwarzen Strümpfen und Stiefeln kam Evelyne von Wien-Schwechat kommend mir in Zürich-Kloten mit strahlend blauen Augen entgegen. Es war ein wunderbares Wiedersehen. Ich war wie hingerissen. Evelyne sah zum Anbeissen aus.

Evelyne war zum ersten Mal in der Schweiz. Leider war das Wetter gar nicht so gut. Es war nass-kalt und schneite öfters als üblich. Aber Evelyne brachte mir diese Milch-Karamellen mit. Bei ihr zu Hause in Mautern genoss ich Unmengen dieser Süssigkeiten. Hmmmmmm.......

Wir hatten ein strenges Programm vor uns. Wir spazierten durch die Stadt, schauten das Basler-Münster und die Pfalz an. Sahen von dort aus auf den Rhein, die Rheinfähre und die 5 Brücken über den Rhein zwischen Gross- und Kleinbasel. Kamen auch an der "Condomeria" vorbei, die vor Jahren Rudi Hofmann grossen Eindruck machte. Das grosse Puppenmuseum mit seinen über 6'000 Plüsch-Bären war einer der Höhepunkte für Evelyne. Dann entdeckte sie auch das Geschäft von Johann Wanner mit seinen prächtigen Weihnachtsbäumen (ja, auch im Sommer). Schlussendlich standen wir am Rheinhafen auf dem sog. Dreiländereck, an der Stelle, wo die Schweiz, Frankreich und Deutschland aneinander grenzen.

Basel ist eine vielfältige Kulturstadt, und deswegen kam das Kulturelle nicht zu kurz:

  • Am Sonntag-Vormittag waren wir im Theater Basel im Matinee zur Einführung in die Rossini-Oper "Il Barbiere di Siviglia". Evelyne hat es sichtlich gefallen, und nicht nur wegen der Gipfeli und des feinen Kaffees, sondern eher wegen der Arien, die als Müsterchen vom Graf Almaviva alias José Manuel Zapata und vom Barbier Figaro alias Marian Pop vorgetragen wurden.

  • Am Donnerstag-Abend stand das beliebteste Märchen in der Ballett-Geschichte "Der Nussknacker" von Peter I. Tchaikovsky auf dem Programm. Es war eine wunderbare Choreographie mit toller Ensemble-Leistung. Wunderbar die Musik, die wie Schlager in meinen Ohren nachklangen. Bogdan Ulaga, bekannt aus Solaris und Miglied des Basler Symphonie-Orchesters, betreute uns in den Pausen und nach der Vorstellung. So wurden es noch ein paar weitere Gläser Champagner, denn wir starteten den Abend bereits mit einer Flasche! Speziell war die unerwartete Begegnung zweier Oesterreicherinnen, nämlich die von Evelyne mit der aus Feldbach bei Graz stammenden Frau Koller.

Da das Wetter keine grossen Fussmärsche erlaubte, frönten wir unserem zweiten, dritten und vierten Hobby: dem Shopping, dem Wellness und dem feinen Essen:

  • Gemeinsam mit K.genossen wir die Indische Küche im Restaurant Maharadja, dann gingen wir aber auch zum Chinesen im Restauarant Hongkong und assen zu Hause u.a. Raclette. Am Sonntag holten wir uns ein Hänchen und feines japanisches Sushi.

  • Zum Wellness liessen wir uns in der Sauna 4-Jahreszeiten viel Zeit und Musse, und tankten die fehlende Wärme wieder auf.

Am Samstag um 12:40 nahm dann die wunderbare gemeinsame Zeit wieder sein Ende mit dem Abflug von Evelyne nach Wien. In meiner Wohnung fehlt nun meine blonde Fee, die soviel Leben und Wärme mitbrachte.

Mo, 14. Feb. 05

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Evelyne und ich haben uns vor 8 Monaten kennengelernt. Wir hatten bisher eine wunderbare Zeit. Viele Hochs und auch ein paar Tiefs, die wir bisher alle in den Griff bekamen. Am kommenden Samstag wird Evelyne eine Woche nach Basel kommen. Ich freue mich riesig. Ich habe heute für 147 Euro ein Rückflug-Ticket bei Swiss gebucht. Für diesen Betrag kann ich nicht mal das Benzin fürs Hin- und Zurück mit dem Auto bezahlen!

So, 13. Feb. 05

Um 12:15 Uhr habe ich hier in Binningen ein ganz spezielles Naturereignis erlebt: Innert ca. 15 Minuten sank die Aussentemperatur von 5.5°C auf 2.0°C, wobei die stürmischen Regenfälle in Schnee wechselten.

Do, 10. Feb. 05

Ski-Weltmeisterschaften in Bormio. Ein Tag nach dem Streik der RAI hatten die Oesterreicher ihren grossen Tag mit dem Riesenslalom Doppel-Sieg des Hermann Maiers vor Benjamin Raich. Eigentlich ein bemerkenswerte Sache, wenn da nicht die Verletzungs-Gefährlichkeit dieser Sportart mir zu denken gab. Es gibt kein Rennfahrer, der nicht bereits mehrfach operiert werden musste. Ein Sturz endet doch meist mit der lapidaren Bemerkung der Reporter: "Ich denke, er hat die Kreuzbänder am Knie gerissen!". Gibt es eine andere Sportart, in der das Verletzungs-Risiko derart hautnah mitfährt?

Do, 20. Jan. - 3. Feb. 05
(Aegypten)

Ferien mit Evelyne in Aegypten: 1 Woche Nil-Kreuzfahrt und anschliessend 1 Woche Badeferien in Hurghada im Hotel "LTI Dana Beach Resort".

Begonnen haben unsere Ferien mit einem Paukenschlag, denn auf dem Weg zum Flughafen Wien-Schwechat wurden wir morgens um 03:20 Uhr auf der Schnellstrasse von der Gendarmerie (=Polizei) kontrolliert. Aber es gab nichts zu beanstanden.

So, 16. Jan. 05

Es scheint die Sonne. Ich bin nun auf dem Weg zu Evelyne. Am kommenden Donnerstag um 06:30 Uhr werden wir von Wien-Schwechat nach Aegypten abfliegen.

Fr, 14. Jan. 05

Der 64-jährige Münchner Paradiesvogel Rudolph Moshammer mit der exzentrischen Ludwig II.-Frisur wurde in der Nacht auf den 14. Jan. in seiner Villa von einem irakischen Stricher ermordet.

Rudolph Moshammer zeigte sich fast immer mit seiner Yorkshire-Hündin Daisy in der Öffentlichkeit, der er ein Buch und eine eigene Website widmete. Sie galt als Moshammers Markenzeichen und war seine ständige Begleiterin.

Mi, 12. Jan. 05

81 Lachsbrötli und 6 Fl. Crémant d'Alsace haben meine 21 Freunde/-innen an meinem 15. Kunschti-Fescht auf der Kunsteisbahn Margarethen-Park zu sich genommen. Wir hatten etwas Pech (oder auch Glück?) mit dem Wetter. Tagsüber wars noch schön. Gegen Abend hats dann begonnen stark zu regnen, aber um 19:30 wars nur noch ein leichter feiner Rieselregen, der uns nicht stark beeinträchtigte. Die Lufttemperatur war mit 8°C angenehm.

Ganz besonders hat es mich gefreut, dass sich Hartmut Bethke, mein ehemaliger Chef aus der Sandoz Zeit, damals Leiter Pharma Entwicklung, sich ebenfalls aufs Glatteis wagte.

Das Kunschti-Fescht hat seine Tradition. Es ist mein verspätetes Geburtstagstreffen. Am 29. Jan. 1991 hat sich aus einer Wette heraus ein kleiner harter Kern mit Miranda, Helga, Roland und mir auf der Kunsteisbahn zum Apéro getroffen und seither treffen wir uns jährlich am 2. Mittwoch vom neuen Jahr.

In den Folgejahren erlebten wir einige Höhepunkte. Ich erinnere mich, als ich als Jux den Sandoz-Sanitätsdienst organisierte, der uns mit 2 Krankenwagen unterstützte. Oder den simulierten Unfall von Roland oder den Start zu unserer Jogging Euphorie.

Sa, 8. Jan. 05

Frühlingstemperatur um 14°C erlaubten meine erste Ausfahrt über 43 km mit dem Rennrad nach Kleinkembs (D) und zurück. Im Rest. Blume in Kleinkembs habe ich als Belohnung ein "kleines" Cordon Bleu mit Pommes-Frites gegessen. Es schmeckte wunderbar.

Sa, 8. Jan. 05

Das Tennis-Jahr hat für uns Schweizer optimal begonnen. Zuerst gewinnt die 26-jährige Patty Schnyder das Damenturnier im australischen Gold Coast und dann ein paar Stunden später doppelte der 23-jährige Roger Federer im ATP-Turnier in Doha (Katar) mit einem 6:3, 6:1 Sieg gegen den Kroaten Ivan Ljubicic nach. Es war der 23. Turniersieg seiner Karriere und das 14. Mal nacheinander in einem Finale ohne Niederlage.

Fr, 7. Jan. 05

Ich war heute in der Stadt und habe mir gelbe und blaue Sports-Sommerschuhe gekauft. Ich glaube nicht, dass dies Frustkäufe waren, eher Unabhängigkeitskäufe.

Mi, 5. Jan. 05

Am Sammeltag der Schweizerischen Glückskette für die Katastrophenhilfe Südostasiens sind über 130 Mio Franken gesammelt worden. Dieser Betrag hat sich bis am 13. Jan. auf 154 Mio SFr erhöht.... und dies bei einer Bevölkerung von 8 Mio Schweizern.

(Bem vom 12.2.2005: In der Zwischenzeit hat sich die Zahl der Toten und endgültig Vermissten auf gegegn 300'000 erhöht. Allein in Indonesien waren mehr als 232'000 Tote zu beklagen.)

 

Mail an Max Lehmann Jump to (1 kB)

Home